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Lohnt der aufwand bei <1sekunde ?

Radarfalle.de Forum: Rotlichtverstoß: Lohnt der aufwand bei <1sekunde ?
By warpspeed (217.230.249.110) on Sonntag, den 7. April, 2002 - 09:59:

howdy

wie ich schonmal mitteilte kam irgendwann nachdem ich nur die pflichtangaben auf dem anhörungsbogen ausgefüllt habe der feind zu mir nach hause und zeigte mir voller stolz dieses völlig verwaschene bild von mir (nachtaufnahme). nungut trotzalledem hab ich wochen später nachdem ich mitteile ich war das nicht und ich erinner mich auch nicht weiter an irgendwas den bussgeldbescheid bekommen. steht zwar keine zeit drauf aber die angaben zeigen eindeutig einen rotlichtverstoss <1sek. eigentlich bin ichs leid mich weiter rumzuärgern aber ich überlege trotzdem noch ob ich einspruch einlegen soll. 93 euro und 3 punkte stehen gegen ein gerichtsverfahren. ich weiss das ich wenn es dazu kommt immernoch den einspruch zurücknehmen kann aber an sonstige kosten kann ich mich nicht mehr erinnern. das war mal vor 6 jahren mit abgefahrenen reifen am moped *g. also klärt mich mal bitte auf. kosten bei einspruchrücknahme, bei verhandlungsverlust (?). einzige genugtuung ist das die mal bis zu diesem brief was zu tun hatten *fg

mfg

By Pferdestehler (134.30.16.4) on Mittwoch, den 10. April, 2002 - 10:11:

Kann Dir nur die Verfahrenskosten meines Einspruches gegen ein Fahrverbot nennen, wurde zu höherer Geldbuße (400 statt 250DM) verturteilt und Fahrverbot und Punkte wurden gekippt.
Hat die Rechtsschutzversicherung ganze 69DM gekostet. Ich denke, eine Rücknahme kommt da nicht teurer, eher billiger. Hätte vor Gericht auch noch die Rücknahmemöglichkeit gehabt, hätte da an den Kosten nichts geändert.
Eigentlich spottbillig für den Aufwand (2 Zeugen PAng.s, die Zeit, Richter, Staatsanwalt).

Gruß Pferdestehler

By farendil (217.235.57.16) on Mittwoch, den 10. April, 2002 - 11:03:

@pferdestehler:
1: die polizisten als zeugen kosten nichts, solange sie im dienst sind.

2: hier hätte ich die auferlegung der verfahrenskosten als unbillig angesehen, wenn von vornherein klar war, daß du das fb gegen erhöhung der geldbuße umwandeln willst.

By Pferdestehler (134.30.16.4) on Mittwoch, den 10. April, 2002 - 11:22:

@farendil
Die PAng.s waren quasi als Microspeed-Experten eingesetzt und mußten beurteilen ob
a) mein Spurwechsel zu Meßfehler führen könnte
b) das hinter mir befindliche zweite Fahrzeug auf dem Bild eventuell eine Verfälschung bringen kann

Beide sagten unabhängig, daß das Microspeed das genaueste gerät mit nur 7 Grad Strahlbreite(!) sie (wußte damals noch nicht, wie das wirklich ist...), so daß sie das andere Auto als nahezu sicher bzw. mit 99%iger Sicherheit nicht im Meßstrahl befindlich einschätzen würden.

Der Richter machte dann daraus:
"Für mich ist die Sache eindeutig, die Messung ist korrekt! Wollen Sie Ihren Einspruch zurückziehen?"

Ich brachte dann die letzte Trumpfkarte:
erstens war das Vergehen 13 Monate her und zweitens sollte ich am Tag der verhandlung bei DaimlerChrysler im Qualitätsmanagement/Kundendienst anfangen, hatte den Vertrag auch dabei. Dadurch ließ er sich nach anfänglichem Abwiegeln denn letztlich doch überzeugen, da auch keine Vordelikte vorlagen, also "Ersttäter".

...unbillig... heißt das, daß ich die gar nicht hätte tragen müssen? Ich hatte ursprünglich die ganze Messung angezweifelt.

Gruß Pferdestehler

By farendil (217.225.250.103) on Mittwoch, den 10. April, 2002 - 11:46:

@pferdestehler: mhh, also wenn du ganze messung nagezweifelt hast, so kann man das tragen der gerichtskosten schon irgendwie rechtfertigen.

hast du vorher auch was von "weglassen" das fahrverbotes vorgebracht, so wäre zumindest eine kostenteilung noch angebracht.

mit unbillig meinte ich, daß du NUR gegen die kostenentscheidung an sich hättest rechtlich vorgehen können. ob sich das bei dem betrag lohnt, ist eine andere sache.

By Pferdestehler (134.30.16.4) on Mittwoch, den 10. April, 2002 - 11:57:

@farendil: Ich muß sagen, daß ich eher beeindruckt darüber war wie niedrig das ausfiel. Zudem übernahm meine Rechtsschutz das. Und mein Anwalt war eh zu dämlich. Da gibt es allerdings eine sehr gute Verkehrsanwältin in der Rheinstraße in Friedenau, hat einen Doppelnamen, muß ich mal raussuchen. Die hat Ahnung und richtig Pfeffer. Hat mich 1997 aus einem sehr undurchsichtige Unfall super herausgeholt.
Nur weil jemand in einem anderen Thread einen guten Anwalt für Verkehrsrecht in Berlin brauchte, weiß nicht mehr wo das war...

Gruß Pferdestehler


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