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Ausgelagert: Flüchtlingsdebatte


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Ich wäre ja nichtmal böse drum. Das ist natürlich am Menschen. Der Mensch ist Opportunist und versucht das beste für sich rauszuschlagen, am besten noch mit dem geringsten Aufwand. Ich kann mir sogar vorstellen, dass ein Poliker, der das strikt ablehnt auch irgendwann nachgeben wird, da es einen irgendwann zermürbt.

 

 

 

Wenn Du in den Bereich Kommunalpolitik gehst, es ist ein Verlustgeschäft. Angefangen vom Wahlkampf, Flyer austragen, Prospekte, Plakate drucken und aufhängen, Veranstaltungen organisieren, teilnehmen, Wahlkampfstand usw. entstehen nicht unerhebliche Kosten plus Zeitaufwand. Manche Firmen geben dann den großen Parteien einen Zuschuss. Wer das Pech hat dann gewählt zu werden, die Aufwandsentschädigung deckt oft nicht den Verdienstausfall. Dazu kommen noch Reisen bei denen die Teilnehmer auch einen Betrag zuzahlen müssen. Als Belohnung gibt es dann noch Schelte von allen Seiten.

 

Selbstverständlich ist klar, dass ein Politiker seiner Partei verpflichtet sein sollte und in erster Linie die Grundsätze vertritt. Jedoch ist das der Idealfall.

 

 

Nö, die sind nur ihrem Gewissen verpflichtet, stimmen auch mal anders ab wie der Rest der Partei.

 

MfG.

 

hartmut

 

 

 

 

 

[mod]

Ich habe mal die betreffenden Beiträge hierher ausgelagert.

Hoffe mal, daß ich keinen Beitrag vergessen habe.

[/mod]

Edited by Bluey
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Also ich finde, daß es schon ein Unterschied ist, ob ich mich auf der Flucht befinde, weil meine Heimat zerbombt wird, oder weil ich mit dem politischen System daheim nicht einverstanden bin und die M

Hi, wenn jemand meint, dass er in seinem Land nicht mehr leben kann und/oder will, dann kann er sich selbstverständlich ein anderes Land zum Leben suchen. Das kann von mir aus auch Deutschland se

Und dann ist es richtig, dass Griechenland die Grenze sichert. Notfalls mit Gewalt. Es kann doch nicht sein, dass nur weil es hier „besser“ ist, Grenzen überrannt werden, Gesetzte missachtet werden u

 

 

Selbstverständlich ist klar, dass ein Politiker seiner Partei verpflichtet sein sollte und in erster Linie die Grundsätze vertritt. Jedoch ist das der Idealfall.

 

 

Nö, die sind nur ihrem Gewissen verpflichtet, stimmen auch mal anders ab wie der Rest der Partei.

 

Naja, wenn ich in Sachen Tempolimit und anderen Punkten nur Übereinstimmungen mit der AfD habe, jedoch Zuwanderung und Migration gegenüber neutral gegenüber stehe oder diese sogar Befürworte, dann werde ich dies vermutlich nicht öffentlich ausleben.

 

Mit ist klar, dass einzelne Abgeordnete/Politiker auch mal anders abstimmen, als der Rest der Partei, aber in der Regel ist die Richtung einer Partei ja bekannt, sodass es vermutlich zu jedem Thema vereinzelnd Ausreißer geben wird.

 

 

@Herr Dezember, für wie dumm hältst du einen Politiker, der der sich mit ein paar Gläsern Bier bestechen lässt?

Das hätte ich jetzt noch nicht mal als Bestechung aufgefasst sondern eher als einen sehr nahen Dialog mit dem Wählervolk... quasi Arbeit am Mann. Erzähl nur oft genug von deinen Problemen und irgendwer wird dich dann hören. Es reicht ja, wenn aufgrund des gewachsenen freundschaftlichen Verhältnisses etwas gemacht wird, was niemandem anderen schadet oder es keine Gegner zu gibt, wie zum Beispiel die Beschleunigung der Bearbeitung eines Neubauantrages oder eines Anbaus. Geh mal nicht davon aus, dass ich damit meinte, dass der Politiker dann auf Petitionen und Tausende Wählerstimmen ignoriert, damit er für einen Freund den Bau der Umgehungsstraße blockiert, damit der Freund als Bäcker vom Durchfahrtsverkehr profitieren kann.

 

Zu viel House of Cards geguckt....? Wovon manche immer sofort ausgehen....

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Naja, wenn ich in Sachen Tempolimit und anderen Punkten nur Übereinstimmungen mit der AfD habe, jedoch Zuwanderung und Migration gegenüber neutral gegenüber stehe oder diese sogar Befürworte, dann werde ich dies vermutlich nicht öffentlich ausleben.

 

 

 

 

Es fällt schwer bei solchen populistischen Stammtischbrüder nicht irgendwo eine Gemeinsamkeit zu finden, hängen die doch gerne ihren Mantel in den Wind. Es ist völlig unbedeutend was die AFD will oder nicht will, oder wieder mal will, oder noch nie wollte.

 

Meine Meinung zu Zuwanderung und Migration ist. Deutschland ist schon wegen der Überalterung ein Zuwanderungsland. Wenn wir die deutsche Politik und Wirtschaft betrachten, haben wir einen großen Teil der Flüchtlinge zu verantworten. Der Verantwortung müssen wir uns stellen.

 

Wie es z.B. in Togo aussieht. Meine Frau war in Togo, eine Frau wollte ihre 2-3 jährige Tochter meiner Frau nach Deutschland mitgeben. Noch Fragen wie gut es den Menschen geht.

 

 

 

Mit ist klar, dass einzelne Abgeordnete/Politiker auch mal anders abstimmen, als der Rest der Partei, aber in der Regel ist die Richtung einer Partei ja bekannt, sodass es vermutlich zu jedem Thema vereinzelnd Ausreißer geben wird.

 

 

Wenigstens meistens sollte die Richtung bekannt sein. Nur, so groß sind die Unterschiede nicht.

 

MfG.

 

hartmut

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Es fällt schwer bei solchen populistischen Stammtischbrüder nicht irgendwo eine Gemeinsamkeit zu finden, hängen die doch gerne ihren Mantel in den Wind. Es ist völlig unbedeutend was die AFD will oder nicht will, oder wieder mal will, oder noch nie wollte.

 

Das war nur ein sehr extremes Beispiel. Hätte bestimmt auch mit der Linken als andere Seite des Spektrums oder allen anderen Parteien funktioniert.

 

 

 

Wie es z.B. in Togo aussieht. Meine Frau war in Togo, eine Frau wollte ihre 2-3 jährige Tochter meiner Frau nach Deutschland mitgeben. Noch Fragen wie gut es den Menschen geht.

 

Das ist mir klar. War letztes Jahr in Südafrika und da haben wir mit meinem Onkel, der Dort wohnt eine Führung durch Soweto bekommen. Später sind wir aus Johannesburg noch nach Kapstadt weiter geflogen und sind da auch noch an Townships vorbeigekommen. Ich kann Migration vollkommen verstehen... auch ohne Kriege und Umweltkatastrophen.

 

 

@HerrDezember, lies deinen Pos. 1250.[

Hab ich.

 

 

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Wenn wir die deutsche Politik und Wirtschaft betrachten, haben wir einen großen Teil der Flüchtlinge zu verantworten.

Könntest Du mir das mal etwas näher erläutern?

 

Der Verantwortung müssen wir uns stellen.

Welcher Verantwortung müssen wir (also auch ich) uns stellen? In welcher Form?
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Könntest Du mir das mal etwas näher erläutern?

 

Aber gerne doch. Wenn wir Krieg spielen müssen wir uns auch um die unschuldigen Opfer kümmern. Am bekanntesten sind da wohl Afghanistan, oder indirekt Syrien Irak, Somalia usw.

 

Wir zerstören ganze Volkswirtschaften in armen Ländern. Mit billigen Geflügelfleisch das hier sonst im Abfall landen würde, zerstören wir Landwirtschaft. Mit alten Textilien von hier wird die Textilindustrie verhindert. Weltmeere, am bekanntesten ist Somalia, werden die Meere leer gefischt. Der Grund warum es bei Somalia Piraterie gibt. Beliebig fortsetzbar.

 

Welcher Verantwortung müssen wir (also auch ich) uns stellen? In welcher Form?

 

Indem wir akzeptieren das unsere Gesellschaft, zu der Du auch gehörst, irgendwie die Fehler korrigiert. Sei es echte Entwicklungshilfe ( die übrigens unserer Wirtschaft auch gut tut ) , oder auch die Aufnahme von Flüchtlingen.

 

MfG.

 

hartmut

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Wenn wir Krieg spielen müssen wir uns auch um die unschuldigen Opfer kümmern. Am bekanntesten sind da wohl Afghanistan, oder indirekt Syrien Irak, Somalia

Sorry, aber ich habe da wohl ein etwas anderes Verständnis von "Krieg spielen". Ich kann mich nicht erinnern, daß wir in Afghanistan Krieg spielen. Der Sinn und Zweck, daß auch wir Soldaten dorthin entsandt haben, ist wohl gänzlich ein anderer als Spielen. Die - unschuldigen - Opfer dort haben denke ich auch nicht wir zu verantworten, sondern insbesondere die Taliban.

In Syrien "spielen" WIR, also Deutschland, ja nun überhaupt nicht Krieg. Auch nicht indirekt. Aber wir kümmern uns dank unserer Regierung um den mit Abstand größten Teil der Flüchtlinge. Auch mit dem Irakkrieg haben wir eher wenig zu tun. Angezettelt haben wir ihn nicht. Und daran beteiligt haben wir uns auch nicht. Mit Somalia hatten wir rein gar nichts zu tun.

 

Also so richtig komme ich bei dem, was Du da schreibst, nicht mit bzw. verstehe Deine Intention immer noch nicht.

 

Wir zerstören ganze Volkswirtschaften in armen Ländern. Mit billigen Geflügelfleisch das hier sonst im Abfall landen würde, zerstören wir Landwirtschaft. Mit alten Textilien von hier wird die Textilindustrie verhindert. Weltmeere, am bekanntesten ist Somalia, werden die Meere leer gefischt. Der Grund warum es bei Somalia Piraterie gibt. Beliebig fortsetzbar.

Puh. Der Sprung ist jetzt auch kein kleiner.

- wo haben wir denn ganze Volkswirtschaften zerstört? In welchem armen Ländern?

- wo wird welche Landschaft durch billiges Geflügelfleisch erstört?

- auch was die Textilien betrifft, komme ich bei Dir nicht mit. Was genau meinst Du? Mit was für alten Textilien wird wo welche Textilindustrie inwiefern verhindert?

- ja, von dem Fischereiproblem vor Somalia und anderswo habe ich auch schon gehört. Da stimme ich Dir zu.

 

Indem wir akzeptieren das unsere Gesellschaft, zu der Du auch gehörst, irgendwie die Fehler korrigiert. Sei es echte Entwicklungshilfe ( die übrigens unserer Wirtschaft auch gut tut ) , oder auch die Aufnahme von Flüchtlingen.

Dazu müßte unsere Gesellschaft, zu der logischerweise auch ich gehöre, erst einmal wissen, um welche Fehler es sich handelt und wer diese Fehler wie oder wodurch begeht. Entwicklungshilfe wird mindestens so lange geleistet, wie ich zurückdenken kann. Und das sind mittlerweile schon einige Jahre! Die Aufnahme von Flüchtlingen kann nur begrenzt erfolgen. Denn irgendwann ist der Punkt erreicht, wo man sie weniger vernünftig unterbringen kann (mangels Kapazitäten), sie auch nicht - aufgrund der schieren Masse - integrieren und auch nicht dem Arbeitsmarkt zuführen kann UND die Bevölkerung so langsam aber sicher aufbegehren wird, weil es ihr einfach zu viele Flüchtlinge sind und die Probleme mit einem Teil dieser Flüchtlinge ja bekanntermaßen nicht gerade gering sind.

 

Abschließend: natürlich muß unser Land auch seinen Teil dazu beitragen, um zB Entwicklungshilfe zu leisten und ärmeren Ländern damit unter die Arme zu greifen. Aber unser Land ist nicht der Robin Hood der Welt und wird die Welt auch nicht retten können. Wir sind auch nicht für alles zuständig und müssen uns auch nicht um alles und jeden kümmern.

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Sorry, aber ich habe da wohl ein etwas anderes Verständnis von "Krieg spielen". Ich kann mich nicht erinnern, daß wir in Afghanistan Krieg spielen. Der Sinn und Zweck, daß auch wir Soldaten dorthin entsandt haben, ist wohl gänzlich ein anderer als Spielen. Die - unschuldigen - Opfer dort haben denke ich auch nicht wir zu verantworten, sondern insbesondere die Taliban.

In Syrien "spielen" WIR, also Deutschland, ja nun überhaupt nicht Krieg. Auch nicht indirekt. Aber wir kümmern uns dank unserer Regierung um den mit Abstand größten Teil der Flüchtlinge. Auch mit dem Irakkrieg haben wir eher wenig zu tun. Angezettelt haben wir ihn nicht. Und daran beteiligt haben wir uns auch nicht. Mit Somalia hatten wir rein gar nichts zu tun.

 

Also so richtig komme ich bei dem, was Du da schreibst, nicht mit bzw. verstehe Deine Intention immer noch nicht.

 

Nenne es wie Du willst. Die Bundeswehr hat Soldaten in Mali, Dschibuti, Mittelmeer, Sudan, Südsudan, Westsahara, über Syrien und Irak fliegen deutsche Tornados, Libanon, Ägäis, Baltikum, Jemen und noch paar Dinge wie abgeschlossene Einsätze wie in Somalia, oder Ex-Jugoslawien.

 

https://www.bmvg.de/de/themen/friedenssicherung/einsaetze-und-engagement-der-bundeswehr

 

Warum haben es die Taliban zu verantworten? Es ist doch Sache der Afghanen in ihrem Land so zu leben wie es ihrer Tradition entspricht. Bei den Saudis lassen wir es auch zu.

 

Puh. Der Sprung ist jetzt auch kein kleiner.

- wo haben wir denn ganze Volkswirtschaften zerstört? In welchem armen Ländern?

- wo wird welche Landschaft durch billiges Geflügelfleisch erstört?

- auch was die Textilien betrifft, komme ich bei Dir nicht mit. Was genau meinst Du? Mit was für alten Textilien wird wo welche Textilindustrie inwiefern verhindert?

- ja, von dem Fischereiproblem vor Somalia und anderswo habe ich auch schon gehört. Da stimme ich Dir zu.

 

Warum groß, geht doch immer um Macht und Geld. Die Bauern können ihr Geflügel nicht zu den Produktionskosten plus bisschen Verdienst vermarkten, weil Gefrierfleisch aus der EU immer noch billiger ist. Unsere Altkleider die wir brav in die Container schmeißen landen dort auf dem Markt. Die Textilfabriken die es gab konnten bei den Preisen nicht mithalten. Milchpulver aus der EU ist billiger wie Milch vom Bauern.

 

 

Dazu müßte unsere Gesellschaft, zu der logischerweise auch ich gehöre, erst einmal wissen, um welche Fehler es sich handelt und wer diese Fehler wie oder wodurch begeht. Entwicklungshilfe wird mindestens so lange geleistet, wie ich zurückdenken kann. Und das sind mittlerweile schon einige Jahre! Die Aufnahme von Flüchtlingen kann nur begrenzt erfolgen. Denn irgendwann ist der Punkt erreicht, wo man sie weniger vernünftig unterbringen kann (mangels Kapazitäten), sie auch nicht - aufgrund der schieren Masse - integrieren und auch nicht dem Arbeitsmarkt zuführen kann UND die Bevölkerung so langsam aber sicher aufbegehren wird, weil es ihr einfach zu viele Flüchtlinge sind und die Probleme mit einem Teil dieser Flüchtlinge ja bekanntermaßen nicht gerade gering sind.

 

Abschließend: natürlich muß unser Land auch seinen Teil dazu beitragen, um zB Entwicklungshilfe zu leisten und ärmeren Ländern damit unter die Arme zu greifen. Aber unser Land ist nicht der Robin Hood der Welt und wird die Welt auch nicht retten können. Wir sind auch nicht für alles zuständig und müssen uns auch nicht um alles und jeden kümmern.

 

Die Gesellschaft weiß was falsch läuft, nur wird es gerne verdrängt. Solange Entwicklungshilfe in erste Linie die wirtschaftlichen Interessen der EU vertritt, wird das nicht besser.

 

Auch die Flüchtlinge haben wir doch abgeschoben, Griechenland und Türkei sammeln Millionen Flüchtlinge in großen Lagern. Kapazitäten hätten wir genügend, sogar so viele das schon viele Unterkünfte geschlossen wurden. Inzwischen haben speziell unser Handwerker ein Problem, sie bilden Flüchtlinge aus, werden integriert, und dann abgeschoben. Gerade im Bereich Arbeitserlaubnis, Ausbildung, und Bleiberecht ist Nachholbedarf. Gerade Handwerker, Gastronomen sind froh über Mitarbeiter.

