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Muttererde Statt Parkplätze


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vor 30 Minuten schrieb Bluey:

Soll das dann bedeuten, daß die Masse hübsch zuhause zu bleiben hat, während sich ein paar Wohlhabende(re) die weite(re)n Reisen erlauben können dürfen? Das wird den Menschen nicht zu vermitteln sein.

Wenn Du ein Auto hast, kannst Du natürlich hinfahren wo Du willst. Die Frage ist nur, ob Du am Ziel irgendwo dein Auto parken kannst? Das ist relativ unabhängig vom Geldbeutel. Hast Du noch nie die Erfahrung gemacht, umkehren weil es keinen Parkplatz gab?

Es werden inzwischen Gebiete, auch Neubaugebiete, ohne öffentliche Parkplätze geplant. Es werden nicht mal soviel Stellplätze, Garagen, Tiefgaragen gebaut wie es Haushalte gibt. 

Selbst in alten Stadtgebieten wird pro Haushalt nur noch ein Anwohner-Parkausweis ausgegeben wenn kein Stellplatz vorhanden ist. Auch wer einen Parkausweis hat hat keine Garantie einen Parkplatz zu erwischen. Ein zweites oder gar drittes Fahrzeug im Haushalt muss dann irgendwo entfernt geparkt werden. 

Die Entfernungen, soziale Kontakte, reduzieren sich dann auf Reichweite, fußläufig, radeln, oder ÖPNV. 

 

MfG.

 

hartmut

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@Biber, @Bluey, @All   Auch wenn es zum eigentlichen Thread OT ist:   Ist Euch schon mal in den Sinn gekommen, warum in diesem Forum immer weniger los ist und warum insbesondere "Neuankömmlinge" nach

@ SilverBanditS u. a.   Trolle zeichnen sich u. a. dadurch aus, andere Forumsteilnehmer zu beleidigen, sie oder ihre Äußerungen zu diffamieren oder geäußerte Standpunkte und Argumente infrage zu stell

Ich hatte an dieser Stelle auch schon mal auf die millionenschwere Finanzierung von Aktivistengruppen, Lobbyvereinen und sog. "NGO's" u.a. am Beispiel von Greenpeace D verwiesen.  Wie es das Interne

@Bluey, Trassenprobleme sind Finanzprobleme. Der Grundstückseigentümer ( Bauer)  bekommt wenig oder gar nichts wenn eine Hochspannungsleitung über sein Feld geführt wird. Bei Erdkabeln ist eine Grunddienstbarkeit erforderlich. Preise von 20 % des Grundstückswertes sind nicht unüblich. Plus Entschädigung für Ernteverluste im Baujahr plus 1 oder 2 oder 3 Folgejahre. 
Verstehst du nun warum die Bauern gegen die „Verschandelung“ der Landschaft kämpfen? 
Und die Umweltgefährdung durch Freileitungen…

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Hier ein Reisebericht, den ich aus der Neuen Osnabrücker Zeitung kopierte:

Von Berlin nach Dänemark: E-Auto für Anfänger: Eine haarsträubende Reise quer durchs Land

Tobias Schmidt hat den E-Auto-Härtetest gemacht. Er reiste von Berlin bis nach Dänemark und berichtet von seinen Erfahrungen.

Berlin/Flensburg/Sønderborg. Einfach einsteigen und losfahren: Das muss doch auch mit dem Elektro-Auto gehen. Unser Autor hat den Praxis-Test gemacht. Das sind seine Erfahrungen.

Mit dem E-Auto bis nach Dänemark. Das war unser Ziel und der Weg dahin gar nicht so leicht. Dabei war der Start in Berlin vielversprechend.

Auf der Karte können Sie die Reise nachvollziehen: 

Erste Etappe: Von Berlin bis nach...

Nach VW-Angaben hat unser Testwagen ID3 Pro S eine "praxisnahe Reichweitenspanne" von 390 bis 550 Kilometern. Das digitale Cockpit verspricht beim Start in Berlin-Charlottenburg im Sport-Modus immerhin eine Reichweite von 300 km. Bis Schwerin - dem ersten geplanten Zwischenstopp zum Tagesziel Glücksburg bei Flensburg - sind es nur gut 200.

Soweit werden wir ja wohl kommen. Es ist 10 Uhr.

Eine Schubkraft gefühlt fast wie im Flugzeug. Kein Schalten, kaum Motorgeräusche, und ein Fahrassistent, der einem das Bremsen (oder die "Rekuperation", beim Bremsen wird der Akku geladen) und das Beschleunigen abnimmt. Was für ein Fahrerlebnis! Maximal entspannt geht es in Berlin auf die Autobahn Richtung Nordwest.

Tempobegrenzungen und Baustellen verhindern zunächst hohe Geschwindigkeiten, das schont die Batterie. Nach 80 Kilometern kommen wir laut Anzeige noch immer gute 250 Kilometer weit. Die Landesgrenze von Mecklenburg-Vorpommern rückt näher.

Wo geht's zur nächsten Schnellladesäule? Such-Stopp bei Groß Buchwald

Bei hohem Tempo entlädt sich der Akku sehr schnell

Als die Bahn frei wird, sind wir in Sekundenschnelle auf 166, der ID3-Höchstgeschwindigkeit. Wow. Die aktivierte Sitzmassage löst letzte Verspannungen. Doch der Spaß endet jäh. Bei Tempo 166 entlädt sich der Akku in Windeseile, die Kapazität liegt plötzlich schon unter 20 Prozent. Das Navigationssystem meldet sich, schickt uns dringend zum ungeplanten Stromtank-Stopp ins Industriegebiet Parchim, 25 Kilometer vor dem Etappenziel. Ein wenig nervös rollen wir zur Säule, nutzen die Lade-App "Smoov", die wir schon in Berlin erfolgreich ausprobiert haben, wählen den passenden Stecker "Typ 2", und schon fließt der Strom.

Kosten beim E-Autokauf: Wichtig ist nicht nur der Anschaffungspreis

Jetzt wüssten wir gerne, wie lange das dauert. Wir rufen bei der Smoov-Hotline an. Der freundliche Herr fragt nach der Ladesäulennummer, schaut ins System, und sagt: "Der Ladevorgang dauert laut Anzeige sieben Stunden."

Ähm, sieben Stunden?

"Ich würde vorschlagen, Sie rufen nach einer Stunde noch mal an und wir sehen, wie voll der Akku ist." Puh. Beim frühen Mittagessen am Truck-Stopp versuchen wir uns zu beruhigen, sagen das geplante Treffen in Schwerin schon mal ab. Aber Flensburg ist 264 Kilometer entfernt. Da müssen wir heute noch hin, wenn wir nicht im Auto übernachten wollen.

Oh Gott, der Tankrüssel klemmt! Ladesäule in Parchim.

Knapp zwei Stunden zögern wir mit dem Anruf, dann haben wir wieder die Infohotline an der Strippe. 19,0715 Kilowatt geladen, ein absolutes Schnarch-Tempo. Akkustand: 47 Prozent. Neue Reichweite: 154 Kilometer. Wir wollen den Ladevorgang abbrechen, langsam weiterfahren, um auf der Strecke eine schnellere Säule zu finden, und bitten den Smoov-Mann, das Laden zu stoppen.

Nur ist jetzt der Stecker wie festgeschweißt, lässt sich nicht aus dem Auto ziehen. Der Helfer am Telefon fährt die Ladesäule herunter, bittet, das Auto ab- und wieder aufzuschließen. Nichts geht. Wir stecken am Tankrüssel fest. Himmel hilf. Noch ein Neustart der Säule, nochmal auf- und zuschließen, bis sich der Stecker endlich abziehen lässt. "Da fällt mir echt ein Stein vom Herzen", sagt der Smoov-Mann. Uns auch.

Zweite Etappe: Gestrandet in Bad Oldesloe

Das muss definitiv anders gehen. Wir starten noch mal neu, geben die Route direkt nach Flensburg ein, schalten von Sport- auf Eco-Modus und zuckeln mit Tempo 95 wieder los. Angeblich gibt es ja Schnellladestationen, die das Auto in einer halben Stunde vollkriegen. Also versuchen wir per Sprachassistent einen Super-Charger am Wegesrand zu orten. Und tatsächlich: In Bad Oldesloe am Brenner Moor, fast direkt an der Route, soll so ein Ding stehen, das Navi führt uns hin. Der Plan: In Bad Oldesloe rasch volltanken und dann - mit moderatem Tempo - in einem Rutsch zum Abendessen nach Flensburg. Es ist schon 15.30 Uhr.

