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Geschwindigkeitsmessgeräte Lichtschranke, Einseitensensor, Truvelo M4²


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#1 Gast225

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Geschrieben 22 November 2008 - 14:38

Mobile Überwachung per Lichtschranke und Einseitensensor

- erstellt von indy, hartmut und Gast225 -

Lichtschranke

Neben den Geschwindigkeitsmessungen mit Piezosensoren bzw. der Messung mittels Radar werden noch Messungen mit Lichtschranken durchgeführt..

Das Prinzip der Messung ähnelt der Piezosensorenmessung. Die Lichtschranke besteht aus zwei Geräte die sich auf der zu messenden Straße am Straßenrand genau gegenüberstehen. Den Lichtwerfer (hier bei der LS 4.0; Pfeil rechts unten) und den Lichtempfänger (Pfeil links unten).




post-904-1227425577.jpg


Der Lichtwerfer sendet drei Lichtstrahlen zum Empfänger. Unterbricht ein Fahrzeug die erste Lichtschranke mit seiner Front, so werden zwei Messungen gestartet (Lichtschranke 1 bis 3 (Hauptmessung) und Lichtschranke 1 bis Lichtschranke 2 (Kontrollmessung)).
Nachdem das Fahrzeug die zweite Lichtschranke passiert hat, wird die Kontrollmessung beendet. Gleiches passiert mit der Hauptmessung beim durchfahren der dritten Lichtschranke mit der Hauptmessung.

Im Anschluss daran wird die Zeitmessung zwischen der Lichtschranke eins und zwei verdoppelt und mit der gemessenen Zeit zwischen Lichtschranke eins und drei verglichen, dabei darf die Abweichung zwischen den beiden Werten maximal ± 3 Prozent betragen damit der Messwert verwertet werden kann.

Nachdem der Zeitwert ermittelt ist und dieser den Vorgaben entspricht, wird der längere Zeitwert (damit zu Gunsten des Gemessenen) mittels Weg-Zeit-Messung in die gefahrene Geschwindigkeit umgerechnet.
Ist die errechnete Geschwindigkeit größer oder gleich des eingestellten Grenzwertes (Auslöseschwelle), so wird per Kabel oder Funk die Fotoeinheit ausgelöst (Pfeile oben).

Liegen die Bedingen nicht vor (Abweichung der beiden Zeitmessungen außerhalb der Toleranz) so wird die gesamte Messung annulliert und es erfolgt keine Auslösung der Kamera(s).

Hieran schließt sich nunmehr eine zweite Messreihe (Ausfahrtsmessung) an. Diese läuft gleich der Einfahrtsmessung ab.

Ist bei beiden Messungen (Einfahrts- und Ausfahrtsmessung) die Toleranz eingehalten worden, so werden die beiden errechneten Geschwindigkeitswerte untereinander verglichen (also Geschwindigkeitsmesswert eins mit Wert zwei). Hierbei darf der Unterschied höchstens 6 km/h (bis 100 km/h) bzw. höchstens 6% (ab 100 km/h) betragen damit die Messung gültig ist. Als offizieller Messwert wird der niedrigste der Werte herangezogen.

Ist der Messwert nun größer oder gleich der eingestellten Auslöseschwelle, so wird per Kabel oder Funk dieser Wert wiederrum an die Fotoeinheit (Pfeile oben) übermittelt und nachträglich in das Foto eingeblendet.
Es kann daher also sein, dass die Messung (z.B. durch starkes Bremsen) ungültig wird da die Werte zu stark voneinander abweichen, dennoch aber ein Foto geschossen wurde. In diesem Fall wird statt einer Geschwindigkeit "0EE" bzw. "1EE" eingeblendet - das Foto ist nicht verwertbar.

Einseitensensor

Nach einen ähnlichen Prinzip funktioniert die Messung mittels der eso Einseitensensoren.
Im Gegensatz zur Lichtschranke bedarf es jedoch keines Empfängers auf der anderen Straßenseite mehr.

Bei der Durchfahrt des Fahrzeuges, wird dessen Helligkeitsprofil ermittelt und gespeichert und dann werden die Ergebnisse der drei Sensoren verglichen. Sollten diese voneinander abweichen, so wird die Messung verworfen.
Zugleich erfolgen Zeitmessungen (bei der Einfahrt und der jeweiligen Ausfahrt), so dass über die bekannte Wegstrecke die Geschwindigkeit errechnet werden kann.

Die ermittelten Werte werden im Anschluss daran miteinander verglichen und bei zu starker Abweichung ebenfalls verworfen.

Im folgenden Bild ist eine typische Messstelle des Einseitensensor 1.0 bei Messung in beiden Richtungen im Überblick zu sehen. Einzig der dazugehörige Messwagen befindet sich außerhalb des Bildes.
 

post-904-1161975147.jpg



Fotoeinrichtungen

Sowohl die beiden Lichtschranken als auch der Einseitensensor 1.0 können mit dem selben Kameratypen betrieben werden. Verwendet wird dabei eine Analogkamera mit Nassfilm. Die eingesetzten Filmen können je nach Länge bis zu 800 Bilder enthalten.