 

Deutschland war noch nie der Nachfolger von Robin Hood. In erster Linie geht es um die eigenen Interessen. Es gibt private Initiativen wie das Frauen eine Kuh bekommen und damit ihren Lebensunterhalt bestreiten können. Händler die Waren zu einem gerechten Preis kaufen und hier vermarkten.

 

MfG.

 

hartmut

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- wo wird welche Landschaft durch billiges Geflügelfleisch zerstört?

Das läuft ungefähr so ab:

In Deutschland werden pro Jahr ca. 650 Millionen Masthähnchen geschlachtet.

Davon werden aber nur ca. 20% komplett verkauft.

Von den anderen 80% gehen nur die 'Filetstücke' über den Ladentisch bzw. in die Pfanne.

Der Rest (Hälse, Innereien, Karkassen) bleiben übrig. Es gibt in Europa aber keine Abnehmer dafür.

Also müsste es eigentlich entsprechend aufwendig entsorgt werden.

Das ist mit hierzulande üblichen Gehältern aber viel zu teuer.

Also wird das Zeug nach Afrika geliefert und dort zu Dumpingpreisen verkauft.

Was widerrum heißt, dass die dort ansessigen Geflügelzüchter ihr Zeug nicht mal mehr zum Selbstkostenpreis

loswerden und reihenweise pleite gehen.

 

- auch was die Textilien betrifft, komme ich bei Dir nicht mit. Was genau meinst Du? Mit was für alten Textilien wird wo welche Textilindustrie inwiefern verhindert?

Mit den Textilien ist es genau das gleiche. Das Zeug, was hier in den Altkleidercontainern landet

(nicht denen von 'seriösen Firmen') wird auch nicht teuer entsorgt sondern geht nach Afrika

(eventuell sogar als Spende deklariert um vom Staat gesponsort) und wird

dort zu Dumpingpreisen verschleudert - auch mit der Folge, das die dortigen Textilhersteller da nicht

mithalten können und kaputt gehen.

 

Nun kann jeder für sich selbst überlegen, in wie weit er sich den Schuh anzieht und sich da eine Mitschuld

oder zumindestens Mitverantwortung gibt.

Aber selbst der Abgebrühteste muss doch einsehen, das da irgendwas gewaltig schief läuft

und er, Deutschland, Europa oder die sogenannte westliche Welt zu mindestens Nutznießer dieser ganzen Sch*ße ist.

(denn auf alle Fälle müsste er für sein Hähnchen bedeutend mehr bezahlen, wenn die Entsorgungskosten da mit reinkalkuliert wären)

Auf alle Fälle aber ist es naiv und blauäugig sich zu wundern, wenn die dann plötzlich alle hier

auf der Matte stehen und auch ein Stück vom Kuchen abhaben wollen.

 

In Syrien "spielen" WIR, also Deutschland, ja nun überhaupt nicht Krieg. Auch nicht indirekt.

Mit WIR war hier bestimmt auch nicht nur/direkt Deutschland gemeint.

Man darf allerdings nicht vergessen, dass die Waffen, mit denen dort rumgeballert wird zu grossen Teilen

noch aus NVA-Beständen stammen, die Deutschland für zwar wenig aber dennoch gutes Geld dorthin verscherbelt hat.

Deutschland ist unter den 5 größten Waffenexporteuren weltweit.

25% der deutschen Waffenexporte gehen nach Nahost, 7% nach Afrika.

Das könnte man schon als INDIREKT Krieg spielen bezeichnen.

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Nenne es wie Du willst. Die Bundeswehr hat Soldaten in Mali, Dschibuti, Mittelmeer, Sudan, Südsudan, Westsahara, über Syrien und Irak fliegen deutsche Tornados, Libanon, Ägäis, Baltikum, Jemen und noch paar Dinge wie abgeschlossene Einsätze wie in Somalia, oder Ex-Jugoslawien.

Ja, schön. Und wenn wir auch in diesen Regionen Soldaten haben, so komme ich mit Deiner/n obigen Aussage/n trotzdem nicht ganz mit. Das hat diese Aussage hier (Zitat) auch nicht verbessert.

 

Warum haben es die Taliban zu verantworten? Es ist doch Sache der Afghanen in ihrem Land so zu leben wie es ihrer Tradition entspricht. Bei den Saudis lassen wir es auch zu.

Weil die Taliban ein ganzes Land mit seiner Bevölkerung unterjocht haben. Ich habe nicht den Eindruck, daß die Auffassung von Leben, Kultur, Gesellschaft, so wie es die Taliban - zwanghaft - vorgaben, den Wünschen und Vorstellungen der Afghanen allgemein entspricht.

 

Warum groß, geht doch immer um Macht und Geld. Die Bauern können ihr Geflügel nicht zu den Produktionskosten plus bisschen Verdienst vermarkten, weil Gefrierfleisch aus der EU immer noch billiger ist. Unsere Altkleider die wir brav in die Container schmeißen landen dort auf dem Markt. Die Textilfabriken die es gab konnten bei den Preisen nicht mithalten. Milchpulver aus der EU ist billiger wie Milch vom Bauern.

Doch, das können die Bauern sehr wohl und machen sie hier auch. Nämlich vor allem auf den Wochenmärkten, wo sie ihre Produkte sehr gut und auch zu höheren Preisen als im Supermarkt verkaufen können.

Wo landen die Altkleider? Auf welchem Markt?

Ich habe nach dem Abi selbst für einige Zeit in einer großen hiesigen Textilfirma gearbeitet. Damals schon wurden die Klamotten auf dem Balkan und in Asien gefertigt. Und zwar möglichst billig. Eine Hose bspw., die hier locker für ca. 70 Euro verkauft wurde, hatte kalkulierte Produktionskosten in Höhe von max ca. 30 Euro. Oftmals sogar noch deutlich weniger.

Ja, früher zB kam der Milchmann noch mit dem Milchwagen durch die Straßen und zapfte den Leuten frische Milch, die allerdings auch nur 3-4 Tage hielt. Dann nämlich war sie sauer. Das ist heute - zum Glück - doch etwas anders, aus meiner Sicht auch besser.

 

Möchtest Du das Rad der Zeit zurückdrehen und wieder Verhältnisse wie in den 70er/80er Jahren haben? Viele kleine Tante-Emma-Läden, die so gerade das Notwendigste hatten und dieses dann auch recht teuer verkauften? Zeiten, wo man sich nicht wirklich viel leisten konnte?! Ich ehrlich gesagt nicht.

Ich kenne einige Bauern hier im Bereich. Die stöhnen fast alle. Schaut man aber mal genauer hin, geht es denen verdammt gut. Und Geld haben die alle.

 

Die Gesellschaft weiß was falsch läuft, nur wird es gerne verdrängt. Solange Entwicklungshilfe in erste Linie die wirtschaftlichen Interessen der EU vertritt, wird das nicht besser.

Hm.... also ich, als Teil der Gesellschaft, weiß jetzt gerade nicht so wirklich, was falsch laufen soll. Was meinst Du damit?

 

Wie stellst Du Dir denn eine gute Entwicklungshilfe vor?

 

Auch die Flüchtlinge haben wir doch abgeschoben, Griechenland und Türkei sammeln Millionen Flüchtlinge in großen Lagern. Kapazitäten hätten wir genügend, sogar so viele das schon viele Unterkünfte geschlossen wurden. Inzwischen haben speziell unser Handwerker ein Problem, sie bilden Flüchtlinge aus, werden integriert, und dann abgeschoben. Gerade im Bereich Arbeitserlaubnis, Ausbildung, und Bleiberecht ist Nachholbedarf. Gerade Handwerker, Gastronomen sind froh über Mitarbeiter.

Naja, wir haben über eine Million Flüchtlinge aufgenommen und davon nur ganz weniger bis jetzt wieder abgeschoben. Ansonsten haben wir gar keine Flüchtlinge abgeschoben. Auch nicht die, die jetzt in der Türkei oder in Griechenland gelandet sind. Wir haben sie lediglich nicht auch noch aufgenommen. Aus meiner Sicht war oder ist das auch richtig! Diese Art der Flüchtlingspolitik verhindert nämlich nicht die Dramen, die sich auf den Routen abspielen, sie befördert sie. Vor allem aber hilft sie den Schleusern, die sich damit dumm und dämlich verdienen.

Ich glaube auch nicht, daß wir genügend Kapazitäten hätten. Wir haben ja jetzt schon zu wenig Wohnraum. Wo willst Du denn noch weitere Millionen Flüchtlinge unterbringen? UND: wer bitte schön soll das alles bezahlen?!

 

Was Handwerk, Ausbildung etc betrifft: hier zäumt man doch das Pferd von hinten auf. Zum einen ist es bekannt, daß die meisten Flüchtlinge nicht integriert bzw. dem Arbeitsmarkt zugeführt werden können, daß absolut unterqualifiziert. Zum anderen kann es doch nicht sein, daß man sich über den Status "Flüchtling" Zutritt zur EU oder insbesondere Deutschland verschafft, um dort dann womöglich eine Ausbildung/Arbeit zu bekommen. Das genau sind nämlich die Wirtschaftsflüchtlinge. Wer hierher kommen, ausgebildet werden und arbeiten möchte, kann das gerne tun. Aber legal, auf den dafür vorgesehenen Wegen. Und nicht so, wie es jetzt zu tausenden oder hunderttausenden versucht wird.

 

Ich glaube eher, die besagten Handwerker, Gastronomen etc. sind froh über vor allem BILLIGE Mitarbeiter. Ich habe eher den Eindruck, daß hier vielfach Menschen einfach nur ausgenutzt werden. Klar, daß man beklagt, wenn diese billigen Arbeitskräfte nach einer gewissen Zeit wieder zurück müssen.

 

 

 

Deutschland war noch nie der Nachfolger von Robin Hood. In erster Linie geht es um die eigenen Interessen. Es gibt private Initiativen wie das Frauen eine Kuh bekommen und damit ihren Lebensunterhalt bestreiten können. Händler die Waren zu einem gerechten Preis kaufen und hier vermarkten.

Nee, so richtig noch nicht. Zum Glück. Denn das ist auch sicherlich nicht unsere Aufgabe.

Letztlich geht es um Angebot und Nachfrage. Wer Fair Trade leben möchte, kann das heute ja auch schon tun. Und damit - wenn es denn auch wirklich wahr ist - die Menschen in den betreffenden ärmeren Regionen unterstützen. Schaut man sich entsprechende Filmberichte an, bekommt man allerdings eher den Eindruck, daß das zusätzliche Geld bei denen, für die es eigentlich gedacht und bestimmt ist, gar nicht ankommt. Denn - so der letzte Bericht, den ich sah -, es wird ja gar nicht wirklich bis zum letzten Glied in der Produktionskette nachgeforscht, ob alles auch wirklich so ist, wie es sein soll. Da ist also auch schon wieder Tür und Tor offen für jede Menge Lug und Betrug.

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Das läuft ungefähr so ab: [...]

Ich möchte hier jetzt nicht den @biber geben, aber trotzdem doch mal nach einer Quelle fragen, wo man das nachlesen oder -schauen kann. Denn von diesen Praktiken habe ich noch nichts gehört. Ich kenne es eher so, daß viele Küken bspw. verfüttert werden.

Natürlich wird das, was nicht verkauft werden kann (wer will denn Innereien essen?!), entsorgt. Wie und wo weiß ich zugegebenermaßen allerdings nicht.

 

Mit den Textilien ist es genau das gleiche. Das Zeug, was hier in den Altkleidercontainern landet (nicht denen von 'seriösen Firmen') wird auch nicht teuer entsorgt sondern geht nach Afrika

(eventuell sogar als Spende deklariert um vom Staat gesponsort) und wird dort zu Dumpingpreisen verschleudert - auch mit der Folge, das die dortigen Textilhersteller da nicht mithalten können und kaputt gehen.

 

Nun kann jeder für sich selbst überlegen, in wie weit er sich den Schuh anzieht und sich da eine Mitschuld oder zumindestens Mitverantwortung gibt.

Aber selbst der Abgebrühteste muss doch einsehen, das da irgendwas gewaltig schief läuft und er, Deutschland, Europa oder die sogenannte westliche Welt zu mindestens Nutznießer dieser ganzen Sch*ße ist.

(denn auf alle Fälle müsste er für sein Hähnchen bedeutend mehr bezahlen, wenn die Entsorgungskosten da mit reinkalkuliert wären) Auf alle Fälle aber ist es naiv und blauäugig sich zu wundern, wenn die dann plötzlich alle hier auf der Matte stehen und auch ein Stück vom Kuchen abhaben wollen.

Auch davon, daß Textilspenden, die von hier aus in ärmere Regionen verschickt werden, dort dafür sorgen sollen, daß die dortige Textilindustrie kaputt gemacht wird, habe ich noch nie etwas gehört. Sind das nun Behauptungen oder Tatsachen? Falls letzteres zutrifft, sollte man doch irgendwo etwas darüber finden und lesen können.

 

Wenn in den ärmeren Regionen Altkleider zu absolut niedrigen Preisen (wenn überhaupt) verkauft werden, so können sich wenigstens die Armen diese Kleider leisten. Ich glaube nämlich nicht, daß sie sich die teueren der möglicherweise vorhandenen eigenen Textilindustrie leisten können. Das alles klingt ja fast schon so, als wären vor allem auch die Wohltätigkeitsvergände, die die Altkleider einsammeln und entsprechend weiter leiten, dafür verantwortlich, daß es bspw. in Afrika nicht vorwärts geht. Kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Und was wäre die Alternative? Daß wir unsere Altkleider auf den Müll werfen oder verbrennen?

 

Ich persönlich wüßte nicht, wo ich mir hier einen Schuh anziehen oder mir eine Mitverantwortung geben soll. Sorry. Ich kann auch Deine Argumentationskette - weshalb die hier dann auf der Matte stehen und was vom Kuchen abhaben wollen - nicht nachvollziehen. Ich glaube, die Probleme liegen dort ganz woanders.

 

Mit WIR war hier bestimmt auch nicht nur/direkt Deutschland gemeint.

Man darf allerdings nicht vergessen, dass die Waffen, mit denen dort rumgeballert wird zu grossen Teilen noch aus NVA-Beständen stammen, die Deutschland für zwar wenig aber dennoch gutes Geld dorthin verscherbelt hat. Deutschland ist unter den 5 größten Waffenexporteuren weltweit.

25% der deutschen Waffenexporte gehen nach Nahost, 7% nach Afrika. Das könnte man schon als INDIREKT Krieg spielen bezeichnen.

Ja, könnte man vielleicht. Sehe ich allerdings auch etwas anders. Wer diese Waffen haben will, der bekommt sie auch. Auf dem einen oder eben anderen Weg. Oder eben aus anderen Ländern, ggf. über Umwege auch aus unserem. Und dafür fühle ich mich nun beim besten Willen auch nicht verantwortlich.

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Ich möchte hier jetzt nicht den @biber geben, aber trotzdem doch mal nach einer Quelle fragen, wo man das nachlesen oder -schauen kann. Denn von diesen Praktiken habe ich noch nichts gehört. Ich kenne es eher so, daß viele Küken bspw. verfüttert werden.

Natürlich wird das, was nicht verkauft werden kann (wer will denn Innereien essen?!), entsorgt. Wie und wo weiß ich zugegebenermaßen allerdings nicht.

Kein Problem - hab ich: https://www.zdf.de/dokumentation/zdfzoom/zdfzoom-104.html

 

Ich persönlich wüßte nicht, wo ich mir hier einen Schuh anziehen oder mir eine Mitverantwortung geben soll. Sorry. Ich kann auch Deine Argumentationskette - weshalb die hier dann auf der Matte stehen und was vom Kuchen abhaben wollen - nicht nachvollziehen.

Ich glaube, die Probleme liegen dort ganz woanders.

Na gut - wo liegen denn Deiner Meinung nach die Probleme?

Ich hoffe doch nicht, Du bist der Meinung, das die ganzen Flüchtlinge ihre angestammte Heimat, Freunde, Familie u.s.w verlassen,

tausende Kilometer durch unbekanntes Land reisen, sich dann ihr Leben riskierend in eine Nussschale von Schlauchboot setzen, nach dem sie tausende Dollar an windige Fluchthelfer bezahlt haben,

und übers Mittelmeer schippern,

nur dass sie, wenn sie dann eventl. vielleicht mal in Deutschland angekommen sind, die Beine hochlegen und sich durchs deutsche Sozialsystem schmarotzen können.

 

Mein Sohn arbeitet in einer Gruppe mit, die Flüchtlinge ehrenamtlich in Deutsch unterrichten.

Was der so erzählt. Den einem haben sie zuhause den abgeschnittenen Kopf seines Vaters zugeschickt weil der dem ansessigen WarLord nicht gepasst hat.

Ich glaub, da würde ich auch die Beine in die Hand nehmen - kann man keinem verdenken.

 

Versteh mich nicht falsch. Ich sehe die sozialen Probleme, die Millionen von Flüchtlingen, die sich schlecht integrieren

und nach ihren eigenen - für uns sicher sehr befremdlich wirkenden - Rechts- und Moralvorstellungen leben, als sehr hoch an.

Aber der Zug ist abgefahren.

Die zweite Flüchtlingswelle steht in der Türkei und Griechenland schon bereit.

Lange werden die sich nicht mehr zurückhalten lassen - bzw. wird Erdogan die nicht mehr zurückhalten wollen.