In Bad Oldesloe fahren wir erstmal eine Taube platt. Im Rückspiegel flattern die Federn davon. In knapp 30 Jahren ist uns noch nie ein Vogel unter die Räder gekommen. Ist ein Stromer - trotz künstlichem Motorgeräusch - zu leise, um Tiere rechtzeitig zu warnen? Auf jeden Fall ist das kein gutes Omen. 

Mit klammen Gefühl im Magen halten wir vor der angeblichen Schnellladesäule. Auch in der Smoov-App wird angezeigt, dass hier ein passender Typ 2-Stecker vorhanden sein soll. Leider stimmt das nicht. Nur zwei andere Stecker. Hinzu kommt, dass die Ladesäule keinen QR-Code zum Einscannen hat, und auch unsere Kreditkarte nicht identifizieren kann. Die bei VW bestellte Ladekarte "We Charge" war nicht rechtzeitig eingetroffen, aber in Wolfsburg beschwichtigte man uns: Kreditkarte funktioniert immer und überall, hieß es von dort.

Für uns unnützer Schnelllader in Bad Oldesloe.

Stecker-Wirrwarr an der Ladesäule: Ist das verbraucherfreundlich?

Wir rufen erneut bei Smoov an. Die vertraute Stimme ist ratlos. Was tun? Der Mann sucht lange nach Alternativen. Findet nur wenige Meter entfernt eine andere Säule mit Typ 2-Stecker. Maximale Kapazität: 22 Kilowatt. Das würde wieder Stunden dauern!

Erstmal tief durchatmen. Wenn der ID3-Navi offenbar in die Irre führt, findet vielleicht das Smartphone eine nahe gelegene Schnellladestation? Ja, bei Reinfeld an der A1, 20 Kilometer in die falsche Richtung, steht ein E.ON-Charger. Vorsichtshalber erkundigen wir uns beim Betreiber, ob der Schnelllader auch Typ-2-kompatibel ist. "Wieso, mit dem ID3 können Sie auch CCS nehmen", sagt der Mann. "Das passt."

Okay, wir hätten uns vor der Fahrt mit dem Stecker-Wirrwarr vertraut machen können. Neben Typ 2 (europäischer AC-Standard) gibt es Schuko (für die normale Haushaltssteckdose), CCS zum Schnellladen und CHAdeMO für Gleichstrom. Und noch den Tesla-Stecker... Aber sollte sich das Laden nicht eigentlich von selbst erklären, so einfach sein wie an der "echten" Tankstelle? Schließlich müssen bis 2030 zehn Millionen Stromer über Deutschlands Straßen rollen, also jeder vierte Pkw, damit die Autobauer ihre CO2-Flottenvorgaben erfüllen, damit dank Ökostrom das Klima geschützt werden kann. Um die Leute zum Umstieg von Verbrennern auf E-Autos zu bewegen, müsste das Aufladen doch längst kinderleicht sein - so unser naiver Gedanke.

Kommen wir noch ans Ziel?

Aber noch ist es nicht zu spät. Noch können wir rechtzeitig nach Flensburg kommen.

Mit frischem Mut steuern wir den E.ON-Charger in Reinfeld an, ziehen den Stöpsel unter der Typ-2-Buchse des Autos heraus und stecken den CCS-Turbolader rein. Leider taugt die Smoov-App hier nicht. Also entweder die E.ON-App (vertragspflichtig) herunterladen, oder einen QR-Code scannen, Kreditkartennummer ins Handy tippen, damit es endlich flutscht. 

Oder eben nicht. "Der Ladevorgang kann nicht gestartet werden", ist nun auf dem Display der Super-Säule zu lesen.

Anruf bei der E.ON-Hotline. Dort nimmt eine Dame ab. Auch sie hat keine Erklärung. Fährt aus der Ferne die Säule herunter, wieder hoch, empfiehlt das Zu- und Wiederaufschließen des Gefährtes, das nochmalige Scannen des QR-Codes. Uns stehen die Haare zu Berge. Ganz kurz vor dem Nervenzusammenbruch leuchtet es plötzlich grün auf, der Strom fließt, und zwar bis zu 300 kWh! Das Display im Wagen bestätigt: Wir laden mit Hochdruck. Das ist die Wende, das ändert alles. In 30 Minuten ist der Akku bei 80 Prozent. 

Um das Laden zu beenden, reicht übrigens ein Fingerdruck aufs Display im Wagen. Dann löst sich auch der Tank-Rüssel. Der Schreck-Moment beim ersten Tank-Stopp war also ein Anfänger-Fehler unsererseits.

Dritte Etappe: Hurra, Glücksburg!

Inzwischen ist es 17 Uhr. In sieben Stunden sind wir 290 Kilometer weit gekommen. Mit einem "normalen" Auto braucht es 4,5 Stunden von Berlin nach Flensburg, wir haben jetzt noch 190 Kilometer vor uns. Aber mit vollem Akku und Tempo 100 sollte das vor Einbruch der Nacht zu schaffen sein.

Die Frage ist ja, ob E-Autos nicht nur als schicker Zweitwagen für "progressive" Großstädter taugen, sondern auch als klimafreundliche Familienkutsche, mit der es sich ohne Stress in den Urlaub reisen lässt, mit der auch mal spontan längere Strecken zurück gelegt werden können, und das auch auf dem Land, und nicht nur von Tech-Freaks und Lade-App-Profis.

Wie langlebig sind E-Auto-Akkus?

Aber wir sind ja noch nicht am Ende unserer Testreise. Und da die Reichweite diesmal im grünen Bereich bleibt, kommen wir um 20 Uhr ein bisschen versöhnt am Strand von Glücksburg bei Flensburg an. 

Schön wäre es gewesen, wäre die Ladestation des Hotels nicht seit geraumer Zeit "außer Dienst", obwohl sie in sämtlichen Apps und im Navi als "aktiv" angegeben wird. "Ich kümmere mich drum", sagt der Portier lapidar. So müssen wir noch einmal in die Stadt, um den Wagen auf dem Marktplatz für die Nachtladung anzuschließen, und noch eine halbe Stunde zurück zum Hotelzimmer latschen.

Tarif-Dschungel: Was kostet das E-Auto?

In Glücksburg offenbart sich ein weiteres Ärgernis: Die fast unmögliche Ermittlung der Ladekosten. Auf der Säule heißt es: 50 Cent Startgebühr, 30 Cent pro Kilowattstunde, plus 3 Euro Parkgebühr pro Stunde, die ersten 4 Stunden nicht mitgerechnet.

Bezahlt wird hier übrigens mit EC-Karte, andernorts wird stets nach Kreditkarte gefragt, oder einer Ladekarte, oder einer App... Der Tarif-Dschungel ist undurchdringlich. Die Preise pro Kilowattstunde schwanken zwischen kostenlos, 30 und mehr als 50 Cent. Bei einem Durchschnittspreis von 40 Cent würde die Komplettladung des 77 kWh-Akkus im ID3 knapp 31 Euro kosten - für gut 350 Kilometer bei moderatem Tempo. Mit einem sparsamen Diesel kommt man fürs gleiche Geld etwas weiter.

Vierte Etappe: Hotdog und Softeis statt Strom

Nach unruhigem Schlaf und dem Rückmarsch in die Stadt die freudige Botschaft: 100 Prozent Akkuladung! 400 km Reichweite! Frohgemut fahren wir über die Grenze ins dänische Sonderburg, knapp 60 Kilometer entfernt. Den negativen PCR-Test müssen wir nicht vorzeigen.

Auf der hügeligen, kurvigen Landstraße zeigt sich der Wagen von seiner geschmeidigen Seite. Einen Lastwagen überholen? Ein zarter Druck aufs Gaspedal, und man fliegt vorbei. Und weil Stromer so leise sind, wird man nicht zum Störenfried, wenn man durch kleine Ortschaften und sogar dicht an den endlich wieder geöffneten Cafés vorbeigleitet.

Ohne Ladestress ist das Elektroauto-Fahren super. Da sich das Rasen verbietet, geht es ganz ohne Adrenalin. Auch auf Landstraßen lässt sich das Tempo-Management dem Fahrassistenten überlassen, der nicht nur Abstand zum Vorderauto hält, sondern auch Geschwindigkeitsbegrenzungen (und deren Aufhebung) erkennt und von selbst wieder beschleunigt. Aber Achtung: Vor roten Ampeln hält er nicht von selbst! Ein ID3-Highlight: In die Windschutzscheibe werden Tempo und Route projiziert, ein Hauch von Augmented Reality, das ist schon ziemlich cool.

