Nö, hat er wohl nicht: Genau das ist der entscheidende Satz. In vielen Fällen ist es halt so, daß man ohne Hinweise aus der Bevölkerung nur schwer weiterkommt. Nichts desto trotz erledigt nicht die Bevölkerung die Ermittlungsarbeit. Zunächst einmal ist es wohl so, dass Polizeibeamte immer erst dann zum Ort des Geschehens kommen, wenn das Ereignis schon stattgefunden hat. Selten wird mal einer auf frischer Tat erwischt. Wenn ich also am frühen Vormittag im Cafehaus sitze, und ausgiebig Frühstücke, und die " Zeit " lese, kann ich beobachten, wenn gegenüber in der Bankfiliale, ein Überfall stattfindet. Ich kann den Beamten also mitteilen, ein 7er BMW mit viereckigem Auspuff - 12 Zylinder - dunkelblau, mit einem Kratzer in der linken hinteren Tür, dazu auf dem Kofferraumdeckel rechts, ein Aufkleber: " Ein Herz für Kinder " von der Bild Zeitung, dazu BBS Felgen in silber, mit 225 / 70er Bereifung, Schiebedach, getönte Scheiben - und was weis ich noch alles. Ich kann es aber auch bleiben lassen. Wenn ich dann der einzige war, der was gesehen hat, aber nicht weitertratscht, bleiben die Ermittlungsarbeiten schwierig. So wie in vielen Fällen. In den darauf kommenden Tagen wird dann in der Presse darüber berichtet, mit dem Schlusssatz, wer was gesehen hat, möge sich bitte bei jeder Polizeidiensstelle melden, um sachdienliche Hinweise zu geben. Mit anderen Worten: " Wir wissen nichts " und wenn das dann so bleibt, wird der Aktendeckel geschlossen, und damit hat es sich.