Nur wenn sich in den Flüchtlingsherkunftsländern etwas ändert, wird das aufhören.

Und das wird es nicht, wenn wir uns hier bockig hinstellen, den Kopf in den Sand stecken, und sagen: ich bin doch nicht dran schuld.

Selbst wenn es stimmen würde - die Einstellung ist einfach nicht zielführend.

Das ist wie, wenn man auf seiner Vorfahrt beharrt, obwohl man von links den 40-Tonner schon heranbrausen sieht.

 

Wer diese Waffen haben will, der bekommt sie auch. Auf dem einen oder eben anderen Weg. Oder eben aus anderen Ländern, ggf. über Umwege auch aus unserem.

Ja da hast du sicher recht. Aber das ist eben auch nur möglich, weil (fast) alle so denken.

Und dafür fühle ich mich nun beim besten Willen auch nicht verantwortlich.

Solltest Du aber vielleicht. Denn nur, wenn sich ausreichend dafür verantwortlich (nicht schuldig) fühlen,

wird sich da irgendwann mal was dran ändern.

 

(oh Gott - jetzt klinge ich schon wie ein Grüner, wenns um die Umwelt geht :blush: )

 

Btw: irgendwie sind wir ganz schön vom eigentlichen Thema abgekommen.

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Na gut - wo liegen denn Deiner Meinung nach die Probleme?

In den Herkunftsländern selbst, an den dort herrschenden Verhältnissen, den dortigen (oft diktatorisch veranlagten und korrupten) Verantwortlichen.

 

Ich hoffe doch nicht, Du bist der Meinung, dass...

Nein, das bin ich nicht. Es mag solche geben, aber grundsätzlich gehe ich nicht davon aus, daß dem so ist.

 

Mein Sohn ...

Was ich ja gerade schon schrieb: die dortigen Verhältnisse sind alles andere als optimal. Natürlich möchte wohl niemand unter solchen leben.

 

Aber der Zug ist abgefahren.

Nein, das denke ich nicht. Der Zug wäre aus meiner Sicht allerdings abgefahren, würde man die Grenzen öffnen und so wie 2015 alle Flüchtlinge, vor allem ungefiltert bzw. nicht überprüft einfach so ins Land lassen. Ich glaube nicht, daß das ein doch recht großer Teil unserer Bevölkerung akzeptieren würde.

 

Die zweite Flüchtlingswelle...

Meine Meinung dazu: auch wenn's hart klingt, so würde ich die Flüchtlinge grundsätzlich doch rigoros zurückschicken. Das würde auf kurze Sicht auch dem Schleppertum den Hahn abdrehen, weil die Flüchtlinge einsehen müßten, daß es so nicht funktioniert. Wir können unmöglich Millionen an Flüchtlingen aufnehmen. Da kann man sich drehen und wenden wie man will.

 

Nur wenn sich in den Flüchtlingsherkunftsländern etwas ändert, wird das aufhören.

Völlig korrekt. Das Problem ist ja "nur", daß Hilfen nicht dort ankommen, wo sie gebraucht werden. Oder sie werden ganz einfach zweckentfremdet eingesetzt, was letztlich aufs Gleiche rauskommt.

An den Gesellschaften müßte sich aber auch sehr viel ändern. Daß in Afrika immer noch extrem in Stammesebenen gedacht und gelebt wird, ist einer effektiven Hilfe auch hinderlich. Zumal sich die Stämme ja oftmals auch nicht gerade wohlgesonnen sind.

 

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In den Herkunftsländern selbst, an den dort herrschenden Verhältnissen, den dortigen (oft diktatorisch veranlagten und korrupten) Verantwortlichen.

Gut... aber wie willst Du das ändern?

Denn wenn sich da nichts ändert wird das mit den Flüchtlingen nicht aufhören.

Und auch diese Lösung..

Meine Meinung dazu: auch wenn's hart klingt, so würde ich die Flüchtlinge grundsätzlich doch rigoros zurückschicken.

.. kaum funktionieren wird.

Denn sobald sich das rumspricht, wird sich plötzlich kein Flüchtling mehr daran erinnern können, aus welchem Land er kommt und auch keine Ausweispapiere mehr haben.

Was machst du dann? Wohin bringst du sie?

Und selbst wenn man irgendwie ermitteln kann (wird sicher sehr aufwendig), wo sie herkommen, muss das Heimatland auch bereit sein, diese zurückzunehmen.

Weiterhin werden sich dann immer mehr Flüchtlinge nicht mehr registrieren lassen und schwarz hier leben

- so wie es in USA ja mehr oder weniger normal ist.

Vor allem die, welche nach einer Rückführung zum zweiten mal hier auftauchen.

 

Das wäre alles nur Symptomheilung aber keine wirkliche Ursachenbekämpfung.

Und eine Mauer um ganz Deutschland oder sogar ganz Europa kann wohl keiner bezahlen und will wohl auch wirklich keiner.

 

 

Was ich ja gerade schon schrieb: die dortigen Verhältnisse sind alles andere als optimal.

Genau.. und deshalb sollten wir mehr dafür tun, die Verhältnisse dort zu ändern/verbessern

anstatt zu mindestens Nutznießer (siehe oben - Geflügel und Waffenhandel) davon zu sein, dass sie eher noch verschärft werden.

 

Wir können unmöglich Millionen an Flüchtlingen aufnehmen.

Da kann man sich drehen und wenden wie man will.

Ja da bin ich völlig einer Meinung mit dir.

Ich denke allerdings, das wir es mit heutigen Einstellung nicht werden verhindern können.

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Bis ein Flüchtling in Deutschland angekommen ist hat er mehrere sichere Länder durchquert, wo er laut dem Dublin-Abkommen hätte Asyl beantragen können und müssen. Da kann der Verdacht aufkommen das Sicherheit alleine nicht der Grund ist.

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Bis ein Flüchtling in Deutschland angekommen ist hat er mehrere sichere Länder durchquert, wo er laut dem Dublin-Abkommen hätte Asyl beantragen können und müssen. Da kann der Verdacht aufkommen das Sicherheit alleine nicht der Grund ist.

Alleine sicher nicht aber hauptsächlich.

Das eine schließt das andere ja nicht aus.

Unter den Flüchtlingen herrscht allgemein der Konsens, dass in Deutschland die Gefahr zurückgeschickt zu werden am geringsten, die Chance, die Familie auch nachzuholen am größten

und auch die Möglichkeit, hier Fuss zu fassen und ein einigermassen menschenwürdiges Leben zuführen am wahrscheinlichsten ist.

Ob das wirklich so ist, kann ich nicht 100%ig bestätigen - vermute das aber mal.

Insofern ist es doch völlig nachvollziehbar, dass Deutschland das Ziel der allermeisten Flüchtlinge ist.

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Meine Meinung dazu: auch wenn's hart klingt, so würde ich die Flüchtlinge grundsätzlich doch rigoros zurückschicken. Das würde auf kurze Sicht auch dem Schleppertum den Hahn abdrehen, weil die Flüchtlinge einsehen müßten, daß es so nicht funktioniert. Wir können unmöglich Millionen an Flüchtlingen aufnehmen. Da kann man sich drehen und wenden wie man will.

 

Mal zurück in der Geschichte. Aus Deutschland vor 45 versuchten viele zu flüchten. Seien es Wehrpflichtige, politisch Verfolgte, Juden, falscher Stammbaum oder Kranke gewesen. Die wurden leider oft von den Ländern die Exil geben sollten, zurück in den Tod geschickt. Nach dem Krieg wurden viele aus den besetzten Gebieten vertrieben und kamen als Flüchtlinge in den Rest von Deutschland. Später kamen Flüchtlinge von Ostdeutschland nach Westdeutschland.

 

 

Meine Eltern kamen vom Großdeutschen Reich hier in den Westen als Flüchtlinge. Bin somit ein Kind das einen Migrationshintergrund hat. Wenn ich dich jetzt recht verstehe würdest Du alle zurückschicken? Darf ich das so verstehen, Du würdest mich, wohin auch immer, zurück schicken?

 

MfG.

 

hartmut

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...

Sehe ich ähnlich.

Ich bin eigentlich auch ein Flüchtlingsnachkomme.

Meine Grossmutter mütterlicherseits ist Anfang 45 aus Ostpreußen nach Mitteldeutschland (Sachsen) geflüchtet.

Na klar - werden jetzt einige sagen. Ostpreußen gehörte ja zu Deutschland. Ist ja klar, daß man keine Deutschen zurückschickt.

Tja.. aber heute ist das nunmal nicht Deutschland sondern Russland. Wenn heute von dort einer nach Deutschland flüchten würde, der könnte nicht so schnell Asyl buchstabieren, wie er wieder draußen wäre. (ok.. vielleicht etwas überspitzt).

Daran sieht man mal, wie krank das ist.

Da werden willkürlich irgendwelche Grenzen durch die Landschaft gezogen und plötzlich haben die Menschen, die dahinter leben, einen anderen Stellenwert.

Ob das jetzt als Folge des 2.Weltkrieges oder schon vor 1000 Jahren passiert ist, ist doch da völlig egal.

Wie steht's in unserem Grundgesetz §3:

 

(1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich

 

und

 

(3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.

 

Also warum maßen wir uns dann das Recht an, zu bestimmen, wer hier leben und arbeiten darf.

Das derjenige sich an geltendes Recht und an die hier üblichen kulturellen Gepflogenheiten zu halten hat, steht dabei natürlich ausser Frage.

 

Was habe ich denn dafür getan, dass mir keiner verbieten kann, hier zu leben?

Ich habe gearbeitet und Steuern gezahlt (und tue es noch immer).

Aber genau das will ein Flüchtling doch auch tun.

Er kann doch nichts dafür, dass er nicht hier geboren ist - genauso wenig wie ich dafür kann bzw. irgend einen Verdienst daran habe, dass ich hier geboren bin.

 

Irgendwie konnte mir das noch keiner richtig beantworten. Die wenigsten denken auch soweit. Da ist irgendwie eine Schranke im Kopf, die wenige bereit sind, zu übersteigen.

Klar alle Menschen der Erde können natürlich nicht in Deutschland wohnen - logisch.

Aber das ist eher ein organisatorisches Problem als ein politisches oder moralisches.

Denn warum dürfen denn nur die auf alle Fälle hier leben, die hier geboren sind?

Warum werden nicht wir Deutschen irgendwo anders hingeschickt und die Flüchtlinge bleiben hier?

Au weia - Blasphemie - werden jetzt die meisten denken.

Ich hab doch mein ganzes Leben hier gearbeitet und jetzt soll ich das auf einmal alles verlieren was ich mir geschaffen habe?

Tja.. genau so ging es den Menschen in Syrien auch, als dort der Bürgerkrieg losging.

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Gut... aber wie willst Du das ändern?

Das weiß ich nicht. Darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Ganz sicher aber nicht, indem man Millionen Menschen aus diesen Ländern aufnimmt.

 

Denn wenn sich da nichts ändert wird das mit den Flüchtlingen nicht aufhören.

Tja.... wenn man sich überlegt, wofür anderswo Kriege geführt oder Staatsmänner "abgesetzt" werden, könnte man das hier auch überlegen. Aber dafür bedürfte es wohl entsprechender lohnender Bodenschätze..... Offenkundig gibt es die nicht, sonst wäre das Interesse und eben auch das Engagement sicherlich ein anderes.

 

Denn sobald sich das rumspricht, wird sich plötzlich kein Flüchtling mehr daran erinnern können, aus welchem Land er kommt und auch keine Ausweispapiere mehr haben.

Ohne Paß keine Einreise, sondern Zurückweisung. Wenn sich das rumspricht, wird womöglich kein Flüchtling mehr viel Geld für nichts ausgeben und eine mitunter lebensgefährliche Reise auf sich nehmen.

 

Was machst du dann? Wohin bringst du sie?

Siehe oben. Ich lasse sie nicht einreisen. Ich bringe sie dorthin zurück, von wo sie gekommen sind. Das muß ja nicht das Ursprungsland sein, sondern das letzte Transitland.

 

Und selbst wenn man irgendwie ermitteln kann (wird sicher sehr aufwendig), wo sie herkommen, muss das Heimatland auch bereit sein, diese zurückzunehmen.

Es gibt Möglichkeiten. Ungarn macht es gerade seit einiger Zeit vor. Und zwar sehr erfolgreich. Ich hab's selbst vor 2-3 Jahren vor Ort gesehen.

 

Weiterhin werden sich dann immer mehr Flüchtlinge nicht mehr registrieren lassen und schwarz hier leben

Das tun ohnehin schon viel zu viele. Vor allem die, die fürchten müssen, abgeschoben zu werden.

 

Vor allem die, welche nach einer Rückführung zum zweiten mal hier auftauchen.

Wofür haben wir eigentlich Schengen und die Schengengrenzen, wenn sie nicht entsprechend überwacht und gesichert werden?!

 

Das wäre alles nur Symptomheilung aber keine wirkliche Ursachenbekämpfung.

Und eine Mauer um ganz Deutschland oder sogar ganz Europa kann wohl keiner bezahlen und will wohl auch wirklich keiner.

Nein, eine Ursachenbekämpfung wäre das sicher nicht. Die muß in den Herkunftsländern erfolgen.

Eine Mauer will sicherlich auch niemand. Aber irgendwie muß oder sollte man die Außengrenzen (Schengen) schon sichern.

 

und deshalb sollten wir mehr dafür tun, die Verhältnisse dort zu ändern/verbessern

Aber doch nicht, indem man Millionen Flüchtlinge aufnimmt.

 

Ich denke allerdings, das wir es mit heutigen Einstellung nicht werden verhindern können.

Doch, das könnte man. Nur wird das als als inhuman gesehen.
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Unter den Flüchtlingen herrscht allgemein der Konsens, dass in Deutschland die Gefahr zurückgeschickt zu werden am geringsten, die Chance, die Familie auch nachzuholen am größten

und auch die Möglichkeit, hier Fuss zu fassen und ein einigermassen menschenwürdiges Leben zuführen am wahrscheinlichsten ist.

Nicht nur das. Es ist auch bekannt, daß die Unterbringungsverhältnisse erheblich besser sind als zB in Griechenland. Solche Verhältnisse wären hier völlig undenkbar!

 

 

 

Insofern ist es doch völlig nachvollziehbar, dass Deutschland das Ziel der allermeisten Flüchtlinge ist.

Ja, klar. Aber korrekt ist es dennoch nicht. Die Flüchtlinge dürften gemäß Dublin hier nicht ankommen. Sie müßten zB in Griechenland bleiben, bis feststeht, ob sie bleiben dürfen oder nicht. Allerdings müßte die EU den Erstaufnahmeländern mehr Unterstützung gewähren. Aus meiner Sicht ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis in den überfüllten Lagern echte und gefährliche Revolten entstehen.

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Mal zurück in der Geschichte. Aus Deutschland vor 45 versuchten viele zu flüchten. Seien es Wehrpflichtige, politisch Verfolgte, Juden, falscher Stammbaum oder Kranke gewesen. Die wurden leider oft von den Ländern die Exil geben sollten, zurück in den Tod geschickt. Nach dem Krieg wurden viele aus den besetzten Gebieten vertrieben und kamen als Flüchtlinge in den Rest von Deutschland. Später kamen Flüchtlinge von Ostdeutschland nach Westdeutschland.

Auch wenn es Analogien gibt, so sind es dennoch zwei verschiedne Paar Schuhe. Die damaligen Flüchtenden wurden nicht alle zurückgeschickt. Nicht alle Länder haben die Aufnahme verweigert.

 

Wenn ich weiteres schreibe, was mir gerade vorschwebte, würde ich wahrscheinlich einen mittelschweren Sturm der Entrüstung ernten. Das erspare ich mir lieber, auch wenn es aus meiner Sicht sehr zutreffend wäre. Es hätte aber wahrscheinlich Züge von Rassismus, auch wenn das nicht meine Intention wäre.

 

Btw.: die Flüchtlinge aus den deutschen Ostgebieten waren was? Genau: es waren Deutsche! Das ist ein kleiner, aber doch sehr gravierender Unterschied.

 

Meine Eltern kamen vom Großdeutschen Reich hier in den Westen als Flüchtlinge. Bin somit ein Kind das einen Migrationshintergrund hat. Wenn ich dich jetzt recht verstehe würdest Du alle zurückschicken? Darf ich das so verstehen, Du würdest mich, wohin auch immer, zurück schicken?

Hartmut, das ist doch Unsinn. Wenn ich von einem Teil meines Landes in einen anderen ziehe, ob nun freiwillig oder gezwungenermaßen, so bin ich sicher alles, aber ganz sicher kein Migrant. Ich würde oder hätte die eigenen Landsleute mit Sicherheit nicht zurückgeschickt. Die Flüchtlinge, die in Rede stehen, sind aber keine Landsleute, haben eine andere Sprache, eine gänzlich andere Kultur uvm.. Das kann man doch wohl kaum vergleichen.

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Na klar - werden jetzt einige sagen. Ostpreußen gehörte ja zu Deutschland. Ist ja klar, daß man keine Deutschen zurückschickt.

q.e.d. ;)

 

Tja.. aber heute ist das nunmal nicht Deutschland sondern Russland. Wenn heute von dort einer nach Deutschland flüchten würde, der könnte nicht so schnell Asyl buchstabieren, wie er wieder draußen wäre. (ok.. vielleicht etwas überspitzt).