Ausreichend Ladesäulen in Dänemark

An Ladesäulen mangelt es in Dänemark nicht. Auch Schnellladestationen werden angezeigt, das Land gehört zu den Vorreitern der E-Mobilität.

Am Strand von Sonderburg.

Am Strand von Sonderburg wird der VW dennoch bestaunt. "Wie weit fährt der denn so", fragt ein Rentner. Tja. Nachdem wir unsere Erfahrungen geschildert haben, wünscht der Herr viel Glück für die Rückreise. Das können wir gebrauchen.

Hotdog statt Kilowatt in Dänemark.

Weil wir angeblich noch eine Reichweite von 375 Kilometern haben, verzichten wir auf den Ladesäulen-Test im Ausland. Schlimmer als bei uns geht's eh kaum. Nach Hotdog und Softeis geben wir um 15.15 Uhr unser Rückreiseziel ein. 485 Kilometer bis nach Berlin. Ob wir unterwegs nochmal stranden?

Fünfte Etappe: Bloß zurück nach Hause

Klar ist: Mindestens ein weiteres Mal muss der Wagen geladen werden. Damit es bei einem Mal bleibt, ermitteln wir mühsam das Tempo, bei dem die Reichweite auch auf der Autobahn nicht schneller schmilzt als die Restdistanz zum Ziel. Weil auch die Klimaanlage ordentlich Akku (und damit Reichweite) frisst, bleibt sie jetzt ausgeschaltet. Ein echter Härtetest halt. Das Ergebnis: 109 km/h. Also schleichen wir in einem Auto, das in 7,9 Sekunden auf 100 km/h zu jagen ist, durchs Land.

Sieht so die Zukunft der Mobilität aus? Wird das Land der Raser zum Land der Cruiser, wenn 2030 wie geplant ein Viertel der 40 Millionen Pkw Öko-Strom statt Sprit tanken? Nicht unbedingt. Ein Freund ist just zur selben Zeit im Elektro-Porsche von München nach Mülheim an der Ruhr gefahren, mit bis zu 230 km/h in der Spitze. Zwei Tankstopps à 20 Minuten haben ausgereicht.

Auch wir versuchen jetzt, etwas flotter nach Berlin zu kommen, und geben dem Navi noch eine Chance, den passenden Schnelllader zu finden. Wir wissen ja inzwischen, dass wir uns an jeden Turbo-Charger anstecken können. 

Frust bei der Suche nach Ladesäulen

Allein: das Hightech-Cockpit schlägt uns eine 150-kw/h-Ladesäule 100 Kilometer vor dem Ziel vor. Kalkulierte Ladezeit: 1,5 Stunden. Das ist uns viel zu lang, das geht doch schneller, wie wir gesehen haben. Also greifen wir wieder zum Smartphone und suchen selbst. Und finden direkt an der Autobahn wieder einen Highspeed-Charger.

In 40 Minuten den Akku fast voll laden: Da lacht das Herz des E-Auto-Fahrers!

Der gleiche Anbieter wie auf der Hinfahrt, und... das gleiche Desaster: Der Ladevorgang kann trotz gescanntem QR-Code und eingegebener Kreditkartendaten nicht gestartet werden. Wir haben wieder die Infohotline-Dame an der Strippe. Sie fährt die Säule hoch und runter, Auto auf und zu, die Haare stehen zu Berge... Irgendwann läuft doch der Strom. Eine Erklärung hat die Hotline-Helferin nicht. Hat sie viele solcher verzweifelten Anrufe? "Das kommt schon vor, ja", sagt sie.

Die letzten Kilometer werden zäh. Schnell zu fahren, das trauen wir uns nicht. Und auch wenn es der Bordcomputer nicht schafft, uns zu den richtigen Charging-Stationen zu lotsen: Unsere Müdigkeit erkennt er gut, und rät zu weiteren Ruhepausen. 

Zu Hause angekommen, suchen wir noch eine Ladesäule für die Nacht. Leider sind die, zu denen wir geschickt werden, entweder besetzt oder stehen unerreichbar hinter Schranken auf Firmengeländen. Versuchen wir halt morgen aufs Neue unser Glück.

 

Soweit der Bericht.

Meine Meinung: Die ganze Elektrifizierung ist ein Irrweg. Es ist vielleicht in dreißig bis vierzig Jahren möglich, das gesamte Netz ausreichend zu erneuern - zu Kosten, die mir heute schon Schweißperlen auf die Stirn treiben.

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vor einer Stunde schrieb hartmut:

Die Frage ist nur, ob Du am Ziel irgendwo dein Auto parken kannst? [...] Hast Du noch nie die Erfahrung gemacht, umkehren weil es keinen Parkplatz gab?

1. die Ziele, die ich anfahre bzw. bislang angefahren habe, hatten mehr als ausreichend Parkmöglichkeiten.
2. nein, diese Erfahrung hab ich noch nie gemacht. Wohl kam es schonmal vor, daß ich ein paar Minuten lang suchen mußte, aber zur Umkehr wurde ich noch nie gezwungen.

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vor 45 Minuten schrieb Zöllner:

[...]

Soetwas hört oder liest man immer wieder. Und genau deshalb will ich keinen reinen Stromer. Was soll ich mit einem Auto, bei dem ich nur im Schleichgang fahren darf, um eine halbwegs akzeptable Reichweite zu bekommen? Bei dem ich Verbraucher wie insbes. die Klimaanlage (super, wenn's heiß ist) aus lassen muß (wozu gibt's die dann überhaupt in dem Auto?!)? Wo jeder Ladevorgang außer Haus zum nervenaufreibenden Lotteriespiel und zur Geduldsprobe wird?

Für Kurzstrecken lasse ich mir das durchaus gefallen. Als Zweitauto. Aber ein kurzer Blick bei Mobile.de vor wenigen Minuten sagte mir: vergiß es! Viel zu teuer!! Ich habe nach keiner bestimmten Marke gesucht, nur einen großen Akku wollte ich haben. Und das schien die Auswahl schon arg zu begrenzen. Die billigsten (ca. 2-3 Jahre alt) sollten immer noch gut 20.000 Eu kosten. Das würde ich nie und nimmer wieder reinfahren. Und wenn der Akku nach ein paar Jahren den Geist aufgibt, ist das Auto ein kapitalier Totalschaden.

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vor 3 Stunden schrieb m3_:

 D ein Rechtsstaat ist. 

@rth: Die deutsche Mangel ist:

Zitat

Laut Polizei wird wegen eines Verstoßes gegen das Luftverkehrsgesetz, einer gefährlichen Körperverletzung, einer Gefährdung des Luftverkehrs und eines Hausfriedensbruchs ermittelt.

Zitat

 Dann können wir eventuell in Aktion treten und auch eine Lizenz entziehen", erklärt DLUV-Mitarbeiterin 

Aus "Experten zum Zwischenfall", www.t-online.de, 16.06.21; https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/id_90234778/motorgleitschirm-beim-em-spiel-greenpeace-flog-mit-elektromotor-ein.html

Und ein witziger Lügenkonflikt ist nun durch die Aussage hervorgerufen worden, Greenpeace hätte die Polizei vorher informiert. Des passt nicht zu den Aussagen von Jogi. Einer lügt also.

Aber auch das passt nicht zu den Videos:

Zitat

 

 Spidercam erklärte allerdings später, mit ihren Seilen habe es keinen Kontakt gegeben.* Der Pilot sei "gewissermaßen in der Luft gestolpert", erklärt Haas.. 

 

:nolimit:


 

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vor 8 Stunden schrieb Bluey:

Das ist nicht irgendeine - hierzulande bekannte - Schweinshachse. Das ist eine Wiener Stelze und sowas von lecker, ich hätte es nicht geglaubt, hätte ich sie nicht probiert. Und es war dabei auch sehr warm. Kein Problem. Komme ich irgendwann noch einmal nach Wien, dann ist die Stelze schon gebucht!

Dazu gehört ja noch gesagt, das diese ja fast in einer Institution gleichenden genannt "Schweizerhaus" serviert wird.

 https://schweizerhaus.at/impressionen.asp#galerie3

Schattiger Gastgarten, original Budweiser zum hinunterspülen, guter Wiener "Schmäh" der Kellner, für uns Lebensqualität pur.

Kostete ja auch für mich einiges an Überzeugungskraft Dir diese "Haxe" schmackhaft zu machen..:lol:

War auch gestern wieder ein Genuß .

 

Gruss gery41

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vor 19 Stunden schrieb rth:

Neben Klimaschutz hat jeder Verbrennungsmotor ein grundsätzliches Problem, Öl, Gas und Kohle gibt es nicht unbegrenzt. Sicher noch für 3 — 4 Generationen, aber dann wird es eng. 
Sonne und Wind sind nach menschlichen Maßstäben unendlich vorhanden.

