hartmut Posted February 7, 2013 Report Posted February 7, 2013 Dieses Land ist ein schönes Land. Schützt die Rechte der Bürger sogar vor dem Staat. Pressefreiheit ist für ein freies Land so unverzichtbar wie das täglich Brot. Keine Pressefreiheit, oder vom Staat eingeschüchterte Journalisten sind ein Wahrzeichen einer Bananenrepublik. Das haben sich doch einige Demonstranten erdreistet einen Polizisten zu verdreschen, mit Kantholz und dann noch unter Einsatz von einer Chemikalie. Dürfte also ähnlich sein wie mit Schlagstock und Pfefferspray. Könnte man als Waffengleichheit bezeichnen. Wobei ich das überhaupt nicht gut finde, weder von der einen wie von der anderen Seite. Jetzt waren doch einige Journalisten da, und die haben Bilder gemacht. Bilder wecken auf der Seite der Polizei und Staatsanwaltschaft Begehrlichkeiten. Könnten doch die Prügelnden Demonstranten u.U. ermittelt werden. Und schon sind die Durchsuchungsbefehle unterschrieben, und die Räume der Fotografen werden durchsucht. Nicht das die Journalisten irgendwas Verbotenes gemacht haben, nein sie haben nur ganz legal ihre Arbeit gemacht. Man sieht, Hausdurchsuchung kann jeden treffen. Selbst den ehrbarsten Bürger. Das hat etwas für Entrüstung gesorgt. Die Presse ist nicht so ganz begeistert wenn in Redaktionen oder bei freien Journalisten die Räume durchsucht werden. Besonders wenn den Journalisten kein Fehlverhalten vorgeworfen werden kann. 6. Februar 2013 16:50 Wohnungsdurchsuchungen bei Fotografen"Ungeheuerliche Aktion" Bei einer Razzia in den Wohnungen von mehreren Fotojournalisten haben Polizisten unzählige Bilder beschlagnahmt. Die Beamten suchen nach Beweismaterial gegen unbekannte Angreifer, die bei einer Demonstration in Frankfurt einen Polizisten angegriffen hatten. Die großen Journalistenverbände reagierten mit Empörung.http://www.sueddeutsche.de/medien/wohnungsdurchsuchungen-bei-fotografen-ungeheuerliche-aktion-1.1593086 Jetzt ist sogar die Staatsgewalt darauf gekommen, irgendwas kann nicht so richtig sein, wenn es solche Proteste gibt. Dem wird auf den Grund gegangen, sie haben nicht gewusst das es sich um Pressefotografen gehandelt hat. Nach der Kritik der großen Journalistenverbände und der Zeitungsverleger an der Polizei-Razzia bei Pressefotografen gibt es ein überraschendes Statement der Staatsanwaltschaft Frankfurt. Sie will nicht gewusst haben, dass die Fotografen für die Presse tätig waren. Vielmehr soll die Staatsanwaltschaft die Betroffenen der linksradikalen Szene zugerechnet haben. Auf dieser Grundlage sollen die Durchsuchungen beantragt worden sein. Bei Nicht-Journalisten wäre die Durchsuchung gemäß Paragraph 103 der Strafprozessordnung erlaubt.http://kress.de/alle/detail/beitrag/119933-durchsuchungen-bei-pressefotografen-staatsanwaltschaft-spricht-von-einem-missverstaendnis.html Irgendwie ist das schon lustig. Sie ermitteln Personen, beantragen Durchsuchungsbefehle, durchsuchen Wohnungen, aber wissen nicht welchen Beruf die Leute ausüben. Aber sie wissen das die Leute dort Bilder gemacht haben die sie haben wollen. So leicht können Missverständnisse entstehen, weil bei Hinz und Kunz wäre die Durchsuchung völlig legal gewesen. Egal ob Hinz oder Kunz irgendwas verbrochen hat. BERLIN taz | Die Polizei hat am Mittwoch die Wohnungen von neun Fotografen in vier Bundesländern durchsucht. Um sechs Uhr klingelte es auch in Berlin an der Tür von Christian Mang, der als freier Journalist für die taz und andere Auftraggeber arbeitet. 12 Polizisten standen vor der Tür, unter anderem von den Landeskriminalämtern Hessen und Berlin.http://www.taz.de/Hausdurchsuchung-bei-taz-Fotografen/!110503/ 12 Beamte für eine Hausdurchsuchung und dann noch Verstärkung vom BKA, aber angeblich nicht in der Lage sein den Beruf des Fotografen festzustellen. Sollten Überprüfungen ergeben, dass die Betroffenen als Journalisten tätig waren, werde die Staatsanwaltschaft die Bilder von der Demonstration "nicht sichten". Die u.a. für die "taz" arbeitenden Fotografen Christian Mang und Björn Kietzmann halten diese Aussage für unglaubwürdig.http://www.turi2.de/2013/02/07/heute2-polizeirazzia-angeblich-versehen-15508896/Auch ich glaube nicht das die Polizei da auf was verzichtet. Legal illegal, scheißegal. Hauptsache man hat die Beweise. Kietzmann berichtet, er sei vor die Wahl gestellt worden, entweder die Fotos sofort in seiner Wohnung zur Sichtung freizugeben, oder seinen Computer und seine Kameras zur Beschlagnahme herauszugeben. Die Beamten hätten daraufhin 16 Bilder kopiert.Nennt man dann wohl freiwillige Herausgabe, und schon ist die Polizei wieder sauber. Es war ja völlig freiwillig, nicht etwa erpresst. MfG. hartmut
Guest PedroK Posted February 7, 2013 Report Posted February 7, 2013 Aus dem verlinkten taz-Artikel:Auch den durchsuchenden Beamten war bewusst, was sie taten. Im Polizeiprotokoll, das er ausgehändigt bekam, ist ausdrücklich vermerkt, es sei der „Wohn- und Redaktionsraum“ Kietzmanns durchsucht worden. Die Nummer geht wirklich gar nicht. Es würde mich aber sehr wundern, wenn jemand bei Polizei oder StA dafür ernsthaft belangt würde. Gruß, Pedro.
Eribaer Posted February 7, 2013 Report Posted February 7, 2013 Aus dem verlinkten taz-Artikel:Auch den durchsuchenden Beamten war bewusst, was sie taten. Im Polizeiprotokoll, das er ausgehändigt bekam, ist ausdrücklich vermerkt, es sei der „Wohn- und Redaktionsraum“ Kietzmanns durchsucht worden. Die Nummer geht wirklich gar nicht. Es würde mich aber sehr wundern, wenn jemand bei Polizei oder StA dafür ernsthaft belangt würde. Gruß, Pedro. Ja, und ich freue mich auf @Blaulicht und seine (fundierte) Meinung zu dem Vorgang. Bin schon sehr (und freudig) gespannt.....
Blaulicht Posted February 7, 2013 Report Posted February 7, 2013 Man sieht, Hausdurchsuchung kann jeden treffen. Selbst den ehrbarsten Bürger. MfG. hartmut Ich dachte, das waren Journalisten?scnr Zur Sache:Strafaufklärung auf der einenGrundrechte auf der anderenSeite. Nun wunder ich mich ein wenig über den Richter, der in diesem Fall die Gewichtsbetrachtung so legt. Mir fehlen jedoch nähre Fakten um das beurteilen zu können. Ohne diese Fakten hätte meiner Ansicht nach die Waagschale anders ausschlagen müssen.