Daran sieht man mal, wie krank das ist.

Da werden willkürlich irgendwelche Grenzen durch die Landschaft gezogen und plötzlich haben die Menschen, die dahinter leben, einen anderen Stellenwert.

Stimmt. Heute ist es nicht mehr deutsches Gebiet, sondern gehört zu Rußland, Polen, Litauen. Andere ehemals deutsche Gebiete gehören heute zu Frankreich, Belgien, Dänemark. Schaut man sich die Geschichte Europas an, so wanderten die Grenzen über die Jahrhunderte in erheblichem Maße. Mal gewann man Gebiete hinzu, mal verlor man welche, mal entstanden neue Staaten, alte verschwanden. Das alles ändert aber nichts daran, daß wir verschiedene Staaten haben und diese eben auch Grenzen. Und man gehört eben dem Staat an, in dem man geboren wurde und lebt, dessen Sprache man spricht, dessen Kultur man verinnerlicht hat. Wer heute - auch als Nachkomme ehemals Deutscher - aus besagten Gebieten kommt, der hat zwar deutsche Vorfahren, ist aber trotzdem Russe, Pole, Franzose, ja sogar zB Amerikaner. Aber: kein Deutscher. Demzufolge würde er logischerweise auch nicht ohne weiteres einreisen können (entsprechende zwischenstaatliche Verträge mal außen vor gelassen).

Ich sehe nichts krankes daran. Jeder Staat schützt sein Gebiet, seine Bevölkerung.

 

Nach dem ersten Weltkrieg wurden vielfach sehr willkürlich Grenzen gezogen. Die Folgen sehen wir vor allem heute. Gebiete, die eigentlich zusammen gehören, wurden willkürlich auseinander gerissen. Die Menschen dort haben deshalb aber keinen anderen Stellenwert, sondern einen anderen Status, eine andere Nationalität.

 

 

Ob das jetzt als Folge des 2.Weltkrieges oder schon vor 1000 Jahren passiert ist, ist doch da völlig egal.

Ja, im Prinzip ist es egal. Es ändert aber nichts an den aktuellen Tatsachen und daran, daß es diese Grenzen nunmal gibt. Und niemand wird das ändern können. Ich weiß, daß es die Linken immer wieder propagieren und völlig offene Grenzen haben wollen. Ich halte das für gewissermaßen gefährlich. Denn die Menschen sind nicht gleich, die Kulturen sind nicht gleich.

 

 

 

Wie steht's in unserem Grundgesetz §3:

 

(1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich

 

und

 

(3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.

 

Also warum maßen wir uns dann das Recht an, zu bestimmen, wer hier leben und arbeiten darf.

Sorry. Aber der Art. 3 GG bedeutet doch nicht, daß alle Menschen das Recht haben, hierher einzureisen, zu leben und zu arbeiten. Das Geltungsgebiet ist Deutschland, nicht irgendein anderes Land, nicht die Welt.

 

 

 

Das derjenige sich an geltendes Recht und an die hier üblichen kulturellen Gepflogenheiten zu halten hat, steht dabei natürlich ausser Frage.

Natürlich. Und was machen wir mit jenen, die unser Recht, unsere kulturellen Gepflogenheiten mit Füßen treten?

 

 

Was habe ich denn dafür getan, dass mir keiner verbieten kann, hier zu leben?

Ich habe gearbeitet und Steuern gezahlt (und tue es noch immer).

Du bist deutscher Staatsbürger. Damit hast Du das Recht, hier zu leben und zu arbeiten.

 

 

 

Aber genau das will ein Flüchtling doch auch tun.

Er kann doch nichts dafür, dass er nicht hier geboren ist - genauso wenig wie ich dafür kann bzw. irgend einen Verdienst daran habe, dass ich hier geboren bin.

Er ist aber kein Deutscher bzw. kein deutscher Staatsbürger. Und damit hat er auch nicht dieselben Rechte wie dieser. Er darf den Wunsch haben und äußern, hier zu leben und zu arbeiten. Er hat aber kein Anrecht darauf. Auch nicht aus Art. 3 GG.

 

Natürlich kann niemand etwas dafür, wo er geboren wurde. Aber so sind nunmal die Gegebenheiten. Wir haben keinen Weltstaat, sondern viele kleine oder größere Nationalstaaten.

 

Ich fliege im Sommer nach Sansibar. Habe ich ein Recht dazu? Nö. Und ich darf mir auch brav ein Visum besorgen, ohne das ich dort nicht einreisen dürfte. Da sage ich doch auch nicht: was kann ich dafür, daß ich in D geboren wurde?! Warum benötige ich ein Visum?!

 

 

Irgendwie konnte mir das noch keiner richtig beantworten. Die wenigsten denken auch soweit. Da ist irgendwie eine Schranke im Kopf, die wenige bereit sind, zu übersteigen.

Es ist der Traum der Linken, Grünen, ich meine auch der SPD, daß wir irgendwann mal ein ganz großes einiges Europa ohne Nationalstaaten sein werden. Warum? Ich habe nichts gegen die Nationalstaaten unter dem Europadach. Ganz im Gegenteil: ich finde die unterschiedlichen Kulturen, Sprachen, Bräuche etc. sogar spannend und interessant. Wenn ich bspw. nach Frankreich fahre, dann finde ich es schön, daß die Menschen dort auch irgendwie etwas anders gestrickt sind, anders sprechen, leben etc. Warum soll oder will man denn alles gleichschalten?!

 

 

Klar alle Menschen der Erde können natürlich nicht in Deutschland wohnen - logisch.

Aber das ist eher ein organisatorisches Problem als ein politisches oder moralisches.

Denn warum dürfen denn nur die auf alle Fälle hier leben, die hier geboren sind?

1. können nicht und ich denke wollen auch nicht.

2. nunja, ich denke, daß es durchaus auch ein politisches, aber auch ein kulturelles, mitunter sogar religiöses "Problem" ist.

3. was die, die hier geboren sind, Bürger dieses Staates sind und andere halt nicht.

 

 

Warum werden nicht wir Deutschen irgendwo anders hingeschickt und die Flüchtlinge bleiben hier?

Das ergibt sich u.a. aus obigem Punkt 3.

 

 

Au weia - Blasphemie - werden jetzt die meisten denken.

Nein. Ehrlich gesagt dachte ich: was ist das jetzt für ein Sch....ß?!

 

 

Ich hab doch mein ganzes Leben hier gearbeitet und jetzt soll ich das auf einmal alles verlieren was ich mir geschaffen habe?

Tja.. genau so ging es den Menschen in Syrien auch, als dort der Bürgerkrieg losging.

Ich glaube nicht, daß man das so einfach vergleichen kann. Und ich denke auch, daß wir weder für den Bürgerkrieg in Syrien verantwortlich sind noch daß wir die Aufgabe haben, alle Syrer zu retten.

Edited by Bluey
Art. geändert
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Und man gehört eben dem Staat an, in dem man geboren wurde und lebt

Nein eben nicht. Alle die in diesen Gebieten gelebt haben waren vor der Grenzziehung Deutsche und nach der Grenzziehung Russen, Balten oder Polen.

Das heisst, die Nationalität wurde ziemlich beliebig geändert.

Und wenn das ging, warum geht das dann nicht auch heute bei einem Flüchtling.

Bzw. warum ist dann die Nationalität überhaupt von Bedeutung?

 

Nach dem ersten Weltkrieg wurden vielfach sehr willkürlich Grenzen gezogen.

Nicht nur nach dem ersten Weltkrieg. Das passiert schon seit tausenden von Jahren und passiert auch heute noch. (siehe Krim, Sudan, Palästina)

 

Die Folgen sehen wir vor allem heute.

Wann lernen wir endlich daraus und lassen das mit den Grenzen ganz sein?

Hat in Deutschland doch schon 2 mal ganz gut geklappt.

 

Sorry. Aber der Art. 1 GG bedeutet doch nicht, daß alle Menschen das Recht haben, hierher einzureisen, zu leben und zu arbeiten.

Also irgendwie - so wie er formuliert ist - schon.

Da steht: jeder Mensch, unabhängig von.... - da steht nicht: jeder Mensch, der in Deutschland geboren wurde...

Und wenn er nicht hier einreisen, leben und arbeiten darf wird er ja schon irgendwie benachteiligt.

 

Das Geltungsgebiet ist Deutschland, nicht irgendein anderes Land, nicht die Welt.

Genau... geht ja auch darum, dass er in Deutschland leben und arbeiten will.

 

 

Natürlich. Und was machen wir mit jenen, die unser Recht, unsere kulturellen Gepflogenheiten mit Füßen treten?

Das, was wir auch mit einem Deutschen machen, der unser Recht und unsere kulturellen Gepflogenheiten mit Füßen tritt.

 

Du bist deutscher Staatsbürger. Damit hast Du das Recht, hier zu leben und zu arbeiten.

Du sprichst jetzt vom juristischen Recht. Ich mehr vom Recht im Sinne von Gerechtigkeit.

 

Wir haben keinen Weltstaat, sondern viele kleine oder größere Nationalstaaten.

Ja.. genau das ist halt das Problem.

 

Ich fliege im Sommer nach Sansibar. Habe ich ein Recht dazu? Nö. Und ich darf mir auch brav ein Visum besorgen, ohne das ich dort nicht einreisen dürfte. Da sage ich doch auch nicht: was kann ich dafür, daß ich in D geboren wurde?! Warum benötige ich ein Visum?!

Und? Findest Du das nicht auch doof?

Wäre es nicht schöner, wenn Du ohne Visum einreisen könntest?

Also ich ja.

Hab mich riesig gefreut, als das innerhalb Europas aufgehoben wurde.

Ein guter Anfang.

 

Ganz im Gegenteil: ich finde die unterschiedlichen Kulturen, Sprachen, Bräuche etc. sogar spannend und interessant. Wenn ich bspw. nach Frankreich fahre, dann finde ich es schön, daß die Menschen dort auch irgendwie etwas anders gestrickt sind, anders sprechen, leben etc. Warum soll oder will man denn alles gleichschalten?!

Was haben die unterschiedlichen Kulturen denn mit Landesgrenzen oder Nationalstaaten zu tun.

Innerhalb Deutschlands gibt es so viele verschiedene Kulturen.

Innerhalb Russlands erst.

Und in einem so kleinen Land wie der Schweiz werden sogar 4 verschiedene Sprachen gesprochen.

Die Ostfriesen haben mit den Sorben sicher weniger gemein als die Bayern mit den Österreichern.

Trotz oder auch ohne Landesgrenzen.

 

Nein. Ehrlich gesagt dachte ich: was ist das jetzt für ein Sch....ß?!

Ja klingt erstmal haarsträubend und unlogisch, weil es nicht zu den aktuellen Gegebenheiten passt.

Aber sind nicht eher die aktuellen Gegebenheiten das unlogische?

 

 

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Nein eben nicht. Alle die in diesen Gebieten gelebt haben waren vor der Grenzziehung Deutsche und nach der Grenzziehung Russen, Balten oder Polen.

Das heisst, die Nationalität wurde ziemlich beliebig geändert.

Und wenn das ging, warum geht das dann nicht auch heute bei einem Flüchtling.

Bzw. warum ist dann die Nationalität überhaupt von Bedeutung?

Doch. Erinnere Dich an die Spätaussiedler. Obwohl sie russisch sprachen, im russischen Staatsgebiet lebten, waren es trotzdem Deutsche und konnten auch ohne weiteres einwandern. Und das, obwohl sie nicht selten dort geboren waren. Den dort damals lebenden Deutschen hat man die deutsche Staatsbürgerschaft auch nicht automatisch aberkannt, nur weil das Gebiet nach dem WK II zu Rußland gehörte.

Grundsätzlich gehört man dem Staat an, in dem man geboren wurde. Natürlich gibt es auch genug Fälle, wo zB Migranten zwar in einem anderen Land Kinder bekommen, diese aber trotzdem überwiegend in ihrer eigenen Kultur groß werden lassen. Kein Problem, solange sich das nicht mit den Werten und der Kultur des Landes beißt, in dem sie leben.

 

Mit einem Flüchtling geht das theoretisch auch, nennt sich dann Einbürgerung. Nur bestehen da halt gewisse Hürden. Aus meiner Sicht zurecht.

 

Nationalität bewirkt IMO auch einen gewissen Zusammenhalt, ein Zugehörigkeitsgefühl. Sie vermittelt bestimmte Werte, eine bestimmte Kultur. Ich finde auch den Begriff "Nationalstolz" nicht schlimm. Ich bin durchaus stolz, Deutscher zu sein, in Deutschland zu leben.

 

Nicht nur nach dem ersten Weltkrieg. Das passiert schon seit tausenden von Jahren und passiert auch heute noch. (siehe Krim, Sudan, Palästina)

Ja, das stimmt. Ich glaube aber, daß die betroffenen Menschen dadurch nicht automatisch die Nationalität wechseln. Die Ukrainer auf der Krim sind sicherlich nach wie vor immer noch Ukrainer und fühlen sich auch so. Die dortigen Russen werden sich wohl noch nie als Ukrainer gefühlt haben und sind/bleiben auch Russen.

 

 

Wann lernen wir endlich daraus und lassen das mit den Grenzen ganz sein?

Hat in Deutschland doch schon 2 mal ganz gut geklappt.

Ohne Grenzen geht es nicht. Hätten wir keine Grenzen, hätten wir heute locker drei Millionen Flüchtlinge in Deutschland oder noch mehr. Und das würde die ohnehin schon vorhandenen Probleme erheblich verschärfen.

 

Wo oder wann hat das in Deutschland schon 2mal geklappt?

 

Also irgendwie - so wie er formuliert ist - schon.

Da steht: jeder Mensch, unabhängig von.... - da steht nicht: jeder Mensch, der in Deutschland geboren wurde...

Und wenn er nicht hier einreisen, leben und arbeiten darf wird er ja schon irgendwie benachteiligt.

:lol: Sorry, aber nee. "Irgendwie" gibt's nicht. Da steht zwar nicht "jeder Mensch, der in Deutschland geboren wurde....", aber der Geltungsbereich des GG ist klar definiert. Derjenige, der hier ist, lebt und arbeiten möchte, der unterliegt auch dem GG.

 

Genau... geht ja auch darum, dass er in Deutschland leben und arbeiten will.

Ja, aber der Syrer, der sich gerade in Griechenland aufhält, befindet sich halt nicht in Deutschland und da greift das GG nunmal nicht.

 

Das, was wir auch mit einem Deutschen machen, der unser Recht und unsere kulturellen Gepflogenheiten mit Füßen tritt.

Den Deutschen weisen wir nicht aus. Und verglichen mit den Haftbedingungen in sehr vielen anderen Ländern, den arabischen insbesondere, muten die hiesigen geradezu wie ein Sanatorium an. Wo ist das noch eine Strafe?!

 

Du sprichst jetzt vom juristischen Recht. Ich mehr vom Recht im Sinne von Gerechtigkeit.

Natürlich spreche ich vom juristischen Recht. "Gerechtigkeit" ist eher etwas, was oftmals einem Gefühl gleicht und persönlich mitunter völlig unterschiedlich ausgelegt wird. Nicht alles, was ich als gerecht oder ungerecht betrachte, wirst Du wahrscheinlich genauso sehen und umgekehrt. Deshalb bedarf es IMO ganz klarer Regelungen, und das sind natürlich juristische/legislative.

 

Ja.. genau das ist halt das Problem.

Möglich. Ich glaube aber nicht, daß es auch nur ansatzweise in absehbarer Zeit möglich sein wird, alle Völker, alle Stämme unter einen Hut zu bekommen. Dem stehen die vielen und völlig unterschiedlichen Kulturen, Religionen und allgemeinen Wertevorstellungen total entgegen.

Wenn überhaupt, so wird es mM nach viele Jahrhunderte oder gar Jahrtausende brauchen. Ich habe aber auch den Eindruck, daß viele Völker das gar nicht wollen. Die wollen ihre nationale Identität und die Grenzen, die diese markieren, gar nicht aufgeben.

 

Und? Findest Du das nicht auch doof?

Wäre es nicht schöner, wenn Du ohne Visum einreisen könntest?

Also ich ja.

Hab mich riesig gefreut, als das innerhalb Europas aufgehoben wurde.

Ein guter Anfang.

Naja, doof ist es irgendwie schon, weil man aus Europa etwas anderes gewohnt ist. Aber ich habe da kein Problem mit, kann den status quo problemlos akzeptieren. Als ich letztes Jahr in Marokko war, brauchte ich zwar kein Visum, aber immerhin einen Reisepaß und mußte bei der Ein- und sogar auch Ausreise so einen Zettel ausfüllen, wie lange ich wo war, zu welchem Zweck, von wo ich kam, welchen Beruf ich ausübe. Andere Länder, andere Sitten und Gebräuche.

 

Was haben die unterschiedlichen Kulturen denn mit Landesgrenzen oder Nationalstaaten zu tun.

Innerhalb Deutschlands gibt es so viele verschiedene Kulturen.

Innerhalb Russlands erst.