Bei der Fotografiereinrichtung vom Typ VIII-4 sind die Blitz- und die Kameraeinheit in einem Gerät verbaut. Bei der Fotografiereinrichtung FE 2.4 hingegen besitzen sowohl der Blitz als auch die Kamera ein eigenes Gehäuse.

Im Gegensatz dazu wird bei dem Einseitensensor digitale Kameratechnik eingesetzt. Zum Betrieb stehen zwei Kameratypen zur Verfügung. Die Hauptkamera (FE 3.0) ist mittels Kabel mit dem Messwagen verbunden. Daneben ist als Sonderzubehör eine Funkkamera (FE 4.0) erhältlich, um damit Aufnahmen von der gegenüberliegenden Straßenseite aufnehmen zu können. Die Funkkamera arbeitet auf WLAN-Standard und darf nicht als einzige Kamera eingesetzt werden.

Fotografiereinrichtung vom Typ VIII-4 (Bild 1); Fotografiereinrichtung FE 2.4 (Bild 2); Kamera FE 3.0 (Bild 3); Kamera FE 4.0 (Bild 4, vielen Dank an Seatfahrer) sowie FE 5.0 (Bild 5, vielen Dank an xander)




Angehängte Datei  eso-VIII-4.jpg   44,84K   1 Mal heruntergeladen Angehängte Datei  eso-FE_2-4.jpg   49,87K   0 Mal heruntergeladen Angehängte Datei  eso-FE_3.jpg   46,89K   0 Mal heruntergeladen Angehängte Datei  eso-FE_4.jpg   44,98K   0 Mal heruntergeladen
post-904-1279563044.jpg


Bearbeitet von Gast225, 18 Januar 2015 - 20:57.
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#2 Gast225

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Geschrieben 22 November 2008 - 14:47

Einseitensensor 3.0

Technische Daten (Auswahl)

  • Geschwindigkeitsbereich bis 250 km/h geeicht
  • überwachbare Straßenbreite 18 Meter
  • genaue Fahrspurzuordnung des Messergebnisses durch integrierte seitliche Abstandsmessung
  • nicht stör- und ortbar
  • Messung in Kurven möglich
  • digitale Aufnahmetechnik
  • gleichzeitige Front- und Heckaufzeichnung möglich beim Einsatz von zwei Kameras
  • gleichzeitige Überwachung beider Fahrtrichtungen beim Einsatz von mindestens zwei Kameras
  • fester Fotopunkt
Sensorkopf des Einseitensensors 3.0

Eingefügtes Bild


Die Anlage kann auch aus dem Fahrzeug heraus betrieben werden (vielen Dank an xander).

Eingefügtes Bild


Aufnahmefoto der FE 3.0 (vielen Dank an ? bitte noch einmal melden, damit der Name angegeben werden kann)

Eingefügtes Bild


Nähere technische Informationen zu dem Gerät:
Link eso ES 3.0 (www.radarfalle.de)

#3 Gast225

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Geschrieben 22 November 2008 - 18:30

Einseitensensor 1.0

Technische Daten (Auswahl)

  • Geschwindigkeitsbereich bis 250 km/h geeicht
  • überwachbare Straßenbreite 18 Meter
  • Messung in Kurven möglich
  • analoge Aufnahmetechnik (Nassfilm)
  • gleichzeitige Front- und Heckaufzeichnung möglich beim Einsatz von zwei Kameras
  • gleichzeitige Überwachung beider Fahrtrichtungen beim Einsatz von mindestens zwei Kameras
  • zwei Grenzwerte jeweils richtungsabhängig oder spurabhängig programmierbar
  • manuelle Auslösung beider Kameras (Motorradtaste-Heckaufnahme für Kennzeichen)
  • Fotoauslösung mittels Störsender verhinderbar (Link FAQ Störtechnik)
Sensorkopf des Einseitensensors 1.0

Eingefügtes Bild

Aufnahmefoto des ES 1.0 mit Fotografieeinrichtung Typ VIII-4

Eingefügtes Bild


Nähere technische Informationen zu dem Gerät:
Link eso ES 1.0 (www.radarfalle.de)

#4 Gast225

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Geschrieben 22 November 2008 - 18:32

Lichtschranke µp 80

Technische Daten (Auswahl)

  • Geschwindigkeitsbereich bis 250 km/h geeicht
  • überwachbare Straßenbreite bis 25 Meter
  • Messung in Kurven möglich
  • analoge Aufnahmetechnik (Nassfilm)
  • gleichzeitige Front- und Heckaufzeichnung möglich beim Einsatz von zwei Kameras
  • gleichzeitige Überwachung beider Fahrtrichtungen beim Einsatz von mindestens zwei Kameras
  • zwei Grenzwerte programierbar (Pkw, Lkw)
  • manuelle Auslösung beider Kameras (Motorradtaste-Heckaufnahme für Kennzeichen)
  • Fotoauslösung mittels Störsender verhinderbar (Link FAQ Störtechnik)
Lichtsender µp 80

