Kolbenfeder Posted April 8, 2011 Report Posted April 8, 2011 oder für die Sichtweite zu hohe Geschwindigkeit verursachte den Massenunfall mit Toten. http://nachrichten.t-online.de/sandsturm-v..._45601354/index
christian_lej Posted April 8, 2011 Report Posted April 8, 2011 Mit Rommel wäre das nicht passiert...●███▄▄▄▄▄▄▄▄▄▄▅████▅▄▃▂██████████████►◥☼▲⊙▲⊙▲⊙▲☼◤
rponline Posted April 8, 2011 Report Posted April 8, 2011 Dagegen hätte die Nato aber etwas gehabt... http://www.smilies.4-user.de/include/Militaer/smilie_mil_045.gif
NetGhost Posted April 8, 2011 Report Posted April 8, 2011 Si forte in alienas manus oberraverit hec peregrina epistola incertis ventis dimissa, sed Deo commendata, precamur ut ei reddatur cui soli destinata, nec preripiat quisquam non sibi parata.
u14325 Posted April 8, 2011 Report Posted April 8, 2011 oder für die Sichtweite zu hohe Geschwindigkeit verursachte den Massenunfall mit Toten. Zwar steht der federnde Kolben auf der Ignorierliste, jedoch haben die nachfolgenden Beiträge mich veranlasst, "diesen" Eintrag anzusehen. Klar, war ein Fehler. Ich hätte es wissen müssen.Überflüssig, wie die meisten seiner Postings. Wäre "Kolbenfeder" zur selben Zeit am selben Ort gewesen, er hätte den schweren Unfall durch seine Umsicht, Geschwindigkeit und Abstand verhindert. Meint er zumindest. Oder etwa doch nicht? Du fährst mit Tempomat und 120 km/h auf einer freigegeben Strecke, wirst überholt, der Überholende schert nach ca. 30 Meter vor Dir ein. Und legt eine Vollbremsung hin. Seine Bremsscheiben sind um einiges größer, Deine Reaktionszeit kommt hinzu. Du scherst auf die freie linke Spur aus. Der Überholende -jetzt Bremsende- vor Dir ebenfalls. Er kommt zum Stehen. Du zwar auch, aber erst in seinem Heck. Warum das? Weil er sofort nach dem Einscheren eine ungesicherte Unfallstelle erkannt hat. Nicht mehr rechtzeitig zum Stehen gekommen wäre und aus diesem Grund bremsend nach links gezogen ist.Du hast nicht damit gerechnet, dass er 30 Meter vor Dir einschert. Du hast nicht damit gerechnet, dass er eine Vollbremsung hinlegt. Du hast nicht damit gerechnet, dass er ebenfalls nach links zieht. Es waren insgesamt 14 Fahrzeuge beteiligt, Fotos habe ich auch noch irgendwo. Also, Kolbenfeder. Bleib wo Du bist. Aber zumindest auf der Ignorierliste. Torsten
Gast225 Posted April 8, 2011 Report Posted April 8, 2011 iHuhi, das versaut mal wieder die Statistik mit den Verkehrstoten. Und wie in BB ahne ich schlimmes. Die 10 Toten werden zu Baumtoten und die Geschwindigkeit wird in den Alleen weiter herunterlimitiert. Bald ist Kolbenfeder mit seinem Fahrrad schneller unterwegs als der Rest mit seinem Pkw und das liegt nicht an den Staus.
Billy Joe Posted April 9, 2011 Report Posted April 9, 2011 Gast225 Geschrieben: Gestern, 20:51 Bald ist Kolbenfeder mit seinem Fahrrad schneller unterwegs als der Rest mit seinem Pkw und das liegt nicht an den Staus.Dieser Unfall wurde auch bei uns {Toronto News CFTO} in den Abendnachrichten gezeigt,aber wenn Kolbenfeder mit dem Fahrrad unterwegs ist wuerde er sicher erkennen dass die Sichtweite eben durch etwas beientraechtigt ist, und das wuerde ihm eben eine chance geben seine Geschwindigkeit zu verringern ,und er wuerde lebend ,moeglicherweise etwas verspaetet, an sein Ziel kommen,was aber bei den Toten VT nicht mehr der fall ist! Ich persoenlich wurde in Deutschland bei nebel dess oefteren ueberholt wo es tatsaechlich unmoeglich war weiter als 20 meter sichtweite zu haben.Viele fahren eben auf gut Glueck,und hoffen dass nichts im wege ist! Und wenn es dann kracht sind sie eben Statistik!
