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Tempolimit Für Bw


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Hallo Nachteule,  der Zeitfaktor ist mir relativ egal. Ich fahre oft genug mit 140 - 150 km/h über die BAB, auch längere Strecken, obwohl höhere Geschwindigkeiten möglich und auch zulässig wären. Mir

Autobahnbaustelle ist nicht gleich Autobahnbaustelle.   Das größte Risiko für die Beschäftigten besteht in den sogenannten Tagesbaustellen, Arbeitsstellen kürzerer Dauer (AkD) gemäß RSA 95. Aber auch

Vielleicht ist aber auch die überwiegende Mehrzahl der Bürger zwischenzeitlich einfach strunzdumm. Vielleicht verstehen sie drei wichtige Grundsätze für eine freiheitliche Gesellschaft nicht.

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  • 4 months later...

 

 

Die Aussagen von diesem Berufskraftfahrer zur Lage haben schon Gewicht.

Völlig korrekt. Taxifahrer waren schon immer die letzte Rettung des Journalisten, der keine brauchbare Quelle auftreiben konnte.

@biber: Quelle hin oder her, Fakt bleibt Fakt, jetzt auch gewichtig durch den ADAC bestätigt:

 

...
Die vier Blitzer zwischen Leonberg und Flughafen, die 2014 insgesamt 11,1 Millionen an Bußgeldern einbrachten, sind Roßkopf ein Dorn im Auge. „Die provozieren ständig unmotivierte Bremsvorgänge“, klagt er. Sogenannte „Schreckbremser“, so Roßkopf, störten den Verkehrsfluss und beschwörten Auffahrunfälle herauf. Der ADAC-Mann schlägt vor, Schilder mit einem Hinweis auf die Tempoüberwachung anzubringen. „Das soll Überraschungs- und Angstreaktionen verhindern“, sagt er.
...
:nolimit:
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Ich werde nie verstehen, weshalb im Zuge von Streckenbeeinflussungsanlagen (SBA) dauerhafte Geschwindigkeitsbeschränkungen erforderlich sein sollen - sieht man vielleicht mal von extremen Sonderfällen wie Tunneln ab. Mit sowas zerstört man weitgehend den größten Wirkungsvorteil von SBA gegenüber Blechbeschilderung - die wesentlich größere Akzeptanz aufgrund des Vertrauens der Verkehrsteilnehmer, jeweils nur so weit mit Restriktionen belegt zu werden, wie es die aktuelle Situation erforderlich macht. Das setzt natürlich auch voraus, daß man entsprechend in die verkehrstechnische Konzeption und Pflege der Steuerung investiert. Erfolgt das, wie hier (vgl. http://www.svz-bw.de/fileadmin/vba/Anlagensteckbrief_SBA_A8_Leonberg_Wendlingen.pdf ), offenbar nicht, bleibt einem nichts übrig als der Versuch (!), Akzeptanz durch Befolgung zu ersetzen. Da wäre Blechbeschilderung billiger für den Steuerzahler gewesen.

 

Wie man's besser macht, steht hier: http://www.strassenverkehrstechnik-online.de/strassenverkehrstechnik/heftarchiv/svt-04-2015.html#c6037

 

Und siehe da - man spricht von Verkehrsteilnehmern als Kunden, nicht als Untertanen o. ä.

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Quelle hin oder her, Fakt bleibt Fakt, jetzt auch gewichtig durch den ADAC bestätigt

Fakten und ADAC in einem Satz - also, dann nehm' ich doch lieber den Taxler.

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Hallo, Z282,

 

diese Verkehrsbeeinflussungsanlagen haben ja nicht nur den Zweck, dauerhaft eine bestimmte Höchstgeschwindigkeit anzuzeigen, aber selbst dann wären sie aufgrund ihrer besseren Sichtbarkeit gegenüber den Blechschildern von Vorteil.

 

Über die VBA kann z. B. im Falle eines Unfalls oder einer Gefahrenstelle umgehend die Geschwindigkeit nach unten reguliert werden, es können Gefahren -, Unfall -, Stau oder andere Symbole angezeigt werden, man kann Fahrstreifen sperren oder von den Verkehr mittels Pfeil auf einen anderen Fahrstreifen lotsen usw.

 

Das alles ist mit Blechschildern nicht machbar.

 

Dazu kommt: Würden sich die VT an die auf den VBA angezeigten Anordnungen halten, würde es erheblich weniger Unfälle und Störungen geben.

 

Viele Grüße,

 

Nachteule

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Hallo, Z282,

 

diese Verkehrsbeeinflussungsanlagen haben ja nicht nur den Zweck, dauerhaft eine bestimmte Höchstgeschwindigkeit anzuzeigen, aber selbst dann wären sie aufgrund ihrer besseren Sichtbarkeit gegenüber den Blechschildern von Vorteil.

 

 

Sie haben nicht "nicht nur" den Zweck; sie haben vielmehr nicht den Zweck, bestimmte Verkehrsbeschränkungen dauerhaft anzuordnen. Weshalb soll auf einem Autobahnabschnitt, der hinsichtlich seines Ausbaustandards und der übrigen, nicht situationsabhängigen Parameter mit vielen anderen Autobahnabschnitten ohne Geschwindigkeitsbeschränkung vergleichbar ist, auch bei besten Sicht- und Straßenverhältnissen sonntags morgens um fünf (oder in sämtlichen anderen Situationen ohne automatischen Schaltgrund) die Geschwindigkeit beschränkt sein?

 

 

Hallo, Z282,

 

Über die VBA kann z. B. im Falle eines Unfalls oder einer Gefahrenstelle umgehend die Geschwindigkeit nach unten reguliert werden, es können Gefahren -, Unfall -, Stau oder andere Symbole angezeigt werden, man kann Fahrstreifen sperren oder von den Verkehr mittels Pfeil auf einen anderen Fahrstreifen lotsen usw.

 

Das alles ist mit Blechschildern nicht machbar.

 

 

Das allein rechtertigt aber nicht die gegenüber Blechbeschilderung enormen Mehrkosten - eine Schilderbrücke mit Wechselverkehrszeichen und Streckenstation kostet zwischen 150.000 und 400.000 €, ein Blechschild mit Pfosten 200 €... und die "umgehende" Regulierung der Geschwindigkeit oder Sperrung von Fahrstreifen bei Unfällen oder vergleichbaren Störungen ist so lange eine Illusion, wie keine flächendeckende, dauerhaft von Operatoren beobeachtete Videobeobachtung gegeben ist. Auf der A 8 mag zwar wegen der temporären Seitenstreifenfreigabe abschnittsweise Videobeobachtung vorhanden sein, aber ich bezweifle, daß deren Bilder 24/7, vollständig und ohne Unterbrechung von Operateuren ausgewertet werden. Und eine zuverlässige automatische Detektion von Unfällen oder vergleichbaren Störungen ist derzeit noch Zukunftsmusik.

 

Dazu kommt: Würden sich die VT an die auf den VBA angezeigten Anordnungen halten, würde es erheblich weniger Unfälle und Störungen geben.

 

Viele Grüße,

 

Nachteule

 

Das läuft, verallgemeinert, auf die Binsenweisheit "hielten sich die VT an die Verkehrsregeln, gäbe es erheblich weniger Unfälle und Störungen" hinaus. Zumindest vom Betreiber von VBA erwarte ich eine andere Sichtweise. Schlechte Akzeptanz ist immer ein Hinweis auf Schwächen in der Erfassung, der Steuerungslogik oder der Parametrierung. Gute Akzeptanz ist erreichbar, muß aber hart erarbeitet werden. Auf Pendlerstrecken machen die vielen täglich dort fahrenden VT Lerneffekte mit, die in die eine, aber eben auch die andere Richtung ausschlagen können.

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Weshalb soll auf einem Autobahnabschnitt, der hinsichtlich seines Ausbaustandards und der übrigen, nicht situationsabhängigen Parameter mit vielen anderen Autobahnabschnitten ohne Geschwindigkeitsbeschränkung vergleichbar ist, auch bei besten Sicht- und Straßenverhältnissen sonntags morgens um fünf (oder in sämtlichen anderen Situationen ohne automatischen Schaltgrund) die Geschwindigkeit beschränkt sein?

Gute Frage. Ich nehme an, sie ist rein theoretisch. Wenn Du einen konkreten Abschnitt meinst, mußt Du die dort zuständige Behörde um eine Erklärung bitten. Das gilt ganz unabhängig von der Art und Weise, wie dieses Limit angezeigt wird.

