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Goose

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Posts posted by Goose

  1. Wie ist das mit einem Stopschild? Habe hier herausgelesen, das dies ebenfalls auch ohne Gefährdung 50€ und 3 Punkte bringt!

     

    Das ist falsch.

     

    Hier die entsprechenden Auszüge aus dem bundeseinheitlichen Tatbestandskatalog:

    108112 Sie missachteten die Vorfahrt des bevorrechtigten Fahrzeugs, so dass ein

    anderer wesentlich behindert +) wurde. Vorfahrtregelung durch Zeichen 205/206.

    § 8 Abs. 2, § 49 StVO; § 24 StVG; 33 BKat

     

    25 Euro, kein Punkt

     

    -----

     

    108606 Sie missachteten die Vorfahrt des bevorrechtigten Fahrzeugs, so dass ein

    Vorfahrtberechtigter gefährdet +) wurde. Vorfahrtregelung durch Zeichen

    205/206.

    § 8 Abs. 2, § 49 StVO; § 24 StVG; 34 BKat

     

    50 Euro, 3 Punkte

     

    -----

     

    141600 Sie beachteten nicht das bestehende unbedingte Haltgebot (Zeichen 206) und

    gefährdeten +) dadurch andere.

    § 41 Abs. 2, § 1 Abs. 2, § 49 StVO; § 24 StVG; 150 BKat; § 19 OWiG

    50 Euro, 3 Punkte

     

    -----

     

    108607 Sie missachteten die Vorfahrt des bevorrechtigten Fahrzeugs. Es kam zum

    Unfall. Vorfahrtregelung durch Zeichen 205/206.

    § 8 Abs. 2, § 1 Abs. 2, § 49 StVO; § 24 StVG; 34 BKat;

    § 3 Abs. 3 BKatV; § 19 OWiG

     

    60 Euro, 3 Punkte

     

    -----

     

    141601 Sie beachteten nicht das bestehende unbedingte Haltgebot (Zeichen 206) Es

    kam zum Unfall.

    § 41 Abs. 2, § 1 Abs. 2, § 49 StVO; § 24 StVG; 150 BKat;

    § 3 Abs. 3 BKatV; § 19 OWiG

     

    60 Euro, 3 Punkte

     

    Diese Tatbestände greifen aber alle nur bei einer Gefährdung / Schädigung

     

    Für das einfache Mißachten des Stopschildes ohne Gefährdung, Schädigung oder Behinderung gilt

    141136 Sie beachteten nicht das bestehende unbedingte Haltgebot (Zeichen 206)

    § 41 Abs. 2, § 49 StVO; § 24 StVG; 136 BKat

    10 Euro, kein Punkt

     

    Gruß

    Goose

  2. Da wirst du nicht viel dran machen können. Die Tatsache, daß du bereits seit 14 Jahren dort parkst, macht die Sache nicht rechtmäßig. Du wirst keine Chance haben, auf ein Gewohnheitsrecht zu pochen.

     

    Ein Einspruch macht die Sache in diesem Fall nur teurer.

     

    Gruß

    Goose

  3. Ist auf diesen Parkplätzen ausdrücklich das Parken auf dem Gehweg gemäß §42 StVO, Zeichen 315 (Parken auf Gehwegen) angeordnet? Wenn das so ist, dann kannst du einfach Einspruch einlegen.

     

    Sollte das Schild dort nicht stehen, so darfst du auch nicht auf dem Gehweg parken. In diesem Fall solltest du bezahlen.

     

    Gruß

    Goose

  4. Oder wann spricht man von Gefährdung?

     

    Hier wird eine konkrete Gefährdung vorausgesetzt. Es reicht also nicht, daß dein verhalten evtl. jemanden gefährden könnte, wenn dieser in dem Augenblick dort gewesen wäre. Es muß eine tatsächliche Gefährdung vorgelegen haben, d.h., ein anderer muß durch seine Reaktion (starkes Bremsen, Ausweichen) einen Unfall verhindert haben.

     

    Gruß

    Goose

  5. Allen gemeinsam ist: ihr Beruf hat sie umgegracht. Ob "Krankheit" oder äußere Einwirkung - das Ergebnis ist das gleiche.

     

    Das Ergebnis ist das gleiche, da hast du Recht.