Guest PedroK Posted February 7, 2013 Report Posted February 7, 2013 Aufgrund welcher Gesetze/Paragrafen kann man eigentlich Leute verknacken, die solches tun:Kietzmann berichtet, er sei vor die Wahl gestellt worden, entweder die Fotos sofort in seiner Wohnung zur Sichtung freizugeben, oder seinen Computer und seine Kameras zur Beschlagnahme herauszugeben. Die Beamten hätten daraufhin 16 Bilder kopiert...obwohl ihnen Folgendes offensichtlich klar war:Auch den durchsuchenden Beamten war bewusst, was sie taten. Im Polizeiprotokoll, das er ausgehändigt bekam, ist ausdrücklich vermerkt, es sei der „Wohn- und Redaktionsraum“ Kietzmanns durchsucht worden.?
hartmut Posted February 7, 2013 Author Report Posted February 7, 2013 Aufgrund welcher Gesetze/Paragrafen kann man eigentlich Leute verknacken, die solches tun:Da wird man nichts machen können. Sie hatten es schriftlich per Durchsuchungsbeschluss das sie durchsuchen dürfen. Die hätten also auch die Rechner beschlagnahmen können oder die Festplatten spiegeln. Wäre zwar im Nachhinein als rechtswidrig eingestuft worden, aber wen interessiert es von den Strafverfolgern wie an die Beweise gelangt wurde. Demjenigen der die Bilder, ( kann ich es erpresst nennen? ) erlangt hat wird wohl noch auf die Schulter geklopft. Geht ja um ein Verbrechen gegen einen Polizisten. Glaube nicht das mit so einem Eifer gegen einen Polizisten vorgegangen wäre. Da verschwinden seltsamerweise öfters mal Bildbeweise, oder hat es die wirklich nicht gegeben? Sehen wir ja gerade bei der Frau die lädiert ist, da wird aus einem Smartphone eine Taschenlampe. Es fehlt wirklich das gesetzlich verankert ist, unrechtmäßig erlangte Beweise dürfen nicht verwendet werden. Das größte Problem ist wirklich das er die Bilder rausgegeben hat. Dann heißt es, ja die Durchsuchung war falsch, aber die Bilder haben wir ja freiwillig bekommen. MfG. hartmut
Blaulicht Posted February 7, 2013 Report Posted February 7, 2013 @PedroKNicht die Polizei hat hier Bockmist gebaut! ...wenn die DS falsch war. Wie gesagt die Fakten sind mir unbekannt. Wobei die Strafverfolgung bei benannten Straftaten auch ein großes Gewicht bringen. In dem Zusammenhang ist die Prüfung nach 103 StPO Durchsuchungen schon legitim. Gefühlt müsste Art. 13 jedoch überwigen. Hinzu kommt die Pressefreiheit. Aber prüfen ohne nährere Fakten geht nicht. Komisch klingt der Fall jedoch schon.... Aber auf der anderen Seite stehen schwere Straftaten. @HartmutDer größte Fehler ist, wenn Journalisten auf der Demo schwerste Straftaten fotografieren und diese Bilder nicht der Staatsanwalschaft freiwillig und eigeninitiativ zur Verfügung stellt.
hartmut Posted February 7, 2013 Author Report Posted February 7, 2013 @PedroKNicht die Polizei hat hier Bockmist gebaut!Alles klar, der Richter hat natürlich aus Eigenaktive die Durchsuchungsbeschlüsse ausgestellt, und nicht auf Bitte der Ermittler. Ich glaube sogar das den Richtern teilweise sogar verheimlicht wurde das es sich um Journalisten handelt. ...wenn die DS falsch war. Wie gesagt die Fakten sind mir unbekannt. Wobei die Strafverfolgung bei benannten Straftaten auch ein großes Gewicht bringen. In dem Zusammenhang ist die Prüfung nach 103 StPO Durchsuchungen schon legitim. Gefühlt müsste Art. 13 jedoch überwigen. Hinzu kommt die Pressefreiheit. Aber prüfen ohne nährere Fakten geht nicht. Komisch klingt der Fall jedoch schon.... Aber auf der anderen Seite stehen schwere Straftaten. Wenn Demonstranten einen Polizisten vermöbeln und einpfeffern ist es natürlich eine Straftat, und wenn Polizisten das machen Notwehr. @HartmutDer größte Fehler ist, wenn Journalisten auf der Demo schwerste Straftaten fotografieren und diese Bilder nicht der Staatsanwalschaft freiwillig und eigeninitiativ zur Verfügung stellt.Und jetzt rate mal warum es Pressefreiheit und Informantenschutz gibt? Noch was von Heise, da ist auch ein Link auf so einen Beschluss, und was beschlagnahmt wurde Nachdem sowohl zahlreiche Journalisten- als auch Zeitungsredaktionen gegen die Maßnahme protestierten und bestätigten, dass es sich bei den Betroffenen um Pressefotografen handelt, erklärte die Frankfurter Staatanwaltschaft, dass sei ihrer Behörde nicht bekannt gewesen. Trotzdem sei im Durchsuchungsbeschluss weder erwähnt worden, dass es sich bei den Betroffenen um Journalisten handelt, noch dass ihre Arbeitsräume durchsucht wurden. "Wir wurden wie linke Aktivisten behandelt", so Kietzmann. Dafür spricht auch das große Polizeiaufgebot. Vor seiner Wohnungstür standen ca. 50 Polizisten. Bei anderen Fotografen waren bis zu 100 Polizisten in Einsatz.http://www.heise.de/tp/blogs/8/153692 MfG. hartmut
Dieselschraeubchen Posted February 7, 2013 Report Posted February 7, 2013 Der größte Fehler ist, wenn Journalisten auf der Demo schwerste Straftaten fotografieren und diese Bilder nicht der Staatsanwalschaft freiwillig und eigeninitiativ zur Verfügung stellt.Warum sollten sie? Werden sie dafür bezahlt? Warum schafft es die Polizei nicht selber schwere Verbrecher festzunehmen und deren Identität zu prüfen?
Blaulicht Posted February 7, 2013 Report Posted February 7, 2013 @Hartmut Sehr oft ist das keine Notwehr, sonder staatlicher Zwang. Und der ist notwendig; wegen der anderen Seite der Medaille. Und ja, der Richter musste abwägen. Der Gedanke bei der Polizei ist gar nichtsso verkehrt. Dann trägt die Polizei den Gedanken dem Staatsanwalt vor und der dem Richter. (vielleicht war es auch Idee des Staatsanwaltes). Zumindest ist hier die Polizei nicht der Buhmann. Informationen vorenthalten ist eine schwerwiegende Anschuldigung eines bösen Fehlverhalten.
Dieselschraeubchen Posted February 7, 2013 Report Posted February 7, 2013 Informationen vorenthalten ist eine schwerwiegende Anschuldigung eines bösen Fehlverhalten.Meiner Meinung nach ist das Pressefreiheit, gesetzlich geregelt.
hartmut Posted February 7, 2013 Author Report Posted February 7, 2013 Sehr oft ist das keine Notwehr, sonder staatlicher Zwang. Und der ist notwendig; wegen der anderen Seite der Medaille.Möglicherweise haben diejenigen die den Polizisten vermöbelt haben es auch so ähnlich gesehen. Recht ist eben manchmal nur eine Frage des Standpunkt. Und ja, der Richter musste abwägen. Der Gedanke bei der Polizei ist gar nichtsso verkehrt. Dann trägt die Polizei den Gedanken dem Staatsanwalt vor und der dem Richter. (vielleicht war es auch Idee des Staatsanwaltes). Zumindest ist hier die Polizei nicht der Buhmann. Also Du kannst mir sagen was Du willst, aber der Staatsanwalt wird nicht auf die Straße gehen und die Personalien der Fotografen ermitteln. Das machen schon Polizisten. Und ich könnte wetten, die Polizisten wussten das es sich um Journalisten handelt. Und vermutlich wussten sie auch das sie niemals den Durchsuchungsbeschluss bekommen hätten, wenn sie ihr Wissen weitergegeben hätten. Informationen vorenthalten ist eine schwerwiegende Anschuldigung eines bösen Fehlverhalten.Versehentlich könnte es bei einem mal passieren, aber bei sechs Journalisten gleichzeitig? Ist doch etwas seltsam. MfG. hartmut
Biber Posted February 7, 2013 Report Posted February 7, 2013 Der größte Fehler ist, wenn Journalisten auf der Demo schwerste Straftaten fotografieren und diese Bilder nicht der Staatsanwalschaft freiwillig und eigeninitiativ zur Verfügung stellt.Warum sollten sie?Die taz erklärt hier nachvollziehbar, warum sie es nicht tut.