HarryB Posted April 9, 2011 Report Posted April 9, 2011 Als ich diese Schlagzeile im SPON las, war mir sofort klar, dass 'Kolbenfeder' hier eine Erklaerung zum Hergang des Unfalles und wie man ihn haette vermeiden koennen abgibt.....
Bonsai-Brummi Posted April 9, 2011 Report Posted April 9, 2011 gibt's ein Video dazu - von einem Fernfahrer, der dort problemlos durchgekommen ist: Schon von weitem unübersehbar die Sandwolke, ebenso Bremslichter und Warnblinker der Vorausfahrenden - was in der Tat die Frage aufwirft: Wo um alles in der Welt ist das Problem, aus solchem Anlaß entsprechend langsamer zu fahren und den Abstand nach vorne so weit zu vergrößern, daß notfalls auch ein pennender Hintermann nicht mehr als kaltverformtes und auf dessen Kosten zu instendes Blech zur Folge hat? c.s.
rponline Posted April 9, 2011 Report Posted April 9, 2011 1. Hammer Songwahl, zusammen mit dem Video 2. Sieht so aus, als wäre zu diesem Zeitpunkt der Sandsturm nicht mehr oder noch nicht voll ausgeprägt3. Panik und Hysterie haben oft fatale Kettenreaktionen zur Folge, und wenn dann noch ein hochenzündlicher Gefahrengut-transporter mit reinbrettert, dann wundert mich diese Opferzahlen nicht wirklich. Ein souveräner und eigenständiger Umgang mit seinem KFZ könnte allerdings helfen in solchen Extremsituationen überlegter reagieren zu können. -> Hirn an im Straßenverkehr !
Bonsai-Brummi Posted April 9, 2011 Report Posted April 9, 2011 2. Sieht so aus, als wäre zu diesem Zeitpunkt der Sandsturm nicht mehr oder noch nicht voll ausgeprägt Wenn, dann letzteres - andernfalls wär' der Kollege nicht derart problemlos durchgekommen
rponline Posted April 9, 2011 Report Posted April 9, 2011 Edit: Sehe gerade, dass ist 'ne andere Autobahn.
Bonsai-Brummi Posted April 9, 2011 Report Posted April 9, 2011 Stimmt zwar Ist aber das gleiche Prinzip lgc.s.
rponline Posted April 9, 2011 Report Posted April 9, 2011 Stimmt, wobei die berichteten Sandtornados fehlen. Leider.
Bonsai-Brummi Posted April 9, 2011 Report Posted April 9, 2011 Gut möglich, daß davon auch noch Videos auftauchen - Onboardcams sind schwer im Kommen Aber auch jene fallen weder vom Himmel - noch wachsen die urplötzlich am Fahrbahnrand aus dem Nichts... lgc.s.
DerDicke Posted April 9, 2011 Report Posted April 9, 2011 Hier ein paar Videos. Nun ist die A19 an dieser Stelle etwas hügelig und kurvig, dazu kommt der Wechsel vom Waldgebiet zum offenen Feld und das alles zusammen mit plötzlich auftretenen Sturmböen, ist schon Schei.., das hat nichts mit zu dichtem Auffahren zu tun, so belebt ist die A19 zu dieser Jahreszeit nicht.
Bonsai-Brummi Posted April 9, 2011 Report Posted April 9, 2011 so belebt ist die A19 zu dieser Jahreszeit nicht. Belebt genug, daß da binnen kürzester Zeit 80 Autos ineinandergefahren sind... Den Insassen der unschuldig abgeschossenen darunter wird's - so vorhanden und überlebt - herzlich egal sein, ob da einer zu dicht dran war oder schlicht gepennt hat lgc.s.
andicorsa Posted April 9, 2011 Report Posted April 9, 2011 Also wenn wir nach dem 1. Video gehen und die anderen Fahrzeuge mit Warnblinkern außer acht lassen, würde ich anhand der Leitpfosten sagen es sind etwa 300 Meter vom "Hm ich brems lieber mal, sieht komisch aus" Bis zu "ich seh nix mehr, etwa 50 km/h oder weniger sind angesagt". Interessant auch der Überholer ab 0:58. Ob der viel gesehen hat?
