Jump to content

Recommended Posts

Posted (edited)

übertrieben? gerecht? was ist los in der Führung?

 

www.google.de/#q=schavan&hl=de&tbo=u&source=univ&tbm=nws&sa=X&ei=EJoRUa-6LYjPsgaS14DIDQ&sqi=2&ved=0CC4QqAI&bav=on.2,or.r_gc.r_pw.r_qf.&bvm=bv.41934586,d.Yms&fp=6ad23e05b19c4ba0&biw=1600&bih=797

Edited by hartmut
Titel bearbeitet. g eingefügt
Posted

Haben damals so viele Doktoranden beschissentrogen, werden jetzt gezielt in der Öffentlichkeit stehenden Personen gejagt? Was ist da los? Inflation bei den Akademikern? Oder grundsätzlicher Werteverfall in der Gesellschaft?

 

Man könnte auch böse sagen, wenn man Politkern so wenig zahlt, muss man sich nicht wundern, dass man nur Fallobst bekommt. Die "Guten" gehen in die Wirtschaft. Die Zweitguten bekommen immer noch Topjobs mit sehr hohen Gehältern in der Wirtschaft. Tja, der Rest wird Politiker. Da ist ja scheinbar eh alles egal. Zur Sitzung geht niemand hin (Quelle Phönix. Wenn der Bundestag tagt sind alle Sitze leer. Kassieren und nix leisten). Kein Wunder, dass dort so viele Plagiate sind.

 

Ich denke, dass Frau Merkel noch ehrlich und hart arbeitet und dass Herr Gauck aus echter Überzeugung, und keinesfalls wegen Geltungssucht oder wegen des Geldes, arbeiten. Und Karl Lauterbach ist (zwar komisch) aber arbeitet wohl aus Überzeugung.

 

 

Ist ja eh egal... Großflughafen, Großbahnhof oder Elbphilharmonie. Man muss das nicht sinnvoll planen. Jeder kleine Häuschenbauer kann das vorher. Wenn man ein politisches Amt besteigt, dann muss man eben dass was jeder kleine Häuschenbauer kann auf Großprojekte umsetzen... da sind wir aber wieder bei der zweiten Wahl, dem Fallobst. Die, die ein solches Projekt stemmen können, die arbeiten in der Wirtschaft. Und für die, die Politiker geworden sind, ist das nun eine Nummer zu groß.

Posted

Haben damals so viele Doktoranden beschissentrogen, werden jetzt gezielt in der Öffentlichkeit stehenden Personen gejagt? Was ist da los? Inflation bei den Akademikern? Oder grundsätzlicher Werteverfall in der Gesellschaft?

 

Man könnte auch böse sagen, wenn man Politkern so wenig zahlt, muss man sich nicht wundern, dass man nur Fallobst bekommt. Die "Guten" gehen in die Wirtschaft. Die Zweitguten bekommen immer noch Topjobs mit sehr hohen Gehältern in der Wirtschaft. Tja, der Rest wird Politiker. Da ist ja scheinbar eh alles egal. Zur Sitzung geht niemand hin

 

Wenn das Volk zufrieden mit der Politik wäre, dann würde niemand einen Grund haben, in 30 Jahre altem Mist zu wühlen.

 

Aber ganz recht so. Wissenschaftliches Arbeiten lernt man im Studium, bereits ab den ersten Semester. Erfüllt man Ansprüche und Normen nicht, besteht man Klausuren nicht. Man hat Gelegenheit, nachzuarbeiten und zu lernen und besteht dann die Wiederholerklausur.

 

Hausarbeiten sind dafür da, damit sich Studenten selber Wissen erarbeiten und vertiefen. Besteht man eine Hausarbeit nicht, weil z.B. Quellenangaben fehlen, muss man eine zweite Hausarbeit schreiben, man fängt mit einem anderen Sachverhalt wieder bei Null an und schreibt wieder 15-20 Seiten. (Während diejenigen, die gleich ordentlich gearbeitet haben, z.B. ins Kino gehen.)

 

Hat man ein Studium beendet, also mehr als eine Handvoll Klausuren und evtl. Hausarbeiten und eine Abschlussarbeit/ Examen geschrieben und gut bestanden, dann kann man promovieren (in geisteswissenschaftlichen Studiengängen ist hierzu oftmals ein zweistelliger Abschluss notwendig), in der Medizin kann jeder promovieren unabhängig von der Studienabschlussnote.