Bluey Posted February 7, 2013 Report Posted February 7, 2013 Warum sollten sie? Werden sie dafür bezahlt?Nein, bezahlt werden sie dafür nicht. Wenn aber ein Mensch zu Schaden kommt, sollte sich das von selbst verstehen, die Fotos entsprechend zur Verfügung zu stellen, damit die Täter dingfest gemacht werden können. Denn schließlich geschieht solches ja auch, wenn ein Cop einem Bürger auch nur ein winziges Haar krümmt. Warum schafft es die Polizei nicht selber schwere Verbrecher festzunehmen und deren Identität zu prüfen?Doch, das schafft sie. Hier wurde auch nicht gefordert, daß die Journalisten jemanden festnehmen oder dessen Identität zu prüfen. Das macht schon noch die Polizei. 1
rth Posted February 7, 2013 Report Posted February 7, 2013 ....Wenn aber ein Mensch zu Schaden kommt, sollte sich das von selbst verstehen, die Fotos entsprechend zur Verfügung zu stellen, damit die Täter dingfest gemacht werden können. .. Wieso soll das so sein? Banken verlangen doch auch Geld für das Heraussuchen von Fotos von Kartendieben am Geldautomaten.
Biber Posted February 7, 2013 Report Posted February 7, 2013 Wenn aber ein Mensch zu Schaden kommt, sollte sich das von selbst verstehen, die Fotos entsprechend zur Verfügung zu stellen, damit die Täter dingfest gemacht werden können.Ich zitier mich mal selber:Die taz erklärt hier nachvollziehbar, warum sie es nicht tut.Im übrigen ist die Prügel-Geschichte wohl frei erfunden, tatsächlich soll der Polizist nur Pfefferspray abbekommen haben.
Bluey Posted February 7, 2013 Report Posted February 7, 2013 Wieso soll das so sein? Banken verlangen doch auch Geld für das Heraussuchen von Fotos von Kartendieben am Geldautomaten.Ist dem so? Wäre mir neu. So oder so: der Unterschied ist, daß hier ein Mensch körperlich zu Schaden kam!
hartmut Posted February 7, 2013 Author Report Posted February 7, 2013 Ist dem so? Wäre mir neu. So oder so: der Unterschied ist, daß hier ein Mensch körperlich zu Schaden kam!Sei mir nicht böse, aber sonst bist Du auch nicht so sensibel wenn jemand was abbekommt. MfG. hartmut
Bluey Posted February 7, 2013 Report Posted February 7, 2013 Ich zitier mich mal selber:Die taz erklärt hier nachvollziehbar, warum sie es nicht tut.Im übrigen ist die Prügel-Geschichte wohl frei erfunden, tatsächlich soll der Polizist nur Pfefferspray abbekommen haben.Ich bin des Lesens mächtig. Unabhängig davon, ob der Cop nur Pfeffer abbekam oder auch verprügelt wurde, halte ich das, was in dem Link seitens der taz erklärt wird, als fadenscheinige Ausrede. Denn ginge man danach, dürften Journalisten auch nicht in Krisen- oder gar Kriegsgebiete gehen. Denn gerade dort sind sie in extremem Maße der Gefahr ausgesetzt, bei ihrer Arbeit verletzt oder gar getötet zu werden. Darüber hinaus machen viele andere während einer Demo oder bei anderen Anlässen mittels ihrer Handys oder kleiner Fotokameras Fotos. Komisch, daß die nicht alles verprügelt werden. Und zu guter letzt kann man, wenn man sich dennoch einer gewissen Gefahr aussetzen möchte oder ausgesetzt sieht, mit versteckter Kamera Fotos machen. Geht doch bei diversen anderen Gelegenheiten auch.
Bluey Posted February 7, 2013 Report Posted February 7, 2013 Sei mir nicht böse, aber sonst bist Du auch nicht so sensibel wenn jemand was abbekommt.Sei Du mir nicht böse, wenn ich Dir sage, daß ich Deinen merkwürdigen Standpunkt so rein gar nicht nachvollziehen kann. Es ist ein Unterschied, ob jemand aufgrund einer rechtmäßigen Maßnahme eins auf die Zwölf bekommt (weil es nicht anders geht!!), oder ob irgendwer aus reiner Lust einem Cop (oder auch sonstwem) (körperlichen) Schaden zufügt.
hartmut Posted February 7, 2013 Author Report Posted February 7, 2013 Sei Du mir nicht böse, wenn ich Dir sage, daß ich Deinen merkwürdigen Standpunkt so rein gar nicht nachvollziehen kann. Es ist ein Unterschied, ob jemand aufgrund einer rechtmäßigen Maßnahme eins auf die Zwölf bekommt (weil es nicht anders geht!!), oder ob irgendwer aus reiner Lust einem Cop (oder auch sonstwem) (körperlichen) Schaden zufügt.Und warum kann es nicht sein das derjenige der Polizisten verprügelt nicht auch im Recht ist, seiner Ansicht nach, nicht meiner? Nur weil ein Polizist angeblich rechtmäßig andern körperlichen Schaden zufügt, finde es nicht weniger verachtenswert. MfG. hartmut
Biber Posted February 7, 2013 Report Posted February 7, 2013 Unabhängig davon, ob der Cop nur Pfeffer abbekam oder auch verprügelt wurde, halte ich das, was in dem Link seitens der taz erklärt wird, als fadenscheinige Ausrede.Die reden von ihrem Job, und da traue ich deren Urteil doch deutlich mehr als Deinem. Denn ginge man danach, dürften Journalisten auch nicht in Krisen- oder gar Kriegsgebiete gehen.Diese Entscheidung würde ich ihnen gern selbst überlassen, zumal dasbei ihrer Arbeit verletzt oder gar getötet zu werden.regelmäßig passiert. Darüber hinaus machen viele andere während einer Demo oder bei anderen Anlässen mittels ihrer Handys oder kleiner Fotokameras Fotos. Komisch, daß die nicht alles verprügelt werden.Könnte daran liegen, daß die regelmäßig gar nicht erst in den Verdacht geraten, diese Bilder in der Presse zu veröffentlichen. Von der Frage der Qualität (in jeder Beziehung) mal ganz zu schweigen. Und zu guter letzt kann man, wenn man sich dennoch einer gewissen Gefahr aussetzen möchte oder ausgesetzt sieht, mit versteckter Kamera Fotos machen. Geht doch bei diversen anderen Gelegenheiten auch.Du solltest einfach bei der nächsten Demo, die Du miterleben mußt, einen genaueren Blick auf die Fotoausrüstung der Pressefotografen werfen und Dir dann überlegen, wie Du die verstecken könntest. Alternativ dazu kannst Du Dir auch überlegen, bei welcher Gelegenheit üblicherweise Aufnahmen mit versteckter Kamera gemacht werden und ob diese Möglichkeit auf Demonstrationen wohl besteht bzw. umsetzbar ist.
Bluey Posted February 7, 2013 Report Posted February 7, 2013 Und warum kann es nicht sein das derjenige der Polizisten verprügelt nicht auch im Recht ist, seiner Ansicht nach, nicht meiner?Weil es dabei nicht um Ansichten, sondern um Recht geht! Nur weil ein Polizist angeblich rechtmäßig andern körperlichen Schaden zufügt, finde es nicht weniger verachtenswert.Weder ist es angeblich rechtmäßig noch ist es irgendwie relevant, ob DU es verachtenswert findest oder nicht. Manches läßt sich nunmal leider nicht gewaltlos lösen. Auch wenn Du das partout nicht glauben willst.