Bonsai-Brummi Posted April 9, 2011 Report Posted April 9, 2011 ... die anderen Fahrzeuge mit Warnblinkern außer acht lassen ... Warum das denn? Wenn irgendwo vorne (egal wie weit!) auch nur einer den Warnblinker setzt, ist das allein schon ein Alarmsignal allerhöchster Güte, erst recht mehrere - im Gegensatz zu Bremslichtern, die auch in größeren Mengen auf einmal aufleuchtend meist nur Harmlosigkeiten wie das Auflaufen auf ein Elefantenrennen signalisieren Interessant auch der Überholer ab 0:58. Ob der viel gesehen hat? Der kommt schon warnblinkend ins Bild gefahren - also offensichtlich lgc.s.
andicorsa Posted April 9, 2011 Report Posted April 9, 2011 Ja eben, die Frage ist wie so etwas passieren kann. Wenn auf dieser Strecke im Video eben gar keiner mit Warnblinker da gewesen wäre, dann hätte ich persönlich 300 Meter für eine Bremsung auf 50 km/h gehabt. Sooooviel Platz ist das nicht. Da ich ja keine Vollbremsung machen würde. Eher halbherzig und auch noch Reaktionszeit brauche. Ich sehe das einfach realistisch. So hätte ich reagiert. Nachdem wir wissen es war nicht diese Autobahn bleibt aus den anderen Aussagen hier im Text und was man so im Netz findet folgendes. 1. Es galt offenbar kein Limit2. DerDicke beschreibt aus eigener Erfahrung die Autobahn als hügelig und 3. Das Feld nach einem Wald kommend. Fazit:Ich stimme Kolbenfeder zu.Die Leute waren für das was sie gesehen haben - bzw. nicht gesehen haben! - einfach zu schnell unterwegs. ist keine Einbahnstraße nach oben. Jetzt kann man darüber streiten ob ein Limit von 120/130 km/h etwas geholfen hätte. Ich sage jein, denn es hätte vielleicht die Gesamtdurchschnittsgeschwindigkeit verringert und manche Folgen abmildern können. Allerdings wie im Video bei 0:58 zu sehen - den Überholer stört der Sandsturm nicht wirklich. Hat sogar Zeit den Warnblinker auszumachen, sich an den nächsten aufbremsend ranzuhängen und in der nächsten Wolke zu verschwinden. 2. Fazit:Aufgrund solcher Autofahrer wird sich irgendwann ein generelles Limit ergeben, das auf solche Autofahrer zugeschnitten ist.
Bonsai-Brummi Posted April 9, 2011 Report Posted April 9, 2011 Jetzt kann man darüber streiten ob ein Limit von 120/130 km/h etwas geholfen hätte. Gute Frage - zumal viele mit einem Limit den gefühlten Anspruch verbinden, dieses müsse unter allen Umständen gefahrlos auszuschöpfen sein... Aber unabhängig davon mag sich nach so einer Aktion glücklich schätzen, wer Cam und gar BlackBox an Bord hat: Nach Massenkarambolagen wird den Beteiligten in aller Regel nur ein Teil des Schadens ersetzt - es sei denn, jemand könne seine Unschuld beweisen; also beim Auflaufen beizeiten zum Stehen gekommen und dann vom Nachfolgenden abgeschossen und gar auf den Vordermann draufgeschoben worden zu sein; mehr dazu hier lgc.s.
SilverBanditS Posted April 9, 2011 Report Posted April 9, 2011 Hatte gestern Nachmittag auf der A24 (MVP) auch drei oder viermal kurz hintereinander die "Freude" solche Staubwolken zu durchfahren. Die Sicht war teilweise deutlich unter 50 m. So plötzlich wie die Wolken kamen, so waren sie auch wieder weg. Natürlich waren alle bestrebt trotz bremsendem Vorderman den Abstand halbwegs zu wahren. Ist aber jedesmal gut gegangen, und nach dem ersten Mal war man schon gewarnt. ABER: Hätte hier nur ein einziger VT panisch mit einer Vollbremsung reagiert, hätte es auch hier ganz anders ausgehen können. Glücklicherweise haben alle die Nerven bewahrt. Möglicherweise hat es aber genau hieran auf der A19 gemangelt.Will damit sagen, auch bei ausreichendem Sicherheitsabstand und normaler Geschwindigkeit könnte die Panikreaktion eines Einzelnen eine Katastrophe auslösen!
Kolbenfeder Posted April 9, 2011 Author Report Posted April 9, 2011 Panikreaktion? Ist es nicht! Im Blindflug schnell weiterfahren? Bei Sichtverschlechterung ist schnellstmögliches Runterbremsen auf eine der Scihtweite angemessende Geschwindigkeit die einzig richtige Reaktion!