 

Diejenigen, welche hier bisher nachträglich universitär geächtet wurden, haben ganz genau gewusst, das Quellenangaben bei wissenschaftlichen Arbeiten erforderlich sind. Das haben sie, wie bereits erwähnt, im Studium erlernt, sonst hätten sie keinen guten Abschluss erlangen können und die Möglichkeit der Promotion wären nicht gegeben gewesen.

Posted

seit Guttenberg hat sich ein kleiner Kreis gebildet um die Dokorarbeiten Prominenter Politiker zu durchforsten. Ich bin mir sicher, wenn sie das auch bei nicht-Prominten machen würden, wäre ein ähnlicher Prozentsatz fällig und würde seine Promotion verlieren. Aber ist auch egal, Mutti Merkel hat Schavan als Ministerin eingestellt, nicht als Wissenschaftlerin, aber Vorsicht, sie ist doch Wissenschaftsministerin, da verträgt sich ja wohl nun überhaupt nicht.

 

Zu Blaulichts Anmerkung, dass der Bundestag oft bei Plenarsitzungen leer sei, ist anzumerken, dass die eigentliche parlamentarische Arbeit in den Aussschüssen stattfindet, und dort jede Fraktion ihre "Experten" postiert hat. Schaut Euch mal den normalen Arbeitstag eines Parlamentariers an, der ist vollgestopft...

Posted

Auch hier stellt sich wieder, wie bei Herrn Brüderle auch, die Frage: Warum gerade jetzt?!?

 

Die Promotion liegt satte 33 Jahre zurück (gibt es hier eigentlich keine Verjährung???) und ausgerechnet im Bundestagswahljahr, wo Frau Schawan eine Regierungsfunktion bekleidet und dies auch nach der Wahl sicher noch gerne tun würde, ausgerechnet jetzt kommt die "ganze" Wahrheit ans Licht!?!

Wie war das noch mit Herrn zu Guttenberg? Nö, da war grad' keine Bundestagswahl. Aaah, aber sein Beliebtheitsgrad stieg gerade bedrohlich an. Parallelen? Wer weiß, wer weiß?

 

Was mich in allen Plagiats-Fällen immer wieder wundert: Hatten die alle damals keine Prüfungskommission, keinen Doktor-Vater/Mutter/Mentor? Haben die Prüfer die Arbeit überhaupt gelesen, wurde in der Verteidigung nur Kaffee getrunken (oder gar Hochprozentiges) oder warum sind so scheinbar offensichtliche Mängel nicht bemerkt worden?

Sich Jahre (oder gar Jahrzehnte) später hinzustellen und "Betrug" zu brüllen, halte ich gerade aus dieser Ecke für sehr heikel, denn schließlich hätten genau Die den Betrug von vornherein bemerken und somit verhindern können, nein sogar müssen!

 

Damit mich jetzt keiner falsch versteht, ich heiße Plagiaterie nicht gut, im Gegenteil! Nur die Umstände der (veröffentlichten) Aufdeckungen machen mich immer wieder arg stutzig und mißtrauisch!

  • Like 1
Posted

Neben der CDU hat Die Linke auch viele Doktoranden... wäre doch nett, wenn dort die "Fahnder" auch mal Richtung Plagiate schauen; sonst wird es langweilig, wenn immer nur in eine Richtung ermittelt wird.

Posted

Die prozentuale Verteilung der "Plagiatoren" auf alle Parteien dürfte relativ ausgeglichen sein! Ich persönlich glaube nicht, dass es eine Frage der politischen Ausrichtung ist, ob ich bei sowas besch..., sondern eine Frage der Persönlichkeit/Bequemlichkeit des Betreffenden.

Allerdings gehören die "Suchenden" sicher einer bestimmten politischen Richtung an, und die werden bevorzugt nicht im eigenen Nest suchen, sondern gezielt nur in fremden.

Posted

Die Promotion liegt satte 33 Jahre zurück (gibt es hier eigentlich keine Verjährung???)

Die Welt hat einen interessanten Artikel mit der provokanten Überschrift.