Bluey Posted February 7, 2013 Report Posted February 7, 2013 Die reden von ihrem Job, und da traue ich deren Urteil doch deutlich mehr als Deinem.Glaube oder traue, wem auch immer. Ich habe dazu meine Meinung und gut ist. Diese Entscheidung würde ich ihnen gern selbst überlassenWenn Du wenigstens ein einziges Mal aufmerksam und sorgfältig gelesen hättest, wäre Dir nicht entgangen, daß ich nichts Gegenteiliges geschrieben habe, zumalzumal dasbei ihrer Arbeit verletzt oder gar getötet zu werden.regelmäßig passiert."regelmäßig" wohl eher als relativ zu betrachten ist. Es kommt des öfteren vor, als "regelmäßig" würde ich es aber nicht definieren. Könnte daran liegen, daß die regelmäßig gar nicht erst in den Verdacht geraten, diese Bilder in der Presse zu veröffentlichen. Von der Frage der Qualität (in jeder Beziehung) mal ganz zu schweigen.Könnte, muß aber nicht. Zumal es auch regelmäßig geschieht, daß manch ein (Hobby)Fotograf seine Bilder anschließend unbearbeitet im Internet veröffentlicht. Qualitativ sind solcherlei Fotos heutzutage allemal ausreichend, um ggf. vor Gericht als Beweismittel zu genügen. Du solltest einfach bei der nächsten Demo, die Du miterleben mußt, einen genaueren Blick auf die Fotoausrüstung der Pressefotografen werfen und Dir dann überlegen, wie Du die verstecken könntest. Alternativ dazu kannst Du Dir auch überlegen, bei welcher Gelegenheit üblicherweise Aufnahmen mit versteckter Kamera gemacht werden und ob diese Möglichkeit auf Demonstrationen wohl besteht bzw. umsetzbar ist.1. besteht die Möglichkeit von versteckten Fotoaufnahmen auf Demos. So wurden bspw. während der WM 2006 von einem britischen TV-Team verdeckte TV-Aufnahmen während diverser Ausschreitungen erstellt. Und Du willst mir nun erzählen, was möglich sei und was nicht? Vielleicht solltest Du einfach mal bei Dingen bleiben, von denen Du etwas verstehst.2. man muß nicht zwingend mit einem Tele auf Fotojagd gehen. Normale handliche Kameras ermöglichen auch mehr als brauchbare Fotos. Und eben diese lassen sich bequem verstecken. Ich bin oft genug bei Demos eingesetzt und kann daher gut beurteilen, was da möglich ist/wäre und was nicht. Du scheinbar nicht.
hartmut Posted February 8, 2013 Author Report Posted February 8, 2013 Weil es dabei nicht um Ansichten, sondern um Recht geht!Recht ist auch nicht mehr als eine Meinung oder Zeitströmung. Recht ist recht flexibel in der Auslegung. Weder ist es angeblich rechtmäßig noch ist es irgendwie relevant, ob DU es verachtenswert findest oder nicht. Manches läßt sich nunmal leider nicht gewaltlos lösen. Auch wenn Du das partout nicht glauben willst.Zumindest könnte oft Gewalt durch Vernunft ersetzt werden. MfG. hartmut
hartmut Posted February 8, 2013 Author Report Posted February 8, 2013 1. besteht die Möglichkeit von versteckten Fotoaufnahmen auf Demos.Und dann bekommt er was auf die Zwölf weil er für einen bösen Demonstranten gehalten wird.Es ist auch ein Zeichen von Fairness wenn die Presse offen arbeitet. MfG. hartmut
rth Posted February 8, 2013 Report Posted February 8, 2013 Wieso soll das so sein? Banken verlangen doch auch Geld für das Heraussuchen von Fotos von Kartendieben am Geldautomaten.Ist dem so? Wäre mir neu. So oder so: der Unterschied ist, daß hier ein Mensch körperlich zu Schaden kam!Laut Bericht in der WAZ vor einigen Monaten. Kosten zwischen 20 - 50 € pro Bild. (Ich finde das ist unverschämt!)
Biber Posted February 8, 2013 Report Posted February 8, 2013 Wenn Du wenigstens ein einziges Mal aufmerksam und sorgfältig gelesen hättest, wäre Dir nicht entgangen, daß ich nichts Gegenteiliges geschrieben habeWenn Du wenigstens ein einziges Mal Deine Hasskappe hochschieben und den Schaum vorm Mund abwischen würdest, würde Dir nicht entgehen, daß ich nichts derartiges behauptet habe. zumal "regelmäßig" wohl eher als relativ zu betrachten ist. Es kommt des öfteren vor, als "regelmäßig" würde ich es aber nicht definieren.Nun hat Dich niemand nach Deiner Definition gefragt, aber: geschenkt. Zumal es auch regelmäßig geschieht, daß manch ein (Hobby)Fotograf seine Bilder anschließend unbearbeitet im Internet veröffentlicht. Qualitativ sind solcherlei Fotos heutzutage allemal ausreichend, um ggf. vor Gericht als Beweismittel zu genügen.Und diese Verwendung als Beweismittel vor Gericht passiert bitte wie oft? besteht die Möglichkeit von versteckten Fotoaufnahmen auf Demos. So wurden bspw. während der WM 2006 von einem britischen TV-Team verdeckte TV-Aufnahmen während diverser Ausschreitungen erstellt.Wo kann man sich den ansehen, um einen Eindruck der Gesamtsituation zu bekommen? Vielleicht solltest Du einfach mal bei Dingen bleiben, von denen Du etwas verstehst.Diese Aufforderung hast Du schon des öfteren von Dir gegeben. Genauso oft hat die Diskussion dazu geführt, daß Du inhaltlich nichts mehr zu bieten hattest, mich anpöbeltest und Dich dann beleidigt-beleidigend aus der Diskussion zurückzogst. Vielleicht kannst Du das ja diesmal abkürzen und Dich gleich und zur Abwechslung mal beleidigungsfrei verabschieden. man muß nicht zwingend mit einem Tele auf Fotojagd gehen. Normale handliche Kameras ermöglichen auch mehr als brauchbare Fotos.Völlig korrekt. Nur sind das eher selten die Kameras, die von professionellen Fotografen eingestezt werden. Ich bin oft genug bei Demos eingesetzt und kann daher gut beurteilen, was da möglich ist/wäre und was nicht. Du scheinbar nicht.Da hast Du natürlich Recht. Ich wurde eher selten bei Demos eingesetzt und kann deshalb tatsächlich nicht qualifiziert beurteilen, was da möglich ist oder nicht. Die allgemeinen Möglichkeiten bei Demos stehen allerdings auch nicht zur Debatte. Hier geht es um Pressefotografen und deren Möglichkeit, mit ihrem in solchen Fällen üblichen Arbeitsmaterial versteckt zu arbeiten. Von der völlig zutreffenden Erläuterung durch hartmut in #26 mal ganz zu schweigen. Wieso soll das so sein? Banken verlangen doch auch Geld für das Heraussuchen von Fotos von Kartendieben am Geldautomaten.Ist dem so? Wäre mir neu.Ist aber schon alt. Soviel zum Thema bei den Dingen bleiben, von denen man was versteht.