Bad Karma Posted April 9, 2011 Report Posted April 9, 2011 Panikreaktion? Ist es nicht! Im Blindflug schnell weiterfahren? Bei Sichtverschlechterung ist schnellstmögliches Runterbremsen auf eine der Scihtweite angemessende Geschwindigkeit die einzig richtige Reaktion!Kann ich mir gut vorstellen, wie die Feder prinziepientreu per Bremsschlag ein nahezu stehendes Hinderniss in die Situation einbaut und sich über die sich hinter ihm stapelnden Fahrzeuge echauffiert. Meine Einschätzung deckt sich eher mit der von @Silverbandits.
Biber Posted April 9, 2011 Report Posted April 9, 2011 auch bei ausreichendem Sicherheitsabstand und normaler Geschwindigkeit könnte die Panikreaktion eines Einzelnen eine Katastrophe auslösen!Galub' ich nicht. Wenn der Sicherheitsabstand ausreichend ist, sollte man doch in der Lage sein, sein Fahrzeug auch bei einer Vollbremsung des vorausfahrenden Fahrzeugs wenigstens einen Zentimeter hinter eben diesem zum stehen zu bringen.
Dieselschraeubchen Posted April 10, 2011 Report Posted April 10, 2011 Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass 80 Autofahrer konzentriert auf eine einzige Sandwolke verteilt auf 2 getrennte Fahrbahnen zu blöd sind ihren Abstand zu Vordermmann richtig einzuschätzen. Das gibt es einfach nicht. Es gab Unfälle auf beiden Seiten, nicht nur auf einer. Das Video gibt nur eine Sandwolke wieder, eine Sichtbehinderung die völlig üblich ist und immer wieder in Form von Nebel vorkommt. Normalerweise ist dies kein Anlass für einen Verkehrsunfall. Auch ein Stauende kommt täglich tausendfach vor, auch unerwartete Staus. Da brezelt auch niemand hintendrauf. Es muss auch nicht zwingend eine Panikreaktion vorliegen. Dann hätte es 2, 3 oder 4 Unfälle gegeben, aber nicht 80. Es müssen außergewöhnliche Sichtbedingunge geherrscht haben. Außerdem war die Fahrbahn versandet und hat somit den Bremsweg wesentlich verlängert und auch die Manövrierfähigkeit der Autos beeinträchtigt. Da ich nicht vor Ort war kann ich nur Vermutungen anstellen. Im Video sieht man wie der Laster in die Sichtbehinderung hineinfährt. Was ist aber, was durchaus denkbar wäre, wenn es ander herum wäre, dass der Autofahrer nicht hineinfährt, sondern die Sichtbehinderung aufgrund aufkommenden Windes gerade um die Autos herum entsteht? Man braucht noch nicht einmal 1 und 1 zusammenzuzählen um zu erkennen, dass die Leute dort Opfer der Wetterverhältnisse geworden sind. Die Spekulationen hier rund um die Verschuldung einiger oder aller Beteiligten und die sorgsame Verteilung empatscher Schubladen auf schuldig und Todesstrafe oder abgeschossen und Mitgefühl dient lediglich dazu, hier einmal wieder Grabenkämpfe zu iniziieren, eine verbale Kriegserklärung an die Fraktion der mit sozialer Kompetenz ausgestatteten User. Ich kann mir das Blutbad nicht wirklich vorstellen. Es muss aber grausam gewesen sein für alle Beteiligten und auch die Helfer. Das Wort grausam allein kann das wirkliche Leid nicht ausdrücken. Die Menschen dort sind zu hundertfach gezeichnet, erleben die Hölle. Sie alle haben mein Mitgefühl und niemand hat diese Unfälle verschuldet.
HarryB Posted April 10, 2011 Report Posted April 10, 2011 Da ich nicht vor Ort war kann ich nur Vermutungen anstellen. Im Video sieht man wie der Laster in die Sichtbehinderung hineinfährt. Was ist aber, was durchaus denkbar wäre, wenn es ander herum wäre, dass der Autofahrer nicht hineinfährt, sondern die Sichtbehinderung aufgrund aufkommenden Windes gerade um die Autos herum entsteht? Man braucht noch nicht einmal 1 und 1 zusammenzuzählen um zu erkennen, dass die Leute dort Opfer der Wetterverhältnisse geworden sind.Das sehe ich ganz genauso......