Und in einem so kleinen Land wie der Schweiz werden sogar 4 verschiedene Sprachen gesprochen.

Die Ostfriesen haben mit den Sorben sicher weniger gemein als die Bayern mit den Österreichern.

Trotz oder auch ohne Landesgrenzen.

Die Grenzen markieren diesen Kultur- und Sprachbereich. Auch wenn bspw. die Österreicher deutsch sprechen, so haben sie dennoch eine andere Kultur und auch Lebensweise und unterscheiden sich von uns Deutschen. Und ich finde es überhaupt nicht schlimm oder schädlich, daß dieser Bereich Grenzen hat.

Ja, innerhalb Deutschlands gibt es heutzutage recht viele Kulturen. Nicht alle sind gut, nicht alle sind friedlich, nicht alle wollen oder können sich integrieren, nicht alle erkennen unsere Kultur, unsere Werte an. Und genau das führt nicht selten zu Problemen. Ich persönlich bin kein Fan von Multikulti.

 

Wohin die verschiedenen Kulturen in Rußland geführt haben, konnte man nach Fall der Mauer und des eisernen Vorhangs sehen und erleben. Viele Kulturbereiche haben sich abgespaltet und einen eigenen, neuen Nationalstaat gegründet. Das zeigt doch, daß die Völker eigene, selbstverwaltete und eben auch durch Grenzen markerte Bereiche haben möchten.

 

Ich finde das toll, daß in der Schweiz vier Sprachen gesprochen werden. In unseren Grenzgebieten sprechen viele Menschen auch die Sprache des nahen Nachbarlandes. Finde ich super und auch schade, daß ich nicht mehr in Grenznähe wohne, deshalb auch nicht in den Genuß dieser Zweisprachigkeit kommen konnte. Wenn Du sie aber mal fragst, bin ich mir sicher, daß die Antwort sein wird: ich bin Schweizer (egal, welche Sprache sie sprechen).

 

Ja klingt erstmal haarsträubend und unlogisch, weil es nicht zu den aktuellen Gegebenheiten passt.

Aber sind nicht eher die aktuellen Gegebenheiten das unlogische?

Klingt nicht nur so, sondern ist es auch. Unser Land ist Deutschland, nicht Syrien oder sonst ein anderes Land. Es gehört den Deutschen, nicht den Syrern oder anderen Nationalitäten. Unlogisch wäre es, das eigene Territorium aufzugeben, nur weil irgendwer von sonstwo hierher ziehen will.

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Nein..keine Ahnung wie wir da hingekommen sind wo wir jetzt sind.

Das weiß ich auch nicht. Ich finde die Diskussion aber interessant.

 

 

Zum Topic: nun ist ja auch der erneute Vorstoß im Bundesrat gescheitert. Darf man nun hoffen, daß die grün eingefärbte Zunft Ruhe gibt? Nein, ich denke nicht. Spätestens nach der kommenden Bundestagswahl wird man wieder einen Versuch starten.

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@Bluey: Ich bewundere deine Ausdauer

@SNBoris & und andere Gutmenschen: Wer sich nicht schützt, wird am Ende untergehen. Das gilt auch für Staaten. Wir leben nun einmal in einem Staat, welcher verglichen mit vielen anderen Staaten eine höhere garantierte (auch finanzielle) Sicherheit und Lebensqualität bietet.

Präzisionsgeschätzen 6 Milliarden Menschen auf der Erde geht es deutlich schlechter. Was wird also bei absolut offenen Grenzen passieren, unrealistischer Weise angenommen nur 1% macht sich auf den Weg?

Verschliesst du eigentlich deine Haustür, bzw, hast du überhaupt eine, oder hängt da ein Teppich?

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Verschliesst du eigentlich deine Haustür?

Da frage ich mich auch gerade: wer dafür plädiert, daß es keine Grenzen mehr geben soll, alle Menschen das Recht und die Möglichkeit haben sollen, nach Belieben überall hin zu gehen, läßt derjenige auch jeden x-beliebigen Menschen auf sein Grundstück oder gar in sein Haus? Hat derjenige überhaupt eine Haustür? Und wenn ja, warum? Sollte nicht jeder das Recht (im Sinne von Gerechtigkeit) haben, zu wohnen und zu leben, wo er will? Warum dann nicht im Haus von Herr oder Frau XY, wenn es ihm gefällt?!
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Hi,

 

von mir aus kann doch jeder, der hier bei uns leben (und arbeiten) will, das von mir aus gerne tun.

Nur, er soll dann bitteschön auch arbeiten und seinen Lebensunterhalt verdienen. Und das OHNE dass wir ihn erst eine Zeit auf UNSERE Kosten durchfüttern und ausbilden, Sprachkurse undwasweissich bezahlen müssen/sollen!

 

Grüße

Wolle

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Da frage ich mich auch gerade: wer dafür plädiert, daß es keine Grenzen mehr geben soll, alle Menschen das Recht und die Möglichkeit haben sollen, nach Belieben überall hin zu gehen, läßt derjenige auch jeden x-beliebigen Menschen auf sein Grundstück oder gar in sein Haus? Hat derjenige überhaupt eine Haustür? Und wenn ja, warum? Sollte nicht jeder das Recht (im Sinne von Gerechtigkeit) haben, zu wohnen und zu leben, wo er will? Warum dann nicht im Haus von Herr oder Frau XY, wenn es ihm gefällt?!

 

 

Nichts verstanden?

 

MfG.

 

hartmut

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@ Bluey

 

Du machst dir alles etwas einfach. Wer weiß wer meine Vorfahren wirklich waren? Die Völker haben sich seit ewigen Zeiten vermischt, bin ich wirklich Deutscher? Ein Gen-Test würde es wohl zeigen. Meine Frau kommt aus Ungarn, ist dort geboren, aufgewachsen, hatte die ungarische Staatsangehörigkeit. Jetzt hat sie einen deutschen Pass. Ist sie für dich eine Deutsche? Sie hat als Hobby Ahnenforschung und einen Stammbaum der bis etwa 1700-1750 zurückreicht. Meiner reicht gerade bis zu meinen Eltern zurück. Die Großeltern mütterlicherseits haben wohl den Einzug der Russen nicht überlebt.

 

Erkläre mir mal, was ist deutsche Kultur. Die größten kulturellen Errungenschaften haben wir importiert. Egal ob Religion, Medizin, Humanismus, Mathematik usw. Finde macht nichts, wir haben eben diese kulturellen Errungenschaften in unsere Kultur übernommen. Gelernt von den Mauren und Römern. Dann sind wir eben auf dem Punkt, Kultur ist sehr weit verbreitet. Du darfst natürlich stolz sein auf diese kulturellen Leistungen, ich bevorzuge eher, ich kann mich mit Deutschland identifizieren, kommt so in de Richtung Patriotismus. Finde aber auch andere Kulturen gut.

 

Humanismus ist ein wesentlicher Wert in unserer Kultur. Sehen wir auch in den Sozialleistungen. Jeder Mensch der Hilfe benötigt bekommt Hilfe. Egal ob das jetzt der Penner oder der Flüchtling ist.

 

Es ist natürlich verlockend alle Flüchtlinge abwehren weil Deutschland praktisch eine Insel ist wo kein Flüchtling rein kann. Versagen wir den Humanismus und verlagern die Probleme in die Nachbarländer. Du hast da Ungarn lobend erwähnt. Zaun ziehen und jagt auf Flüchtlinge machen. Dann sollte auch mal erwähnt werden, als Ungarn überfordert war mit den Flüchtlingen, hat z.B. Deutschland und andere Länder Ungarn geholfen. Schaue dir jetzt mal Ungarn an, die liefern jede Menge ungarische Wirtschaftsflüchtlinge in die EU. Schau die Gesetzgebung an. Unverblümt gesagt, in so einem Land mit der Regierung, möchte ich nicht leben.

 

Es gibt Länder in denen es keine Sozialleistungen gibt. Flüchtlinge dürfen nicht arbeiten, bekommen weder Lebensmittel noch Geld. Egal, dort leben sie in Hütten aus Plastikplanen, und arbeiten für fast nichts. Dafür bekommen wir billiges Gemüse. Denke mal nicht das wir auch so werden sollen. Reicht wenn wir die Flüchtlinge dort ausbeuten.

 

Natürlich sollten die Gesetze endlich mal geändert werden. Alles muss schneller gehen. Wer integriert ist sollte bleiben dürfen, und die Arbeitgeber suchen keine billigen Arbeitskräfte, sondern gut ausgebildete Fachkräfte, ein unterbezahlter unmotivierter Mitarbeiter ist teuer. Es sind bei Handwerk und Industrie sehr viele Ausbildungsplätze frei.

 

Multikulti, was ist das überhaupt? In unserem Städle tummeln sich Menschen aus über 100 Nationen. Ist das Multikulti? Merke nicht viel davon.

 

Die Welt ist klein geworden. Wenn eine Maschine aus Deutschland zicken macht, hier sitzt der Techniker und egal in welchem Land die Maschine steht, der sucht den Fehler und behebt ihn wenn es geht. Wenn es sein muss steigt ein Monteur mit Ersatzteil in einen Flieger wenig später Problem erledigt. Und da sind bei der Entwicklungshilfe, sie soll die Menschen dort in die Lage versetzen unsere Maschinen zu kaufen. Nicht um den Menschen dort zu helfen.

 

Es gibt kleine Projekte die den Menschen dort wenigstens im kleinen Rahmen helfen den Lebensunterhalt zu sichern. Mal ein Projekt hervorgehoben. Es hat sich eine kleine Gruppe gebildet die nach Südamerika geflogen ist. Die Kaffeebauern unterstützt, und deren Kaffee dann hier vermarktet. Der Verdienst reicht aus die Familie zu ernähren und die Kinder in die Schule schicken. Wenn solche Projekte funktionieren, bleiben die Menschen.

 

Weißt Du noch was beim Mauerfall skandiert wurde?

 

Kommt die Mark bleiben wir, kommt sie nicht, kommen wir.

 

Mal abwarten wie die weitere Entwicklung in wirtschaftsschwachen Ländern ist. Kann sein wenn der Klimawandel so weiter geht, stehen plötzlich Milliarden vor Europas Toren, und erklären was von Klimawandel und das der Verursacher den Schaden tragen soll.

 

MfG.

 

hartmut

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Nur, er soll dann bitteschön auch arbeiten und seinen Lebensunterhalt verdienen. Und das OHNE dass wir ihn erst eine Zeit auf UNSERE Kosten durchfüttern und ausbilden, Sprachkurse undwasweissich bezahlen müssen/sollen!

Genau. Ausländer dürfen hier nur rein, wenn sie uns nützlich sind und wir sie gebrauchen können. Und wenn sie doch anders irgendwie reinkommen (es soll ja so Leute geben, die berufen sich da tatsächlich auf Gesetze, und unsere Kuscheljustiz macht das auch noch mit) und uns dann vielleicht sogar nützlich sind und wir sie gebrauchen können, dann heißt das noch lange nicht, daß wir sie nicht trotzdem wieder rausschmeißen.

 

Was können die Juden, die es geschafft haben, nach z.B. Palästina, Lateinamerika, Südafrika, die USA und Großbritannien zu emigrieren, sich glücklich schätzen, daß in diesen Ländern damals nicht Leute wie Du das Sagen hatten.

 

Es ist übrigens klar, daß wir das Problem 'fehlende (Fach-) Arbeitskräfte' ohne ausländische Arbeitskräfte genauso wenig werden lösen können wie die Rentenfrage.

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Die wie immer von Biber viel zitierte "Süddeutsche" wieder mal. Die ich ähnlich eher wie den "Spiegel" verorte, aber bisher hatten die wohl mehr Glück.

Einmal steht da: "Bisher hat aber nur jeder Vierte in Deutschland eine Bildungseinrichtung besucht."

Am Ende stellt die Angabe, dass jeder zweite einen festen Arbeitsplatz hat, sich als Befragung heraus.

Klar sagt die Hälfte der Befragten, ich arbeite jeden Tag.

Würde ich in der Situation auch behaupten.

:shutup:

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Warum sagst Du mir nicht, was ich angeblich nicht verstanden haben soll?

 

 

Bringe auch einen Vergleich. Es ist eine recht große Firma mit ganz vielen Mitarbeitern. Die wo eingestellt wurden dürfen in der Firma arbeiten. Werden sie ausgesperrt wird das nichts. Wenn alle genug gearbeitet haben geht jeder in sein Zuhause.

 

MfG.

 

hartmut

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Du machst dir alles etwas einfach. Wer weiß wer meine Vorfahren wirklich waren? Die Völker haben sich seit ewigen Zeiten vermischt, bin ich wirklich Deutscher? Ein Gen-Test würde es wohl zeigen. Meine Frau kommt aus Ungarn, ist dort geboren, aufgewachsen, hatte die ungarische Staatsangehörigkeit. Jetzt hat sie einen deutschen Pass. Ist sie für dich eine Deutsche?

Ich wüßte nicht, daß oder wo ich mir alles etwas einfach mache. Machen es sich aus Deiner Sicht die Menschen anderer Länder auch recht einfach, die so eingestellt sind wie ich? Und davon gibt es ja offensichtlich nicht gerade wenige, wenn ich nur mal so bei unseren europäischen Nachbarn schaue.

Für mich ist es nicht entscheidend, wer vor 2 oder noch mehr Generationen meine Vorfahren waren, von wo sie kamen. Entscheidend ist: ich bin hier geboren, ich spreche die deutsche Sprache, ich identifiziere mich mit diesem Land, ich mag und lebe seine Kultur, seine Bräuche.

Deine Frau kommt aus Ungarn. Ist doch schön. Und sicher ist sie im Herzen immer noch ein gutes Stück Ungarin, könnte ich mir vorstellen. Warum auch nicht. Ich denke aber, daß sie trotzdem gern hier in Deutschland - mit Dir - lebt, sich wohl fühlt, die hiesige Kultur und Bräuche akzeptiert und respektiert. Kurz: sie ist integriert. Und sie hat einen deutschen Paß. Damit ist sie für mich auch eine Deutsche

 

Erkläre mir mal, was ist deutsche Kultur. Die größten kulturellen Errungenschaften haben wir importiert. Egal ob Religion, Medizin, Humanismus, Mathematik usw. Finde macht nichts, wir haben eben diese kulturellen Errungenschaften in unsere Kultur übernommen. Gelernt von den Mauren und Römern. Dann sind wir eben auf dem Punkt, Kultur ist sehr weit verbreitet. Du darfst natürlich stolz sein auf diese kulturellen Leistungen, ich bevorzuge eher, ich kann mich mit Deutschland identifizieren, kommt so in de Richtung Patriotismus. Finde aber auch andere Kulturen gut.

Warum soll ich Dir erklären, was deutsche Kultur ist? Soll ich Dir als nächstes die französische Kultur oder die englische erlären? Oder die arabische, türkische? Ist es nicht offensichtlich, daß ein jedes Land auch eine eigene Kultur, eine eigene Art des Lebens hat, die sich mal mehr, mal weniger, aber doch immerhin ein gewisses Stück von den anderen unterscheidet? Religion ist da sicher etwas, was kulturell betrachtet über Landesgrenzen hinweg geht. Aber auch in der Religion unterscheiden sich ja nun die Völker bisweilen sehr. Wissenschaftliche Errungenschaften halte ich nicht für - sagen wir mal - problematisch, wenn es um die Frage des kulturellen Zusammenlebens geht.

Möglich, daß wir in unserer weit entfernten Vergangenheit auch etwas von den Mauren und Römern gelernt haben. Warum auch nicht. Ich frage mich nur, was Du damit aussagen möchtest. Bis wohin willst Du in die Vergangenheit zurückgehen? Bis zu den Urmenschen? Auch da gab es verschiedene Völker bzw. Stämme.

Ich bin nicht nur stolz auf deutsche kulturelle oder wissenschaftliche Leistungen, ich identifiziere mich auch mit diesem Land. Ja, ich fand es auch sehr schön mit anzusehen, als 2006 während der Fußball-WM die Menschen in unserem Land endlich mal wieder das WIR (sind Deutsche) erkannt, empfunden, gelebt und vor allem auch - mit all den deutschen Fahnen - gezeigt haben. Den Bedenken und entsprechenden Kommentaren aus dem Ausland zum Trotz.

Ich finde andere Kulturen auch gut. Ich mag z.B. die französische sehr, die französische Sprache und Lebensweise. Es gibt aber auch Kulturen, die ich nicht sonderlich mag.

 

Humanismus ist ein wesentlicher Wert in unserer Kultur. Sehen wir auch in den Sozialleistungen. Jeder Mensch der Hilfe benötigt bekommt Hilfe. Egal ob das jetzt der Penner oder der Flüchtling ist.

Schön. Aber wir sind in Europa nicht allein. Und ich bin der Ansicht, daß wir nicht die ganze Welt retten können. Demnach hat auch der Humanismus irgendwann eine Grenze. Zum Beispiel, was eine Obergrenze bzgl. der Aufnahme von Flüchtlingen betrifft. Ja, die gibt es nicht. Aus meiner Sicht leider.