Eingefügtes Bild

Lichtempfänger µp 80 (vielen Dank an Serienchiller)

Eingefügtes Bild


Nähere technische Informationen zu dem Gerät:
Link eso LS µp 80 (www.radarfalle.de)

#5 Gast225

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Geschrieben 22 November 2008 - 18:33

Lichtschranke 4.0

Technische Daten (Auswahl)

  • Geschwindigkeitsbereich bis 250 km/h geeicht
  • überwachbare Straßenbreite bis 25 Meter
  • Messung in Kurven möglich
  • analoge Aufnahmetechnik (Nassfilm)
  • gleichzeitige Front- und Heckaufzeichnung möglich beim Einsatz von zwei Kameras
  • gleichzeitige Überwachung beider Fahrtrichtungen beim Einsatz von mindestens zwei Kameras
  • zwei Grenzwerte programierbar (Pkw, Lkw)
  • manuelle Auslösung beider Kameras (Motorradtaste-Heckaufnahme für Kennzeichen)
  • Fotoauslösung mittels Störsender verhinderbar (Link FAQ Störtechnik)
Lichtsender LS 4.0

Eingefügtes Bild

Lichtempfänger LS 4.0

Eingefügtes Bild


Nähere technische Informationen zu dem Gerät:
Link eso LS 4.0 (www.radarfalle.de)

#6 Gast225

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Geschrieben 22 November 2008 - 18:59

Stationär

Sehr selten findet man in Deutschland Starenkästen, die auf der Basis von Lichtschranken arbeiten. Die Funktionsweise ist der von "normalen" Lichtschranken gleich.

Eingefügtes Bild


Seit einiger Zeit gibt es auch für den Einseitensensor 3.0 eine teilstationäre Ausführung.

Dabei werden die mobilen Geräte in die stationären Gehäuse eingebaut und somit autonom betrieben. Damit können die Geräte auch während der Freizeit des Messpersonals (Nachts, am Wochenende) genutzt werden.

[Ein Bild steht davon leider noch nicht zur Verfügung. Sollte jemand eines für die FAQ zur Verfügung stellen wollen, so möge er mich bitte bitte per PN benachrichtigen Gast225]

#7 Gast225

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Geschrieben 05 Dezember 2008 - 06:08

Mobile Überwachung per Piezosensoren - Truvelo M4² und VDS M5 speed

Text Gast225, Bilder Mace, geodreieck (VDS M5 speed)

Das Geschwindigkeitsmessgerät Truvelo M4² gibt es in zwei Ausführungen, der stationären und in der mobilen Variante.

Im folgenden soll es um die Arbeitsweise der mobilen Variante gehen. Das Truvelo M4² mobil wird in Deutschland nur noch sehr selten eingesetzt (Überblick über den Messbereich-Messkabel, Zusatzblitz, Kamera mit Blitz).

Eingefügtes Bild


Das Prinzip der Geschwindigkeitsmessung des Truvelo M4² ist folgende.

Auf der Fahrbahn werden im Abstand von etwa einem Meter vier Kabel mittels Nägeln befestigt. Dabei liegen die Start- und Stoppkabel der beiden Einzelmessungen nur einige Millimeter bis Zentimeter auseinander.

Eingefügtes Bild


Aus dem bekannten Abstand und der ermittelten Zeit jeder der zwei Messungen wird die gefahrene Geschwindigkeit errechnet. Im Anschluss daran erfolgt ein Vergleich der zwei errechneten Geschwindigkeitswerte miteinander.

Sollten die errechneten Geschwindigkeit mehr als 2 km/h voneinander abweichen, so wird die gesamte Messung verworfen.

Wird die Abweichung eingehalten und die Auslöseschwelle überschritten, so erfolgt die Auslösung der Kamera und des Blitzes, wobei beide errechneten Geschwindigkeiten in das Bild eingeblendet werden.

Eingefügtes Bild


Um das Foto besser auszuleuchten kann für die Aufnahme auch ein Zusatzblitz verwendet werden (hier im Vordergrund).

Eingefügtes Bild


VDS M5 speed
Mittlerweile ist in Deutschland auch das Nachfolgemodell im Einsatz, wobei bisher erst eine Region bekannt ist, welche das VDS M5 speed auch mobil einsetzt.

Eingefügtes Bild

Eingefügtes Bild


Technische Daten (Auswahl)

  • geeicht bis 250 km/h
  • Kurvenmessung möglich
  • nicht mittels technischen Geräten ort- oder störbar
  • leichte Erkennbarkeit am Tage durch die auf der Straße angebrachten Piezosensoren
  • hohe Störanfälligkeit bei Bremsungen über die Piezosensoren oder durch Erschütterungen dergleichen
Aufnahmefoto des Truvelo M4²

[Ein Bild steht davon leider noch nicht zur Verfügung. Sollte jemand eines für die FAQ zur Verfügung stellen wollen, so möge er mich bitte bitte per PN benachrichtigen Gast225]

Nähere technische Informationen zu dem Gerät:
Link Truvelo M4² (www.radarfalle.de)

Bearbeitet von Gast225, 12 Dezember 2010 - 09:03.