Bonsai-Brummi Posted April 10, 2011 Report Posted April 10, 2011 Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass 80 Autofahrer konzentriert auf eine einzige Sandwolke verteilt auf 2 getrennte Fahrbahnen zu blöd sind ihren Abstand zu Vordermmann richtig einzuschätzen. Das gibt es einfach nicht. Das gibt's sogar ganz ohne Sandwolke millionenfach - das Resultat heißt im ungünstigen Fall schlicht und alltäglich "Auffahrunfall" Und ja, @Bad Karma: Besser eine Vollbremsung mit Einschlag irgendeines Abstandsmuffels als selbst im Blindflug (und dann schuldhaft!) irgendwo einzuschlagen lgc.s.
christian_lej Posted April 10, 2011 Report Posted April 10, 2011 Die Spekulationen hier rund um die Verschuldung einigerRein Interesse halber, warum trifft den Landwirt keine Schuld? Bei jeder Baustelle, wo mit der Verschmutzung der angrenzenden Fahrbahn zu rechnen ist, muss eine entsprechende Waschanlage für die LKWs aufweisen oder die Arbeiten werden von den Behörden komplett gestoppt. Grundsätzlich steht es in der Macht des Landwirts bei prädestinierten Stellen einen geeigneten Zeitpunkt abzuwarten oder gewisse Maßnahmen zu treffen, die eine Staubbildung minimiert.
Bonsai-Brummi Posted April 10, 2011 Report Posted April 10, 2011 Rein Interesse halber, warum trifft den Landwirt keine Schuld? Das wissen wir einstweilen noch gar nicht Darüber wird wohl irgendwann ein Gericht entscheiden: Darüber nämlich, ob demnächst Deutschland bei trockenem Wetter flächendeckend zu bewässern sei, auf daß nicht auch nur das kleinste Staub- oder Sandwölkchen entstehen könne. Im nächsten Schritt wird dann wohl die nächtliche Kühlung von Gewässern verfügt - dann ist endlich Schluß mit sichtbehindernden Nebelbänken in deren Umgebung; und im Winter werden alle Verkehrswege beheizt... Und das alles nur, damit irgendwelche Sinnlosen ja nicht in die Verlegenheit kommen, mit solchen Alltäglichkeiten schadenfrei klarkommen zu müssen - für Millionen VT eine schlichte Selbstverständlichkeit: Ob Staubwolke oder was auch immer - wenn's auftaucht, ist erstmal egal, wie, woher und ob's einen haftbar zu machenden Verursacher geben könnte: Damit fertigzuwerden gebietet die StVO, wenn schon nicht der gMv... lgc.s.
Diver Posted April 10, 2011 Report Posted April 10, 2011 @Christian_Lej,dat is nu nicht wirklich dein Ernst oder?Wenn man jetzt di eBauern haftbar machen will für etwas,wo sie nix für können,dann wäre jeder Förster in unserem Lande auch haftbar zu machen für die Blätter ,die dann von "seinen" Bäumen auf die Straßen wehen und somit auch für Unfalltote sorgen. Beim besten Willen,aber das kanns nicht wirklich sein oder? Ich persönlich wäre ja nicht einmal in so ne Wolke reingefahren,von 0 auf gleich ist die Staubwolke ja nicht vorhanden gewesen,Anzeichen hätte man sofort dueten müssen und dann wäre immer die Möglichkeit einer Not- oder Vollbremsung gewesen. Es ist leider so,dass zu viele Autofahrer sich auf die verbaute Technik in ihren Fahrzeugen verlassen,man schaue sich mal an,was Mercedes und BMW an High-Tech verbauen,damit man selbst bei Nebel was sehen kann.
Ölfinger Posted April 10, 2011 Report Posted April 10, 2011 Hallo,ich war zur fraglichen Zeit von Wolgast in Richtung Neubrandenburg unterwegs. Auch hier gab es, nach Norden hin stark zunehmend, heftigen Sturm und dichte Sandwolken.Was mir aufgefallen ist, ist daß der Sturm ungewöhnlich stark böig war. Dadurch kam es mehrmals vor, daß man z.B auf der A 20 Staubwolken mit mehreren hundert Metern Sichtweite hatte, die sich kaum vorhersehbar _schlagartig_ auf wenige Meter Sichtweite verdichteten. Möglicherweise hat das auch zu dem scheußlichen Unfall beigetragen. beste Grüße,Ölfinger
Bonsai-Brummi Posted April 10, 2011 Report Posted April 10, 2011 ... daß der Sturm ungewöhnlich stark böig war. Dadurch kam es mehrmals vor, daß man z.B auf der A 20 Staubwolken mit mehreren hundert Metern Sichtweite hatte, ... Das allein ist schon Grund genug, es langsam(-er) angehen zu lassen: Der mit solchen Verhältnissen gerne mal einhergehende Flugsand auf der Fahrbahn vermag die Haftung der Reifen ungemein zu vermindern - mit bisweilen unschönen Auswirkungen auf Bremsweg und auch Spurstabilität...