 

Warum der Entzug von Schavans Titel falsch ist

 

Die Universität Düsseldorf hat sich für die scharfe Eindeutigkeit ihres Urteils entschieden. Nach der Promotionsordnung steht ihr das frei. Aber weil das nordrhein-westfälische Verwaltungsverfahrensgesetz die Rechtsgrundlage für das Prüfverfahren war, ist der Schritt auch infam.

 

In diesem Landesgesetz gilt eine Verjährungsfrist von 30 Jahren, die im Fall der Zuerkennung des Doktorgrads an Schavan seit drei Jahren verstrichen ist. Das Schlupfloch für die Aberkennung ist die Bestimmung, ein Bekanntwerden neuer Umstände hemme die Verjährung oder lasse sie sogar neu anlaufen.

http://www.welt.de/debatte/article113406747/Warum-der-Entzug-von-Schavans-Titel-falsch-ist.html

 

MfG.

 

hartmut

Posted

nun Hartmut, glaubst Du das wirklich? Sollte eine "Wissenschaftsministerin" eine unsaubere Doktorarbeit vorgelegt haben? Das wäre doch so, als wenn eine Fahrprüfer seine Lizenz bekanntermassen auf dem Schwarzmarkt erstanden hätte. So einer würde doch keinerlei Autorität ausstrahlen.

Posted

nun Hartmut, glaubst Du das wirklich? Sollte eine "Wissenschaftsministerin" eine unsaubere Doktorarbeit vorgelegt haben? Das wäre doch so, als wenn eine Fahrprüfer seine Lizenz bekanntermassen auf dem Schwarzmarkt erstanden hätte. So einer würde doch keinerlei Autorität ausstrahlen.

Sagen wir mal so. In meinem Leben habe ich sehr viele Prüfungen abgelegt, und als Prüfer noch mehr Prüfungen abgenommen.

 

Ich glaube nicht mehr an die große Aussagekraft von Prüfungen, dafür habe ich zuviel gesehen. Entscheidend ist, wie wird das Gelernte später eingesetzt. Da kann ein Einserkandidat kläglich scheitern und ein Durchfaller brillieren. Wir leben leider in einer Welt wo Papier mehr zählt als der Mensch hinter dem Papier.

 

MfG.

 

hartmut

Posted

nun Hartmut, glaubst Du das wirklich? Sollte eine "Wissenschaftsministerin" eine unsaubere Doktorarbeit vorgelegt haben? Das wäre doch so, als wenn eine Fahrprüfer seine Lizenz bekanntermassen auf dem Schwarzmarkt erstanden hätte. So einer würde doch keinerlei Autorität ausstrahlen.

 

Die Qualifikation (hier z.B. fachlicher Abschluß) spielt in der Politik keine entscheidende Rolle, sonst hätte so mancher Ministerposten nicht mit den jeweiligen Personen besetzt werden können/dürfen. Da gab's doch z.B. mal einen "ungedienten" Verteidigungsminister, es gibt einen Arzt als Wirtschaftsminister, die Familienministerin war zum Zeitpunkt der Ernennung unverheiratet usw. usf.

Posted

nun Hartmut, glaubst Du das wirklich? Sollte eine "Wissenschaftsministerin" eine unsaubere Doktorarbeit vorgelegt haben? Das wäre doch so, als wenn eine Fahrprüfer seine Lizenz bekanntermassen auf dem Schwarzmarkt erstanden hätte. So einer würde doch keinerlei Autorität ausstrahlen.

 

Die Qualifikation (hier z.B. fachlicher Abschluß) spielt in der Politik keine entscheidende Rolle, sonst hätte so mancher Ministerposten nicht mit den jeweiligen Personen besetzt werden können/dürfen. Da gab's doch z.B. mal einen "ungedienten" Verteidigungsminister, es gibt einen Arzt als Wirtschaftsminister, die Familienministerin war zum Zeitpunkt der Ernennung unverheiratet usw. usf.

 

Aber vielleicht sagt das was sie tat über sie aus?

Posted

Aber vielleicht sagt das was sie tat über sie aus?

 

Das sollte für alle Politiker gelten, dass sie an ihren (Un-)Taten gemessen werden!

Mitunter können die sich dann aber an ihre eigenen Untaten nicht mehr erinnern, wenn sie den Platz zwischen Regierung und Opposition wechseln (mussten).