     

    Bei einem Unfall oder einer durch den Beruf erworbenen Krankheit (ich denke hier auch an die Bergleute) hat der Beruf sie umgebracht.

     

    In vielen Fällen bei uns war es aber nicht der Beruf, es waren andere Menschen, die die Kollegen umgebracht haben. Aus niederen Beweggründen, aus Hass, Wut oder aus der Angst vor Strafe.

     

    Nicht der Beruf hat einen Kollegen von mir Erschossen, es war ein Drogenhändler.

    Nicht der Beruf hat einer Kollegin von mir ein Messer ins Herz gerammt, es war ein wütender Ehemann.

    Diese Reihe könte ich beliebig fortsetzen, es war nicht der Beruf, der diese Kollegen getötet hat, sie wurden beid er Ausübung ihres Berufes von anderen Menschen ermordet.

     

    Und das kann man nicht mit einem Herzinfarkt oder einem Magengeschwür vergleichen.

     

    Gruß

    Goose

  6. @Ghostrider: Ich habe nie bestritten, daß ich mir diesen Beruf selber ausgesucht habe. Ich liebe ihn, ich kann mir nicht vorstellen, etwas anderes zu machen. Ich habe vorher im Kaufmännischen gearbeitet und weiß um die Unterschiede.

     

    Ich will aber nicht behaupten, daß die Vorteile die Nachteile aufwiegen (nicht die beste Bezahlung, Schichtdienst, massenhafte Überstunden, fehlende Freizeitplanbarkeit usw), vielmehr nehme ich die Nachteile für den Beruf in Kauf.

     

    Es ist halt nur ratsam, beim Stichwort "Sicherer Arbeitsplatz" nicht nur auf die Kündigungsfristen zu achten, sondern auch darauf, daß wir uns für geringe Gehälter, den B-Tarif bei der Versicherung, 2 Euro Sonntagszulage und das BaL-Verhältnis jeden Tag in Situationen hineingehen, aus denen andere weglaufen.

    Und, lieber Ghostrider, ich weiß nicht, ob du es nachvollziehen kannst, aber es ist ein großer Unterschied, ob du nun erfährst, daß dein Kollege an einem Magengeschwür verstorben ist (das ist eine Krankheit) oder ob du zum Dienst gerufen wirst, weil soeben ein Kollege ermordet wurde, dem du am Vortag noch die Hand gegeben hast, der gesund aussah und es auch war.

     

    Gruß

    Goose

  7. @Alpak: Unfälle passieren überall. Aber wie viele Binnenschiffer oder Bergleute wurden davon ermordet?

    Seit 1999 wurden alleine 2 Kollegen im Dienst ermordet, die ich persönlich kannte. Es mag sein, daß ich alleine aus diesem Grund nicht emotionslos an dieses Thema herangehen kann.

     

    Schaut euch mal die Seite ODMP an.

     

    Hier ein kleiner Auszug:Nach einem Bericht der Deutschen Presseagentur (dpa) vom 3. Februar 1995 über die Gefährlichkeit des Polizeiberufes sind seit dem Ende des zweiten Weltkrieges alleine in Deutschland mehr als 1.500 Polizeibeamte in Ausübung des Dienstes ums Leben gekommen.

     

    Über 1.000 Polizeibeamte verunglückten tödlich, ca. 150 starben an Berufskrankheiten, über 300 wurden durch Straftäter getötet.

     

    Gruß

    Goose

  8. Ich habe mir den Film soeben auch mal angeschaut. (Auch wenn ich sonst kein Freund der GdP bin, hier haben sie recht)

    Auch ich wurde schon bespuckt, getreten, man hat versucht mich zu schlagen, zu verletzen und zu demütigen. Ich kam schon mehrfach mit (zum Glück bisher immer kleineren) Wunden nach Hause. Ich habe die Namen von Kollegen im Abspann wiedergefunden, die ich am Tag vor ihrem Tod bei der Ablösung noch gesehen hatte.

     

    O.K., ich habe mir diesen Beruf ausgesucht, ich mache ihn gerne, ich habe es auch nie bereut, ihn gewählt zu haben.

     

    Wer mir aber was von "sicherem Arbeitsplatz" erzählen will, der beweist, daß er keine Ahnung von unserem Beruf hat. Wir werden nicht arbeitslos, man kann uns nicht so einfach entlassen, aber sicher macht das unseren Beruf nicht.

     

    Gruß

    Goose

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