 

Das allein rechtertigt aber nicht die gegenüber Blechbeschilderung enormen Mehrkosten

Richtig. Die Mehrkosten sind durch den höheren technischen Aufwand gerechtfertigt. Es ist nun mal deutlich billiger, ein Blechschild auf einem Pfosten irgendwo hinzustellen als eine komplexe Anlage über der Autobahn zu errichten und die sinnvoll arbeiten zu lassen.

 

die "umgehende" Regulierung der Geschwindigkeit oder Sperrung von Fahrstreifen bei Unfällen oder vergleichbaren Störungen ist so lange eine Illusion, wie keine flächendeckende, dauerhaft von Operatoren beobeachtete Videobeobachtung gegeben ist.

Du mußt jetzt tapfer sein: die Zeiten, wo das nötig war, sind lange vorbei. Heute gibt es dafür Computer, die das schneller und zuverlässiger erledigen können als jeder Operator.

 

Auf der A 8 mag zwar wegen der temporären Seitenstreifenfreigabe abschnittsweise Videobeobachtung vorhanden sein

Wenn Du das nächste Mal da lang fährst, guckst Du mal nach den Kameras (wobei ich nicht mal sicher bin, ob es sich dabei tatsächlich um Kameras handelt). Die hängen übrigens auf allen Autobahnabschnitten mit der erwähnten Freigabemöglichkeit.

 

aber ich bezweifle, daß deren Bilder 24/7, vollständig und ohne Unterbrechung von Operateuren ausgewertet werden.

Da hast Du wahrscheinlich recht. Wäre auch überflüssig.

 

Und eine zuverlässige automatische Detektion von Unfällen oder vergleichbaren Störungen ist derzeit noch Zukunftsmusik.

Eine zuverlässige automatische Detektion von Unfällen ist keine Zukunftsmusik, sondern wird in absehbarer Zeit in jedem Neufahrzeug verbaut sein müssen. Und vergleichbare Störungen (ich nehme an, Du meinst Staus) werden selbstverständlich auch heute schon automatisch erkannt.

 

Das läuft, verallgemeinert, auf die Binsenweisheit "hielten sich die VT an die Verkehrsregeln, gäbe es erheblich weniger Unfälle und Störungen" hinaus.

Das ist eine Verallgemeienrung, die Du anbringst. Hier war konkret von den VBA die Rede.

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Weshalb soll auf einem Autobahnabschnitt, der hinsichtlich seines Ausbaustandards und der übrigen, nicht situationsabhängigen Parameter mit vielen anderen Autobahnabschnitten ohne Geschwindigkeitsbeschränkung vergleichbar ist, auch bei besten Sicht- und Straßenverhältnissen sonntags morgens um fünf (oder in sämtlichen anderen Situationen ohne automatischen Schaltgrund) die Geschwindigkeit beschränkt sein?

Gute Frage. Ich nehme an, sie ist rein theoretisch. Wenn Du einen konkreten Abschnitt meinst, mußt Du die dort zuständige Behörde um eine Erklärung bitten. Das gilt ganz unabhängig von der Art und Weise, wie dieses Limit angezeigt wird.

 

 

Oh, bitte... Deine Reaktion legt nahe, daß Dir meine vorangegangenen Beiträge in diesem Thread nicht geläufig sind, und Du das von mir Verlinkte nicht gelesen hast. Deshalb nochmal: Es handelt sich hier ganz konkret und praktisch um die SBA A 8 LEO-Wendlingen, betrieben mit einer sogenannten Grundversorgung von 120 km/h. Und danke für den Tip, bei der zuständigen Behörde nachzufragen, aber ich habe mich hier des Stilmittels der rhetorischen Frage bedient.

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Das allein rechtertigt aber nicht die gegenüber Blechbeschilderung enormen Mehrkosten

Richtig. Die Mehrkosten sind durch den höheren technischen Aufwand gerechtfertigt. Es ist nun mal deutlich billiger, ein Blechschild auf einem Pfosten irgendwo hinzustellen als eine komplexe Anlage über der Autobahn zu errichten und die sinnvoll arbeiten zu lassen.

 

 

 

Das ist zu kurz gedacht. Mehrkosten und technischer Mahraufwand sind zwei Seiten derselben Medaille. Die Rechtfertigung erwächst aus einem Kosten und Aufwand angemessenen Nutzen. Hierzu müssen die Straßenbauverwaltungen eine Abschätzung der voraussichtlichen Anlagenkosten und des sich im wesentlichen aus vermiedenen Unfällen des Unfalltyps 6 (Unfälle im Längsverkehr) ergebenden volkswirtschaftlichen Nutzens erstellen und dem BMVI zur Genehmigung vorlegen.

 

 

 

die "umgehende" Regulierung der Geschwindigkeit oder Sperrung von Fahrstreifen bei Unfällen oder vergleichbaren Störungen ist so lange eine Illusion, wie keine flächendeckende, dauerhaft von Operatoren beobeachtete Videobeobachtung gegeben ist.

Du mußt jetzt tapfer sein:

 

Persönliche Anwürfe dieser Art sind nicht geeignet, zu einer sachlichen Diskussion beizutragen. Sie implizieren zudem einen Wissensvorsprung, von dem auszugehen mitunter vermessen sein kann.

 

 

die Zeiten, wo das nötig war, sind lange vorbei. Heute gibt es dafür Computer, die das schneller und zuverlässiger erledigen können als jeder Operator.

 

Ich verzichte jetzt mal auf die hier gern geforderten Nachweise und versuche mal, mit einem kurzen Exkurs über den Aufbau und die Funktionsweise von SBA wieder etwas Sachlichkeit und Licht in die Angelegenheit zu bringen.

 

SBA bestehen im wesentlichen aus folgenden Komponenten:

 

1. Detektion

1.1 fahrstreifenweise Verkehrsdetektion, z. B. als Doppelinduktivschleife in der Fahrbahn oder als Radardetektor an der Schilderbrücke, etwa alle 0,5 bis 2,5 km, zur Erfassung von Verkehrsmengen und Geschwindigkeiten, getrennt nach Pkw und lkw-ähnlichen Fahrzeugen ("elektrische Fahrzeuglänge" über 6 m)

1.2 Umfelddetektion mit Sichtweitensensor, Niederschlagsensor und ggf. Fahrbahnsensor zur Erfassung von Sichtweiten (Nebel u. ä.), Niederschlagsintensität (Niederschlagsart wird ebenfalls detektiert, ist aber idR nicht steuerungsrelevant) und ggf. Wasserfilmdicke, etwa alle 3-5 km.

1.3 bei temporärer Seitenstreifenfreigabe ggf. zusätzlich Videobeobachtung zur Überprüfung des Seitenstreifens auf Hindernisfreiheit

 

2. Streckenstation: Hier werden die von der Erfassung (Ausnahme Video) eingehenden Signale und Daten erstmals ausgewertet und aggregiert. Sie stellt die herstellerunabhängig normierte (vgl. Technische Lieferbedingungen für Streckenstationen, TLS) Schnittstelle zwischen streckenseitigen und zentralen Anlagenkomponenten dar. Umgekehrt nimmt er die Schaltbefehle der Unterzentrale entgegen und steuert "seine" Wechselverkehrszeichen (WVZ) entsprechend an. In der Regel gibt es eine Streckenstation je Anzeigequerschnitt (AQ)

 

3. Datenübertragung, z. B. mittels Cu oder LWL

 

4. KRI (Kommunikationsrechner Interface)

 

5. Steuerrechner - dieser übernimmt die übermittelten Verkehrs- und Umfelddaten und ermittelt aus ihnen sowie ggf. vorhandenen manuellen Eingriffen das aktuelle Schaltbild

 

6. (falls nicht im Steuerrechner integriert) Datenbankrechner

 

7. Bedienrechner mit Bedienoberfläche: Hier werden die aktuell erfaßten Verkehrs- und Umfelddaten sowie das Schaltbild dargestellt, es sind manuelle Eingriffe mittels sogenannter Sonderprogramme möglich, es können Auswertungen über das Schaltverhalten der Anlage gefahren und die Steuerungsparameter angepaßt werden.