Die z.B. die "Gesundheitsreform" damals beschlossen haben, schimpfen heute über die Folgen. Die HartzIV eingeführt haben, schimpfen heute darüber, dass man davon nicht leben kann. Kann man sicherlich beliebig und für jede Regierungsperiode fortführen (siehe "blühende Landschaften", "die Rente ist sicher",...)

Posted

Natürlich muss ein Minister kein Fachmann auf seinem Gebiet sein, für Detailfragen hat er ja seine Fachleute, er muss nur die Führungsfähigkeiten haben sein Gebiet den nötigen Stellenwert im Bundeshaushalt zu sichern. Sprich, die Kohle für sein Ministerium muss stimmen.

 

Bei Schavan ist ja das Problem, dass sie auf ihrem eigenen Fachgebiet betrogen hat.

 

Dass man später, wenn man von der Regierungsbank in die Oppostion wechselt auch manches aus seiner Regierungszeit kritisch sieht ist auch nichts aussergewöhnliches, schliesslich ist man nach einer Massnahme schlauer als vorher, wie zB bei Hartz IV oder den Minijobs, die reguläre Arbeitsplätze wegputzen. Das wollte garantiert keine Regierung, ist aber so passiert.

Posted

@silverbandit:

Das ist nicht jetzt rausgekommen im Wahljahr - das läuft schon seit bald 1 Jahr, daß da überprüft/gezweifelt wurde.

 

Von daher seh ich das anders als bei Brüderle.

 

Und die überprüfen nicht nur Schavan...

 

 

Ich wäre dafür, auch Merkel zu prüfen.

Sowieso ein Mist, daß gute Noten für Parteilobhudelei der DDR in diesem b®ei(t)getretenen Deutschland Bestand haben.

Posted

Ich vermuet ganz stark, dass Merkels Dissertation schon geprüft wurde ;)

 

 

Wobei, wenn man sie anschaut... Sie ist ein Arbeitstier. Ich vermute, dass sie auch ihre Noten, Examen, Dissertation hart erarbeitet hat. Besser als solche Blender wie der Gutemberg oder Wullf.

Posted

Ich denke auch dass Merkels Arbeit längst in der Mangel war.

 

Merkel ist Physikerin, und da ists nicht so einfach mit abschreiben, ohne dass das gemerkt wird. Bei den sonstigen "Treffern" waren es immer Geisteswissenschaften, die betroffen waren. Da tummeln sich viel mehr und daher geht die Einzelne nicht genannte Arbeit, aus der abgeschrieben wurde leicht unter, wenn sie der "Doktorvater" nicht zufällig selbst gelesen hatte.

 

Ohne Internet und Co wären auch Guttenberg und Co niemals aufgeflogen.

Posted

 

Die Welt hat einen interessanten Artikel mit der provokanten Überschrift.

 

Warum der Entzug von Schavans Titel falsch ist

 

Die Universität Düsseldorf hat sich für die scharfe Eindeutigkeit ihres Urteils entschieden. Nach der Promotionsordnung steht ihr das frei. Aber weil das nordrhein-westfälische Verwaltungsverfahrensgesetz die Rechtsgrundlage für das Prüfverfahren war, ist der Schritt auch infam.

 

In diesem Landesgesetz gilt eine Verjährungsfrist von 30 Jahren, die im Fall der Zuerkennung des Doktorgrads an Schavan seit drei Jahren verstrichen ist. Das Schlupfloch für die Aberkennung ist die Bestimmung, ein Bekanntwerden neuer Umstände hemme die Verjährung oder lasse sie sogar neu anlaufen.

http://www.welt.de/d...falsch-ist.html

 

 

@Helmut: Danke für den Link! M. E. sehr gut geschrieben und deckt sich (weitestgehend) mit meiner Meinung zu diesem (unerfreulichen) Vorgang. Hörte soeben in den (österr.) Nachrichten, dass Schavan die Uni in Dü.dorf klagen wird - unabhängig davon bin ich schon gespannt, wielange S. die Angelegenheit (politisch) durchstehen wird, auch wenn Merkel (noch) hinter ihrer Ministerin steht.