...genau hierin liegt der GRÜNE Trugschluss.
Ja, es ist vollkommen richtig, dass mineralische Kraftstoffe (also aus fossilen Quellen) a) nur begrenzt verfügbar, also endlich sind (obwohl das heute nach wie vor keiner seriös abschätzen kann), b) diese als Ausgangsstoff für hochwertigere Produkte zu schade sind, um sie einfach nur zu verbrennen und c) werden beim Verbrennen Stoffe freigesetzt, die man nicht so einfach in die Luft pusten sollte. So weit, so klar.

ABER es wird bei dieser Sichtweise geflissentlich ignoriert, dass es sog. e-Fuels (https://de.wikipedia.org/wiki/E-Fuel) gibt, mit denen schon heute die vorhandenen Verbrenner (Benzin, Diesel) betrieben werden können. Eine "Klima-Neutralität" wird erreicht, da diese Kraftstoffe aus CO² gewonnen werden, also freigesetztes CO² wieder binden, was wiederum zu einem CO²-Kreislauf führt - Klima gerettet!
Für diese Technologie müssen nicht Hunderte von Millionen Verbrennern "verschrottet" werden, ebenso wenig wie die bereits vorhandene Infrastruktur für die Versorgung mit flüssigen oder gasförmigen Treibstoffen.
Außerdem stellen gerade liquide e-Fuels eine viel bessere Alternative für die Speicherung von Energie dar, da sie eine enorm hohe Energiedichte haben UND sie haben nicht die Probleme des reinen Wasserstoffs, der extrem hohe Drücke benötigt und zudem extrem flüchtig ist, was ihn sogar durch Stahl diffundieren lässt.

Mit dieser Erkenntnis im Rücken ließe sich mit etwas ideologiefreiem Willen ein gesunder Mix aus E-Mobilität und Verbrennern schaffen. Es sollte jedes Konzept dort zum Einsatz kommen, wo es seine Vorteile am besten ausspielen kann, ohne von seinen eigenen (mitunter gravierenden) Nachteilen unbrauchbar gemacht zu werden.

Was würde es denn bedeuten, wenn alle hochentwickelten Industrieländer den Verbrenner per Gesetz verbannen würden? Da diese auch gleichzeitig die Hauptproduzenten von Kraftahrzeugen sind, würde es zwangsläufig auch in allen anderen Ländern nur noch E-Mobile geben. Und nun stellen wir uns das mal z.B. in den  Ländern Afrikas oder Südamerikas aber auch in großen Teilen Asiens vor - mit ihrer kaum vorhandenen Infrastruktur und den schier unendlichen Weiten.
Muss uns nicht jucken? Ist ja weit weg? Weit gefehlt!
Was machen also diese Regionen der Welt, wenn die reichen Länder nur noch möglichst batterie-betriebene E-Mobile zulassen? Steigen die dann wieder auf den Ochsen-/Esel-Karren um? Oder machen sich dann noch mehr Menschen auf den Weg in die Industriestaaten, da diese ihnen jegliche Möglichkeiten einer gewissen eigenen Entwicklung in ihrer Heimat geraubt haben.
Die daraus resultierenden Konflikte wären m.E. verheerend - verursacht durch blinden ideologischen Aktionismus und Weltrettungs-Wahn.

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vor 20 Stunden schrieb hartmut:

In die steckst Du dich selber. Du hast den typischen Sprech drauf. Manchmal denke ich die haben eine Sprüchesammlung, und daraus wird dann ein Posting gemacht. Sind immer die gleichen Formulierungen.

...das ist grober Unfug und dient nur dazu, andere Meinungen zu diffamieren - das hast Du nicht nötig. Ich formuliere meine Beiträge immer frei, Textbausteine sind eher was für Analenchen, Franzi & Co., die beherrschen auch Copy-and-paste.

Nur weil sich bestimmte sachliche Positionen mit denen einer bestimmten Partei überschneiden, heißt es noch lange nicht, dass man auch deren Anhänger ist.
Einfaches Beispiel: Ich befürworte seit je her die Kernenergie als eine der effizientesten und umweltfreundlichsten Energiequellen. Nur weil die Blauen das auch so sehen, werde ich meine Meinung nicht ändern. Meine Ansichten beruhen zu aller erst auf naturwissenschaftlichen Grundlagen und nicht auf Ideologien. Ideologien wandeln sich mitunter sehr schnell, naturwissenschaftliche Gesetze interessiert das nicht. Wahrscheinlich bin auch deshalb bekennender Atheist.

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@SilverBanditS, ohne Vorurteile prüfen ist auch für mich der richtige Weg. Es wird noch Jahrzehnte Autos mit Verbrennungsmotoren geben. Wenn die mit modernen, CO2 freien Kraftstoffen betankt werden können, sehr gut.

Vor einigen Jahren war ich in Indien. Die dortigen TukTuks wurden wg. Abgas alle auf Erdgas (CNG) umgerüstet. Ich glaube nicht, dass das freiwillig durchgeführt wurde.

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vor 5 Stunden schrieb rth:

@SilverBanditS, ohne Vorurteile prüfen ist auch für mich der richtige Weg. Es wird noch Jahrzehnte Autos mit Verbrennungsmotoren geben. Wenn die mit modernen, CO2 freien Kraftstoffen betankt werden können, sehr gut.

...kleine Korrektur: CO²-frei sind auch die e-Fuels nicht (ebenso wenig wie ein BEV oder Wasserstoff), denn bei deren Verbrennung wird natürlich auch wieder CO² freigesetzt. ABER beim Herstellungsprozess  wird freies CO² wieder gebunden, und somit ist dieser "Kreislauf" CO²-neutral. Es kommt also kein weiteres CO² neu hinzu. Ach ja, und der dazu benötigte Strom darf natürlich nicht aus Fossilen gewonnen werden, aber genau das trifft ebenso auf den Strom für die BEV oder den Wasserstoff zu. Global betrachtet ist es pupsegal, ob das CO² aus vielen kleinen Motoren oder aus wenigen großen Kraftwerken kommt - einzig und allein die Summe zählt

Und welche Energiequelle kommt bei dem enorm riesigen ZUSÄTZLICHEN Bedarf an CO²-armen Strom in Frage? Richtig, die KERNENERGIE - aus modernen hocheffizienten und inhärent sicheren KKW der 3. und 4 Genration, mit denen sogar die heutigen "Atomabfälle" aber auch abgerüstete Kernwaffen in sauberen Strom umgewandelt werden können. Der dann noch über bleibende "Restmüll" hat so eine geringe Halbwertzeit, dass nach einer Lagerdauer von max. 300 Jahren (in Worten dreihundert und nicht zig Millionen!) die Radioaktivität von Natururan erreicht wird.

Sollte D weiterhin ausschließlich auf Wind, Sonne, ein bisschen Bio und noch weniger Wasserkraft setzen wollen, dann werden wir die Energiewende weg von fossilen Energieträgern nie und nimmer schaffen. Es sei denn wir verzichten auf unsere Industrie, unsere Mobilität, unseren Lebensstandart für die breite Masse.
Jetzt darf mal jeder einen Tipp abgeben, wie lange sich die Masse das gefallen lässt, wenn mit der fortschreitenden Deindustrialisierung auch das angestrebte bedingungslose Grundeinkommen wegfällt. Ich denke mal, die Stimmung kippt dann schneller, als so mancher Polit-Profi "au Backe" sagen kann.

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@SilverBanditS ich kenne nur KKW der Generation Grafenrheinfeld, Mülheim —Kläglich und ganz wenig THTR Hamm und Kalkar. Alles was danach geplant bzw. gebaut wurde kenne ich, wenn überhaupt, nur aus der Zeitung. Und da bin ich, was die Entsorgung angeht, extrem skeptisch.
Auch 300 Jahre ist eine lange Zeit.

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...und was machen wir mit diesen Kisten, wenn se 161.000km drauf haben und ab dem 9. Jahr.

Wie se das in Ländern der 3. Welt mit Elektroschrott handhaben dürfte ziemlich bekannt sein... und wie se da Batterie recyclen kannste dir hier am Beispiel von LKW-Starterbatterien angucken... die haben echt was drauf die Jungs, auch wenns den Ökos und vermutlich teilweise auch den TÜV-Leuten nicht gefallen wird.... Rahmenreparaturen, gebrochene Achsen, alles kein Problem... siehe Kanal von Pakistani truck :D

 

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vor 16 Stunden schrieb gery41:

Kostete ja auch für mich einiges an Überzeugungskraft Dir diese "Haxe" schmackhaft zu machen..:lol:

War auch gestern wieder ein Genuß .