 

8. Wechselverkehrszeichen.

 

"Computer" sind also in der Tat eine ganze Menge im Spiel. Maßgeblich für den möglichen Umfang der Automatiksteuerung bleibt aber letztlich, was durch entsprechende Sensorik detektiert werden kann. Unfälle, aber auch Arbeitsstellen und Hindernisse gehören hierzu nicht. Selbst die Verkehrslage wird, wie dargestellt, nicht flächendeckend, sondern nur punktuell detektiert, weshalb es z. B. durchaus einige Minuten dauern kann, bis ein entstandener Stau detektiert und ein entsprechender Schaltbefehl generiert wird. Mittels entsprechender Verkehrsmodelle kann diese Lücke ein Stück weit, aber nicht vollständig, durch die Steuerung geschlossen werden.

 

Automatisch geschaltet werden in der Regel folgende Programme:

 

1. Harmonisierung: Geschwindigkeitsbeschränkung auf 120, 100 oder 80 km/h in Abhängigkeit von der Verkehrsstärke, Geschwindigkeit und der hieraus berechneten Dichte (k=q/v).

 

2. Lkw-Überholverbot in Abhängigkeit der Verkehrsmengen; z. T. auch fest verbunden mit anderen Automatikprogrammen

 

3. Stauwarnung in Abhängigkeit von Verkehrsmenge und Geschwindigkeit

 

4. Nebelwarnung in Abhängigkeit von den Sichtweiten mit Geschwindigkeitsbeschränkungen z. B. von 100, 80, 60 oder 50 km/h in Abhängigkeit von der detektierten Sichtweite

 

5. Nässewarnung in Abhängigkeit von der Niederschlagsintensität mit Geschwindigkeitsbeschränkungen z. B. von 100, 80 oder 60 km/h.

 

6. Bei vorhandener TSF automatischer Schaltvorschlag zur Freigabe oder Schließung des Seitenstreifens. Die eigentliche Freigabe muß vom Operator nach visueller Überprüfung des Seitenstreifens auf Hindernisfreiheit erfolgen.

 

Die so für jeden Fahrstreifen und Querschnitt ermittelten Schaltbildanforderungen werden dann einer Priorisierung, einem Quer- und Längsabgleich unterzogen und ggf. mit Trichterung versehen und als Schaltbefehl an die Streckenstation gegeben. Das ganze in Intervallen, die in der Regel zwischen 15 und 60 Sekunden liegen. Für weitere Informationen empfehle ich den Artikel in der "Straßenverkehrstechnik", dessen Kurzfassung ich in einem früheren Beitrag verlinkt hatte.

 

Die automatische Detektion von Unfällen ist damit nicht möglich.

 

 

aber ich bezweifle, daß deren Bilder 24/7, vollständig und ohne Unterbrechung von Operateuren ausgewertet werden.

Da hast Du wahrscheinlich recht. Wäre auch überflüssig.

 

Aber nicht etwa, weil das automatisiert erfolgen würde, sondern weil es die zur automatischen Schaltung erforderliche Detektion nicht gibt und man schlicht nicht den Anspruch hat, innerhalb kürzester Zeit nach einem Unfall diesen mittels SBA-Schaltung abzusichern. Die Absicherung erfolgt manuell, in der Regel nach einer entsprechenden Meldung durch die Polizei. In der Zwischenzeit hilft nur § 3 Abs. 1 StVO...

 

 

 

 

Und eine zuverlässige automatische Detektion von Unfällen oder vergleichbaren Störungen ist derzeit noch Zukunftsmusik.

Eine zuverlässige automatische Detektion von Unfällen ist keine Zukunftsmusik, sondern wird in absehbarer Zeit in jedem Neufahrzeug verbaut sein müssen. Und vergleichbare Störungen (ich nehme an, Du meinst Staus) werden selbstverständlich auch heute schon automatisch erkannt.

 

Entsprechende C2I-Systeme (Car-to-infrastructure) befinden sich derzeit noch im FE-Stadium (vgl. z. B. simTD, Converge, Digitales Testfeld Autobahn). Es reicht nicht aus zu detektieren, daß sich ein Unfall ereignet hat, sondern für eine entsprechende automatische Schaltung muß auch die Lage der verunfallten Fahrzeuge (welche Richtungsfahrbahn, welche Fahrstreifen) sowie ggf. verlorener Ladung oder Fahrzeugteile bekannt sein. An der Feststellung, auf welchem Fahrstreifen genau sich ein Fahrzeug befindet, beißen sich derzeit noch die Entwickler des autonomen Fahrens die Zähne aus und hätten deshalb am liebsten auch rechts der Autobahn durchgehende Schutzplanken zur Orientierung der bordseitigen Sensorik. Das kurz vor der Einführung befindliche E-Call reicht dafür jedenfalls bei weitem nicht aus; der Teufel steckt halt wie so oft im Detail....

 

"Vergleichbare Störungen" sind nicht etwa Staus (vgl. Beschreibung der Automatikfunktionalitäten), sondern insbesondere andere Hindernisse wie verlorene Ladung oder liegengebliebene Fahrzeuge (es schaffen tatsächlich nicht alle auf den Seitenstreifen). Aber selbst Tagesbaustellen werden derzeit noch nicht automatisiert, sondern durch manuelle Eingriffe abgesichert, auch wenn diese Automatisierung wohl noch am einfachsten möglich ist und wohl deshalb auch vor allem anderen erfolgen wird (vgl. dORA, dynamische ORtung von Arbeitsstellen).

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Und danke für den Tip, bei der zuständigen Behörde nachzufragen, aber ich habe mich hier des Stilmittels der rhetorischen Frage bedient.

Ah. Mein Fehler. Ich hatte angenommen, Du wärest tatsächlich interessiert an einer Erklärung.

 

Das ist zu kurz gedacht.

Na, wenn Du das sagst.

 

Mehrkosten und technischer Mahraufwand sind zwei Seiten derselben Medaille.

Ach was.

 

Die Rechtfertigung erwächst aus einem Kosten und Aufwand angemessenen Nutzen. Hierzu müssen die Straßenbauverwaltungen eine Abschätzung der voraussichtlichen Anlagenkosten und des sich im wesentlichen aus vermiedenen Unfällen des Unfalltyps 6 (Unfälle im Längsverkehr) ergebenden volkswirtschaftlichen Nutzens erstellen und dem BMVI zur Genehmigung vorlegen.

Das hast Du wo gefunden? Und hat das in diesem Fall nicht stattgefunden?

 

Persönliche Anwürfe dieser Art sind nicht geeignet, zu einer sachlichen Diskussion beizutragen. Sie implizieren zudem einen Wissensvorsprung, von dem auszugehen mitunter vermessen sein kann.

Tut mir leid, das war nicht als persönlicher Anwurf gemeint. Und ich wollte auch nichts implizieren, das wäre auch völlig überflüssig gewesen. Aus Deinen Äußerungen ging schließlich unschwer hervor, daß Dir offensichtlich Wissen fehlte.

 

Ich verzichte jetzt mal auf die hier gern geforderten Nachweise

Wieso jetzt mal? Wie wäre es, wenn Du endlich mal handfeste Nachweise brächtest?

 

"Computer" sind also in der Tat eine ganze Menge im Spiel.

Na prima. Da scheinst Du ja doch dazugelernt zu haben.

 

Maßgeblich für den möglichen Umfang der Automatiksteuerung bleibt aber letztlich, was durch entsprechende Sensorik detektiert werden kann.

Schön gesehen. Ist aber ein Allgemeinkeks.

 

Unfälle, aber auch Arbeitsstellen und Hindernisse gehören hierzu nicht. (…) Die automatische Detektion von Unfällen ist damit nicht möglich.

Das hat auch niemand behauptet. Deren Auswirkungen gehören allerdings schon dazu.

 

Entsprechende C2I-Systeme (Car-to-infrastructure) befinden sich derzeit noch im FE-Stadium (vgl. z. B. simTD, Converge, Digitales Testfeld Autobahn).

Was auch immer ein FE-Stadium ist: anscheinend ist die Entwicklung so weit fortgeschritten, daß ihre verpflichtende Einführung ab März 2018 vorgeschrieben ist.

 

Es reicht nicht aus zu detektieren, daß sich ein Unfall ereignet hat, sondern für eine entsprechende automatische Schaltung muß auch die Lage der verunfallten Fahrzeuge (welche Richtungsfahrbahn, welche Fahrstreifen) sowie ggf. verlorener Ladung oder Fahrzeugteile bekannt sein.

Um zu erkennen, daß sich ein Unfall ereignet hat, reicht die Erkenntnis Dieses Fahrzeug ist (anscheinend) soeben verunfallt völlig aus. Alles andere, incl. der automatischen Schaltung, war nie Thema.

 

(...) des autonomen Fahrens (...)

Bleib doch einfach bei den VBA. Von selbstfahrenden Fahrzeugen war nie die Rede.