Posted

Ich denke schon, dass ein Minister in seinem Ressort über herausragendes Fachwissen verfügen sollte.

 

Nein, sondern vielmehr über Management- (besser noch: Leadership-) Qualitäten.

  • Like 1
Posted

Doch, das denke ich.

 

@Blaulicht: Ja, gut. Denken ist immer gut.

Wohl wahr. Muß aber nicht immer gutgehen.

 

Übrigens: die Gefällt mir-Markierung durch den Angesprochenen zeigt mir, daß offenbar einer von uns beiden seinen Ironie-Detektor justieren muß.

  • Like 1
Posted

...auch wenn Merkel (noch) hinter ihrer Ministerin steht.

Sie hat ihr "volles Vertrauen" ausgesprochen. Auf Deutsch: "Bald biste wech."

 

BTW: Who the fuck is Helmut? ;)

Posted

[.....]

BTW: Who the fuck is Helmut? ;)

 

Sorry, meinte natürlich @Hartmut.

 

Schön, dass wenigstens einer meine (wertvollen) Beiträge mit (angemessener) Aufmerksamkeit liest.

Ist schon spannend: als ich meinen (wertvollen, ich wiederhole mich) Beitrag schrieb, war mein Vorbewusstsein mit meinem Patenonkel Helmut beschäftigt, der vor genau zehn Jahren verstorben ist. Überhaupt sind die Wechselwirkungen zwischen dem kognitiven und dem limbischen System......ja, ich höre damit auf, bevor mich ein (gestrenger) Ordnungsruf wegen Total-OT ereilt.

Posted

Sorry, meinte natürlich @Hartmut.

Manchmal sollte man Geschichten die über 30 Jahre vorbei sind einfach Vergangenheit sein lassen. Sie hat ein Lebenswerk hinter sich das aussagefähiger ist als eine Dr. Arbeit die nur eine Momentaufnahme war.

 

Auch wenn es jetzt etwas merkwürdig klingt, ich glaube ihr das sie nicht betrügen wollte.

 

MfG.

 

hartmut

Posted

Auch wenn es jetzt etwas merkwürdig klingt, ich glaube ihr das sie nicht betrügen wollte.

 

 

@Hartmut: Ja, ich glaube das auch. Ich persönlich bedauere, auch aus den von Dir genannten Gründen, dass Schavan der Titel aberkannt wurde.

 

Edit: bei uns gibt es ja einen ähnlichen Fall

Posted

 

Manchmal sollte man Geschichten die über 30 Jahre vorbei sind einfach Vergangenheit sein lassen. Sie hat ein Lebenswerk hinter sich das aussagefähiger ist als eine Dr. Arbeit die nur eine Momentaufnahme war.

 

hartmut

 

bei uns gab es mal einen, der ist 30 Jahre ohne FS gefahren und wurde nun erwischt. Sollte man dem den FS jetzt schenken?

Posted

bei uns gab es mal einen, der ist 30 Jahre ohne FS gefahren und wurde nun erwischt. Sollte man dem den FS jetzt schenken?

Hat doch bewiesen das er fahren kann. Soll halt pro forma eine Rund mit dem Prüfer drehen und alle sind zufrieden. Mit Kärtchen fährt der auch nicht besser.

 

MfG.

 

hartmut

Posted

Sie hat ein Lebenswerk hinter sich das aussagefähiger ist als eine Dr. Arbeit die nur eine Momentaufnahme war.

Frau Schavan war vorher Kultusministerin in Baden-Württemberg. Und die Schüler lernen und lernten dort mehr als z.B. die in NRW, Bremen oder Berlin. Vielleicht ist auch das eine Quelle für den Haß und Eifer der Schavan-Plagger.

 

Auch wenn es jetzt etwas merkwürdig klingt, ich glaube ihr das sie nicht betrügen wollte.
Entweder, sie hat mit harten Nerven geblufft, oder sie hatte wirklich ein reines Gewissen. Möglicherweise war das, was ihr heute vorgeworfen wird, vor 33 Jahren normal und üblich.