Was der Ostwestfale nicht kennt...... :rolleyes:;)

Das glaub ich Dir gern! :):victory:

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vor 3 Stunden schrieb zorro69:

kleiner Hinweis: Die Batterie eines E mobils hat ne Garantie von acht Jahren oder 160 tkm, wie hier VW berichtet, bei anderen Herstellern wird das ähnlich sein.

Garantie? Oder doch eher eine prognostizierte Lebenserwartung?

Wenn die nach 8 Jahren ausgetauscht werden muß, möchte ich nicht die Rechnung präsentiert bekommen.

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Ein Bekannter hat ein Model S und ein E-Bike (Motorrad). Beide haben schon das zweite Batterie-Pack. Der Tesla hatte noch keine 100 Tkm drauf. Sind beide anstandslos auf Garantie getauscht worden - super. Die Öko-Bilanz dürfte bei solchen Werten aber auch "super" sein.

Letztlich wird diese Technologie doch politisch und medial so gepusht, weil sie angeblich so Umwelt und Klima schonend sein soll. Mal abgesehen davon, dass dies allein schon mit unserem Strommix sehr zweifelhaft ist (wie mehrfach nachgewiesen), bedeutet ein solcher Austausch, dass die ganze schöngerechnete CO²-Klima-Öko-Umwelt-Bilanz für'n Ar... ist. Und dann kommt noch das erwähnte "african recycling" als Sahnehäubchen oben drauf - Garantie hin oder her.

Aus dieser Gesamtbetrachtung ist heute die gesamte BEV-Technologie "von der Wiege bis zur Bahre" eine einzige Umwelt- und Klima-Katastrophe. Neben der mangelnden Alltagstauglichkeit als "Allein"-Fahrzeug ist dies für mich persönlich der Hauptgrund meiner Ablehnung - trotz der tollen Förderungen und steuerlichen Begünstigungen. Aus diesem Grund halte ich das Ganze sogar für regelrecht asozial, weil diese staatlichen Fördergelder auch und besonders aus den Steuern und Öko-Abgaben derer finanziert werden, die sich ein solches BEV selbst mit Förderung nicht leisten können. Das Geld wird aber überwiegend denen in den Ar... geblasen, die sich sowohl BEV als auch die PVA auf dem Villen-Dach locker ohne Subventionen leisten könnten - eine klassische Umverteilung von unten nach oben. Und die Dämlichkeiten aus dem Reemtsma-Clan und deren Spießgesellen von fff & Co. fühlen sich auch noch ganz toll dabei.

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Wenn ihr teilweise so gegen die E autos seid, so denke ich trotzdem, dass es wohl einleuchtend ist, dass der Verbrenner keine langfristige Zukunft hat, da das Öl, was die Natur in Millionen von Jahren produziert hat, von uns Menschen innerhalb von vielleicht drei oder vier Jahrhunderten aufgebraucht wird. Es kann sein, dass wir heute lebenden das Ende des Öls nicht mehr erleben, aber es wird sicher kommen. Und bis dahin ist die Bevölkerung weiter gewachsen,  und damit sowohl die Ernährungsfrage als auch die Mobilitätsfrage.  Irgendwann in den nächsten Jahrzehnten muss ein weg vom Verbrenner kommen, da die Umstellung, wie wir ja hier feststellen nicht einfach ist, und auch Opfer von allen Seiten verlangt.

Jetzt ist der Klimawandel nun in aller Munde, wird zwar von einigen gestrigen noch geleugnet, ist aber in der breiten Wissenschaft anerkannt. Daher ist der Zeitpunkt weg vom Verbrenner zu kommen, gerade heute richtig. Für die Autohersteller bedeutet das aber eine völlige Umstrukturierung des Fertigungskonzeptes, also riesengroße Investitionen. Sowas macht man nicht aus Modeerscheinungen, wie zB auf die SUVs zu setzen.

Aber E Auto ist nun nicht das einzige Modell einer neuen Antriebstechnoligie, auch andere Techniken sind denkbar, nur muss sich dann jemand finden, der sowas dann in Serie produzieren will, und auch Absatzmärkte sieht. Allerdings sehe ich hier den Zug bereits abgefahren, da das E Auto serienreif am Markt ist, und all Hersteller jetzt etwas im Angebot haben, sodass auch die Ladeinfrastruktur aufgebaut werden kann.

In den 50er Jahren, als die Autos hier aufkamen, gabs auch nicht überall sofort ne Tankstelle, da musste man auch sehen, wie man von A nach B kam. Erst mit steigender Nachfrage, wurde das Angebot an Tankstellen ausgebaut. So wirds auch mit den Ladesäulen.  

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Gerade bei Tagesschau.de gelesen:

Der DAX-Konzern Daimler will laut "Manager Magazin" etliche der ab 2024 vorgesehenen neuen Elektroautos ein Jahr früher auf den Markt bringen als geplant. Mehr als die Hälfte der aktuellen Modelle kämen in der nächsten Generation nur noch als E-Autos auf den Markt, sodass die Varianten mit Verbrennungsmotoren schneller auslaufen.

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@zorro69, ich habe gelesen, Mercedes plant zukünftig keine Verbrennungsmotoren mehr neu zu entwickeln. Die jetzt gebauten 4 und 6 Zylindermotoren werden — natürlich — noch weiter entwickelt, an neuen Verbrennungsmotoren wird nicht mehr gearbeitet.

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Am 16.6.2021 um 21:23 schrieb hartmut:

...

Die Entfernungen, soziale Kontakte, reduzieren sich dann auf Reichweite, fußläufig, radeln, oder ÖPNV. 

...das klingt für mich alles sehr nach planmäßig erzwungenem "social distancing" - nach Corona ist (wieder) vor Klima?! Persönliche Kontakte sind nur noch möglich, mit Leuten, die in einem bestimmten, relativ eng gesetzten Radius wohnen. Pech-für-de-Omma-wenn-se-so-weit-wech-wohnt!

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Am 16.6.2021 um 23:19 schrieb Bluey:

Bei dem ich Verbraucher wie insbes. die Klimaanlage (super, wenn's heiß ist) aus lassen muß (wozu gibt's die dann überhaupt in dem Auto?!)?

...so etwas solltest Du nicht mal denken! Unsere EU-Experten kommen sonst noch auf komische Ideen und verbieten unnütze Verbraucher im Auto einfach - und schon ist das Reichweitenproblem gelöst. Heizung braucht im Winter auch keiner, wir haben ja Klimakatastrophe.

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vor 21 Minuten schrieb rth:

@zorro69,  an neuen Verbrennungsmotoren wird nicht mehr gearbeitet.

Die Die Auto-Zulieferindustrie sucht sich schon andere Märkte für ihre Fertigung. Da ist der Weg weg vom Verbrenner zum Elektroantrieb schon Realität. Wenn es kaum noch neue Entwicklungen gibt kann auch die Fertigung an Standorte verlagert werden wo keine Entwicklung möglich ist. Die Elektroantriebe bestehen aus viel weniger Bauteilen.

 

MfG.

 

hartmut

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vor 26 Minuten schrieb SilverBanditS:

...das klingt für mich alles sehr nach planmäßig erzwungenem "social distancing" - 

Eher nach neuer Lebensweise. Wenn mehr Wohnfläche gebraucht wird, muss eben ein anderer mit hohem Flächenverbrauch weichen. 

Ist doch logisch. Wenn auf einem Grundstück bisher 3 Stockwerke waren, und dort wird in die Höhe gebaut, dann wohnen erheblich mehr Menschen auf dem Grundstück. Die Fläche für Parkplätze und Straßen wird aber nicht größer. Wohnungen können relativ leicht gestapelt werden. Straßen eher nicht. 

 

MfG.

 

hartmut

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vor 20 Minuten schrieb hartmut:

Eher nach neuer Lebensweise. Wenn mehr Wohnfläche gebraucht wird, muss eben ein anderer mit hohem Flächenverbrauch weichen.

...das ist m.E. - gerade für Deutschland im Gesamten - etwas zu kurz gegriffen.

Gem. dieser Übersicht...

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/161809/umfrage/anteil-der-einwohner-an-der-bevoelkerung-in-deutschland-nach-gemeindegroessenklassen/

...leben ca. 32% der Einwohner in D in Großstädten (>100 TEW), gut 2/3 leben in kleineren Städten und eher ländlich geprägten Regionen. Da ist fehlender Platz viel weniger das Problem als ein ausreichendes Mobilitäts-Angebot - abgesehen vom Privat-Kfz, dafür aber mit überdurchschnittlich langen Wegen, die im TÄGLICHEN Leben zu bewältigen sind.