 

"Vergleichbare Störungen" (...)

Du verwechselst auch hier wieder die Erkennung von Ursache und Auswirkung.

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Hallo, ZZ82,

 

man muss nur das Internet bemühen, um zu sehen, dass die von Dir genannte Strecke mit etlichen Kameras ausgestattet ist, mit denen sogar jeder Internetnutzer den Verkehrsfluss beobachten kann.

 

Dazu kommt noch so manche Kamera, die zusätzliche Bilder an die Rechnerzentrale liefert.

 

Zu den Unfällen: Wenn Störungen durch Unfälle verursacht werden, kannst Du davon ausgehen, dass diese durch die Unfallmeldung der VT an die Polizei auch umgehend an die Rechnerzentrale weitergegeben wird, die dann dementsprechend die Schilderbrücken schaltet.

 

Du siehst das Ganze jetzt offensichtlich nur aus der Sicht des VT, der möglichst schnell und ohne Geschwindigkeitsbeschränkung von A nach B kommen will.

 

Dabei vergisst Du, dass es auch VT gibt, denen diese Schilderbrücken z. B.bei einer Panne, einem Unfall, einem Stau usw. Schutz bieten.

 

Dies z. B., wenn ein Fahrstreifen gesperrt wird, wenn auf eine Gefahrenstelle hingewiesen wird oder wenn, wie schon beschrieben, der Verkehr durch die Schilderbrücken gedrosselt wird, weil sich weiter vorne eine Gefahrenstelle, wie z. B. Gegenstände auf der Fahrbahn, befindet.

 

Wie willst Du so etwas nur mit geschwindigkeitsregulierenden Blechschildern leisten?

 

Zur Auswertung: Du darfst es gerne bezweifeln, aber in der Rechnerzentrale sitzen tatsächlich rund um die Uhr Operatoren, die die Bilder und die Computerdaten beobachten und auswerten und dementsprechend auch manuell eingreifen.

 

Viele Grüße,

 

Nachteule

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Das Dumme ist ja, dass die Biltzer soweit ich mich erinnern kann mit wechselnden limits kombiniert sind, man ist oft gar nicht sicher, was wirklich gilt, und an jeder Schilderbrücke steht ja was anderes

@helmet lampshade: Standard ist davor immer :120:, dann einmal davor :100: . Der klassische Massenabzocktrick, um viel Geld in die "Kommunenkasse" fließen zu lassen. Und das Gefälle garantiert durch "Rollen lassen" sicheres Geld, eine bewährte sichere Dauer-Abzockmethode, siehe A3 Elzer Berg, A7 Werratal, A8 Irschenberg, die Mautstation A2 Bielefeld, usw. Sicherlich wird der Anlagenhersteller bei Gesprächen zur Meßstandortauswahl mit den Stuttgartern dies nicht erwähnt haben :ninja: .

 

 

Fakten und ADAC in einem Satz - also, dann nehm' ich doch lieber den Taxler.

 

Na also! Wird sicherlich auch @taxi42 freuen.

:nolimit:

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Dazu kommt: Würden sich die VT an die auf den VBA angezeigten Anordnungen halten, würde es erheblich weniger Unfälle und Störungen geben.

 

@nachteule: Gerade Stuttgart versaut doch wieder das zarte VBA-Akzeptanz-Pflänzchen mit solch restriktiven Schaltungen.

 

@z282 schrieb:

...sie haben vielmehr nicht den Zweck, bestimmte Verkehrsbeschränkungen dauerhaft anzuordnen....

 

 

@z282: Ja, es wird halt dazu ein Verwaltungsakt benötigt...wurde in Stuttgart nachgeliefert...anfangs noch echte situationsabhängige Schaltung!

:nolimit:

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Hallo, m3,

 

ich glaube, die Verkehrsteilnehmer und die Kollegen, die sich bei einem Unfall oder einer Panne auf der Fahrbahn befinden, sind ganz froh darüber, wenn diese restriktiven Schaltungen dabei helfen, dass sie wieder heil nach Hause kommen.

 

Viele Grüße,

 

Nachteule

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@helmet lampshade: Standard ist davor immer :120:, dann einmal davor :100: . Der klassische Massenabzocktrick, um viel Geld in die "Kommunenkasse" fließen zu lassen.

Du plädierst aslo für mehr :100:? Hätte ich gar nicht erwartet... :closedeyes:

 

Was aber auch "ätzend" ist, ist die Kombination von SBAs mit Blechschildern, mobilen Baustellenschildern bzw. festen Blechschildern, insbesondere im Lichte der aktuellen Rechtssprechung nach dem Motto: "Mobiltät schlägt Reihenfolge", was dann häufig auf "im Zweifel das niedrigere Limit" hinausläuft

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  • 3 weeks later...

Hallo, m3,

 

ich glaube, die Verkehrsteilnehmer und die Kollegen, die sich bei einem Unfall oder einer Panne auf der Fahrbahn befinden, sind ganz froh darüber, wenn diese restriktiven Schaltungen dabei helfen, dass sie wieder heil nach Hause kommen.

@nachteule: Ist m. E. Pseudosicherheit, siehe erst neulich der Streifenwagen in NRW oder damals A3 Aschaffenburg usw., sprich "Fußgänger"-Unfälle bzw. v= 0 km/h mit Cops. Lkws mit :80: , was soll da :120: bringen? Du kannst auch nicht wegen "Sonderfälle" wie Unfälle/Panne nicht ein generelles Limit setzen.

 

@helmet lampshade: Ich plädiere für :nolimit: und Gefahrenschilder auf BAB, sowie Meßstellen erst nach zweifacher Beschilderung, sprich dort erst am Dreieck Leonberg.

 

Achja, gibt es hier nicht ein ewig gestrigen Cop @bluey, der von "Rückgängen wegen der Bußgeldverdopplung 2009" fabuliert?

 

Nicht nur sind 2014 so viele Tempoverstöße wie noch nie gezählt worden, auch die Höchstgeschwindigkeiten haben sich nach oben bewegt.

...

Eine Zunahme um 84 Prozent und damit ein Rekord, der alles Bisherige weit hinter sich lässt. Zudem hat es 6118 Fahrverbote für besonders eilige Verkehrsteilnehmer gegeben – auch das ist ein Höchstwert.

...

Ausfallstraßen: .... Die Zahl der Fahrverbote stieg deutlich.

...

Exorbitant hoch sind nach wie vor die auf der Autobahn gemessenen Geschwindigkeitsüberschreitungen.

...

Die Zahl der Verwarnungsgeldbescheide hat die Rekordmarke von 850 000 erreicht.

 

Aus http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.blitzerrekord-in-stuttgart-tempo-182-wilde-fahrt-auf-der-wildparkstrasse.b71d3151-34c8-4ff7-941a-16b56167a0b2.html; Hervorhebungen von mir.

:nolimit:

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Achja, gibt es hier nicht ein ewig gestrigen Cop @bluey, der von "Rückgängen wegen der Bußgeldverdopplung 2009" fabuliert?

Solches magst Du mir ja gern und mit stoischer Regelmäßigkeit unterstellen, aber einzig die Tatsache, daß die Zahl der Verstöße im Allgemeinen und die der hohen im Besonderen zurückgegangen ist (unabhängig von der Bußgelderhöhung), wird von mir ab und an mal erwähnt.
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Da beide Seiten in den vergangenen Jahren technisch aufgerüstet haben, halte ich das nicht wirklich für Messbar.

Variable Abzocke (in Stuttgart ganz aktuell wohl eingestellt auf 89 bei :80: ) gegenüber GPS Warnern, die heute ebenfalls fast jeder hat.

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  • 2 months later...

Neulimit auf der B313 Nürtingen:

 

http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.tempolimits-keine-freie-fahrt-auf-der-b-313.4c84b70c-bdb8-4563-b090-daacd5551200.html

 

Schon erstaunlich, wie die Untertanen unter Hermann/Splett gelbe Autobahnen selbst mit Standstreifen nun auch nach Standstreifenbreite untersuchen müssen, damit fragwürdige Tempolimits verhängt werden können.

 

Gegeniniative der Jungen Union auf: https://www.nt-b313.de/

 

Hieraus auch die schwache Antwort unterzeichnet von Winfried Hermann auf die Kleine Anfrage:

 

https://www.nt-b313.de/wp-content/uploads/2015/02/Antwort-IM-6365.pdf

 

@nachteule: Und, läßt sich nun gut abzocken auf der A81 Gärtringen - Böblingen, gell?