Wenn ihre Dissertation wirklich verworfen wird war sie jedoch schon zur Zeit ihrer Promotion fehlerhaft und hätte schon damals nicht angenommen werden dürfen. Ihre Prüfer haben dann falsch gearbeitet, bei wieviel anderen Promotionen haben sie noch Fehler gemacht? Es müßten alle Doktorarbeiten der philosophischen Fakultäten bzw. der Uni Düsseldorf noch einmal nachgeprüft und die darauf beruhenden Doktortitel bis dahin suspendiert werden. :sneaky:

Posted

denn könnten wir die FS Prüfung ja ganz lassen

Prüfungen dienen eigentlich nur dazu die Leute zu motivieren auf ein Ziel hinzuarbeiten und entsprechend zu lernen. Es ist schon sinnvoll wenigstens die einfachsten Regeln zu beherrschen bevor jemand sich alleine hinter das Steuer setzt.

 

MfG.

 

hartmut

Posted
Es ist schon sinnvoll wenigstens die einfachsten Regeln zu beherrschen bevor jemand sich alleine hinter das Steuer setzt.

Und die einfachste lautet: Du darfst erst mit Erhalt der Fahrerlaubnis hinter das Steuer setzen und das Auto fahren.

 

BTW: es gibt ja auch angebliche Ärzte, die schon seit Jahrzehnten praktizieren, ja z.T. sogar operieren, obwohl sie gar keine Approbration haben. Soll man die jetzt auch ohne weitermachen lassen? Haben ja sich auch auch im Bereich der Medizin bewiesen. Mit Doktortitel praktizieren die auch nicht besser.

Posted
Mit Doktortitel praktizieren die auch nicht besser.
Stimmt. Deshalb brauchen sie den auch nicht.
Posted

Und die einfachste lautet: Du darfst erst mit Erhalt der Fahrerlaubnis hinter das Steuer setzen und das Auto fahren.

Dann präzisiere ich,einfachsten und sinnvollsten Regeln beherrschen. Eine die da lautet, Du sollst dich nicht erwischen lassen.

 

BTW: es gibt ja auch angebliche Ärzte, die schon seit Jahrzehnten praktizieren, ja z.T. sogar operieren, obwohl sie gar keine Approbration haben. Soll man die jetzt auch ohne weitermachen lassen? Haben ja sich auch auch im Bereich der Medizin bewiesen. Mit Doktortitel praktizieren die auch nicht besser.

Stimmt, nur manche nennen sich dann Heilpraktiker, Handaufleger und sowas. Es gibt Leute die schwören drauf.

 

Es gibt auch genügend Leute die haben die erforderlichen Prüfungen, können aber nichts.

 

MfG.

 

hartmut

Posted

Heilpraktiker und Handaufleger können und dürfen aber insbesondere nicht operieren. Da gibt es schon noch gravierende Unterschiede.

Posted

Ich denke auch dass Merkels Arbeit längst in der Mangel war.

Denke ich auch. Ich hab' mir die Arbeit weiland im Studium mal angesehen, aber das war noch weit vor Guttenberg. Ich war nur neugierig, weil die Mietze einerseits eher auf chemischem denn auf physikalischem Gebiet gearbeitet hat und andererseits ich bei ihrem Mann studiert habe.

 

Merkel ist Physikerin, und da ists nicht so einfach mit abschreiben, ohne dass das gemerkt wird. Bei den sonstigen "Treffern" waren es immer Geisteswissenschaften, die betroffen waren. Da tummeln sich viel mehr und daher geht die Einzelne nicht genannte Arbeit, aus der abgeschrieben wurde leicht unter, wenn sie der "Doktorvater" nicht zufällig selbst gelesen hatte.
Richtig. Im Allgemeinen werden die Arbeiten in den Naturwissenschaften auch besser betreut, weil sie nicht Massenware sind, die in einem Jahr runtergetippt wird. Und im Allgemeinen interessiert es am Ende sogar jemand. Nicht selten sogar so sehr, dass man damit ein paar Mark verdienen kann.

 

Bei Frau Schavan muss man eben abwarten. Aber die Uni wird ihre Entscheidung auch nicht einfach so ausgewürfelt haben. So ganz abwegig ist das also wahrscheinlich nicht.