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vor 15 Minuten schrieb SilverBanditS:

Da ist fehlender Platz viel weniger das Problem als ein ausreichendes Mobilitäts-Angebot - abgesehen vom Privat-Kfz, dafür aber mit überdurchschnittlich langen Wegen, die im TÄGLICHEN Leben zu bewältigen sind.

Auch in kleinen Städten besteht das Problem. Sie können in der Fläche nicht mehr wachsen. Dazu kommt, die Gewerbegebiete werden immer größer. 

 

MfG.

 

hartmut

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@hartmutdass nicht in jedem Altstadt-Gässchen geparkt werden kann steht doch außer Frage. Ebenso, dass es nicht immer den Parkplatz in 50 m Entfernung zum Ziel geben wird. Die Wenigsten haben ein Problem damit, auch mal 300 m zu laufen. ABER wenn Gemeinden der Meinung sind, durch restriktive Eingriffe (z.B. Abschaffung/Vernichtung öffentlicher Parkplätze) ihren Gemeinden etwas Gutes zu tun, dann wird sich das sehr bald durch sinkende Zahlen zahlender Kundschaft in Handel und Gastronomie "auszahlen". Auch sehr viele Bewohner von neuen und hippen autofreien Wohngebieten werden bald feststellen, dass der Freundeskreis immer kleiner wird und mit zunehmenden Alter die Einkäufe sich auch nicht mehr so locker heranschleppen lassen.

Man könnte das mit den Zugezogenen in den angesagten Szene-Vierteln vergleichen, die das pulsierende Leben erst total toll finden und sich später lauthals über den Lärm und den Dreck der vielen Besucher aufregen, weil der frische Familiennachwuchs nicht schlafen kann.
Augen auf bei der Wohnortwahl!

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vor einer Stunde schrieb hartmut:


…Ist doch logisch. Wenn auf einem Grundstück bisher 3 Stockwerke waren, und dort wird in die Höhe gebaut, dann wohnen erheblich mehr Menschen auf dem Grundstück. Die Fläche für Parkplätze und Straßen wird aber nicht größer. Wohnungen können relativ leicht gestapelt werden. Straßen eher nicht. 

@hartmut, Schweinchen Schlau mietet seinen Stellplatz in der Tiefgarage zum 01.11. und kündigt dann zum  30.04. ! Dann beschert er sich lautstark und öffentlich, dass die böse Baugesellschaft und die unfähigen Politiker nicht für ausreichend Stellplätze im Wohngebiet gesorgt  haben. 

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vor einer Stunde schrieb SilverBanditS:

Gem. dieser Übersicht...

...leben ca. 32% der Einwohner in D in Großstädten (>100 TEW), gut 2/3 leben in kleineren Städten und eher ländlich geprägten Regionen. Da ist fehlender Platz viel weniger das Problem als ein ausreichendes Mobilitäts-Angebot - abgesehen vom Privat-Kfz, dafür aber mit überdurchschnittlich langen Wegen, die im TÄGLICHEN Leben zu bewältigen sind.

Gerade in Großstädten brauchst Du  gar kein Auto, da der ÖPNV gut organisiert ist,  und nicht immer Pandemie ist. Wenn Du dann doch die Omma besuchen willst, die dummerweise 300 km weg wohnt, und das noch auf dem Lande, kannst Du dir als Großstädter ne Karre fürs WE leihen, und schon bist Du mobil.  Kostet nicht die Welt, im Gegenteil Du sparst ja die Anschaffungs und Unterhaltungskosten für nen PKW.  Wenn die Omma in ner anderen Stadt wohnt kannst Du ja auch mit der Bahn dorthin fahren, so diese Stadt noch nen Bahnhof hat. Auf dem Lande mit wenig ÖPNV brauchst Du ein Auto wenn Du zur Arbeit musst, und die nicht gerade im Stall auf Dich wartet. Aber dort gibts meistens auch genug Platz.

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@SilverBanditS, „Augen auf Bein der Wohnortwahl“, du hast ja so Recht. Für x T Euro eine Wohnung kaufen und zu dumm, zu faul oder naiv um in die vorhandenen Bebauungspläne zu schauen. Keine Parkplätze, geplante Veränderungen sind oft seit Jahren bekannt. „Das kommt ja doch nie“. Der Irrtum kann teuer oder zumindest ärgerlich werden.

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vor 3 Stunden schrieb zorro69:

Gerade in Großstädten brauchst Du  gar kein Auto, da der ÖPNV gut organisiert ist,  ...

...genau, "Bus und Bahn" mit den Wochenendeinkäufen unterm Arm.

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vor 42 Minuten schrieb Aka:

...genau, "Bus und Bahn" mit den Wochenendeinkäufen unterm Arm.

Warum muss man eigentlich auf einen Schlag für 1 oder 2 Wochen alles einkaufen? In der Stadt gibt es Supermärkte an nahezu jeder Straßenecke.

Ach ich vergaß, für die nächste Pandemie muss ja ein großer Klopapiervorrat angelegt werden.

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...weil man so weniger Zeit für dieses "Scheixxx-Einkaufen" verplempert... täglich einzukaufen ist vollkommen ineffizient.

Außerdem, wer sagt, dass das Zeug der Vorrat für 1 oder 2 Wochen ist... es mag so asketische Hungerleider geben, die mit täglich "3 Reiskörnern und nem Glas Wasser" auskommen... aber es gibt auch Leute, wenn die mal Hunger haben, dann essen die und Getränke werden nicht in Flaschen sondern eher in Kisten gezählt. :D

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vor 4 Stunden schrieb rth:

„Augen auf Bein der Wohnortwahl“, 

Solange es sich um Neubaugebiete handelt, kann schon einigermaßen eingeschätzt werden, lohnt es sich da hin zu ziehen. Eine der Fragen ist da, kann es sich jemand leisten die hohen Mieten oder Kaufpreise leisten? Wenn es denn noch einen Mangel an Wohnraum gibt beißen viele halt in den sauren Apfel. 

Daneben gibt es auch Leute die wollen es so. Keine Kfz in ihrem Revier, außer es lässt sich nicht vermeiden das der Nachbar eines hat. 

 

Zitat

Bebauungspläne zu schauen

Warum sollte sich jemand die Mühe machen Bebauungspläne einzusehen? Dazu müsste jemand aus Eigeninitiative verfolgen was in den Gemeinderatssitzungen so behandelt wird. Bei Bebauungsplänen gibt es auch immer wieder Änderungen. Bei uns ein Sanierungsgebiet von Ost nach West quer durch die Stadt. Ist dann auch verbunden mit der neuen Parkraumbewirtschaftung. 

 

MfG.

 

hartmut

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vor einer Stunde schrieb Aka:

...genau, "Bus und Bahn" mit den Wochenendeinkäufen unterm Arm.

Ist doch von den Stadtplanern alles durchdacht.

Der Idealfall sieht dann so aus. Ein Häuschen mit 20-30 Wohnungen. Unten 2 Stellplätze mit 2 Fahrzeugen Carsharing, Lastenfahrräder zum Ausleihen. Fahrradparkplätze vor der Haustür. 

Problem gelöst. ;-) 

 

MfG.

 

hartmut

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...klingt nach der perfekten Situation für gelangweilte Rentner, Lang- und Längstzeitstudenten und Hartz-4-ler, die den lieben langen Tag damit verbringen wie se am besten die Zeit totschlagen können von Stütze leben und auch sonst keine Verpflichungen / Termine haben.

Jemand der berufstätig ist um solche Nichtsnutze übers staatliche Umverteilungssystem durchzufüttern ist das nix.

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@Aka, man gibt x100T Euro für den Kauf einer Wohnung aus, sucht händeringend eine Mietwohnung und ist zu dumm oder zu faul sich um das Umfeld zu kümmern. Das haben „Andere“, verachtete Politiker, Stadtplaner usw. zu lösen?  Warum …
Wo ich problemlos parken kann sollte ich vorab prüfen, dann muss ich nicht jammern. Wenn ich in eine Siedlung einziehe, die für den ÖPNV wirbt sollte ich nicht auf einen Stellplatz hoffen. Das kann man alles problemlos vor dem Einzug prüfen. Und nicht hinterher jammern!