:nolimit:

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Die Tricksereien "irgendwie Tempolimits" einzuführen, gehen weiter. Die Possen um die A96 hatten wir schon im anderen Thread.

Der neue Trick ist "Modellversuch". Da Lärm nicht ausreicht - es gibt ja aktuell eine Studie in NRW -, müssen nun Untersuchungen zu Überholvorgänge und Sommer-Winter-Einfluss auf Lärm/Unfälle herhalten. Hauptsache es kann irgendwie ein Tempolimit errichtet werden. Gerster & Schmiedel fordern gleich einen mehrjährigen Versuch.

 

 

...hat Landesverkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) bereits am Dienstag während der Kabinettssitzung in Stuttgart mündlich über Pläne für einen Pilotversuch informiert. Dieser soll sowohl auf der A 96 als auch auf der A 81 im Westen des Landes stattfinden.

...

 

Aus: "Planungen für Tempolimit auf der A 96", www.schwaebische.de, 16.09.15; http://www.schwaebische.de/region_artikel,-Planungen-fuer-Tempolimit-auf-der-A-96-_arid,10306066_toid,407.html

 

Schön, dass sie gleich auch noch die A81 abfrühstücken :wand: .

 

Ja, denn so ein Modellversuch liefert auch Erkenntnisse, die über die Region hinausgehen. Wir wollen die Untersuchung begleiten und Erkenntnisse gewinnen auch zu verkehrlichen Auswirkungen, beispielsweise was Überholvorgänge angeht.

 

Aus "A96: Land prüft Modellversuch für Tempolimit - Gisela Splett nimmt Stellung zu einem Schreiben des Bundesverkehrsministeriums"; www.schwaebische.de; 07.08.15; http://www.schwaebische.de/region_artikel,-A96-Land-prueft-Modellversuch-fuer-Tempolimit-_arid,10283933_toid,731.html

 

Das Ministerium von Hermann/Splett sollte sich mal aus anderen Regionen Erkenntnisse holen. Es wurde doch alles schon untersucht. Anstatt korinthen- :shit: mäßig nach der Standstreifenbreite zu gucken, müßten erstmal alle Unis mit Verkehrswesen abgefragt werden, ob es nicht schon längst wissenschaftliche Erkenntnisse zu den an den Haaren herbeigezogenen Modellversuchsgründen gibt. Falls dies nicht gemacht wurde, darf es kein GO geben. Man kann nur hoffen, dass das Stuttgarter Kabinett nicht blöd ist und sich nicht über den Tisch ziehen läßt.

:nolimit:

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Die sogenannte Studie ist selbstverständlich nichts weiter als vollkommen an den Haaren herbeigezogen, denn limitierte Strecken, auf denen man nach den angeblich wertvollen Erkenntnissen forschen könnte, gibt es in Baden-Württemberg wie Sand am Meer.

 

Letzten Endes wird mit dem unsinnigen »Versuch« damit die komplette A96 von Österreich bis Memmingen limitiert.

 

Die B313 ist hingegen nur ein kleiner und relativ unbedeutender Mosaikstein auf dem Weg zur totalen Limitierung in Baden-Württemberg.

 

Man erinnere sich daran: Die erste Maßnahme der grünen Landesregierung war 2011, die B29 zwischen Schwäbisch-Gmünd und Schorndorf auf :120: zu limitieren, und danach ging es munter weiter.

 

PS: Neu limitiert wurde im April auch die sehr lange Strecke B27 Bailingen – Tübingen (jetzt :120:, zuvor :nolimit:).

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@dixie: Genau, ebenso könnte man ja VBA-Strecken mit situationsabhängiger Schaltung wie auf der A81 den nördlichen Bereich zur "Forschung" verwenden. Ist aber eh alles schon erforscht....Die Pseudo-Experten Schmiedel&Gerster fordern ja einen mehrjährigen Versuch. Für Lärmmessungen braucht man jedoch keine Jahre! Desweiteren müßte man ja erst mal als Basis mehrere Jahre ohne Limit haben...

Ach, "Schadstoffe" gibt es ja auch noch, blubbert der SPD-Nachwuchs:

 

Röhl ist der Ansicht, dass „nur ein Tempolimit die massive Belastung durch Lärm und Schadstoffe, der sich die Anwohner täglich ausgesetzt sehen, reduziert“.

 

Aus "Röhl fordert von Haser klare Position zu Tempolimit", www.schwaebische.de, 27.08.15; http://www.schwaebische.de/region_artikel,-Roehl-fordert-von-Haser-klare-Position-zu-Tempolimit-_arid,10294732_toid,719.html

 

 

Erstaunlich ist, dass die schwaebische solch reines Ansichtsgeblubbere veröffentlicht und sowieso ziemlich einseitig berichtet.

 

@munix089: Ja, das war eine nette Show der SPD'ler. Alles Superexperten :whistle: . Ich habe mir mal die Viten der handelnden Personen angeschaut:

Claus Schmiedel SPD, Studium Deutsch/Politikwissenschaft, Berufsschullehrer

Christian Röhl SPD, 26 Jahre, Kaufmann

Martin Gerster SPD, Magister Artium Politologie, Geschichte, Volkswirtschaftlsehre; war als freier Redakteur für die schwäbische tätig :whistle: .

Gisela Splett GRÜNE, Studium Geoökologie

Reinhold Gall SPD, Fernmeldetechniker

Winfried Hermann GRÜNE, Gymnasiallehrer Politik/Sport

Winfried Kretschmann GRÜNE, Gymnasiallehrer Biologie/Chemie/Ethik.

 

Was fällt auf?

 

@dixie schrieb:

 

PS: Neu limitiert wurde im April auch die sehr lange Strecke B27 Bailingen – Tübingen (jetzt :120:, zuvor :nolimit:).

 

Ohh. Wußte ich noch nicht. Ist ja für W. Kretschmann der Weg ins Büro....

https://www.youtube.com/watch?v=1NQjeijM-NU

Kann er nun schön mit seiner S-Klassse dahin gleiten.

:nolimit:

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So so, jetzt ist es raus. 5 Monate Ist-Daten mit :nolimit: sammeln und mit 36 Monate :120: vergleichen :doofwinkt: :

 

http://martin-gerster.de/pressemitteilung-geschwindigkeitsbegrenzung-auf-120-kmh-auf-der-a96-zwischen-achberg-und-aitrach-kommt-claus-schmiedel-mdl-spd-martin-gerster-mdb-spd-ein-schoener-tag-fuer-die-laer/

 

Und die A81 bei Geisingen (ca. 32 km eine Fahrtrichtung!) erhält den Zuschlag. Statt wissenschaftliche Auswahlkriterien werden einfach Strecken gewählt, wo Provinzpolitiker am lautesten schreien.

 

A96 Achberg - Aitrach sind ca. 50 km eine Fahrtrichtung! Hoffentlich haut da jemand eine Klage rein, am besten per Eilverfahren, allein schon wegen so einer großflächigen Limitierung. Oder der Modellversuch wird im März 2016 eh gleich eingestampft, wenn Kretschmann, Gall, Hermann, Splett, Gerster, Röhl und Schmiedel abgewählt werden.

:nolimit:

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Zunächst die gute Nachricht:

[...] die SPD verliert aber weiter. Sie bekäme, wenn an diesem Sonntag Landtagswahl wäre, nur noch 17 Prozent. 2011 hatte sie es mit dem schlechtesten Ergebnis in der Geschichte des Südweststaates, nämlich 23,1 Prozent gerade noch geschafft, Juniorpartner in der grün-roten Koalition zu werden. Nach dieser „Infratest-Dimap-Umfrage“ liegen CDU und FDP mit 39 Prozent und fünf Prozent deutlich vor der amtierenden Koalition.

 

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/umfrage-in-baden-wuerttemberg-keine-mehrheit-fuer-gruen-rot-13822157.html

 

Gerade einmal 17 Prozent für die Partei des A-96-Limitierers, Herrn Gerster – dazu eine Mehrheit für Schwarz-Gelb. Dies läßt also etwas hoffen (auch wenn man sich auf Umfragen nie verlassen sollte).

 

Übrigens ist die Stimmung in der baden-württembergischen Beamtenschaft katastrophal, was deren Einstellung zur amtierenden Landesregierung betrifft: zwangsweise Einführung der unbeliebten und ineffizienten Einheitsschule, 8 Prozent pauschale und sachgrundlose Kürzung der Bezüge für alle neu eingestellten Beamten, Abschaffung des Weihnachtsgeldes, Streichung der Wahlleistungen im Krankenhaus, Kostendämpfungspauschale bei der Beihilfe sowie extreme zeitliche Verzögerungen (bis zu einem Jahr) bei Besoldungserhöhungen im Vergleich zu anderen Ländern und zum Bund.