Posted
Wenn ihre Dissertation wirklich verworfen wird war sie jedoch schon zur Zeit ihrer Promotion fehlerhaft und hätte schon damals nicht angenommen werden dürfen. Ihre Prüfer haben dann falsch gearbeitet, bei wieviel anderen Promotionen haben sie noch Fehler gemacht? Es müßten alle Doktorarbeiten der philosophischen Fakultäten bzw. der Uni Düsseldorf noch einmal nachgeprüft und die darauf beruhenden Doktortitel bis dahin suspendiert werden. :sneaky:

 

Durchaus richtig, nur muss man schon fragen, ob es denn vor 30 Jahren die gleichen Moeglichkeiten gab wie heute, so eine Dissertation auf Plagiate hin zu ueberpruefen. Ich meine nicht, bin aber voller Hoffnung, dass wenigstens jetzt bei Ueberpruefungen von Dissertationen derartige Verfahren angewandt werden. Das koennte auch z.B. die extreme Dauer so manch einer Dissertation erklaeren.......

 

Wurde eigentlich mal die Doktorarbeit des dicksten Kanzlers aller Zeiten ueberprueft?

Posted

Ich glaube der dicke Kanzler war ohnhin nur ein /mehrfacher) h.c. aber dafür lege ich die Hand nicht in's Feuer. Mir ist als ob das so wär'

 

Als Frau Schavan promoviert wurde war nicht nur das Überprüfen auf Plagiat schwieriger sondern auch das Plagiieren. Ein Dutzend Arbeiten durchlesen ob was brauchbares dabei ist und den Kram dann noch buchstäblich abschreiben. Copy&Paste war damals ja noch nicht so eine verbreitete Methode. Auch Finden von passenden Stellen war nicht mit Strg-F auf Websites mit Dissertationen getan. Man hat sich den Mist schon wirklich durchlesen müssen.

D.h. Der Aufwand war auch hoch und nur für unfähige Promovenden lohnend. Ein fähiger kann auch gleich selbst die Arbeit angefertigt haben - vom Aufwand her.

 

Edit: Wiki sagt, der Helmut wurde ordnungsgemäß zum Dr. phil promoviert. Ich leiste Abbitte.

Posted

Joh - der Dicke hat Geschichte studiert und darin promoviert. Dazu hat er 16 Jahre gebraucht, konnte es sich in seiner Amtszeit als Bundeskanzler aber nicht verkneifen, eine Kuerzung von Studienzeiten einzufordern, weil die poesen Studenten so lange braeuchten.......

Posted

Als Frau Schavan promoviert wurde war nicht nur das Überprüfen auf Plagiat schwieriger sondern auch das Plagiieren. Ein Dutzend Arbeiten durchlesen ob was brauchbares dabei ist und den Kram dann noch buchstäblich abschreiben. Copy&Paste war damals ja noch nicht so eine verbreitete Methode. Auch Finden von passenden Stellen war nicht mit Strg-F auf Websites mit Dissertationen getan. Man hat sich den Mist schon wirklich durchlesen müssen.

D.h. Der Aufwand war auch hoch und nur für unfähige Promovenden lohnend.

 

An sich müßte man wenn schon den damaligem Doktorvater und den Prüfern was auf die Glocke geben. Denn Sie waren es die die Arbeit als mehr oder weniger korrekt durchgehen liesen. Dabei sollte man doch davon ausgehen das wenn mehrere Fachleute eine solche Arbeit aufmerksam prüfen Zitierfehler oder nicht gekennzeichnete Zitate Irgendeinem auffallen, denn mehrere Prüfer sollten zusammen mehr Fachliteratur kennen als der Doktorant genutzt hat. Zumindest in Vorinternetzeiten.

 

Aber wie auch immer, man sollte die Doktorarbeiten derjenigen die der Schavan den Ihren absprechen anhand ihrer eigenen Ansprüche nachprüfen und beim kleinsten Makel entziehen.

 

Davon mal abgesehen ist ein Doktor erst mal was fürs Ego, ob diejenige Person auch was auf dem Kasten hat zeigen erst die Jahre danach, zumindest in den nicht wissenschaftlichen Gebieten.

Bei einem Bekannten meines Bruders sieht das Anderst aus da seine Doktorarbeit direkt zu einem Patent in der Pharmaindustrie führte und in Zukunft möglicherweise zu einem Medikament.

Aber welchen Zweck hat der Doktortitel bei Juristen?