PS. Ein sehr begehrter Stadtteil in Essen ist Rüttenscheid, Garagen, Stellplätze sind Mangelware. Das weiß ich vorher wenn ich da hin ziehe. Hier haben die „Grünen“ Direktmandate geholt. Warum??

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... mir persönlich ist das alles einigermaßen Wumpe, wegen mir sollen se den Laden ruhig an die Wand fahren.

Ich bin in der Lage meine Ansprüche auf ein Niveau zurückzuschrauben, dass vor mir erstmal Tausende besser Millionen von anderen sog. Mitbürgern in diesem Land bluten... und wohl nach entsprechender Leidenszeit den Aufstand proben.

Oder was denkste was passiert, wenn die Leute am eigenen Leib erfahren, dass der in den letzten Jahren / Jahrzehnten liebgewonnene Wohlstand über die Preis-/Kostenschiene und / oder Verbote nach unten geschraubt wird.

PS: Autos hab ich sogar 2... meinem Arbeitgeber bin ich so wichtig, dass der mir sogar ein Firmenauto quasi aufgedrängt hat -die Kosten werden einfach an den Endverbraucher durchgereicht- , damit ich jeden Tag 30km zu ihm & wieder zurück fahre.

Parkplätze sind auch kein Problem... ne Hütte mit großer geräumiger Zufahrt und einer Garage mit ca. 10x7m auf gut 1.500m² eigenem Grund & Boden... 

 

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vor 9 Stunden schrieb Aka:

...klingt nach der perfekten Situation für gelangweilte Rentner, Lang- und Längstzeitstudenten und Hartz-4-ler, die den lieben langen Tag damit verbringen wie se am besten die Zeit totschlagen können von Stütze leben und auch sonst keine Verpflichungen / Termine haben.

Jemand der berufstätig ist um solche Nichtsnutze übers staatliche Umverteilungssystem durchzufüttern ist das nix.

Da dürftest Du weit daneben liegen.

Es gibt einen Trend zu einer Art betreutes Wohnen für Senioren. Das sind Wohnanlagen mit Eigentumswohnungen die einen Rundumservice bieten. Wer Hilfe braucht kann sich seinen Service dazu buchen. Um da zu wohnen reicht eine normale Rente nicht aus. 

Was spricht auch dagegen, wenn alte Menschen das in ihrem Arbeitsleben geschaffene Vermögen in so einer Wohnanlage investieren. Die verkaufen ihr Häuschen mit dem sie im Alter doch an ihre Grenzen stoßen und verbrauchen ihr als Alterssicherung gedachte Vermögen. 

Nur mal so als ein Beispiel.

https://www.schweizer-immoprojekt.de/schweizer/bauprojekte/leonberg-residenz-am-seegarten.php 

MfG.

 

hartmut

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...richtig, wer soll das einerseits bezahlen. Was denkste, was abgeht, wenn all die Pflegekräfte einen / ihren Tarifvertrag bekommen und jeder davon -sagen wir mal ganz nüchtern betrachtet- nur einen angemessenen Lohn erhält... von fetten Löhnen, wie das in verschiedenen anderen Branchen üblich ist will ich garnicht sprechen.

Das wird eine Suppe werden, die unbezahlbar sein wird...

Das Problem in diesem Land ist, dass mit der Zeit alles Mögliche still & heimlich professionalisiert wird... früher wurden z.B. die Kinder von den Eltern erzogen... Personalschlüssel meist 2:2 bzw. 1:1 oder gar 2:1... gelaufen ist diese Betreuug nebenbei und hat nix groß extra gekostet. Heute machen das lange ausgebildete Erzieher... die teuer Geld, Steuern + Sozialabgaben kosten in extra gebauten Einrichtungen... Kitas / Kindergartenplätzen / usw... das kostet alles Geld, die anderen Räumlichkeit, die Kinderzimmer in den elterlichen Wohnungen, wo sich die Kinder früher auffgehalten haben, stehen heute lange Zeit ungenutzt leer.

Altenpflege, das gleiche... früher wurden da viele Leistungen fast selbstverständlich zum Nulltarif von Angehörigen erbracht... heute läuft das alles professionell in Pflegeheimen, betreutem Wohnen und wie diese Einrichtungen noch so heißen... das kosten Unmengen an Geld, die jemand aufbringen muß.

Dazu dann noch das ausgebildete professionelle Personal... wo man bei den Kosten  bzw. den Löhnen jetzt jahrelang durch die Niedriglöhne getrickst hat um das in einem halbwegs bezahlbaren Rahmen zu halten... aber die Bombe ist gerade am Explodieren. 

 

Zumal man dabei nicht nur das Geld sondern auch mal die Menge an benötigtem Personal betrachten muß... das ist langfristig gesehen ein Schneeballsystem, das nicht aufgehen kann.

Vor Jahrzehnten hat man schon Gastarbeiter aus aller Herren Länder für die Drecksarbeit, die keiner machen wollte ins Land geholt. Inzwischen sind diese Leute in der x-Generation aufgestiegen und auch nicht mehr bereit die Drecksarbeit für nen "Appel und ein Ei" zu machen.

Also holt man die nächsten... inzwischen in einer Bandbreite quer durch die Branchen, damit man jemanden hat der zu Billiglöhnen und unattraktiven Arbeitsbedingungen die Drecksarbeit und zunehmend selbst bessere Arbeiten macht... selbst dafür ist sich der deutsche Michel inzwischen schon zu fein.

Man bedenkt dabei aber nicht, dass diese "Gastarbeiter" nicht permanent die Drecksjobs machen -die sind doch auch nicht blöd-, sondern dass man sich damit eine Hypothek einhandelt... wer arbeitet, wer unten bei den miesen Arbeiten anfängt und sich mindestens von Generation zu Generation hocharbeitet will irgendwann auch seine Früchte ernten bzw. will dass seine Nachkommen diese ernten... und das mit Recht.
 

Das Problem ist die inzwichen massive Inflation bei den Bildungsabschlüssen, selbst der letzte Nichtsnutz bekommt heute nen Hochschulzettel und stolpert bzw. wird, wenn das Vitamin-B paßt / entsprechende Seilschaften vorhanden sind in die höchsten Führungsebenen geschubst.

Da schraubt man lieber das Bildungsniveau quer durch komplette Schulsystem bis rauf zu den Hochschulabschlüssen massiv nach unten, damit auch noch der letzte zum Deppen erzogene Lümmel nen Hochschulzettel bekommt.

Wie die Werkstattleute bei meinem ehemaligen Arbeitgeber immer wieder mal gesagt haben- wir haben zu viele Häuptlinge, mit geschönten Abschlußzeugnissen, die nix taugen aber trotzdem nen Haufen Geld in den Allerwertesten geschoben bekommen... dieses Land braucht mal wieder (fähige) Indianer, die unten an der Basis die Arbeit machen und mit ihren über Jahre / Jahrzehnte in der Praxis gesammelten Erfahrungen zu fähigen Führungskräften werden.

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Am 18.6.2021 um 20:28 schrieb rth:

 In der Stadt gibt es Supermärkte an nahezu jeder Straßenecke.

Das ist vielleicht in der Innenstadt so.

Aber die Stadt besteht nun mal nicht nur aus der Innenstadt.
Berlin hat mehr als 50 km Durchmesser. Und draussen gibt es noch den Speckgürtel.
Und auch dann gehts noch weiter.

Klar.. wer sich in der City nur im Umkreis von 5km bewegt, braucht wirklich kein Auto.
Aber wer macht denn das?
Der meiste Verkehr wird nunmal durch Ein- und Aus-Pendler verursacht.
(Nicht nur bei Autos - das ist auch bei ÖPNV so).

Aber darüber denkt der gemeine Prenzlberger Grünenwähler natürlich nicht nach.
Hauptsache vor meinem Haus ist es schön ruhig.
Mir doch egal, wie die anderen klarkommen.

Achso.. die Supermärkte an nahezu jeder Straßenecke müssen natürlich auch irgendwie beliefert werden.
Und das passiert: ja.. richtig.. mit Autos.

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vor 6 Stunden schrieb Aka:

Wie die Werkstattleute bei meinem ehemaligen Arbeitgeber immer wieder mal gesagt haben- wir haben zu viele Häuptlinge, mit geschönten Abschlußzeugnissen, die nix taugen aber trotzdem nen Haufen Geld in den Allerwertesten geschoben bekommen... dieses Land braucht mal wieder (fähige) Indianer, die unten an der Basis die Arbeit machen und mit ihren über Jahre / Jahrzehnte in der Praxis gesammelten Erfahrungen zu fähigen Führungskräften werden.