HarryB Posted February 8, 2013 Report Posted February 8, 2013 Ich frage mich gerade, wie die Pressefotografen wohl mit den Bildern umgegangen waeren, haette es einen der ihren erwischt..... 1
Guest PedroK Posted February 8, 2013 Report Posted February 8, 2013 Da wird man nichts machen können. Sie hatten es schriftlich per Durchsuchungsbeschluss das sie durchsuchen dürfen.[..]Das größte Problem ist wirklich das er die Bilder rausgegeben hat. Dann heißt es, ja die Durchsuchung war falsch, aber die Bilder haben wir ja freiwillig bekommen. Wahrscheinlich hast Du Recht und es wird so hingedreht. Das hierKietzmann berichtet, er sei vor die Wahl gestellt worden, entweder die Fotos sofort in seiner Wohnung zur Sichtung freizugeben, oder seinen Computer und seine Kameras zur Beschlagnahme herauszugeben. Die Beamten hätten daraufhin 16 Bilder kopiert....hört sich für mich aber schon ziemlich nach rechtswidriger Drohung mit einem empfindlichen Übel an. Gruß, Pedro.
Biber Posted February 8, 2013 Report Posted February 8, 2013 hört sich für mich aber schon ziemlich nach rechtswidriger Drohung mit einem empfindlichen Übel an.Das siehst Du falsch. Schließlich hatten die Herrschaften ja einen gültigen Durchsuchungsbeschluß in den Händen, der ihnen die Beschlagnahme und damit das sofortige und durchaus längere Unmöglichmachen der Berufsausübung des K. erlaubte. Die hätten also gar nicht mit dem K. reden, sondern nur abtransportieren müssen. Insofern gibt es überhaupt keinen Grund zur Klage, im Gegenteil: K. sollte dankbar sein, daß die eingesetzten Beamten so flexibel und zuvorkommend waren. Offenbar zumindest in diesem Bereich. Im Bereich Pressefotograf und da-war-doch-was-im-Grundgesetz ja wohl eher nicht so. Schließlich darf man ja wohl durchaus zutreffend davon ausgehen, daß K. dem vor Ort anwesenden Verantwortlichen gegenüber erwähnt hat, welchen Beruf er ausübt. Eigentlich hätte man also erwarten können, daß der Verantwortliche dann eine ausreichend lange Nachdenk-Pause einlegt, um diese Information zu verarbeiten und daraus die entsprechenden Konsequenzen zu ziehen.
Guest PedroK Posted February 8, 2013 Report Posted February 8, 2013 Eigentlich hätte man also erwarten können, daß der Verantwortliche dann eine ausreichend lange Nachdenk-Pause einlegt, um diese Information zu verarbeiten und daraus die entsprechenden Konsequenzen zu ziehen. Hat er doch:Auch den durchsuchenden Beamten war bewusst, was sie taten. Im Polizeiprotokoll, das er ausgehändigt bekam, ist ausdrücklich vermerkt, es sei der „Wohn- und Redaktionsraum“ Kietzmanns durchsucht worden.Wenn man schon rechtswidrig durchsucht/beschlagnahmt, dann muss man das auch ordentlich dokumentieren. Gute Güte! Gruß, Pedro.
rth Posted February 8, 2013 Report Posted February 8, 2013 Eigentlich hätte man also erwarten können, daß der Verantwortliche dann eine ausreichend lange Nachdenk-Pause einlegt, um diese Information zu verarbeiten und daraus die entsprechenden Konsequenzen zu ziehen. Hat er doch:Auch den durchsuchenden Beamten war bewusst, was sie taten. Im Polizeiprotokoll, das er ausgehändigt bekam, ist ausdrücklich vermerkt, es sei der „Wohn- und Redaktionsraum“ Kietzmanns durchsucht worden.Wenn man schon rechtswidrig durchsucht/beschlagnahmt, dann muss man das auch ordentlich dokumentieren. Gute Güte! Gruß, Pedro. Sehe ich anders. Die Polizisten führe den Durchsuchungsbefehl eines Richters aus, beantragt von einem Staatsanwalt. Mehr als die möglicherweise fragwürdige Rechtsgrundlage sorgfältig zu dokumentieren können sie nicht tun.
Guest PedroK Posted February 8, 2013 Report Posted February 8, 2013 Mehr als die möglicherweise fragwürdige Rechtsgrundlage sorgfältig zu dokumentieren können sie nicht tun.Doch. Sie können (und sollten) remonstrieren, denn: "Beamtinnen und Beamte tragen für die Rechtmäßigkeit ihrer dienstlichen Handlungen die volle persönliche Verantwortung." (§63 BBG - in den Landesbeamtengesetzen gibt es IMO ähnliche Regelungen) Gruß, Pedro.
Goose Posted February 8, 2013 Report Posted February 8, 2013 Das Geheule aus immer der gleichen Richtung geht mir langsam echt auf den Keks... Das haben sich doch einige Demonstranten erdreistet einen Polizisten zu verdreschen, mit Kantholz und dann noch unter Einsatz von einer Chemikalie. Dürfte also ähnlich sein wie mit Schlagstock und Pfefferspray. Könnte man als Waffengleichheit bezeichnen.Das ist, mit Verlaub, geistiger Dünnschiss der untersten Schublade. Selbst von dir, Hartmut, hätte ich solchen Unsinn nicht erwartet. GrußGoose
Biber Posted February 8, 2013 Report Posted February 8, 2013 Interviews mit zwei betroffenen Fotografen gibt es hier und hier, Reaktionen findet man hier. Mehr als die möglicherweise fragwürdige Rechtsgrundlage sorgfältig zu dokumentieren können sie nicht tun.Warum können sie nicht auf den Hinweis Presse! ihr Hirn einschalten und die Aktion zumindest mal aussetzen?Aber rechtsstaatliches Wissen scheint nicht gerade zwingend zu sein:ZEIT ONLINE: Haben Sie denen nicht gleich gesagt, dass Sie Journalist sind – und in der Aktion einen Angriff auf die Pressefreiheit sehen?Mang: Doch, natürlich. Ich habe gleich Widerspruch eingelegt.(...)ZEIT ONLINE: Auf das Argument mit der Pressefreiheit sind die Beamten nicht eingegangen?Mang: Ach, es war ziemlich absurd. Mir wurde gesagt, dass der Schutz für journalistisches Material nur für Bilder gilt, die veröffentlicht worden sind, nicht für unveröffentlichte.Quelle Das Geheule aus immer der gleichen Richtung geht mir langsam echt auf den Keks...Wen und was meinst Du bitte konkret?
Bluey Posted February 8, 2013 Report Posted February 8, 2013 Recht ist auch nicht mehr als eine Meinung oder Zeitströmung. Recht ist recht flexibel in der Auslegung.Nichts desto trotz hat man sich an das aktuell geltende Recht zu halten und kann nicht mal eben nach freiem Ermessen sein eigenes "Recht" kreieren und umsetzen. Zumindest könnte oft Gewalt durch Vernunft ersetzt werden.Jup. Nachdem man Wochen oder Monate darüber grübeln und brüten durfte, wie man es hätte besser machen können, während der einschreitende Beamte dafür lediglich max. wenige Sekunden Zeit hatte, kann man natürlich hinterm Schreibtisch und im Warmen Büro sitzend zu der Erkenntnis gelangen, daß man es eventuell auch hätte etwas anders lösen können.