 

Es ist natürlich verlockend alle Flüchtlinge abwehren weil Deutschland praktisch eine Insel ist wo kein Flüchtling rein kann. Versagen wir den Humanismus und verlagern die Probleme in die Nachbarländer. Du hast da Ungarn lobend erwähnt. Zaun ziehen und jagt auf Flüchtlinge machen. Dann sollte auch mal erwähnt werden, als Ungarn überfordert war mit den Flüchtlingen, hat z.B. Deutschland und andere Länder Ungarn geholfen. Schaue dir jetzt mal Ungarn an, die liefern jede Menge ungarische Wirtschaftsflüchtlinge in die EU. Schau die Gesetzgebung an. Unverblümt gesagt, in so einem Land mit der Regierung, möchte ich nicht leben.

Ich habe nicht gesagt, daß Deutschland alle Flüchtlinge abwehren soll. Ich sage aber, daß wir nicht alle Flüchtlinge aufnehmen können. Und das wir jene, die hier nach entsprechenden Überprüfungen kein Bleiberecht haben, auch schnell wieder zurückschicken sollten. Das Flüchtlingsproblem ist ein europäisches, kein allein deutsches. Es kann nur auf europäischer Ebene gelöst werden. Und warum sollte man nicht mit entsprechenden europäischen Mitteln (finanziell und personell) in den Ländern, wo die Flüchtlinge zuerst aufschlagen, diese auch entsprechend unterbringen, bis feststeht, ob sie bleiben dürfen oder nicht? Danach könnte es einem gewissen Schlüssel nach eine Aufteilung auf alle Länder geben. Nur wollen das ja offensichtlich längst nicht alle Länder. Vor allem wollen sie die Flüchtlinge nicht in dieser Menge, und auch nicht ungefiltert, ungeprüft. Daß Deutschland dann u.U. einspringt und sofort alle Grenzen öffnet, halte ich für grundfalsch und auch gefährlich.

Ich habe Ungarn weniger lobend erwähnt, als viel mehr die Tatsache, daß die mit ihrer Art der Grenzkontrolle durchaus erfolgreich sind und eben nicht einfach so alles hinein lassen, was hinein will.

 

Es gibt Länder in denen es keine Sozialleistungen gibt. Flüchtlinge dürfen nicht arbeiten, bekommen weder Lebensmittel noch Geld. Egal, dort leben sie in Hütten aus Plastikplanen, und arbeiten für fast nichts. Dafür bekommen wir billiges Gemüse. Denke mal nicht das wir auch so werden sollen. Reicht wenn wir die Flüchtlinge dort ausbeuten.

Wo hast Du das denn her? Wo leben denn Flüchtlinge (in Europa), die dort so hausen müssen und ausgebeutet werden?

 

Natürlich sollten die Gesetze endlich mal geändert werden. Alles muss schneller gehen. Wer integriert ist sollte bleiben dürfen, und die Arbeitgeber suchen keine billigen Arbeitskräfte, sondern gut ausgebildete Fachkräfte, ein unterbezahlter unmotivierter Mitarbeiter ist teuer. Es sind bei Handwerk und Industrie sehr viele Ausbildungsplätze frei.

Ab wann ist denn jemand voll integriert und dürfte demnach bleiben? Welche Kriterien müßte man dafür zugrunde legen?

Gut ausgebildete Fachkräfte...... es dauerte nicht lange (2015), da wurde schon in den Medien geschrieben, daß ein absoluter Großteil der Flüchtlinge keine gut ausgebildeten Fachkräfte seien, weder lesen noch schreiben könnten, ja noch nicht einmal etwas genossen haben, was man mit Schulbildung vergleichen könnte. Wie bitte möchtest Du diese Menschen auf dem Arbeitsmarkt einbinden? Ich möchte mal behaupten: das geht nicht. Und wenn die arbeitslos in ihrer Behausung tagtäglich quasi rumgammeln müssen, werden sie logischerweise mit der Zeit unzufrieden. Und nicht wenige werden straffällig, weil sie erkennen, daß man auf diese Weise auch an Geld kommen und sich ein durchaus angenehmes Leben gestalten kann. Wie weit geht bei diesen Menschen Deine Humanität?

 

Die Welt ist klein geworden. Wenn eine Maschine aus Deutschland zicken macht, hier sitzt der Techniker und egal in welchem Land die Maschine steht, der sucht den Fehler und behebt ihn wenn es geht. Wenn es sein muss steigt ein Monteur mit Ersatzteil in einen Flieger wenig später Problem erledigt. Und da sind bei der Entwicklungshilfe, sie soll die Menschen dort in die Lage versetzen unsere Maschinen zu kaufen. Nicht um den Menschen dort zu helfen.

Sorry, aber manchmal kann ich Deinen Gedanken nicht ganz folgen.

 

Es gibt kleine Projekte die den Menschen dort wenigstens im kleinen Rahmen helfen den Lebensunterhalt zu sichern. Mal ein Projekt hervorgehoben. Es hat sich eine kleine Gruppe gebildet die nach Südamerika geflogen ist. Die Kaffeebauern unterstützt, und deren Kaffee dann hier vermarktet. Der Verdienst reicht aus die Familie zu ernähren und die Kinder in die Schule schicken. Wenn solche Projekte funktionieren, bleiben die Menschen.

Ja, nennt sich Fair Trade, wenn ich nicht irre. Gibt es schon mehrfach. Und schön, wenn es funktioniert, d.h. wenn das Geld auch wirklich dort ankommt, wo die Produktionskette beginnt.

 

Kommt die Mark bleiben wir, kommt sie nicht, kommen wir.

Tja, das hat sich dann mit den Jahren wohl trotzdem etwas anders entwickelt. Die Mark kam, aber die Menschen sind trotzdem mehr und mehr ab- und gen Westen gewandert.

 

Mal abwarten wie die weitere Entwicklung in wirtschaftsschwachen Ländern ist. Kann sein wenn der Klimawandel so weiter geht, stehen plötzlich Milliarden vor Europas Toren, und erklären was von Klimawandel und das der Verursacher den Schaden tragen soll.

Das finde ich jetzt recht interessant. Dieser Deiner Aussage zufolge wäre einzig und allein Europa für den Klimawandel und den Folgen verantwortlich. Was ist denn mit den großen Nationen wie USA, Rußland, China, Indien, Brasilien? Und: stehen die Milliarden Betroffenen auch vor deren Toren? Meinst Du, daß sie denen auch was von Klimawandel erklären und von denen einfordern, die Schäden zu schultern?

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Bringe auch einen Vergleich. Es ist eine recht große Firma mit ganz vielen Mitarbeitern. Die wo eingestellt wurden dürfen in der Firma arbeiten. Werden sie ausgesperrt wird das nichts. Wenn alle genug gearbeitet haben geht jeder in sein Zuhause.

Mit diesem Vergleich kann ich nicht wirklich was anfangen. Vielleicht ist's auch schon zu spät......
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Ich wüßte nicht, daß oder wo ich mir alles etwas einfach mache. Machen es sich aus Deiner Sicht die Menschen anderer Länder auch recht einfach, die so eingestellt sind wie ich? Und davon gibt es ja offensichtlich nicht gerade wenige, wenn ich nur mal so bei unseren europäischen Nachbarn schaue.

Für mich ist es nicht entscheidend, wer vor 2 oder noch mehr Generationen meine Vorfahren waren, von wo sie kamen. Entscheidend ist: ich bin hier geboren, ich spreche die deutsche Sprache, ich identifiziere mich mit diesem Land, ich mag und lebe seine Kultur, seine Bräuche.

Deine Frau kommt aus Ungarn. Ist doch schön. Und sicher ist sie im Herzen immer noch ein gutes Stück Ungarin, könnte ich mir vorstellen. Warum auch nicht. Ich denke aber, daß sie trotzdem gern hier in Deutschland - mit Dir - lebt, sich wohl fühlt, die hiesige Kultur und Bräuche akzeptiert und respektiert. Kurz: sie ist integriert. Und sie hat einen deutschen Paß. Damit ist sie für mich auch eine Deutsche

 

 

Einfach machen bedeutet einfache Lösungen suchen wo es nicht gibt. Es hat bei den Spätaussiedlern schon eine Rolle gespielt wer die Vorfahren waren.

 

Jetzt mal warum das mit den Ungarn so wichtig ist. Die Vorfahren meiner Frau mussten nach Ungarn auswandern. Die Deutschen hatten eigene Orte. Haben sich also nie richtig integriert, sprachen Deutsch und heirateten untereinander, so hat meine Frau rein deutsche Vorfahren. Im Krieg durften sie für Deutschland kämpfen. Mein Schwiegervater musste aus politischen Gründen aus Ungarn fliehen. Jahre später konnte er seine Familie nachholen.

 

Wenn es jetzt nach bestimmten Kreise gegangen wäre, hätte Deutschland keine Flüchtlinge aufgenommen. Hätten meinen Schwiegervater den Ungarn ausgeliefert. Du kennst sicher die Sprüche vom deutschen Schäferhund.

 

 

 

Warum soll ich Dir erklären, was deutsche Kultur ist? Soll ich Dir als nächstes die französische Kultur oder die englische erlären? Oder die arabische, türkische? Ist es nicht offensichtlich, daß ein jedes Land auch eine eigene Kultur, eine eigene Art des Lebens hat, die sich mal mehr, mal weniger, aber doch immerhin ein gewisses Stück von den anderen unterscheidet? Religion ist da sicher etwas, was kulturell betrachtet über Landesgrenzen hinweg geht. Aber auch in der Religion unterscheiden sich ja nun die Völker bisweilen sehr. Wissenschaftliche Errungenschaften halte ich nicht für - sagen wir mal - problematisch, wenn es um die Frage des kulturellen Zusammenlebens geht.

Möglich, daß wir in unserer weit entfernten Vergangenheit auch etwas von den Mauren und Römern gelernt haben. Warum auch nicht. Ich frage mich nur, was Du damit aussagen möchtest. Bis wohin willst Du in die Vergangenheit zurückgehen? Bis zu den Urmenschen? Auch da gab es verschiedene Völker bzw. Stämme.

Ich bin nicht nur stolz auf deutsche kulturelle oder wissenschaftliche Leistungen, ich identifiziere mich auch mit diesem Land. Ja, ich fand es auch sehr schön mit anzusehen, als 2006 während der Fußball-WM die Menschen in unserem Land endlich mal wieder das WIR (sind Deutsche) erkannt, empfunden, gelebt und vor allem auch - mit all den deutschen Fahnen - gezeigt haben. Den Bedenken und entsprechenden Kommentaren aus dem Ausland zum Trotz.

Ich finde andere Kulturen auch gut. Ich mag z.B. die französische sehr, die französische Sprache und Lebensweise. Es gibt aber auch Kulturen, die ich nicht sonderlich mag.

 

 

 

 

 

 

Es geht darum was unterscheidet die Menschen. Und können sich Menschen in die Gesellschaft einfügen. Eine Parallelgesellschaft will keiner.

 

 

 

Schön. Aber wir sind in Europa nicht allein. Und ich bin der Ansicht, daß wir nicht die ganze Welt retten können. Demnach hat auch der Humanismus irgendwann eine Grenze. Zum Beispiel, was eine Obergrenze bzgl. der Aufnahme von Flüchtlingen betrifft. Ja, die gibt es nicht. Aus meiner Sicht leider.

 

 

Wo endet Humanismus? Wenn jemand um sein Leben fürchten muss wenn er zurück soll? Einfach so ohne Prüfung? Oder mit Zahlen, wir retten 100 und was aus den nächsten 100 wird geht uns nichts an?

 

 

 

Ich habe nicht gesagt, daß Deutschland alle Flüchtlinge abwehren soll. Ich sage aber, daß wir nicht alle Flüchtlinge aufnehmen können. Und das wir jene, die hier nach entsprechenden Überprüfungen kein Bleiberecht haben, auch schnell wieder zurückschicken sollten. Das Flüchtlingsproblem ist ein europäisches, kein allein deutsches. Es kann nur auf europäischer Ebene gelöst werden. Und warum sollte man nicht mit entsprechenden europäischen Mitteln (finanziell und personell) in den Ländern, wo die Flüchtlinge zuerst aufschlagen, diese auch entsprechend unterbringen, bis feststeht, ob sie bleiben dürfen oder nicht? Danach könnte es einem gewissen Schlüssel nach eine Aufteilung auf alle Länder geben. Nur wollen das ja offensichtlich längst nicht alle Länder. Vor allem wollen sie die Flüchtlinge nicht in dieser Menge, und auch nicht ungefiltert, ungeprüft. Daß Deutschland dann u.U. einspringt und sofort alle Grenzen öffnet, halte ich für grundfalsch und auch gefährlich.

 

Ich habe Ungarn weniger lobend erwähnt, als viel mehr die Tatsache, daß die mit ihrer Art der Grenzkontrolle durchaus erfolgreich sind und eben nicht einfach so alles hinein lassen, was hinein will.

 

Keine Flüchtlinge ins Land ist aber das Ziel, genau wie in Ungarn. Sollen doch die anderen Länder wo die Flüchtlinge hin kommen sich drum kümmern. Das ist eben mal wieder die einfache Lösung, funktioniert aber nicht. Ende Humanismus.

 

Es funktioniert aber, wie bei uns geplant, junge Flüchtlinge aus Griechenland holen, hier im Kinderheim unterbringen, in der Berufsschule und Lehre ausbilden, ins Arbeitsleben integrieren. Da haben wir Erfahrungen. Ist aber keine einfache Lösung. Seebrücke ist. wir nehmen hier Bootsflüchtlinge auf, und dann sieht man weiter. Wurde übrigens einstimmig vom Gemeinderat beschlossen, sogar unser AFD Gemeinderat ist dafür. Flüchtlingsunterkünfte haben wir genug.

 

Die Ungarn lassen überhaupt keinen rein, egal ob ein Asyl berechtigt ist oder nicht. Ist so wie schon angesprochen als andere Länder Juden zurück nach Deutschland geschickt haben. In einem Rechtsstaat wird erst geprüft und dann entschieden. Orban will halt einfache Lösungen.

 

Wo hast Du das denn her? Wo leben denn Flüchtlinge (in Europa), die dort so hausen müssen und ausgebeutet werden?

 

 

Italien und Spanien sind da beliebt.

https://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/dokus/sendung/europas-dreckige-ernte-120.html

 

 

Ab wann ist denn jemand voll integriert und dürfte demnach bleiben? Welche Kriterien müßte man dafür zugrunde legen?

 

Gut ausgebildete Fachkräfte...... es dauerte nicht lange (2015), da wurde schon in den Medien geschrieben, daß ein absoluter Großteil der Flüchtlinge keine gut ausgebildeten Fachkräfte seien, weder lesen noch schreiben könnten, ja noch nicht einmal etwas genossen haben, was man mit Schulbildung vergleichen könnte. Wie bitte möchtest Du diese Menschen auf dem Arbeitsmarkt einbinden? Ich möchte mal behaupten: das geht nicht. Und wenn die arbeitslos in ihrer Behausung tagtäglich quasi rumgammeln müssen, werden sie logischerweise mit der Zeit unzufrieden. Und nicht wenige werden straffällig, weil sie erkennen, daß man auf diese Weise auch an Geld kommen und sich ein durchaus angenehmes Leben gestalten kann. Wie weit geht bei diesen Menschen Deine Humanität?

 

Integriert ist jemand wenn er sich innerhalb der Gesellschaft bewegt. Sport ist da schon mal ganz gut.

 

Die gut ausgebildeten kommen aus anderen Ländern. Der Ornithologe aus Russland den ich kannte macht eine angelernte Tätigkeit in der Metallfabrik. Studierte Ungarn sitzen in der Lebensmittelindustrie am Band. Komisch das die Ungarn einfach so arbeiten dürfen. Die kommen schon mit seltsamen Vorstellungen hier her.

 

Und so wie ich Human bin, verlange ich es von den Flüchtlingen auch.

 

Sorry, aber manchmal kann ich Deinen Gedanken nicht ganz folgen.

 

 

Will nur sagen, früher war so was undenkbar. Drohnen töten gesteuert aus den USA und wahrscheinlich auch Deutschland Menschen in anderen Ländern. Mister Präsident schaut live zu. Sauberer Krieg, morgens paar Afgahnen töten, nach Feierabend mit den Kindern spielen. Konzerne können von fast jedem Punkt der Welt geführt werden. Die Welt ist klein geworden. Es muss in größeren Dimensionen gedacht werden wie Deutschland oder Europa.

Ja, nennt sich Fair Trade, wenn ich nicht irre. Gibt es schon mehrfach. Und schön, wenn es funktioniert, d.h. wenn das Geld auch wirklich dort ankommt, wo die Produktionskette beginnt.

 

 

Immerhin ein kleiner Anfang. Nur wo Geld fließt, sind schnell welche die es wollen.

 

 

Tja, das hat sich dann mit den Jahren wohl trotzdem etwas anders entwickelt. Die Mark kam, aber die Menschen sind trotzdem mehr und mehr ab- und gen Westen gewandert.

 

 

Das mit der Mark war schon ein gutes Druckmittel. War ein Fehler da nachgeben.