 

Auch bei der Polizei, welche die Limitierung überwachen soll, ist die Stimmung längst unterhalb des Gefrierpunkts angekommen. Man lese dazu bei Interesse die zahllosen Beiträge im Forum von oeffentlicher-dienst.info im Thread Besoldungsrunde Baden-Württemberg 2015 – Diskussion. Beiträge wie »Der Beamte, der in BW irgendwann nochmals rot oder grün wählt,muss mindestens. 100 x voll mit dem Kopf gegen die Wand gelaufen sein« oder »Die rot-grünen "Politkasper" wären ja dumm, wenn sie in ihrem Selbstbedienungsladen nicht noch einmal zugreifen würden. Das geht höchstwahrscheinlich nicht mehr lange...« gehören da noch zu den harmlosesten.

 

Vermutlich wartet man mit der Totallimitierung aus diesem Grund auch bis nach der Wahl, da Politiker wissen, daß Wähler Boshaftigkeiten meist erst dann glauben und sich daran stören, wenn sie tatsächlich umgesetzt worden sind. Die Ankündigung läßt (leider) zu viele kalt.

 

Ein Fukushima wird diese Versagertruppe diesmal jedenfalls nicht retten. Schwarz-Gelb kann die Wahl eigentlich nur noch aufgrund des eigenen schwachen Personals verlieren. Traurig, was die bürgerliche Seite derzeit auf diesem Gebiet zu präsentieren hat.

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Neues Blödlimit auch auf der A8 Karlsbad <-> Pforzheim-West?

Erst hat man noch Ewigkeiten :100: in Form von Baustellenschildern stehen lassen, nun sind aber eindeutige :120: mit Zusatz :100: bei Nässe einbetoniert.

Ich meine dass sogar auf der Vorkriegsbahn etwas mehr offen wahr als bislang - da dort aber gefühlt sei Jahrzehnten gebaut wird kann ichs nicht mehr genau nachvollziehen.

 

Eine Studie kann ich Winni zum Thema :120: liefern: Am angenehmsten fährt es sich wenn die Bahn breit genug ist und sich die restlichen VTs ans Limit halten während man es selbst aufgrund Ortskenntns ignoriert. Diese Erfahrung habe ich zwischen AA und HDH gemacht wo unter Grün tatsächlich aufgehoben wurde :think:

Nun meinen nämlich wieder diverse koreanische Kleinwägen & Co. dass die linke Spur bei 140 ihnen gehöre.

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....

@dixie: Die SPD lernt offensichtlich nicht. Schlimm ist ja auch, dass selbst Nachwuchs-Politiker wie Hr. Röhl auf die schiefe Bahn gebracht werden. So wird es nichts mit einer intelligenten und dann wählbaren SPD. Diese ganze Tempolimit-Posse "Modellversuch" der GRÜNEN und der SPD in Stuttgart kann man als Torschlusspanik und als letzte Zuckungen sehen.

:nolimit:

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@munix089: Ja, das war eine nette Show der SPD'ler. Alles Superexperten :whistle: . Ich habe mir mal die Viten der handelnden Personen angeschaut:

Claus Schmiedel SPD, Studium Deutsch/Politikwissenschaft, Berufsschullehrer

Christian Röhl SPD, 26 Jahre, Kaufmann

Martin Gerster SPD, Magister Artium Politologie, Geschichte, Volkswirtschaftlsehre; war als freier Redakteur für die schwäbische tätig :whistle: .

Gisela Splett GRÜNE, Studium Geoökologie

Reinhold Gall SPD, Fernmeldetechniker

Winfried Hermann GRÜNE, Gymnasiallehrer Politik/Sport

Winfried Kretschmann GRÜNE, Gymnasiallehrer Biologie/Chemie/Ethik.

 

Was fällt auf?

 

 

Frei von jeglicher Fachkenntnis, also Perfekt qualifiziert für diesen Job. Bei Politikern und insbesonders Ministern ist Fachwissen ein Karierrehindernis.

Was den Martin angeht, schon als Ich ihn das erste Mal sah war mir Klar das Er ein Dampfplauderer ist. Kommen, wichtig tun und wieder verschwinden. Und damals war er noch kein Politiker.

Wer nichts wird und kann geht zu Post und Eisenbahn, und wer dort nichts wird wird Wirt hat es zu meinen Jugendzeiten geheissen, seit Jahren gehen solche Leute in die Politik.

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Frei von jeglicher Fachkenntnis, also Perfekt qualifiziert für diesen Job. Bei Politikern und insbesonders Ministern ist Fachwissen ein Karierrehindernis.

Dann sag' doch mal: welche Ausbildung qualifiziert jemanden für einen Job als Fraktionsvorsitzender, Landtagskandidat, MdB, Staatssekretärin im Ministerium für Verkehr und Infrastruktur, Innenminister, Minister für Verkehr und Infrastrukur oder Ministerpräsident, Deiner Meinung nach?

 

Und welche Fachkenntnis hast Du, die Dich zu Deinem Urteil

Was den Martin angeht, schon als Ich ihn das erste Mal sah war mir Klar das Er ein Dampfplauderer ist. Kommen, wichtig tun und wieder verschwinden.

qualifiziert?

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Das ist vollkommen normal, dass es sich bei Politikern nicht um Fachleute handelt - das ist auch vom Schaffer des Grundgesetzes so gewollt worden und mit ein Merkmal der Demokratie. (Frau (noch) Dr.v.d.L. ist Medizinerin - was die zur Verteidigungsministerin qualifiziert??) Der (scheidende) OB von Bonn war Realschullehrer, also auch keine Fachmann für Kommunalverwaltung.

Für die Sachkompetenz gibt es die Mitarbeiter der Politiker oder die im Ministerium.

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Frei von jeglicher Fachkenntnis, also Perfekt qualifiziert für diesen Job. Bei Politikern und insbesonders Ministern ist Fachwissen ein Karierrehindernis.

Dann sag' doch mal: welche Ausbildung qualifiziert jemanden für einen Job als Fraktionsvorsitzender, Landtagskandidat, MdB, Staatssekretärin im Ministerium für Verkehr und Infrastruktur, Innenminister, Minister für Verkehr und Infrastrukur oder Ministerpräsident, Deiner Meinung nach?

 

Und welche Fachkenntnis hast Du, die Dich zu Deinem Urteil

Was den Martin angeht, schon als Ich ihn das erste Mal sah war mir Klar das Er ein Dampfplauderer ist. Kommen, wichtig tun und wieder verschwinden.

qualifiziert?

 

Andere Gäste die Ihn seit Jahren kennen meinten einfach Er sei ein Dampfplauderer. Viel Reden und nie was sagen und sich vor Allem nie festlegen. Halt einfach viel heiße Luft.

Aber das Lehrer nicht unbedingt gute Politiker sind hat sich die letzten Jahre oft genug gezeigt.

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Andere Gäste die Ihn seit Jahren kennen meinten einfach Er sei ein Dampfplauderer. Viel Reden und nie was sagen und sich vor Allem nie festlegen. Halt einfach viel heiße Luft.

Interessant. Hier

Was den Martin angeht, schon als Ich ihn das erste Mal sah war mir Klar das Er ein Dampfplauderer ist. Kommen, wichtig tun und wieder verschwinden. Und damals war er noch kein Politiker.

erweckst Du den Eindruck, Du kenntest ihn so gut, daß ihr sogar per Du sei. Jetzt erklärst Du plötzlich, daß Du Dich nur auf die Angaben irgendwelcher Leute berufst. Das ist natürlich ganz wenig, dafür aber heftig kalte Luft und eindeutig festgelegt.

 

Aber das Lehrer nicht unbedingt gute Politiker sind hat sich die letzten Jahre oft genug gezeigt.

Dafür hast Du sicher auch irgendwelche anderen Gäste, die das gesagt haben, gell?

 

 

Hast Du eigentlich meine Fragen überlesen oder warum antwortest Du nicht darauf?

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Ich hab Ihn ein paarmal live und in Farbe erlebt, kommt ja grob aus meiner Ecke. Und wenn Personen diesen Eindruck betätigen die Ihn seit Kindertagen kennen...

Aber mal eine Frage, hast Du Ihn schon mal persönlich getroffen?