Ölfinger Posted April 10, 2011 Report Posted April 10, 2011 Das allein ist schon Grund genug, es langsam(-er) angehen zu lassen: Der mit solchen Verhältnissen gerne mal einhergehende Flugsand auf der Fahrbahn vermag die Haftung der Reifen ungemein zu vermindern - mit bisweilen unschönen Auswirkungen auf Bremsweg und auch Spurstabilität... Da hast Du natürlich recht. Allerdings dürften viele Autofahrer mit dem Phänomen vorher noch nie konfrontiert und sich der Gefahren nicht bewußt gewesen sein. Nebenbei: Durch eine kaum sichtbar dünne Schicht verschütteten Strahlsandes bin ich in meiner Werkstatt schon derb auf die Schnauze gefallen. Es ist echt erstaunlich, wie glatt das werden kann.
Bonsai-Brummi Posted April 10, 2011 Report Posted April 10, 2011 ... und sich der Gefahren nicht bewußt gewesen sein. Dann müssen sie mit allfällligen Folgen klarkommen - meinereiner betreibt lieber vorbeugende Eigen- und Beweissicherung
christian_lej Posted April 10, 2011 Report Posted April 10, 2011 Bonsai-Brummi grundsätzlich hast du Recht bezgl. des Hindernisses und der notwendigen Maßnahmen der Autofahrer. Für den Landwirt ist es aber auch ein finanzieller Aspekt, wenn der gute Mutterboden nicht vom Winde verweht wird, sondern auf dem Feld bleibt. Langfrist führt eine derartige Unachtsamkeit zur Wüstenbildung, wenn nicht entsprechend nachgedüngt wird. Kurzfristig führt es zu erheblichen Einschränkungen in der Haftung.Diver der Landwirt hat laut Presse das Feld vor kurzem gepflügt - ein Förster, der seine Bäume vor einem Sturm ansägt, kann eben auch haftbar gemacht werden. Und wenn du einen Betonklotz auf die Straße stellst oder die Fahrbahn verschmutzt, gibt es entsprechende Maßnahmen - warum also nicht auch für bestimmte regelmäßige Tätigkeiten, die eine indirekte Auswirkung haben oder durch eine nachgeführte Walze z.B. eingeschränkt werden könnten?
Bonsai-Brummi Posted April 10, 2011 Report Posted April 10, 2011 Für den Landwirt ist es aber auch ein finanzieller Aspekt, wenn der gute Mutterboden nicht vom Winde verweht wird... Eben: Der wird im eigenen Interesse sorgsam abgewogen haben, ob und ggf. wie er dem entgegenwirkt Den dafür haftbar machen zu wollen halte ich freilich für arg dünnes Eis - und schon gar nicht für eine taugliche Entlastung der Unfallverursacher: Dafür gibt's viel zu viel vergleichbares wie die erwähnten Nebelbänke, womit die hätten fertigwerden müssen, ohne irgendwem auch nur die geringste Mitschuld anlasten zu können. Und sei versichert: Jeder einzelne von denen wird allergrößten Wert darauf legen, selbst an solcher Stelle (bspw. an einem Stauende in oder kurz hinter einer Nebelbank/Kurve/Kuppe/...) sicher zum Stillstand gekommen, nicht abgeschossen zu werden!