 

Das finde ich jetzt recht interessant. Dieser Deiner Aussage zufolge wäre einzig und allein Europa für den Klimawandel und den Folgen verantwortlich. Was ist denn mit den großen Nationen wie USA, Rußland, China, Indien, Brasilien? Und: stehen die Milliarden Betroffenen auch vor deren Toren? Meinst Du, daß sie denen auch was von Klimawandel erklären und von denen einfordern, die Schäden zu schultern?

 

 

 

Habe ich nicht gesagt. Europa hat sich aber schon bisschen raffiniert aus der Schlinge gezogen. Die Verhüttung von Stahl als Beispiel geht jetzt auf die Kappe von anderen Ländern. Wir kaufen den fertigen Stahl. Andere Länder sind da nicht besser. Nur ich bin Europäer und muss vor der eigenen Türe kehren.

 

Ja ich denke, es wird auch die anderen Länder treffen, wenn mal eine schlagkräftige Organisation dahinter steht. Im Moment ist es noch recht planlos.

MfG.

 

hartmut

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Nationalität bewirkt IMO auch einen gewissen Zusammenhalt, ein Zugehörigkeitsgefühl. Sie vermittelt bestimmte Werte, eine bestimmte Kultur.

Nichtdestotrotz kann sowas halt beliebig geändert werden. Durch Gesetze, durch Kriege, u.s.w.

Hat also nicht wirklich konsequent was mit dem Menschen zu tun.

Stellt dir z.b. eine Österreicher vor.

Bis 1938 könnte er sich nach den heutigen Gesetzen nicht ohne weiteres in Deutschland niederlassen.

Von 1938-1945 war er plötzlich sogar Deutscher.

Ab 1945 wäre wieder Ende mit der Möglichkeit in Deutschland zu leben.

Und ab den EU-Beitritt von Österreich geht es plötzlich wieder.

D.h. ohne das sich der Mensch ändert, seine Sprache und die Kultur die er pflegt ändert sich seine Nationalität

und die Möglichkeit, sich hier niederzulassen.

Es liegt also nicht an den Menschen und/oder seiner Kultur sondern an den gerade gültigen Zuständen.

 

Ich bin durchaus stolz, Deutscher zu sein.

Deine Einstellung, die lasse ich dir auch.

Ich für mich bin der Meinung, nur auf etwas stolz zu sein, wo ich selbst auch etwas für getan habe.

 

Ja, das stimmt. Ich glaube aber, daß die betroffenen Menschen dadurch nicht automatisch die Nationalität wechseln. Die Ukrainer auf der Krim sind sicherlich nach wie vor immer noch Ukrainer und fühlen sich auch so. Die dortigen Russen werden sich wohl noch nie als Ukrainer gefühlt haben und sind/bleiben auch Russen.

Ja mit der Nationalität mag das stimmen - mit der Staatsbürgerschaft sieht es schon anders aus.

Und was sind dann eigentlich die Kinder, die dort aus gemischten Beziehungen hervorgehen?

 

 

Ohne Grenzen geht es nicht. Hätten wir keine Grenzen, hätten wir heute locker drei Millionen Flüchtlinge in Deutschland oder noch mehr. Und das würde die ohnehin schon vorhandenen Probleme erheblich verschärfen.

Ja das stimmt. Aber die wenigsten bedenken, dass die Probleme deswegen nicht weg sind.

Sie treten nur woanders auf. Und meist sogar schlimmer als hier in Deutschland.

 

Wo oder wann hat das in Deutschland schon 2mal geklappt?

Na 1871 und 1989/90.

Aus vielen bzw. 2 Staaten wurde einer. Grenzen fielen weg.

Eigentlich könnte man das Schengener Abkommen auch noch dazu zählen.

 

Derjenige, der hier ist, lebt und arbeiten möchte,

der unterliegt auch dem GG.

Ja nichts anderes sage ich ja. Und damit wird er benachteiligt, wenn er das nicht darf.

Was ein Verstoss gegen das GG ist.

 

Ja, aber der Syrer, der sich gerade in Griechenland aufhält, befindet sich halt nicht in Deutschland und da greift das GG nunmal nicht.

Ok.. dann dürfte aber spätestens jeder, der deutschen Grund und Boden erreicht, nicht mehr benachteiligt werden.

 

Den Deutschen weisen wir nicht aus.

Verlangt ja auch keiner. Aber die hier straffällig gewordenen Ausländer halt auch nicht.

Zum einen wegen GG - keine Benachteiligung u.s.w.

Zum anderen: meistens bleiben sie ihn ihrem Heimatland straffrei und sind nach einem halben Jahr wieder hier und machen

mit dem Sch**ß weiter.

 

Und verglichen mit den Haftbedingungen in sehr vielen anderen Ländern, den arabischen insbesondere, muten die hiesigen geradezu wie ein Sanatorium an. Wo ist das noch eine Strafe?!

In wieweit deutsche Gefängnisse Strafe sind und die Ursachen dafür - darüber kann man trefflich streiten (auch meiner Meinung nach viel zu lasch).

Gilt aber auch hier für deutsche oder Ausländer gleichermassen.

 

Möglich. Ich glaube aber nicht, daß es auch nur ansatzweise in absehbarer Zeit möglich sein wird, alle Völker, alle Stämme unter einen Hut zu bekommen. Dem stehen die vielen und völlig unterschiedlichen Kulturen, Religionen und allgemeinen Wertevorstellungen total entgegen.

Wenn überhaupt, so wird es mM nach viele Jahrhunderte oder gar Jahrtausende brauchen.

Und wieder kann ich Dir nur zustimmen.

Allerdings bewegen wir uns derzeit eher in die Richtung, die Probleme zu verschärfen als zu lösen.

 

Ich habe aber auch den Eindruck, daß viele Völker das gar nicht wollen. Die wollen ihre nationale Identität und die Grenzen, die diese markieren, gar nicht aufgeben.

Ja das ist auch teilweise so.

Allerdings sehe ich auch immer mehr - besonders in der Generation Internet - das sich Menschen weltweit zusammenfinden, sich austauschen,

diskutieren und Gemeinschaften bilden wo Nationalität und Herkunft allenfalls ein unwichtiges Attribut ähnlich der Haar- oder Augenfarbe ist.

Sogar Angehörige von eigentlich total verfeindeten Nationalitäten wie z.b. Israelis und Palästinenser gehen da mit einander um,

gebe es diese überhaupt Streitigkeiten nicht.

Das Internet ist eben so eine grenzenlose Welt, wie mir das vorschwebt.

Das macht mir Hoffnung.

Allerdings sehe ich leider auch vermehrt Versuche, diese Grenzen im Netz wieder aufzubauen.

 

 

Wohin die verschiedenen Kulturen in Rußland geführt haben, konnte man nach Fall der Mauer und des eisernen Vorhangs sehen und erleben. Viele Kulturbereiche haben sich abgespaltet und einen eigenen, neuen Nationalstaat gegründet. Das zeigt doch, daß die Völker eigene, selbstverwaltete und eben auch durch Grenzen markerte Bereiche haben möchten.

Ich glaube, du bringst jetzt hier Russland und die Sowjetunion etwas durcheinander?

Die Sowjetunion war so ein Staatenbund, wo die einzelnen Nationen/Sowjetrepubliken quasi reingezwungen wurden.

Das sowas nicht gut gehen kann ist klar.

Wenn man auf Augenhöhe zusammenkommt sieht das ganz anders aus - sieht man ja z.b. an den EU-Aufnahmeanträgen der baltischen Staaten.

 

Ich meinte aber mehr wirklich nur Russland - in der Sowjetunion als RFSFR bekannt.

Das ist ein Staat, in den zig. Nationalitäten zusammenleben. Inwieweit hier Zwang ausgeübt wurde und wie lange das noch gut geht, wissen wir nicht.

Aber bisher funktioniert das noch. Und ich kann mir auch nicht vorstellen, das z.b. die Itelmenen, die Ultschen oder die Nagaibaken

mit einem eigenen Staat wirklich besser dran wären.

 

Ein anderes Beispiel ist z.b. Kanada. Hier leben 2 Nationalitäten, die sich zu Gründungszeiten noch spinnefeind waren super innerhalb eines Staates zusammen.

 

Unser Land ist Deutschland, ... Es gehört den Deutschen.

Bei dem Satz denke ich immer: Toll.. wo kann ich meinen Teil verkaufen?

Oder aber auch: Uns könnte heute von diesem Land noch viel mehr gehören, wenn wir es vor ca. 80 Jahren mit dem Deutsch-sein nicht übertrieben hätten.

 

Sollte nicht jeder das Recht (im Sinne von Gerechtigkeit) haben, zu wohnen und zu leben, wo er will? Warum dann nicht im Haus von Herr oder Frau XY, wenn es ihm gefällt?!

Das hatten wir schon oben geklärt. Voraussetzung war ja, das sich an geltendes Recht gehalten wird.

Das was du hier ansprichst, wäre Wegnahme von privaten Eigentum - also ganz klar ein Verstoss gegen geltendes Recht.

@mods: Ich bitte um Auslagerung der "Nebendiskussion", ob jemand nun von den Slawen, den Wikingern, den Kelten, den Germanen, den Franken, den Prußen, usw. oder einer "Blutauffrischung" abstammt, denn dieser langjährige Doku-Thread hier ist zu wichtig für eine Verwässerung und Unlesbarkeit. Danke!

Ja ich glaube auch, eine Auslagerung wäre hier vom Vorteil.
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@SNBoris & und andere Gutmenschen: Wer sich nicht schützt, wird am Ende untergehen. Das gilt auch für Staaten.

Der beste Schutz ist aber nicht, eine grosse Mauer zu bauen, sondern sich mit demjenigen, der dir dein Land wegnehmen will, zu verbünden.

 

Verschliesst du eigentlich deine Haustür, bzw, hast du überhaupt eine, oder hängt da ein Teppich?

Ja ich hab eine.

Auf der steht aber nicht: 'Gilt nur für Ausländer - Deutsche dürfen gerne reinkommen'.

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von mir aus kann doch jeder, der hier bei uns leben (und arbeiten) will, das von mir aus gerne tun.

Schön - sind wir uns darin schon mal einig.

 

Nur, er soll dann bitteschön auch arbeiten und seinen Lebensunterhalt verdienen. Und das OHNE dass wir ihn erst eine Zeit auf UNSERE Kosten durchfüttern und ausbilden, Sprachkurse undwasweissich bezahlen müssen/sollen!

Könnte man diskutieren. Möglicherweise wäre sowas durch private Spenden oder auf Darlehensbasis (ähnlich Stipendium) finanzierbar.

Oder es unterweisen Firmen schon in den Herkunftsländern (wäre doch ein neues Geschäftsmodell?)

 

Bleibt nur die Frage offen: Was machst du mit den Deutschen, die ihren Lebensunterhalt nicht verdienen und die wir auf UNSERE Kosten durchfüttern?

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Nur, er soll dann bitteschön auch arbeiten und seinen Lebensunterhalt verdienen. Und das OHNE dass wir ihn erst eine Zeit auf UNSERE Kosten durchfüttern und ausbilden, Sprachkurse undwasweissich bezahlen müssen/sollen!

Könnte man diskutieren. Möglicherweise wäre sowas durch private Spenden oder auf Darlehensbasis (ähnlich Stipendium) finanzierbar.

Oder es unterweisen Firmen schon in den Herkunftsländern (wäre doch ein neues Geschäftsmodell?)

 

Bleibt nur die Frage offen: Was machst du mit den Deutschen, die ihren Lebensunterhalt nicht verdienen und die wir auf UNSERE Kosten durchfüttern?

 

@wolle63: Wie gut ist denn dein (bestenfalls) englisch, um der Person die Arbeit zu erklären? Oder kannst du auch syrisch, um einer solchen Person die Arbeit zu erklären? Wir selber beschäftigen Flüchtlinge und haben unter anderem auch einen Nigerianer, welcher seit 4 Jahren in Deutschland ist, seit 2 Jahren bei uns arbeitet und besser deutsch kann, als die alte Aushilfe, die manchmal beim Dönermann um die Ecke hinterm Tresen steht.

 

@SNBoris: Wir können ja die Deutschen, die ihren Lebensunterhalt nicht verdienen wollen und die wir auf unsere Kosten durchfüttern, gegen arbeitswillige Syrer, Nigerianer und Co. tauschen ;-)

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@SNBoris: Wir können ja die Deutschen, die ihren Lebensunterhalt nicht verdienen wollen und die wir auf unsere Kosten durchfüttern, gegen arbeitswillige Syrer, Nigerianer und Co. tauschen ;-)

Ja klingt erstmal gut :closedeyes:

 

Aber mal Spaß beiseite: ich finde es auch einen falschen Lösungsansatz, hier nur die Leute reinzulassen, die eine entsprechende Bildung,

Qualifikation und meinetwegen auch noch Arbeitseinstellung hat.

 

Denn gerade diese Leute werden nämlich auch vor Ort gebraucht, um den ganzen Laden wieder aufzubauen und zum Laufen zu bringen.

 

Wenn dort nur noch - ich sags mal krass - 'ungebildetes und arbeitsunwilliges' Volk zurückbleibt

wird da gar nix mehr vorangehen und dann haben wir bald noch mehr Flüchtlinge vor unseren Grenzen.

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Einfach machen bedeutet einfache Lösungen suchen wo es nicht gibt. Es hat bei den Spätaussiedlern schon eine Rolle gespielt wer die Vorfahren waren.

Ich habe nicht nach einfachen Lösungen gesucht. Ich persönlich suche eigentlich auch gar nicht nach Lösungen. Ist nicht meine Aufgabe. Ich habe auch so genug zu tun.

Natürlich spielte die Frage der Vorfahren bei den Spätaussiedlern eine Rolle. Ich bin mir aber sicher, daß sie keine Rolle gespielt hätte, wenn die Vorfahren vor mehreren hundert Jahren aus dem späteren deutschen Gebiet gekommen wären. Denn da gab es noch keine deutsche Nation.

 

Jetzt mal warum das mit den Ungarn so wichtig ist. [...]

 

Wenn es jetzt nach bestimmten Kreise gegangen wäre, hätte Deutschland keine Flüchtlinge aufgenommen. Hätten meinen Schwiegervater den Ungarn ausgeliefert. Du kennst sicher die Sprüche vom deutschen Schäferhund.

Nein, das glaube ich nicht. Ich denke schon, daß man da andere Grenzen gezogen hätte und ihn/sie nicht zurückgeschickt hätte.

 

Es geht darum was unterscheidet die Menschen. Und können sich Menschen in die Gesellschaft einfügen. Eine Parallelgesellschaft will keiner.

Richtig. Dann schau Dich doch mal etwas genauer in unserem Land um. Da wirst Du unschwer erkennen, daß es nicht wenige gibt, die sich weder integrieren wollen noch können. Und Parallelgesellschaften haben wir auch. Man denke da nur mal an die (kriminellen) Clans.

 

Wo endet Humanismus? Wenn jemand um sein Leben fürchten muss wenn er zurück soll? Einfach so ohne Prüfung? Oder mit Zahlen, wir retten 100 und was aus den nächsten 100 wird geht uns nichts an?

Wenn jemand in seinem Land politisch verfolgt oder sonstwie bedroht wird, braucht er Hilfe. Keine Frage. Wenn jemand seine Lebensumstände in seinem Land nicht gefallen, so ist er ein Wirtschaftsflüchtling, der nicht zwingend unsere Hilfe benötigt. Spätestens dort endet für mich der Humanismus.

 

Was das Retten betrifft: wodurch werden denn die Flüchtlinge ermutigt, sich mit einer Nußschale auf eine wackelige und gefährliche Seereise über das Mittelmeer zu begeben? Doch nicht unbedingt durch die möglicherweise rosigen Aussichten in Europa. Primär doch erst einmal dadurch, daß ein paar Seemeilen vor der Küste Schiffe auf und ab fahren, um diese Flüchtlinge aufzunehmen. Gäbe es diese Schiffe nicht, würden ganz sicher bedeutend weniger diese Gefahr auf sich nehmen. So aber können sie sich ja fast schon sicher sein, daß sie "gerettet" werden. Und selbst wenn man das schon so macht, humanitär voll nachvollziehbar, so sollte man sie dennoch wieder an der Küste absetzen, von wo aus sie losgefahren sind. Dann hätte das auch ruckzuck ein Ende.

 

Keine Flüchtlinge ins Land ist aber das Ziel, genau wie in Ungarn. Sollen doch die anderen Länder wo die Flüchtlinge hin kommen sich drum kümmern. Das ist eben mal wieder die einfache Lösung, funktioniert aber nicht. Ende Humanismus.

Nö. Von "keine Flüchtlinge ins Land" ist doch gar nicht die Rede. Zum einen soll es eine gerechte Lastenverteilung geben. Zum anderen wird durchaus angeregt, was ich ja schon schrieb, daß die Flüchtlinge entweder kurz hinter der Schengengrenze oder ggf. auch noch außerhalb dieser erfaßt werden und auch überprüft wird, ob sie tatsächlich Flüchtlinge sind oder eben nicht.

 

Es funktioniert aber, wie bei uns geplant, junge Flüchtlinge aus Griechenland holen, hier im Kinderheim unterbringen, in der Berufsschule und Lehre ausbilden, ins Arbeitsleben integrieren. Da haben wir Erfahrungen. Ist aber keine einfache Lösung. Seebrücke ist. wir nehmen hier Bootsflüchtlinge auf, und dann sieht man weiter. Wurde übrigens einstimmig vom Gemeinderat beschlossen, sogar unser AFD Gemeinderat ist dafür. Flüchtlingsunterkünfte haben wir genug.