 

 

Hast Du eigentlich meine Fragen überlesen oder warum antwortest Du nicht darauf?

Wieviele Frage an Dich sind noch nicht beantwortet?

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Ich hab Ihn ein paarmal live und in Farbe erlebt, kommt ja grob aus meiner Ecke. Und wenn Personen diesen Eindruck betätigen die Ihn seit Kindertagen kennen...

Seit Jahren sind jetzt plötzlich seit Kindertagen? Interessant, wie sich Deine Aussagen entwickeln. Und: warum erweckst Du erst den Eindruck, Du kenntest ihn richtig gut (siehe oben), berufst Du Dich auf irgendwelche anderen Leute (auch oben) und erzählst jetzt wieder was anderes? Eigenartig, findest Du nicht?

 

Aber mal eine Frage, hast Du Ihn schon mal persönlich getroffen?

Nö.

 

Wieviele Frage an Dich sind noch nicht beantwortet?

Keine Ahnung. Am besten, Du suchst sie raus und verlinkst sie unter dem Beitrag, in dem Du doch noch Deine Meinung zur Qualifikation von Lehrern für irgendwelche Ämter und so erklärst - die Fragen findest Du auch weiter oben.

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  • 2 months later...

 

Sogenannte „Schreckbremser“, so Roßkopf, störten den Verkehrsfluss und beschwörten Auffahrunfälle herauf.

Bestätigt!

Wegen eines geringfügigen Staus auf der A 8 kurz vor dem stationären Blitzer in Fahrtrichtung Karlsruhe sind am Dienstag gegen 13.45 Uhr zwei Lastwagen zusammengekracht.
....
Der Polizei zufolge bremste ein Fahrer seinen Lastzug wegen des stockenden Verkehrs ab. Ein 57-jähriger Brummi-Fahrer merkte dies zu spät, wich nach rechts aus, um nicht in den Auflieger zu krachen.

 

 

:nolimit:

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Die Anlagen, die allerdings erst im Sommer kommenden Jahres in Betrieb gehen, kosten 240 000 Euro, der Unterhalt schlägt pro Jahr mit 8000 Euro zu Buche.
...
Die Entscheidung für das nächtliche Tempolimit auf der Bundesstraße sei im Rathaus gefallen, eine Beteiligung weiterer Stellen nicht notwendig gewesen, wie ein Sprecher der Stadt auf Anfrage erklärt.
....
Er sei überzeugt, „dass das kommunale Engagement, auch mit stationären Anlagen, zu einer Stärkung der Verkehrssicherheit beiträgt“, erklärt der Stuttgarter Polizeipräsident Franz Lutz.

 

 

Aus "Tempolimit auf der Theo - Kuhns Kampf gegen die PS-Protze"; www.stuttgarter-zeitung.de, 14.12.15; http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.tempolimit-auf-der-theo-kuhns-kampf-gegen-die-ps-protze.3aa1d9e4-1b14-4d9e-84e9-e72efdab1c55.html

:nolimit:

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Weil also einige nachts Rennen fahren, gilt 30 für alle? Die dann natürlich überwacht werden müssen... Einfältig wie ich bin hätte ich erstmal vorgeschlagen, die 50 zu kontrollieren - also bestehende Gesetze zu überwachen, bevor ich neue ins Leben rufe.

 

So ist es. Nur geht es diesen Leuten ja weder um Verkehrssicherheit noch um »Lärmschutz«, sondern einzig und allein um Verkehrsbehinderung und Zerstörung eines flüssigen Autoverkehrs.

 

Siehe Große Straße in Nürnberg (welche im übrigen kilometerweit von Wohnhäusern auf weitgehend grüner Wiese liegt): Seit dort ein Betrunkener mit 1,49 Promille, unter THC-Einfluß, ohne Führerschein und mit einem nicht zugelassenenen Fahrzeug nachts mit 130 eine junge Dame totgefahren hat, gilt dort für alle :30: statt :50: ...

 

Resultat: Opfer tot, Täter für vier Jahre hinter Gittern, der Rest der Nürnberger darf dort nun schleichen ... :kotz:

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Hallo, m3,

 

tja, was wäre nun gewesen, wenn der Stau sich gebildet hätte, weil ein Gegenstand auf der Fahrbahn liegt, der gerade von der Polizei weggeräumt wird?

 

Würdest Du dann auch den Kollegen die Schuld dafür geben, dass am Stauende jemand pennt und keinen ausreichenden Abstand einhält?

 

Hast Du eigentlich noch immer nicht verstanden, dass solche Unfälle problemlos zu vermeiden wären, wenn sich die Verkehrsteilnehmer an die StVO halten und einen ausreichenden Sicherheitsabstand einhalten würden?

 

Dazu kommt, dass ein sicher nicht unerheblicher Teil der Auffahrunfälle passiert, weil Fahrzeuglenker während der Fahrt abgelenkt sind, z. B. durch das Bedienen ihres Schmierphones während der Fahrt.

 

Komisch, dass Du nicht dagegen ins Feld ziehst. :sneaky:

 

Viele Grüße,

 

Nachteule

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Hallo, m3,

 

tja, was wäre nun gewesen, wenn der Stau sich gebildet hätte, weil ein Gegenstand auf der Fahrbahn liegt, der gerade von der Polizei weggeräumt wird?

 

Würdest Du dann auch den Kollegen die Schuld dafür geben, dass am Stauende jemand pennt und keinen ausreichenden Abstand einhält?

 

Hast Du eigentlich noch immer nicht verstanden, dass solche Unfälle problemlos zu vermeiden wären, wenn sich die Verkehrsteilnehmer an die StVO halten und einen ausreichenden Sicherheitsabstand einhalten würden?

 

Dazu kommt, dass ein sicher nicht unerheblicher Teil der Auffahrunfälle passiert, weil Fahrzeuglenker während der Fahrt abgelenkt sind, z. B. durch das Bedienen ihres Schmierphones während der Fahrt.

 

Komisch, dass Du nicht dagegen ins Feld ziehst. :sneaky:

 

Viele Grüße,

 

Nachteule

 

 

Der kleine Unterschied dürfte wohl daran liegen, dass sich der eine Teil deiner Beispiele im Gegensatz zu der hier erwähnten Massenabzocke Rund um Stuttgart schlecht vermeiden lässt. Der wichtigste Punkt ist aber natürlich die Ironie dass genau das Gerät welches Unfälle vermeiden soll, diese hervorruft und höchstwahrscheinlich (wegen der hier eindeutigen Abzocke) auch keine anderen effektiv verhindert.

Andersrum: Der Trucker, der den Abstand unterschreitet und deshalb einen Unfall baut wurde nicht engagiert um eventuelle, belanglose Geschwindigkeitsverstöße zu unterbinden.

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Hallo, muniX089,

Der kleine Unterschied dürfte wohl daran liegen, dass sich der eine Teil deiner Beispiele im Gegensatz zu der hier erwähnten Massenabzocke Rund um Stuttgart schlecht vermeiden lässt. Der wichtigste Punkt ist aber natürlich die Ironie dass genau das Gerät welches Unfälle vermeiden soll, diese hervorruft und höchstwahrscheinlich (wegen der hier eindeutigen Abzocke) auch keine anderen effektiv verhindert.

Andersrum: Der Trucker, der den Abstand unterschreitet und deshalb einen Unfall baut wurde nicht engagiert um eventuelle, belanglose Geschwindigkeitsverstöße zu unterbinden.

natürlich würden sich die Unfälle, die ich als Beispiel genannt habe, vermeiden lassen.

 

Wenn alle einen ausreichenden Sicherheitsabstand einhalten und die Finger von ihren Telefonen oder anderem ablenkenden Material lassen würden, hätten wir schon unzählige Unfälle pro Tag weniger.

 

Weitere Unfälle würden sich vermeiden lassen, wenn man die komischen Verkehrszeichen mit den roten Ringen und den eigenartigen Zahlen in der Mitte befolgen würde, denn dann müsste man vor den Blitzern gar nicht abbremsen.

 

Aber klar: Es ist wesentlich einfacher, anderen die Schuld zu geben, als sich an die eigene Nase zu fassen und zu gestehen, dass man selber etwas falsch gemacht hat.

 

Das ist genauso, als würde man dem Bäcker die Schuld am eigenen Übergewicht geben, weil dieser ja so tolle Kuchen und Torten backt. :abwarten:

 

Viele Grüße,

 

Nachteule

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natürlich würden sich die Unfälle, die ich als Beispiel genannt habe, vermeiden lassen.