andicorsa Posted April 10, 2011 Report Posted April 10, 2011 Was ist denn das für nen Vergleich? angesägte Bäume... btt:Und zu meinem Argument analog zum Überholer und Aufbremser im 1. Video bei 0:58 Schon von Weitem sahen wir den Staub, aber er wirkte nicht schlimm. Erst als die Sandwolke das Auto umschloss, sank die Sicht binnen Sekunden auf unter fünf Meter.“Quelle:http://www.bild.de/news/inland/massenkaram...46402.bild.html Ja, ich weiß Bild... aber welche Zeitung sonst hat so nen schönes Bild mit so vielen Augenzeugenberichten? „Experten sollen klären, ob Autofahrer angesichts der Sandwand zu schnell oder zu unvorsichtig gefahren sind. Es besteht der Verdacht der fahrlässigen Tötung und Körperverletzung.“
rponline Posted April 10, 2011 Report Posted April 10, 2011 Interessant auch der Überholer ab 0:58. Ob der viel gesehen hat? Bemerkenswerter finde ich den LKW um 0:20, der auf dem Standstreifen steht und Warnblinklicht spendet.Das Verhalten aller VT in dieser Situation kann man imho als vorbildlich bezeichnen. Die Onboard-Kamera vermag die tatsächlichen Sichtverhältnisse nur eingeschränkt wiederzugeben. Deshalb kann man das Vorbeifahren/Überholen auch anders sehen. Es ist wichtig, das der Verkehr an dieser Stelle nicht zu einem kritischen Engpass wird. Ein Stauende in dieser Sandbank kann erfahrungsgemäß verheerende Folgen nach sich ziehen. P.S.:again: Das Video zeigt die A14, nicht die A19.
andicorsa Posted April 10, 2011 Report Posted April 10, 2011 Gegen das Überholen/auf der anderen Spur fahren spricht erstmal auch nichts, nurVerkehrsfluß ist das eine, "ranbremsen" an den Vordermann das andere. Frag mich auch wieso er den Warnblinker rausgenommen hat... Vielleicht dachte er es wäre schon vorbei. Wenn jetzt eben weiter vorne schon welche gestanden wären - etwas Abstand zu seinem Vordermann wäre durchaus angebracht gewesen.
Diplomat Posted April 10, 2011 Report Posted April 10, 2011 Jetzt kann man darüber streiten ob ein Limit von 120/130 km/h etwas geholfen hätte.... 2. Fazit:Aufgrund solcher Autofahrer wird sich irgendwann ein generelles Limit ergeben, das auf solche Autofahrer zugeschnitten ist.Jupp, unsere Vollkasko-"Verkehrspolitik" hat sofort vollumfänglich zugeschlagen, die Autobahn ist wieder freigegeben, und zwar mit dieser schönen Beschilderung: ... das klappt in Deutschland so schnell und unbürokratisch wie die Waffenrechtsverschärfungen. Was glaubt ihr wohl bei welchen Windbedingungen in Zukunft die Geschwindigkeit gemessen wird ?
Bonsai-Brummi Posted April 10, 2011 Report Posted April 10, 2011 ... die Autobahn ist wieder freigegeben, und zwar mit dieser schönen Beschilderung: Was hast Du erwartet? Daß dort offensichtlich gar nicht geht, haben ja gerade ein paar bestimmt ganz doll kultivierte Blindflieger eindrucksvoll bewiesen
Diplomat Posted April 10, 2011 Report Posted April 10, 2011 ... die Autobahn ist wieder freigegeben, und zwar mit dieser schönen Beschilderung: Was hast Du erwartet? Daß dort offensichtlich gar nicht geht, haben ja gerade ein paar bestimmt ganz doll kultivierte Blindflieger eindrucksvoll bewiesen Wenn einige gedankenlose Blindflieger unter Extrembedingungen Fehlverhalten zeigen kann die Konsequenz nicht sein dass deshalb Millionen unter Idealbedingungen schleichen müssen.Übertragen auch auf andere Lebensbereiche bedeutet das in letzter Konsequenz dass der Bürger bald garnichts mehr darf. Wenn Du dir diesen Text anschaust und die Tatsache dass auch genügend LKW beteiligt waren kannst du versuchen einzuschätzen wie hilfreich hier gewesen wäre : Zu den Verletzten gehören Claudia (65) und Günter Riedel (73) aus Berlin. Das Ehepaar wollte an der Ostsee Urlaub machen. Er hat Prellungen an der Brust und eine Platzwunde am Hinterkopf, seine Frau liegt noch auf der Intensivstation der Uniklinik Rostock: „Ich war ungefähr mit 70 km/h unterwegs, als es plötzlich eine Böe gab. Alles war voller Sand. Ich konnte nur noch meine Motorhaube sehen und bremste. Auf einmal gab es einen großen Knall, dann platzte mir der Airbag ins Gesicht.“
Bonsai-Brummi Posted April 10, 2011 Report Posted April 10, 2011 Wenn einige gedankenlose Blindflieger unter Extrembedingungen Fehlverhalten zeigen kann die Konsequenz nicht sein dass deshalb Millionen unter Idealbedingungen schleichen müssen. Sie kann - *da* kommen nämlich die kleinen und auch manch Überholverbot her - hat man Dich etwa noch nicht aufgeklärt...? Wenn Du dir diesen Text anschaust und die Tatsache dass auch genügend LKW beteiligt waren kannst du versuchen einzuschätzen wie hilfreich hier gewesen wäre Daß welche beteiligt waren, sagt nix über deren Schuld aus - was sicherlich geklärt werden wird lgc.s.