Es funktioniert hier und dort, aber nicht allgemein. Weil längst nicht alle damit einverstanden sind. Was bei euch funktionieren soll, ist eine Insellösung. Mehr nicht.

Eine Unterbringung im Kinderheim ist alles andere als prickelnd. Quasi vom Regen in die Traufe. Anschließend oder später Berufsschule, Lehre, Integration ins Arbeitsleben? Ja, soweit die graue Theorie. Klappt wohl nur nicht so, wie man es sich vorstellt. Und was passiert, wenn eure Flüchtlingsunterkünfte komplett belegt sind? Es würde doch dann nicht aufhören. Und Du kannst doch nicht einfach so erwarten, daß alle anderen Menschen hier jubilierend eurem Beispiel folgen wollen.

 

Die Ungarn lassen überhaupt keinen rein, egal ob ein Asyl berechtigt ist oder nicht.

Das ist Unsinn. Ich war dort, direkt an der Grenze. Ich hab selbst gesehen, was da wie abläuft.

 

Orban will halt einfache Lösungen.

Ich denke eher: Orban will nicht dem Beispiel der Bundesmutti folgen. So wie übrigens wohl alle anderen EU-Länder auch. Und das bedeutet: eben nicht mal eben so die Grenze öffnen und Millionen einfach so hinein lassen.

 

Das ist krass. Nur wie willst Du diese Zustände ändern, wo ja offensichtlich weder national noch von der EU etwas dagegen unternommen wird.

 

Integriert ist jemand wenn er sich innerhalb der Gesellschaft bewegt. Sport ist da schon mal ganz gut.

Hm..... nein, das ist mir zu wenig. Man kann sich auch innerhalb der Gesellschaft bewegen, auch beim Sport mitmachen, ohne integriert zu sein.

 

Und so wie ich Human bin, verlange ich es von den Flüchtlingen auch.

Schön. Und so wie ich mich in einem fremden Land respektvoll und zurückhaltend benehme, erwarte ich es von den Flüchtlingen hier auch. Nur was, wenn sie sich weder an Dein Verlangen noch an meine Erwartungen halten wollen?

 

Will nur sagen, früher war so was undenkbar. Drohnen töten gesteuert aus den USA und wahrscheinlich auch Deutschland Menschen in anderen Ländern. Mister Präsident schaut live zu. Sauberer Krieg, morgens paar Afgahnen töten, nach Feierabend mit den Kindern spielen. Konzerne können von fast jedem Punkt der Welt geführt werden. Die Welt ist klein geworden. Es muss in größeren Dimensionen gedacht werden wie Deutschland oder Europa.

Ja, man denkt ja auch in größeren Dimensionen. Trotzdem ist mir immer noch nicht klar geworden, was Du mir damit jetzt sagen möchtest.

 

Immerhin ein kleiner Anfang. Nur wo Geld fließt, sind schnell welche die es wollen.

Ja, das ist doch mein Reden, Hartmut. Das beste Fair Trade bringt nichts, wenn das Geld nicht dort ankommt, wo es ankommen soll. Dann stopfen es sich andere in die Taschen und bereichern sich zusätzlich.

 

Habe ich nicht gesagt. Europa hat sich aber schon bisschen raffiniert aus der Schlinge gezogen. Die Verhüttung von Stahl als Beispiel geht jetzt auf die Kappe von anderen Ländern. Wir kaufen den fertigen Stahl. Andere Länder sind da nicht besser. Nur ich bin Europäer und muss vor der eigenen Türe kehren.

 

Ja ich denke, es wird auch die anderen Länder treffen, wenn mal eine schlagkräftige Organisation dahinter steht. Im Moment ist es noch recht planlos.

Ok, es klang so. Ich denke nicht, daß sich Europa aus der Schlinge gezogen hat. Daß es bestimmte Industriebereiche hier nicht mehr gibt, liegt doch nicht daran, daß wir sie nicht mehr haben wollten. In anderen Ländern wird bspw. Stahl einfach deutlich billiger produziert. Da gibt es für mich nichts vor meiner Tür zu kehren.

 

Tja.... ich kann mir jetzt schon ausmalen, wie bspw. China oder Rußland mit solchen Gruppierungen umgehen würde......

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Nichtdestotrotz kann sowas halt beliebig geändert werden. Durch Gesetze, durch Kriege, u.s.w.

[...]

- ja, es kann durchaus (beliebig) geändert werden. Ob und in welchem Maße obliegt aber dem jeweiligen Staat. Und heutzutage ist es ja nun eher die Ausnahme, daß sowas vorkommt. Im Wesentlichen stehen die Grenzen. Da ist die Krim doch eher die Ausnahme.

- Österreich: wie weit willst Du denn zurückgehen in der Geschichte? Das führt doch zu nichts. Man muß denke ich die heutige Zeit und Gegebenheiten betrachten. Und die haben sich seit dem WK II eher kaum geändert (s.o.)

 

Ich für mich bin der Meinung, nur auf etwas stolz zu sein, wo ich selbst auch etwas für getan habe.

Das eine schließt IMO das andere nicht zwingend aus.

 

Und was sind dann eigentlich die Kinder, die dort aus gemischten Beziehungen hervorgehen?

Die haben idR die Nationalität des Landes, in dem sie geboren wurden.

 

Ja das stimmt. Aber die wenigsten bedenken, dass die Probleme deswegen nicht weg sind. Sie treten nur woanders auf. Und meist sogar schlimmer als hier in Deutschland.

1. Ja und 2. möglich. Aber es ist aus meiner Sicht überhaupt keine Lösung, Millionen Flüchtlinge hierher zu holen. Die Probleme müssen dort angepackt und gelöst werden, wo sie existent sind.

 

Na 1871 und 1989/90. Aus vielen bzw. 2 Staaten wurde einer. Grenzen fielen weg. Eigentlich könnte man das Schengener Abkommen auch noch dazu zählen.

Ja, aber 1. handelte es sich da eh um "Deutsche" und nicht um völlig unterschiedliche Völker, unterschiedliche Kulturen. Und 2.: das war die Wiedervereinigung zweier eh zusammengehörenden Staaten bzw. die Wiedervereinigung EINES Volkes. Das kann man doch nicht mit der Flüchtlingsproblematik und den Migranten aus vieler Herren Länder vergleichen.

 

Ja nichts anderes sage ich ja. Und damit wird er benachteiligt, wenn er das nicht darf.

Was ein Verstoss gegen das GG ist.

Zunächst einmal wird der, der hier schon im Lande ist und nicht arbeiten darf, benachteiligt. Aber: das GG gilt nicht Schrankenlos. Und hier hat man Gesetze/Verordnungen/Regelungen geschaffen, die es einem Asylanten/Flüchtling nicht sofort erlauben, einer Arbeit nachzugehen.

Das sehe ich nicht als Benachteiligung.

 

Ok.. dann dürfte aber spätestens jeder, der deutschen Grund und Boden erreicht, nicht mehr benachteiligt werden.

s.o.

 

Aber die hier straffällig gewordenen Ausländer halt auch nicht.

Und das halte ich für einen Fehler.

 

Zum einen wegen GG - keine Benachteiligung u.s.w.

Zum anderen: meistens bleiben sie ihn ihrem Heimatland straffrei und sind nach einem halben Jahr wieder hier und machen

mit dem Sch**ß weiter.

1. nee, deshalb eher nicht. Ausgewiesen wird man insbesondere dann nicht, wenn einem im Urspungsland Gefahren (Tot, Folter etc.) drohen.

2. meistens wandern sie hier erstmal in den Bau und werden anschließend ausgewiesen. Und wenn sie nach einem halben Jahr wieder hier sein sollten, sollte man sie sofort (ohne weitere Prüfungen) wieder zurücktransportieren.

 

In wieweit deutsche Gefängnisse Strafe sind und die Ursachen dafür - darüber kann man trefflich streiten (auch meiner Meinung nach viel zu lasch).

Gilt aber auch hier für deutsche oder Ausländer gleichermassen.

Nein. Der Unterschied ist: der Ausländer, der hier ins Gefängnis muß, erlebt hier Verhältnisse, von denen er in seinem Land in dortigen Gefängnisse noch nicht einmal träumen kann.

 

Ja das ist auch teilweise so. [...]

Die Globalisierung, das Internet, all das verbindet die Menschen, die Völker sicherlich in einem gewissen Maße, führt sie enger zusammen. Aber meinem Eindruck nach bewirkt das überhaupt nicht, daß die Menschen danach trachten, irgendwann nur noch eine große weltweite Nation zu haben.

Jetzt in Europa, durch den Brexit, durch die gesellschaftlichen und politischen Veränderungen in Polen und Ungarn, zT auch in anderen Ländern der EU, bekommt man doch ganz deutlich vor Augen geführt, wohin die Reise - zumindest aktuell geht. Ganz sicher nicht in Richtung "Vereinigte Staaten von Europa".

 

Ich glaube, du bringst jetzt hier Russland und die Sowjetunion etwas durcheinander?

Die Sowjetunion war so ein Staatenbund, wo die einzelnen Nationen/Sowjetrepubliken quasi reingezwungen wurden.

Das sowas nicht gut gehen kann ist klar.

Wenn man auf Augenhöhe zusammenkommt sieht das ganz anders aus - sieht man ja z.b. an den EU-Aufnahmeanträgen der baltischen Staaten.

Nein, ich meinte schon die Sowjetunion. Ich weiß, daß viele Nationalitäten in dieses Staatengebilde hineingezwungen wurden. Man kann daran aber trotzdem gut erkennen, daß selbst nach vielen Jahren diese Völker wieder einen eigenen Staat haben wollten. Eigene Grenzen. Man hätte sich ja letztlich auch darauf einigen können, in einem Staat zu bleiben. Unter etwas anderen und fairen Bedingungen vielleicht. Aber selbst so ein Versuch wurde ja gar nicht unternommen.

Wie also glaubst Du die Menschen davon überzeugen zu können, auf Grenzen und eigene Nationen zu verzichten und jedem zu erlauben, nach eigenen Wünschen und ohne jede Kontrolle oder Hürde überall hinzuwandern und sich dort niederzulassen?!

 

Ich denke, mit den Briten sind wir auch auf Augenhöhe zusammen gekommen. Sie hatten sogar einige Sonderreglungen bekommen, die andere nicht hatten. Und trotzdem haben sie sich wieder losgesagt.

 

Ein anderes Beispiel ist z.b. Kanada. Hier leben 2 Nationalitäten, die sich zu Gründungszeiten noch spinnefeind waren super innerhalb eines Staates zusammen.

Was macht Dich da so sicher? Kanada ist ein verdammt großes Land mit vergleichsweise wenig Einwohnern. Die können sich da sehr gut aus dem Wege gehen. Ich wäre mir manchmal nicht so sicher, daß das, was vordergründig super ausschaut, tatsächlich - bei näherem Hinsehen - auch so ist.

 

Bei dem Satz denke ich immer: Toll.. wo kann ich meinen Teil verkaufen?

Kannst Du ja. Verkaufe Dein Haus, Dein Grundstück ;)

 

Oder aber auch: Uns könnte heute von diesem Land noch viel mehr gehören, wenn wir es vor ca. 80 Jahren mit dem Deutsch-sein nicht übertrieben hätten.

Ja, könnte. Aber wir haben zweimal verloren und zweimal Gebiete abgeben müssen. So war das früher halt, wenn man Kriege verloren hat. Aber diese Zeiten liegen Jahrzehnte zurück!

 

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Der beste Schutz ist aber nicht, eine grosse Mauer zu bauen, sondern sich mit demjenigen, der dir dein Land wegnehmen will, zu verbünden.

Tja, auch das kann durchaus ein Trugschluß sein. Nämlich dann, wenn der, mit dem man sich verbünden möchte, deutlich Stärker ist. Der läßt einem dann nämlich recht wenig Luft zum Atmen und möchte gern alles nach seinem Gusto diktieren (Bsp.: Rußland # Ukraine / China # Taiwan)
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Aber mal Spaß beiseite: ich finde es auch einen falschen Lösungsansatz, hier nur die Leute reinzulassen, die eine entsprechende Bildung,

Qualifikation und meinetwegen auch noch Arbeitseinstellung hat.

D.h., Du plädierst dafür, Menschen aus anderen Staaten reinzulassen, die - ggf. schon erkennbar - weder über eine halbwegs vernünftige Bildung, aber noch viel weniger den Willen erkennen lassen, hier auch arbeiten zu wollen? Du möchtest also zulassen, daß diese Menschen uns auf der sozialen Tasche liegen? Das kann doch nicht Dein Ernst sein, oder? Wir sind doch nicht dafür zuständig, die Sozialfälle anderer Länder aufzunehmen und durchzufüttern.
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Aber mal Spaß beiseite: ich finde es auch einen falschen Lösungsansatz, hier nur die Leute reinzulassen, die eine entsprechende Bildung,

Qualifikation und meinetwegen auch noch Arbeitseinstellung hat.

D.h., Du plädierst dafür, Menschen aus anderen Staaten reinzulassen, die - ggf. schon erkennbar - weder über eine halbwegs vernünftige Bildung, aber noch viel weniger den Willen erkennen lassen, hier auch arbeiten zu wollen? Du möchtest also zulassen, daß diese Menschen uns auf der sozialen Tasche liegen? Das kann doch nicht Dein Ernst sein, oder? Wir sind doch nicht dafür zuständig, die Sozialfälle anderer Länder aufzunehmen und durchzufüttern.

 

Machen andere Länder doch auch so, dass die nur arbeitswillige Personen aufnehmen. Nach Dubai in den VAE lassen die dich ohne vorab geklärtem Job und genügend Taschengeld nicht rein... Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube, in die USA kannst du auch nicht einfach so einreisen und vor Ort dann sagen: "So, jetzt bin ich hier, wer füttert mich?"

 

Ich persönlich finde das Konzept eines Sozialstaats super. Ich finde auch, Deutschland kann es sich leisten, anderen zu helfen. Aber ich finde ebenfalls, dass das keine Einbahnstraße sein sollte. Wer nicht arbeiten will, der soll auch nichts bekommen, egal ob Deutsch oder nicht. Das wird teuerer, die Beiträge werden gekürzt, da wieder eine neue Steuer und Rente gibt es bald sowieso nur noch ab 75, aber dann irgendwelche Zecken durchfüttern, egal ob einen Arno Dübel oder einen Ausländer. Vor lauter helfen sehen die Verantwortlichen langsam nicht mehr, auf wessen Rücken geholfen wird.

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Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube, in die USA kannst du auch nicht einfach so einreisen und vor Ort dann sagen: "So, jetzt bin ich hier, wer füttert mich?"

...ich mag mich ja täuschen, aber mir ist kein einziger Nicht-EU-Staat bekannt, in den ich als Deutscher/EU-Bürger ohne Visum bzw. bei entsprechenden Abkommen (Visum-Freiheit) ohne gültigen Reisepass einreisen kann. Die damit verbundene Aufenthaltsgenehmigung ist auf einen eng begrenzten Zeitraum beschränkt (Touristen-Visum) und berechtigt in keinem Fall zur Migration in den lokalen Arbeitsmarkt bzw. das Sozialsystem.

Für längerfristige/dauerhafte Aufenthaltsgenehmigungen (z.B. für Ruheständler) ist auf jeden Fall ein entsprechender Einkommensnachweis erforderlich und berechtigt dann immer noch nicht die Inanspruchnahme der lokalen Sozialleistungen.

Und nun frage ich mich, warum soll/muss nun ausgerechnet die EU und ganz speziell Deutschland hier anders verfahren? Das widerspräche jeglichen internationalen Standards und Normen.

 

Und versteht mich hier bitte nicht falsch. Ich bin absolut dafür, dass die EU und damit auch Deutschland Kriegsflüchtlingen sowie politisch/religiös/ethnisch Verfolgten Schutz und Hilfe bietet, solange die Bedrohung besteht. Es darf aber m.E. keinesfalls bedeuten, dass einfach Jedermann/-frau ohne vorliegenden Grund (gem. Flüchtlings-Konvention), aus jedem beliebigen Land und über jeden beliebigen Weg hier her kommen und ein Bleiberecht sowie die vollen Sozialleistungen beanspruchen kann.

 

Möglicherweise braucht unser Land Zuwanderung, um die Gesellschaft auf lange Sicht überhaupt "am Leben" zu erhalten. Das geht aber nur über eine klar geregelte, straff kontrollierte und vor allem konsequent durchgesetzte Verfahrensweise inkl. den Konsequenzen bei Nichtvorliegen eines begründeten Anspruchs.

Und wer das ignoriert und damit ganz klar bestehendes Recht, nationales ebenso wie EU-Recht, bricht, der leistet den rechts-nationalistischen Kräften nur Vorschub und macht sie stark. Das kann man wollen bzw. billigend in Kauf nehmen, aber dann darf man sich auch nicht über einen immer stärkeren Zulauf z.B. zu AfD & Co. in Europa wundern bzw. gar beschweren und rum jammern.

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