Bluey Posted February 8, 2013 Report Posted February 8, 2013 Und dann bekommt er was auf die Zwölf weil er für einen bösen Demonstranten gehalten wird.Das ist der Dir mittlerweile eigene und leider auch oft gebräuchliche polemische Blödsinn! Es ist auch ein Zeichen von Fairness wenn die Presse offen arbeitet.Soll sie doch. Und ein Zeichen oder Akt der Menschlichkeit und Moral sollte es gleichermaßen sein, wenn Fotos, die als Beweismittel dienen können, herausgegeben werden. Oder ist es für Dich moralisch ok, wenn ein Fotograf mit seiner Kamera draufhält, während ein anderer Mensch verprügelt wird?1. könnte man da fast schon über unterlassene Hilfeleistung nachdenken2. halte ich so ein sensationsgeiles Verhalten für absolut unmoralisch und verwerflich. Gerade auch dann, wenn die Fotos zurückgehalten werden. Laut Bericht in der WAZ vor einigen Monaten. Kosten zwischen 20 - 50 € pro Bild. (Ich finde das ist unverschämt!)Wie gesagt: davon habe ich noch nie etwas gehört. Letztlich aber auch egal. Dann werden die Kosten halt gezahlt. Gutachten werden auch en masse in Auftrag gegeben und kosten ein Vielfaches davon.
hartmut Posted February 8, 2013 Author Report Posted February 8, 2013 Nichts desto trotz hat man sich an das aktuell geltende Recht zu halten und kann nicht mal eben nach freiem Ermessen sein eigenes "Recht" kreieren und umsetzen.Nichts für ungut, aber haben hat nicht gerade die Staatsgewalt ihr eigenes Recht kreiert. Wer von anderen verlangt sie sollen sich an das Recht halten, sollte es selber tun.Es ist schon seltsam wenn hier gejubelt wird wenn in anderen Ländern für Demokratie und Freiheit gekämpft wird, hier Leute die es versuchen als kriminell hingestellt werden. Nur mal zum nachdenken. Jup. Nachdem man Wochen oder Monate darüber grübeln und brüten durfte, wie man es hätte besser machen können, während der einschreitende Beamte dafür lediglich max. wenige Sekunden Zeit hatte, kann man natürlich hinterm Schreibtisch und im Warmen Büro sitzend zu der Erkenntnis gelangen, daß man es eventuell auch hätte etwas anders lösen können.Nicht nachher, vorher. MfG. hartmut
hartmut Posted February 8, 2013 Author Report Posted February 8, 2013 Das ist der Dir mittlerweile eigene und leider auch oft gebräuchliche polemische Blödsinn!Erst heute habe ich von einem Fotografen gelesen dem das widerfahren ist. Soll sie doch. Und ein Zeichen oder Akt der Menschlichkeit und Moral sollte es gleichermaßen sein, wenn Fotos, die als Beweismittel dienen können, herausgegeben werden. Oder ist es für Dich moralisch ok, wenn ein Fotograf mit seiner Kamera draufhält, während ein anderer Mensch verprügelt wird? Ob moralisch oder nicht, es ist die Aufgabe der Presse möglichst neutral zu berichten. 1. könnte man da fast schon über unterlassene Hilfeleistung nachdenken2. halte ich so ein sensationsgeiles Verhalten für absolut unmoralisch und verwerflich. Gerade auch dann, wenn die Fotos zurückgehalten werden.Gilt das auch wenn auf Demonstranten oder andere Bürger eingeprügelt wird? Darf ich dann dem Polizisten eine scheuern? Oder ist das wieder was völlig anderes? Und mit Verlaub, ich halte auch die Pressefreiheit, wie bei anderen Berufen die Schweigepflicht und Recht, für wichtiger wie der Strafanspruch des Staates. MfG. hartmut
hartmut Posted February 8, 2013 Author Report Posted February 8, 2013 Das ist, mit Verlaub, geistiger Dünnschiss der untersten Schublade. Selbst von dir, Hartmut, hätte ich solchen Unsinn nicht erwartet.Ja Goose, ihr seid nicht immer die Guten die Recht und Gesetz vertreten. Manchmal steht ihr auch auf der anderen Seite. MfG. hartmut
Bluey Posted February 8, 2013 Report Posted February 8, 2013 Wenn Du wenigstens ein einziges Mal Deine Hasskappe hochschieben und den Schaum vorm Mund abwischen würdest, würde Dir nicht entgehen, daß ich nichts derartiges behauptet habe.Ich hasse niemanden, nur weil ich ihn nicht mag. Deine Äußerung kam so bei mir an. Wenn es anders gemeint war, kannst Du es ja richtig stellen. Nun hat Dich niemand nach Deiner Definition gefragt, aber: geschenkt.Genauso wenig hat Dich irgendwer nach Deiner Meinung oder Deinem Urteil gefragt. Aber: ebenso geschenkt. Und diese Verwendung als Beweismittel vor Gericht passiert bitte wie oft?Welche Verwendung? Die von Fotos oder Videos, die mittels einer Handy-Cam erstellt wurden? Öfter, als Du es Dir vorstellen kannst. Bei jeder größeren Demo und ähnlichen, Fußballspielen, etc. pp. werden solche Fotos und Videos gemacht und später von der "Gegenseite" herangezogen, um den Beschuldigten/Betroffenen als Unschuldslamm und die Polizei als bösen Schläger darzustellen. Und wenn Du einfach mal auf Youtube gehst, wirst Du vllt verwundert sein, wie viele einschlägige Handy-Videos es dort schon gibt. Wo kann man sich den ansehen, um einen Eindruck der Gesamtsituation zu bekommen?Die Doku wurde soweit ich mich erinnere von BFBS ausgestrahlt. Ich habe die Doku irgendwo liegen. Ansonsten weiß ich nicht, wo Du sie heute noch bekommen kannst. Diese Aufforderung hast Du schon des öfteren von Dir gegeben.Leider, wie man sieht, vergeblich. Genauso oft hat die Diskussion dazu geführt, daß Du inhaltlich nichts mehr zu bieten hattest, mich anpöbeltest und Dich dann beleidigt-beleidigend aus der Diskussion zurückzogst. Vielleicht kannst Du das ja diesmal abkürzen und Dich gleich und zur Abwechslung mal beleidigungsfrei verabschieden. Jau..... gerade Du, der in jedem Thread in seiner unnachahmlich arroganten selberherrlichen Art meint, andere anflaumen zu müssen, gerade Du fühlst Dich von mir angepöbelt und sogar beleidigt. Weißt Du, was ich abkürze? Ich kürze allgemein die Unterhaltung mit Dir ab, die eh nichts bringt außer von Dir dämlich angemacht zu werden. Völlig korrekt. Nur sind das eher selten die Kameras, die von professionellen Fotografen eingestezt werden.Richtig. Aber auch professionelle Fotografen sollten in der Lage sein, kleineres und unscheinbareres Equipment zu nutzen bzw. sich gewissen Rahmenbedingungen anzupassen. Gerade letzteres sollte bei einem Profi zu erwarten sein. Hier geht es um Pressefotografen und deren Möglichkeit, mit ihrem in solchen Fällen üblichen Arbeitsmaterial versteckt zu arbeiten.Dann beschafft man sich halt entsprechendes Arbeitsmaterial, um z.B. verdeckt arbeitein zu können. Ich bin mir auch sicher, daß so manch ein Profi-Fotograf solches hat. Wenn man weiß, unter welchen Bedingungen man Fotos machen will, muß man sich ja wohl auch entsprechend vorbereiten. Von der völlig zutreffenden Erläuterung durch hartmut in #26 mal ganz zu schweigen.Ob das zutreffend ist oder nicht, darf man getrost dahingestellt sein lassen. Ist dem so? Wäre mir neu.Ist aber schon alt. Soviel zum Thema bei den Dingen bleiben, von denen man was versteht.Im Gegensatz zu Dir habe ich es hinterfragt und nicht (mal wieder) in arroganter Art den Besserwisser rausgekehrt.