Posted
Davon mal abgesehen ist ein Doktor erst mal was fürs Ego,ob diejenige Person auch was auf dem Kasten hat zeigen erst die Jahre danach,

Nicht nur für's Ego. Viele Stellen sind explizit als PostDocs ausgeschrieben. Spätestens wenn man was leitendes anstrebt kommt man ohne Grad nicht weiter. Die Promotion dient als Nachweis, dass man selbständig wissenschaftlich arbeiten kann. So die Theorie.

 

zumindest in den nicht wissenschaftlichen Gebieten.
Auf anderen Gebieten kann man auch gar nicht promoviert werden. ;)

 

Aber welchen Zweck hat der Doktortitel bei Juristen?
Er ist zu allervorderst mal relativ leicht zu erreichen wie bei Ärzten auch. Also in zeitlicher Hinsicht. Und nein, das soll weder Ärzte oder Juristen mit Dr. abwerten.
  • Like 1
Posted

Auch Juristen können mit Doktor Titel leichter in obere Gehaltsklassen in der Industrie kommen. Dort schmückt man sich gerne mit solchen Leuten. Mir ist ein Fall aus der Softwarebranche bekannt, als ein falscher (weil gekaufter) Doktortitel eines Geschäftsführers aufflog. Allgemeines Gelächter ging durch die Branche..

Posted

Ich habe vom Doktorieren ein wenig Ahnung, vom Doktorieren in Naturwissenschaften ein wenig mehr.

Meine Ahnung vom Doktorieren in anderen Disziplinen stammt von Freunden und Bekannten, die das selbst gemacht haben oder in den Disziplinen arbeiten. Ein Freund hat bspw. in Zahnmedizin promoviert. Für Mediziner ist das grundsätzlich eine eher leichte Übung, aber der "Depp" hat sich blöderweise mit einer Patientenstudie belastet, was naturgemäß ewig dauert. Seine Diss hat auch fast 5a gedauert. Kollegen schreiben sowas während des Studiums "nebenbei".

Juristen habe ich zwar ein paar im Freundeskreis, aber noch keinen Doktor oder einen, der das versucht. Witzigerweise hat der karrieremäßig erfolgreichste meiner Freunde nix weiter gemacht als die Ausbildung zum Werbekaufmann . Aktuell ist er Head of Publisher-Dingenskirchen bei einer prominenten AG und immer noch ein Jahr jünger als ich. Es reicht auch, wenn man in irgendwas richtig gut ist. ;)

 

Ich habe im Übrigen gar nichts gegen gekaufte Grade. Man soll sich halt nur nicht einbilden damit, eine besondere Leistung erbracht zu haben. Ich bin mir auch nicht zu schade einen Ehrendoc mit Herrn Doktor anzuprechen. Das hat der sich auch irgendwie verdient. Und ich spräche auch einen gekauften Doc so an - auch der hat was geleistet, auch wenn es nur eine Zahlung war. Aber man sollte sowas vllt einfach kenntlich machen. Dr. fc. bspw. für finanzis causa oder so (ich kann Latein nur in Nuancen besser als Chinesisch ;)) Da hat er was für' Ego und die "richtigen" Doktoren können immer noch damit angeben, "richtige" Doktoren zu sein.

 

Und von mir aus hauen wir auch noch einen Dr. kc. raus (der Karriere wegen) ist doch wurscht.

 

Mir persönlich ist diese Titelgeilheit sowieso suspekt. Niemand derer, denen man wirklich was bedeutet und niemend derer, denen man wirklich was bedeuten will wird einen je anders sehen als als den Sprallo, der man eh' schon ist und immer war.

Wer man ist steht nie auf der Visitenkarte - meist steht da nur, wen man spielt. Und das betrifft nicht nur die, die sich da eine Zeile hinzugeplaggiiert haben.

  • Like 2
Posted

ach nicht nur Spiegel...

 

Die ARD hat dafür Biathlon unterbrochen... die Eilmeldung hätte aber auch gereicht.

 

 

Eine logische Konsequenz im Wahljahr. Und die Nachfolge ist auch recht logisch und praktisch.

Create an account or sign in to comment

You need to be a member in order to leave a comment

Create an account

Sign up for a new account in our community. It's easy!

Register a new account

Sign in

Already have an account? Sign in here.

Sign In Now
×
×
  • Create New...