Billy Joe Posted April 10, 2011 Report Posted April 10, 2011 Diplomat Heute, 13:53 Wenn einige gedankenlose Blindflieger unter Extrembedingungen Fehlverhalten zeigen kann die Konsequenz nicht sein dass deshalb Millionen unter Idealbedingungen schleichen müssen Leider waren es keine Idealbedingungen,bin auch nicht fuer ein allgemeines Limit, und die jetzt ausgeschilderten sind eben dafuer bestimmt dass die Autofahrer welche diese Stelle befahren auch genau sehen koenne wo der Unfal passierte, { Zynismus! } Ist doch Weltweit bekannt dass jeder an solchen stellen mal schnell ein erinnerungs Foto schiesen muss,und noch dazu wenn bauarbeiten auf der gegenfahrbahn im gange sind! Nachdem dieser Unfall auch in Toronto/Canada in den Nachrichten war, wurde ich befragt wesshalb man so einen grossen Geschwindigkeits unterschied auf Autobahnen zulaest, LKW und der rest ist doch weltweit bekant das ein einschlag nur folgen kann wenn ein Objekt langsamer ist als das einschlagende! Moechte mal behaupten dass nicht unter schleichen faellt! Denn im rest der Republick ist ja auf allen anderen Strassen und teilweisse weniger! Wenn Du dir diesen Text anschaust und die Tatsache dass auch genügend LKW beteiligt waren kannst du versuchen einzuschätzen wie hilfreich hier gewesen wäre Vergesse mal die nummer von der Geschwindigkeit, normalos fahren bei beeintraechtiger sicht auf "Sichtweite=Bremsweg", was ich vermute dass die einschlagsfahrer eben nicht zeitig genug ihre geschwindigkeit verringerten, wie bei Günter Riedel, welche dann voll in die Eisen stiegen! Sind beide Objekte gleich schnell,kein einschlag! Und bei Idealbedingungen, "egal welche geschwindigkeit gefahren wird" ist ein einschlag sehr unwahrscheinlich, aber wiefiele Autofahrer fahren schon mit verstand? Diejenigen welche die graue materie zwischen den Ohren benutzen sind unfallfrei,und der rest ist dann eben in der Statistik der Unfall beteiligten! Günter Riedels aussage! "Ich war ungefähr mit 70 km/h unterwegs, als es plötzlich eine Böe gab. Alles war voller Sand. Ich konnte nur noch meine Motorhaube sehen und bremste." 70 km/h laut Tacho? = +20% wegen Tacho vorlauf dann noch etwas weggelogen und schon hat man zirka echte 100 km/h anliegen! Und diese dichte Wand kann man erst erkennen wenn nur noch die Motorhaube sichtbar war? Oder besteht die moeglichkeit vorher zu bremsen wenn die Fahrbahn nicht mehr sichtbar ist? noch dazu wenn fuer stunden ein Sturm tobte wo windgeschwindigkeiten von 110km/h gemessen wurden! Diese Böe ist nichts unvorhergesehenes, wenn man von einer Bewaldeten Landschaft aufs freie Feld kommt,sollte doch jeder Autofahrer wissen.
andi Posted April 10, 2011 Report Posted April 10, 2011 @Billy Joe70 km/h laut Tacho? = +20% wegen Tacho vorlauf dann noch etwas weggelogen und schon hat man zirka echte 100 km/h anliegen!Tachovorlauf bedeutet, dass der Tacho mehr anzeigt als in Wirklichkeit gefahren wurden, Tacho 70 wären mit 20% dann echte 58 km/h.
Dieselschraeubchen Posted April 10, 2011 Report Posted April 10, 2011 Jupp, unsere Vollkasko-"Verkehrspolitik" hat sofort vollumfänglich zugeschlagen, die Autobahn ist wieder freigegeben, und zwar mit dieser schönen Beschilderung: ...Das Tempolimit hat man verhängt, weil die Fahrbahn durch die Brände beschdigt und nur provisorisch instand gesetzt wurde.
rponline Posted April 10, 2011 Report Posted April 10, 2011 und nur provisorisch instand gesetzt wurde. also wie immer
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