 

Würden, können aber trotzdem nicht.

 

 

Weitere Unfälle würden sich vermeiden lassen, wenn man die komischen Verkehrszeichen mit den roten Ringen und den eigenartigen Zahlen in der Mitte befolgen würde, denn dann müsste man vor den Blitzern gar nicht abbremsen.

 

Du hast vom Oberwitz an der Sache wohl noch gar nix gehört: Die zHg wird bei den Radarfallenunfällen vorher häufig sogar eingehalten

 

 

 

Das ist genauso, als würde man dem Bäcker die Schuld am eigenen Übergewicht geben, weil dieser ja so tolle Kuchen und Torten backt.

 

Dein Vergleich würde nur ziehen, wenn der Bäcker die Torten als Mittel zum Abnehmen backen und verkaufen würde, sie dann aber seltsamerweise zu Gewichtszunahmen führen :licht:

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Weitere Unfälle würden sich vermeiden lassen, wenn man die komischen Verkehrszeichen mit den roten Ringen und den eigenartigen Zahlen in der Mitte befolgen würde, denn dann müsste man vor den Blitzern gar nicht abbremsen.

Viele Verstöße würden erst nicht begangen, wenn vernünftig reglementiert wird. Dann würde auch vor keinem Blitzer abgebremst werden.

 

Wenn ich nachhake, warum das Limit dort besteht, streuben sich mir die Haare. Um es mal an einem Beispiel festzumachen. Bundesstraße außerorts 4 streifig neu ausgebaut. Für Fußgänger Radfahrer gibt es eine Unterführung wurde nach dem Ausbau von :70: auf :50: limitiert. Begründung, es könnten Schüler über die Straße laufen. Ein neuer Blitzer wurde angeschafft, und wenn ich den Haushaltsplan richtig interpretiere, wird mit 70000€ mehr Bußgelder gerechnet.

 

Die Bundesstraße seit etwa 30 Jahre an der Stelle 4 streifig und mit :70: wegen einer Ampel limitiert gewesen, ohne das jemand unter ein Auto gekommen ist. Auch ein Schüler der dort über die Straße geht habe ich nicht gesehen. Und selbst wenn es wegen der Schüler wäre, müsste das zeitlich befristet sein.

 

Das ist genauso, als würde man dem Bäcker die Schuld am eigenen Übergewicht geben, weil dieser ja so tolle Kuchen und Torten backt. :abwarten:

Nicht alles war legal ist, ist auch moralisch. Der Bäcker muss ja nicht verkaufen.

 

MfG.

 

hartmut

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.... Bundesstraße außerorts 4 streifig neu ausgebaut. Für Fußgänger Radfahrer gibt es eine Unterführung wurde nach dem Ausbau von :70: auf :50: limitiert. Begründung, es könnten Schüler über die Straße laufen.

Jup. Kenne ich aus dem hiesigen Bereich auch: Bundesstraße, in der Nähe ein Gymnasium und die Schüler konnten eine Unterführung nutzen, um in die Stadt bzw. zum Busbahnhof zu gelangen. NUR: was nutzt einem so eine Unterführung, wenn sie von den Fußgängern, insbes. den Schülern nicht angenommen und demzufolge auch nicht genutzt wird? Eben, NICHTS! Folglich baute man dort nach vielen vielen Jahren eine Verschwenkung und Querungshilfe. Und das ist offenkundig deutlich sinnvoller als die Unterführung.

 

Ein neuer Blitzer wurde angeschafft, und wenn ich den Haushaltsplan richtig interpretiere, wird mit 70000€ mehr Bußgelder gerechnet.

1. logisch, da sich ohne den Blitzer wahrscheinlich eh niemand an das Limit gehalten hat oder hätte.

2. auch logisch, da man zu erwartende Bußgelder entsprechend in den Haushalt mit einplanen muß.

 

Die Bundesstraße seit etwa 30 Jahre an der Stelle 4 streifig und mit :70: wegen einer Ampel limitiert gewesen, ohne das jemand unter ein Auto gekommen ist. Auch ein Schüler der dort über die Straße geht habe ich nicht gesehen. Und selbst wenn es wegen der Schüler wäre, müsste das zeitlich befristet sein.

In einem gebe ich Dir vllt ein Stück weit Recht, daß man heutzutage zu versuchen scheint, alles nach Möglichkeit 200%ig sicher zu bekommen. Das wird nicht gelingen, aber man will es so und man will sich entsprechend gegenüber der Bevölkerung darstellen. Das führt dann bisweilen zu abstrusen Planungen und Maßnahmen.

Ansonsten aber bin ich nach wie vor der Ansicht, daß es nicht immer erst eines oder mehrerer Schadensfälle bedarf, bevor man präventiv tätig wird. Ist jemand zu Schaden gekommen, ist es zu spät! Und daß etwas passieren kann bzw. daß sich nicht selten VT alles andere als vernünftig verhalten, wird durch eben solche Schadensfälle mehr als hinreichend bewiesen.

 

Nicht alles war legal ist, ist auch moralisch. Der Bäcker muss ja nicht verkaufen.

Möglich. Aber gerade in Fragen der Moral gehen die Meinungen auch sehr stark auseinander. Was Du für moralisch verwerflich hältst, muß ein anderer noch lange nicht tun. Deshalb ist es IMO auch kein Argument zu sagen "nicht alles, was legal ist, ist auch moralisch"
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@Bluey

 

Es wäre möglich, falls das überqueren verhindert werden soll, ein Zaun aufzustellen. Bei etwa 2 Millionen, mit Brücke 4 Millionen wäre das kein Aufwand. Aber wie gesagt, es überqueren keine Schüler dort die Straße, Unterführung ist schneller und bequemer bei der Verkehrsdichte. Erwachsene überqueren manchmal paar hundert Meter weiter die Straße um vom Arbeitsplatz in den Supermarkt zu kommen, ist aber innerhalb der Ortschaft. Es ist ein rein willkürliches Limit. Ein Stadtrat hat gesagt, es geht da nur um die Einnahmen, und das sind die wo die Mittel für den Blitzer bewilligt haben.

 

Viele Entscheidungen fallen aus dem Bauch heraus. Leserbriefe sind da sehr hilfreich wenn z.B. jemand an einer viel befahrenen Straße eine Tempo 30 Zone will. Habe mal nachgeprüft, etwa jede Minute 1 Fahrzeug, und der hoch frequentierte Kinderspielplatz, war mindestens 10 mal dort, aber ein Kind habe ich nie gesehen. Aber nach gefühlt 10 Leserbriefe hat er sein Tempo 30. Raser und Kinder ziehen immer in Leserbriefen. Auf meine Nachfrage wenn der Bereich für Tempo 30 umgestaltet wird, es wird überhaut nichts geändert. Zebrastreifen bleiben, Radschutzstreifen bleibt, Kreisverkehr bleibt, Vorfahrtregelung bleibt. Angeblich fahren dort Linienbusse, so wird man angelogen. Was sich hauptsächlich ändern wird, vorher gab es eine Beanstandungsquote bei Geschwindigkeitkontrollen von 4-5%, jetzt wird eine Quote von 25% erwartet. Um unseren OB sinngemäß zu zitieren, an der Geschwindigkeit ändert sich nichts, aber wir erwischen jetzt mehr.

 

Manchmal fragen die Entscheider die Polizei, und die sagt was gut und was weniger gut wäre. Die Ratschläge der Polizei werden ignoriert. Und jemand der sich auskennt gibt es nicht. Unser Baubürgermeister ist etwas autofeindlich. Jede Straße die gesperrt oder rückgebaut wird, jeder Parkplatz der wegkommt wird als Erfolg gefeiert. Um es mal so zu sagen, im Gemeinderat heißt es, wenn die Fußgängerzone verlängert wird, gehen 4 Parkplätze verloren. Wird es aber vor Ort angesehen, sind es nachher 16-20 Parkplätze die weg sind. Das Ziel ist eine Autofreie Innenstadt.

 

Und wenn man sich jetzt die Kombination anschaut, fehlende Kompetenz bei der Planung, Angst vor der veröffentlichen Meinung, und Autofeindlichkeit, dann sind viele Entscheidungen erst nachvollziehbar. Nachvollziehbar wird auch, die VT pfeifen immer mehr auf die Regeln, auch auf sinnvolle Regeln.

 

post-3630-0-85883500-1450625956_thumb.jpg

Das ist übrigens für einen unserer Verkehrsexperten eine Tempo 30 Zone.

 

MfG.

 

hartmut

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