Bluey Posted February 8, 2013 Report Posted February 8, 2013 Nichts für ungut, aber haben hat nicht gerade die Staatsgewalt ihr eigenes Recht kreiert. Wer von anderen verlangt sie sollen sich an das Recht halten, sollte es selber tun.Es ist schon seltsam wenn hier gejubelt wird wenn in anderen Ländern für Demokratie und Freiheit gekämpft wird, hier Leute die es versuchen als kriminell hingestellt werden. Nur mal zum nachdenken.Ich jubele nicht. Ich erlaube mir aber auch kein vorschnelles Urteil - wie Du z.B. regelmäßig -, ohne BEIDE Seiten gehört zu haben. Kennst Du die Begründung für den Durchsuchungsbeschluß? Hast Du ihn gelesen? Ich denke mal nicht. Dafür aber hast Du ein paar Äußerungen von Journalisten gelesen, die natürlich und auch - im eigenen Interesse sehr wohl - nachvollziehbar laut aufheulen. Nur ist das, wie in etlichen einschlägigen Threads zuvor auch, sehr sehr einseitig! Jup. Nachdem man Wochen oder Monate darüber grübeln und brüten durfte, wie man es hätte besser machen können, während der einschreitende Beamte dafür lediglich max. wenige Sekunden Zeit hatte, kann man natürlich hinterm Schreibtisch und im Warmen Büro sitzend zu der Erkenntnis gelangen, daß man es eventuell auch hätte etwas anders lösen können.Nicht nachher, vorher.Hartmut, lies einfach nochmal, was ich schrieb.
Blaulicht Posted February 8, 2013 Report Posted February 8, 2013 Wo ist eigentlich die Pressefreiheit tangiert, wenn der Fotograf seine Fotos von der Demo auf CD brennt und der Polizei überlässt? Unter der Premisse, dass keine Zensur erfolgt bzw. dem Fotografen die Bilder nicht wegenommen werden. (die Frage nach den Rechten der Abgelichteten mal außen vor)
Bluey Posted February 8, 2013 Report Posted February 8, 2013 Erst heute habe ich von einem Fotografen gelesen dem das widerfahren ist.Hast Du Dir die andere Seite auch angehört? Das sollte man, bevor man urteilt. Ob moralisch oder nicht, es ist die Aufgabe der Presse möglichst neutral zu berichten.Ach so. Und dann ist es egal, ob moralische Werte mit Füßen getreten werden. Hauptsache, die Gier nach reißerischen Informationen wird befriedigt. Wie krank ist das denn?! Da sieht man, wie jemand verprügelt wird und tut nichts, außer mit der Kamera draufzuhalten? Und dann möchte das Opfer, daß die Täter überführt und bestraft werden, es selbst ggf. auch eine Entschädigung bekommt, aber das soll nicht möglich sein, weil der Fotograf die Herausgabe des/der Foto/s ablehnt? Na, hoffentlich kommst Du mal in eine Situation, wo Du auf solche Fotos angewiesen bist. Und hoffentlich jammerst und heulst Du dann nicht selbst. Gilt das auch wenn auf Demonstranten oder andere Bürger eingeprügelt wird? Darf ich dann dem Polizisten eine scheuern? Oder ist das wieder was völlig anderes? Und mit Verlaub, ich halte auch die Pressefreiheit, wie bei anderen Berufen die Schweigepflicht und Recht, für wichtiger wie der Strafanspruch des Staates.Ach Hartmut, Dein polemischer Blödsinn nervt allmählich. Bleib einfach bei den Realitäten und hör auf, irgendwas zu konstruieren oder Deine eigenen persönlichen Werte über alles zu stellen. Solange eine Maßnahme geeignet, notwendig, verhältnismäßig ist, sprich rechtlich einwandfrei, hat das polizeiliche Gegenüber kein Recht, auf den Cop einzudreschen. Gewalt seitens der Polizei erfolgt auch im Regelfall auf vorherige Gewalt seitens unseres Gegenübers. Leider meinen viele Demonstranten, sie müßten ihrer Meinung mit Gewalt Nachdruck verleihen. In diesem Fall müssen sie aber auch mit Gegengewalt rechnen. Wobei die Gegengewalt je nach Ausrichtung der Maßnahme völlig unterschiedlich ausfallen kann. Einen Demonstranten wegzutragen kann auch schon als "Gewalt" ausgelegt werden. Und ich halte den Strafanspruch des Einzelnen bzw. sein Recht darauf, daß das im Falle von erheblichen Straftaten ihm widerfahrene Unrecht aufgeklärt und er eine Entschädigung bekommt, für wichtiger als irgendeine Pressefreiheit oder Schweigepflicht.
hartmut Posted February 8, 2013 Author Report Posted February 8, 2013 Kennst Du die Begründung für den Durchsuchungsbeschluß? Hast Du ihn gelesen? Ich denke mal nicht. Dafür aber hast Du ein paar Äußerungen von Journalisten gelesen, die natürlich und auch - im eigenen Interesse sehr wohl - nachvollziehbar laut aufheulen. Nur ist das, wie in etlichen einschlägigen Threads zuvor auch, sehr sehr einseitig!Ermittlung gegen Unbekannt wegen Verdacht einer Straftat nach § 224 StGBHier der Link, mit Protokoll darüber was beschlagnahmt wurde.https://de-de.facebook.com/photo.php?fbid=606539719363028&set=pb.503124119704589.-2207520000.1360326302&type=3&theater Du solltest wissen das ich nicht nur einseitig lese. Hast Du Dir die andere Seite auch angehört? Das sollte man, bevor man urteilt.Dazu müssten Polizisten erst mal Stellung beziehen. Er wurde wegen einem Böller festgenommen der nachweislich eine Frau geworfen hat. Ach so. Und dann ist es egal, ob moralische Werte mit Füßen getreten werden. Hauptsache, die Gier nach reißerischen Informationen wird befriedigt. Wie krank ist das denn?! Da sieht man, wie jemand verprügelt wird und tut nichts, außer mit der Kamera draufzuhalten? Und dann möchte das Opfer, daß die Täter überführt und bestraft werden, es selbst ggf. auch eine Entschädigung bekommt, aber das soll nicht möglich sein, weil der Fotograf die Herausgabe des/der Foto/s ablehnt? Na, hoffentlich kommst Du mal in eine Situation, wo Du auf solche Fotos angewiesen bist. Und hoffentlich jammerst und heulst Du dann nicht selbst.Mit der Kamera halten deine Kollegen genauso drauf. Und es ist wichtig das Übergriffe, egal von welcher Seite auch festgehalten werden. Klingt komisch, aber Presse im Krieg verhindert Greuel. Ach Hartmut, Dein polemischer Blödsinn nervt allmählich. Bleib einfach bei den Realitäten und hör auf, irgendwas zu konstruieren oder Deine eigenen persönlichen Werte über alles zu stellen. Solange eine Maßnahme geeignet, notwendig, verhältnismäßig ist, sprich rechtlich einwandfrei, hat das polizeiliche Gegenüber kein Recht, auf den Cop einzudreschen. Gewalt seitens der Polizei erfolgt auch im Regelfall auf vorherige Gewalt seitens unseres Gegenübers. Leider meinen viele Demonstranten, sie müßten ihrer Meinung mit Gewalt Nachdruck verleihen. In diesem Fall müssen sie aber auch mit Gegengewalt rechnen. Wobei die Gegengewalt je nach Ausrichtung der Maßnahme völlig unterschiedlich ausfallen kann. Einen Demonstranten wegzutragen kann auch schon als "Gewalt" ausgelegt werden.Wenn es auch für dich unverständlich ist, ich lebe nach meinen Werten. Nicht nach den Werten von irgendeinem Polizisten. Wenn ich etwas für falsch halte, dann sage ich es auch. Und immer öfter muss ich feststellen, eure Werte sind mit meinen nicht ganz kompatibel. Und da ist es mir völlig egal ob ihr den Staat vertretet oder Disneyland. Und ich halte den Strafanspruch des Einzelnen bzw. sein Recht darauf, daß das im Falle von erheblichen Straftaten ihm widerfahrene Unrecht aufgeklärt und er eine Entschädigung bekommt, für wichtiger als irgendeine Pressefreiheit oder Schweigepflicht.Als privater Bürger darfst Du diese Meinung vertreten, als Polizist hast Du die andere Meinung durchzusetzen. MfG. hartmut
HarryB Posted February 8, 2013 Report Posted February 8, 2013 Es ist schon seltsam wenn hier gejubelt wird wenn in anderen Ländern für Demokratie und Freiheit gekämpft wird, hier Leute die es versuchen als kriminell hingestellt werden. Nur mal zum nachdenken. Ich denke gerade nach - und zwar darueber, was Du damit wohl meinst. Leider komme ich nicht drauf, deshalb meine Bitte: Wuerdest Du das bitte einmal naeher erlaeutern?
