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Dna-tests Bei Verkehrskontrollen


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Ist irgendwie erschreckend wie weit unser werter Innenminister den Rechtsstaat verändert.

Was unter ihm für eine Datensammelwut und Überwachung der Bevölkerung eingesetzt hat, ist mit den 70er Jahren nicht ansatzweise zu vergleichen. Das ist schon erschreckend.

 

Dieser irsinnige Vorschlag sollte sich ja hoffentlich rein verfassungsrechtlich nicht durchsetzen lassen.

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Ist irgendwie erschreckend wie weit unser werter Innenminister den Rechtsstaat verändert.

Was unter ihm für eine Datensammelwut und Überwachung der Bevölkerung eingesetzt hat, ist mit den 70er Jahren nicht ansatzweise zu vergleichen. Das ist schon erschreckend.

 

Tja, man könnte sagen, wir schieben mit dem Bundesinnenminister einen Haufen Probleme vor uns her. Im September ist ja Wahltag. Alles wird gut.

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Als ich davon in den letzten Wochen las, fiel mir eine der absurdesten Begründungen dafür auf, die ich je von amtlichen Seiten für ein Tun gehört habe:

 

Und zwar sollen die DNA Tests bei Verkehrskontrollen aufgrund der Ermittlungen zum Heilbronner Polizistenmord durchgeführt werden. Man weiß, dass es sich um eine Frau als Täterin handelt, aber nicht, wie sie aussieht. Und daher - und hier wird es nun vollkommen absurd - sollen auch Männer zum DNA Test gebeten werden, denn es könnte sich ja um eine verkleidete Frau handeln .

 

Sind die so blöd oder tun die nur so. Ich befürchte letzteres.

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Es ist ja auch sehr sinnvoll, einen 18jährigen zu Testen, wenn eine Frau gesucht wird, die schon seit einigen Jahren Verbrechen begeht :sneaky:

 

Unglaublich, wie krank dieser Staat und seine Schergen mittlerweile geworden sind.

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Es ist ja auch sehr sinnvoll, einen 18jährigen zu Testen, wenn eine Frau gesucht wird, die schon seit einigen Jahren Verbrechen begeht :sneaky:
Macht Sinn. Wenn man über die Genanalyse feststellt das es bei den 18 Jährigen um einen Verwandten handelt kann man die Täterin leichter ermitteln.
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Massentests sind ja in aller Regel freiwillig, oder? Erst wenn man nicht hingeht, muss ein Richter entscheiden, ob ausreichende Anhaltspunkte für eine zwangsweise Abgabe der Probe vorliegen.

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Ich müsste da nicht lange überlegen. Voraussetzung für eine freiwillige Teilnahme wäre nämlich Vertrauen in den Staat und seine Organe.

 

Geht mir ganz genauso. Ich würde aus ganz grundsätzlichen Erwägungen heraus NIEMALS meine DNA zur Verfügung stellen. Dieser Staat ist nichtmal in der Lage und Willens meine Kontoverbindung geheimzuhalten und dann wollen sie Informationen bei denen noch nichtmal im Entferntesten abzusehen ist was das in 10 Jahren für Konsequenzen hat ?

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  • 1 month later...

In einen der ersten Zeitungsberichte darüber hieß es, dass man klinisch sterile Wattestäbchen verwendet. Diese werden in einer Autoklave von Bakterien und Viren "befreit" aber nicht von DNA. DNA benötigt etwas härtere Lösungsmittel als Wasserdampf und Temperatur.

An sich ja nicht weiter schlimm, wenn man ein unbenutztes als Negativprobe mit analysiert und das "Hintergrund-Rauschen" von den übrigen Testergebnissen subtrahiert.

Insofern ist der Spot schon sehr berechtigt, wenn man ein nicht passendes Produkt zur Analyse umfunktioniert ohne die Analysemethoden anzupassen.

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An sich ja nicht weiter schlimm, wenn man ein unbenutztes als Negativprobe mit analysiert und das "Hintergrund-Rauschen" von den übrigen Testergebnissen subtrahiert.