Stimmt genau.. liegt aber teilweise auch mit an den überzogenen bürokratischen Anforderungen, die heute gestellt werden.
Ich hab schon als einziger Entwickler (also quasi Indianer) in Projekten gearbeitet, in denen zeitweise 3 Projektmanager (Häuptlinge) beschäftigt waren, weil einer alleine die ganzen Projektmanagementaufgaben einfach nicht mehr geschafft hat.
Gerade bei Auftraggebern der öffentlichen Hand ist es Wahnsinn, was da für Regularien und Prozesse eingehalten werden müssen.

Ein bisschen mehr Hemdsärmeligkeit würde uns mal wieder ganz gut tun.
 

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@SNBoris, nur zur Info, nur die Anwohner sind Wahlberechtigt. Durchreisende, Einpendler o.ä. sind wahlberechtigt in ihrer Ortschaft. 
 

Oftmals vertreten Sie dort genauso ihre Interessen!

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Am 18.6.2021 um 16:05 schrieb zorro69:

Gerade in Großstädten brauchst Du  gar kein Auto, da der ÖPNV gut organisiert ist, 

...kennst Du Berlin etwas genauer? Ich meine jetzt nicht die City, sondern das gesamte Stadtgebiet - vom Speckgürtel mal gar nicht zu reden.

1. Die Berufspendler fahren nicht nur rein in die Stadt, es gibt auch eine nicht zu unterschätzende Gegenbewegung ins nähere und weitere Umland zur Arbeit.

2. ÖPNV funktioniert sehr gut - wenn man entlang der Hauptstränge pendelt (Nord-Süd, Ost-West, Ringbahn) und innerhalb des S-Bahn-Rings. ABER wenn Du z.B. im Nordosten (z.B. Hohenschönhausen) wohnst und Du im Nordwesten arbeitest (z.B. Spandau) dan gleicht die Fahrt mit den ÖPNV einer kleinen Weltreise - und das in der Stoßzeit in völlig überfüllten Zügen.

3. Gibt es in Berlin eine ganze Reihe von Siedlungsgebieten mit überwiegender EFH-Bebauung (z.B. Biesdorf/Mahlsdorf/Kaulsdorf), die zwar auch S-/U-Bahn haben, aber eben nur an den Trassen. Die riesigen Räume dazwischen werden durch dünne Bus-Linien und vereinzelte Straßenbahnen "versorgt". Das hat dann schon einen sehr dörflichen Charakter.

Zitat

Wenn Du dann doch die Omma besuchen willst, die dummerweise 300 km weg wohnt, und das noch auf dem Lande, kannst Du dir als Großstädter ne Karre fürs WE leihen, und schon bist Du mobil.

...Du hast wohl keine "Omma", die Du regelmäßig besuchst? Die Omma, die oftmals auch schon Ur- oder gar Ururoma ist (ja Opa natürlich auch), wird i.d.R. von ihren eigenen Kindern (die selbst womöglich schon Großeltern sind) nicht nur einmal im Jahr "besucht", sondern nicht selten im zwei-/drei-Wochentakt, um sie u.a. mit dem Wichtigsten zu versorgen. Schwere Einkäufe halt, das Brot und die Scheibe Wurst kauft sie noch selber, aber der Kasten Wasser und die Stiege Milch gehen nicht mehr.
Da möchte ich erleben, wie Du das dann mit dem Mietauto oder gar der Bahn erledigst.

Zitat

 Wenn die Omma in ner anderen Stadt wohnt kannst Du ja auch mit der Bahn dorthin fahren, so diese Stadt noch nen Bahnhof hat.

...siehe oben. UND selbst wenn diese Stadt sogar noch eine Bahnhof haben sollte, was bei etwas größeren Städten wohl immer noch vorkommen soll, so bedeutet das noch lange nicht, dass es auch eine direkte Verbindung von A nach B gibt und man nicht doch erst über C, D, E, F fahren muss um nach B zu kommen. Dazu zählt im übrigen auch der ÖPNV zwischen Wohnort und Bahn und zum Endziel. Die Wenigsten wohnen fußläufig zu den benötigten Fernbahnhöfen.
So werden selbst bei "guter" Fernbahnanbindung aus 1,5...2 Stunden Autofahrt von Tür zu Tür locker 3...4 Stunden mit der Bahn - und das pro Strecke. Dazu kommt dann immer noch die Abhängigkeit von diversen Fahrplänen.

Zitat

Auf dem Lande mit wenig ÖPNV brauchst Du ein Auto wenn Du zur Arbeit musst, und die nicht gerade im Stall auf Dich wartet. Aber dort gibts meistens auch genug Platz.

...gerade wenn Du Dein Arbeitsleben schon hinter Dir hast, dann brauchst Du ein Auto auf dem Lande. Einkäufe, Arzt, Kultur, Enkelbetreuung,...

Wenn man manchmal solche pauschalisierenden Argumentationen hört/liest, wie Deine. dann fragt man sich schon mal, in welcher Realität lebt derjenige eigentlich. 
Ich will Dir ja gar nicht in Abrede stellen, dass Deine Argumente auf DICH haargenau zutreffen mögen. Man sollte aber nicht strikt davon ausgehen, dass das auf den Rest der Welt auch genau so zutrifft. Und genau diese Einstellung ist sehr verbreitet im Milieu der "Lifestylelinken" (Sahra Wagenknecht), das sich durch das gesamte linksgrüne Spektrum (SPD, LINKE, GRÜNE, ja sogar Teile der CDU/CSU) hindurchzieht, und die meinen, den dumpfen Bürger mit ihren LebensNaseweisheiten belehren zu müssen.
Das nur mal als wirklich gut und freundschaftlich gemeinter Rat von einem alten weißen Mann.

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Der SPIEGEL ließt heimlich beim RF mit, und Herr Dudenhöffer hat sich unserer Diskussion sogar in einer Analyse angenommen...

https://www.spiegel.de/auto/autodichte-in-grossstaedten-steigt-weiter-an-a-533b5edd-3ccb-4b23-8009-8a1165d45884

Zitat

»Der oft behauptete Trend ›Weg vom Auto‹ ist nicht zu erkennen«, interpretiert Dudenhöffer die Ergebnisse. Pkw-Besitzer schätzten nun umso mehr die Möglichkeit, den eigenen Wagen flexibel nutzen zu können – obgleich sie pro Jahr kürzere Gesamtstrecken führen.

...die Realität kann aber auch sooo fies sein - hält sich einfach nicht an ideologisch begründete Theorien. 

Irgendwann werden sich die "Regierenden" wohl doch noch ein neues Volk wählen müssen.

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@SilverBanditS, ich kann — natürlich — nur für mich sprechen.
Nahverkehr Fahrrad, selten Auto, Fahrten zum Flughafen Auto (Freunde). Urlaub in D oder A Auto, ansonsten Flugzeug.

Theoretisch kann ich mir auch eine Fahrt mit der Bahn vorstellen, Linienbusse und Straßenbahn sind für mich gestorben.

Mein Problem: Mir ist — sehr — bewusst, ökologisch bin ich ein Dinosaurier. Aber freiwillig werde ich mein Verhalten bestimmt nicht ändern.

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vor 17 Minuten schrieb rth:

Mein Problem: Mir ist — sehr — bewusst, ökologisch bin ich ein Dinosaurier. Aber freiwillig werde ich mein Verhalten bestimmt nicht ändern.

...das sollte man auch so pauschal nicht sehen. Der ÖPNV ist aus ökologischer Sicht nur im Vorteil, wenn Bus/Tram/U-/S-/D-Bahn zu einem Mindestmaß ausgelastet fahren. Ein großer Bus ist z.B. ökologisch viel problematischer, wenn dort nur "drei Hanseln" drin sitzen.
Die Krux am heutigen ÖPNV ist jedoch, dass er für solche Ansprüche viel zu unflexibel ist - in zwei..,drei Stunden Rushhour hoffnungslos überfüllt, dazwischen oft gähnende Leere bei weitestgehend gleicher Taktung und Fahrzeuggröße. In der einen Situation absolut unattraktiv, in der Anderen nicht wirklich ökologisch. In dieser Situation ist der private PKW dagegen ein regelrechter Saubermann.

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vor 39 Minuten schrieb SilverBanditS:

...In dieser Situation ist der private PKW dagegen ein regelrechter Saubermann.

In meinem Fall schon. 3 l Diesel, Euro 4.

Fußweg zur Bushaltestelle Max. 5 Minuten, Fußweg zur S—Bahnhaltestelle Max. 15 Minuten. Takt jeweils 20 Minuten.

Auto der Frau ist 17 Jahre alt, noch keine 92.000 km.

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