Guest PedroK Posted February 8, 2013 Report Posted February 8, 2013 Und ich halte den Strafanspruch des Einzelnen bzw. sein Recht darauf, daß das im Falle von erheblichen Straftaten ihm widerfahrene Unrecht aufgeklärt und er eine Entschädigung bekommt, für wichtiger als irgendeine Pressefreiheit oder Schweigepflicht.Ich hoffe (siehe Hartmuts Kommentar), dass diese, Deine Meinung keine Auswirkungen auf Dein berufliches Handeln hat.
hartmut Posted February 8, 2013 Author Report Posted February 8, 2013 Ich denke gerade nach - und zwar darueber, was Du damit wohl meinst. Leider komme ich nicht drauf, deshalb meine Bitte: Wuerdest Du das bitte einmal naeher erlaeutern?Dann denke weiter, dann hast Du wenigstens Beschäftigung. MfG. hartmut
Bluey Posted February 8, 2013 Report Posted February 8, 2013 Ermittlung gegen Unbekannt wegen Verdacht einer Straftat nach § 224 StGBHier der Link, mit Protokoll darüber was beschlagnahmt wurde.https://de-de.facebo...&type=3 Du solltest wissen das ich nicht nur einseitig lese.Naja, den Antrag für die Durchsuchung seitens der StA hast bzw. konntest Du ja nun nicht lesen. Was dort abgebildet ist, ist lediglich die komprimierte Fassung. Btw: ich möchte lieber nicht sagen, was für einen Gesamteindruck ich auf der FB-Seite bekommen habe. Positiv war er jedenfalls nicht. Dazu müssten Polizisten erst mal Stellung beziehen. Er wurde wegen einem Böller festgenommen der nachweislich eine Frau geworfen hat.Soso.1. die Cops beziehen dazu Stellung, a) in einem Bericht, einer Anzeige, b) wenn sie dazu aufgefordert werden auch in einer Stellungnahme.2. woher weißt Du, daß die Frau nachweislich den Böller geworfen hat? Was oder wieviel weißt Du insgesamt von diesem Vorfall und woher, von wem? Wo kann man ggf. etwas darüber lesen? Gerade letzteres würde es doch stark vereinfachen, über den Sachverhalt diskutieren zu können. Mit der Kamera halten deine Kollegen genauso drauf. Und es ist wichtig das Übergriffe, egal von welcher Seite auch festgehalten werden. Klingt komisch, aber Presse im Krieg verhindert Greuel.Meine Kollegen, die mit der Kamera draufhalten, sind ein paar wenige von idR recht vielen. Die müssen dann auch nicht eingreifen. Sollte es allerdings mal erforderlich sein, weil gerade keine anderen Eingreifkräfte zur Stelle sind, würden sie es aber mit Sicherheit tun! Wenn es auch für dich unverständlich ist, ich lebe nach meinen Werten. Nicht nach den Werten von irgendeinem Polizisten. Wenn ich etwas für falsch halte, dann sage ich es auch. Und immer öfter muss ich feststellen, eure Werte sind mit meinen nicht ganz kompatibel. Und da ist es mir völlig egal ob ihr den Staat vertretet oder Disneyland.Du darfst gern nach Deinen Werten leben, mußt Dich aber trotzdem - idR in der Öffentlichkeit - in gewisser Weise dem Gemeinwesen unterordnen bzw. eingliedern. Keiner verlangt von Dir, nach den Werten irgendeines Polizisten zu leben. Darfst mir aber gern zeigen, wo das gesagt wurde (soviel nämlich zum Thema "bitte nicht immer was hinzudichten"!!).Was Du für falsch erachtest, kannst Du gerne äußern. Und wir können auch gern darüber diskutieren. Aber irgendwann, irgendwo kommt man unweigerlich an einen Punkt, wo eine Diskussion keinen Sinn mehr macht, weil DU keinen Deut von Deinen Wertevorstellungen abweichst, völlig uneinsichtig und blind dafür bist, gewisse Erfordernisse einzusehen, auch wenn diese sicherlich nicht schön sind (Thema Gewalt).Für Dich kommt Gewalt nicht infrage. Punkt. Nun ist es aber nunmal so, daß Gewalt bei polizeilichen Einsätzen nicht immer vermieden werden kann. Das magst Du aber nicht einsehen. Punkt. Tja, und da ist eben in der Tat der Punkt erreicht, wo man die Diskussion beenden kann. Auch Punkt. Wir leben nunmal in einem Staat, mit Regeln, Verordnungen, Gesetzen etc.. Manches gefällt dem Einen nicht, manches dem Anderen. Ist nunmal so. Und trotzdem muß man sich irgendwie damit arrangieren. Ob man will oder nicht. Und wenn man in der Öffentlichkeit seinem Unmut Ausdruck verleihen möchte, was ja völlig ok und legal ist, so muß man dies aber eben mit der kleinen Einschränkung tun, daß dies freidlich abzulaufen hat. Und solange dies so auch geschieht, bekommt garantiert niemand etwas auf die Zwölf oder wird in irgendeiner Art und Weise daran gehindert, seine Rechte diesbzgl. wahrzunehmen. Nur ist es leider so, daß zb bei Rechtsdemos die Linken den Rechten deren Rechte absprechen und nur auf Ärger aus sind (im Gegensatz dazu: andere kontra Rechts eingestellte "Gruppen" tun dies friedlich!!! Es geht also). Dabei fliegen sehr oft Flaschen, Steine, andere Gegenstände, werden Leute beleidigt, bespuckt, angegriffen, verletzt. Und jetzt erwartest Du, daß diese "Störer" mit Samthandschuhen angefaßt werden? Leider blendest Du völlig aus, daß unsere Gegenmaßnahmen sehr sehr oft in Punkto "Gewalt" deutlich niedriger anzusiedeln sind als die beschriebenen Handlungen unserer Gegenüber. Oder soll ich, wenn ich jemanden bei was auch immer antreffe, kontrolliere etc. und dieser versucht, mir eine zu verpassen, mich mit einem Messer zu ritzen, einfach stehen bleiben und sagen: hey, komm, laß uns doch erstmal sachlich drüber reden. Was hast Du denn für Probleme? Erzähl doch mal. Ich weiß nicht, in was für einer Welt Du lebst! Als privater Bürger darfst Du diese Meinung vertreten, als Polizist hast Du die andere Meinung durchzusetzen.Genau. Das ist auch meine ganz private Meinung. Sollte ich aber seitens der StA bzw. des Gerichts einen Durchsuchungsbeschluß umzusetzen haben, werde ich das auch tun, OHNE diesen vorab in allen Einzelheiten überprüft zu haben. Denn das ist weder meine Aufgabe noch wurde ich dafür ausgebildet. Ich hoffe (siehe Hartmuts Kommentar), dass diese, Deine Meinung keine Auswirkungen auf Dein berufliches Handeln hat.Ich kann Berufliches von Privatem sehr gut trennen. Trotz beruflicher Erfordernisse gönne ich mir aber dennoch eine private und ggf. vom Beruflichen abweichende Meinung. Dann denke weiter, dann hast Du wenigstens Beschäftigung.Ziemlich billig, finde ich. Oder bist Du nicht in der Lage, etwas ausführlicher darzulegen, was Du meintest? Denn was Deine Aussage betrifft, so muß ich HarryB leider zustimmen: es ist auch mir nicht so recht klar, was Du damit zum Ausdruck bringen willst.
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