 

Dann hast du aber auch mit einem Schlag immer gleich 2 Proben die zu untersuchen sind. Doppelte Arbeit, doppelte Kosten.

Keine Ahnung was ein DNA Test kostet aber das wird bestimmt auch ein Punkt sein.

 

MfG Bauloewe

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Dann hast du aber auch mit einem Schlag immer gleich 2 Proben die zu untersuchen sind. Doppelte Arbeit, doppelte Kosten.

Keine Ahnung was ein DNA Test kostet aber das wird bestimmt auch ein Punkt sein.

 

Im ersten Ansatz wohl richtig.

 

ABER: Ich möchte nicht ausrechnen müssen, für wieviele Jahrzehnte für alle Dienststellen in Deutschland die sog. Blindprobe (für Wissenschaftler übrig. völlig normal) möglich gewesen wäre, wenn man die nun völlig sinnlos verbratenen Kosten rechnet, die die Jagd auf ein Phantom gekostet haben!!!!!

 

Durch richtiges Vorgehen hätte man sehr viel Geld, Zeit und Nerven sparen können.

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Guest Landy

Wenn schon im LKA solche Kompetenzen sitzen wirft das ja schon ein sehr deutliches Licht auf die Durchschnittscops mit denen man so tagtäglich zu tun hat.

 

Ich hab's ja schon lange gesagt :whistle:

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Dann hast du aber auch mit einem Schlag immer gleich 2 Proben die zu untersuchen sind. Doppelte Arbeit, doppelte Kosten.

Da man an einem Tatort nicht nur eine DNA-Probe nimmt, sondern von (allen) möglichen Kontakte Proben aufsammelt, wäre das Verhältnis Blindprobe zu Testproben wesentlich höher. Bzgl. Preis einer Probe dürfte es je nach Probenvolumen zwischen 300 und 500 € Kosten. Zumindest sind das die Preise, die man bei den veröffentlichen Zahlen zu "Massengentests" bekanntgegeben hatte.

 

Gast225 mir ist leider nicht bekannt, wie gut das Jurastudium auf Risikoabschätzung und Wahrscheinlichkeitsrechnung vorbereitet. Wenn man aber die Risikobewertung des Normalbürgers zugrundelegt, könnten einige Beweise beim Richter falsch gewichtet werden. Es gab z.B. nachweislich einige Fälle in der DNA-Überführung, bei denen DNA-Proben während der Analyse vertauscht wurden. Neben den falsch gelegten Spuren kommt noch die Langlebigkeit der Spuren hinzu. Laut einigen Statistiken werden in D etwa 80% der Morde von näheren Bekannten oder Verwandten verübt.

In diesem Zusammenhang kann man sich mal in die Bücher von Hans-Peter Beck-Bornholdt und Hans-Hermann Dubben vertiefen, sie geben einen Recht guten Eindruck von den alltäglichen Fehlbewertungen.

 

NetGhost, die freiwilligen Proben haben eine viel höhere DNA-Konzentration als die am Tatort vorliegenden. D.h. man kann diese Proben mit weniger empfindlichen (und billigeren) Analysaten untersuchen. Unabhängig von der Empfindlichkeit der Sonden würden die Blot-Linien proportional verstärkt werden, so dass die Spuren des Herstellers nur sehr schwach sichtbar sein dürften.

Beim Heilbronner Phantom hatte man ja keine DNA-Spuren am Tatort aufgenommen, so dass nur die Spuren vom Hersteller sichtbar waren.

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Diese Geschichte ist der Super-Gau für die Polizei. In Bayern offensichtlich nicht, da das Phantom dort nicht war <_< .

 

Auszug aus aktuellem Focus 14/2009, S. 36 ff, "Die verdammte Spur. Das fatale DNA-Phantom von Heilbronn lässt bislang technikgläubige Kriminalisten tieffrustiert zurück":

"Am liebsten würde man die Akten aus dem Fenster schmeißen", sagt ein frustrierter Beamter.

 

off-topic

Mir würde auch bei der Phantom-Unfallursache "Geschwindigkeit" eine vergleichbare Schlagzeile gefallen, daß das Phantom wirklich ein Phantom war.

:cheer:

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