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Christoph1973

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Posts posted by Christoph1973

  1. @Bluey

    Und genau das Wählen der 110 hätte nach meiner Einschätzung nichts bewirkt.

    Die Polizei hätte mich darauf hingewiesen, dass es kein Notfall sei und mich auf die schriftliche Anzeige verwiesen. Es wäre wohl kaum ein Wagen rausgefahren und hätte sich von mir (per Telefon) dirigieren lassen.  Das halte ich für völlig abwegig.

     

  2. Hinterher ist man immer schlauer.

    Hätte ich nur die Kamera meines Handys laufen lassen bis die Situation erledigt war.

    Aber so abgezockt bin ich nicht. Ein solches Verhalten ist für mich absolut fernliegend.

    Da kann man nur abwarten, was kommt. 

    Meines Erachtens gehört schon eine gewisse kriminelle Energie (oder jede Menge Dummheit dazu), bei der Polizei spontan vorbeizufahren, um eine Strafanzeige mit einem erfundenen Sachverhalt zu erstatten.

    Spätestens bei den Details dürfte es schwierig werden. Wenn es denn zu einer Verhandlung kommt, dann wird es auch schwierig, diese Version (Monate später) noch präzise wiederzugeben.

    Aber man weiß nie. Ich werde berichten. In den nächsten Tagen oder Wochen werde ich wohl was hören

     

  3. Das ist auch meine Befürchtung

    so dreist und abgezockt er zu mir sagte, dass ich ihn angefahren hätte, traue ich dem auch zu, einen Nachbarn zu präsentieren, der aus dem Fenster alles beobachtet hat.

    ich denke aber, wenn er Anzeige erstattet hätte (und hierbei eine Verletzung angegeben hätte), hätte ich schon Hausbesuch gehabt.

    wenigstens habe ich selbst Anzeige wegen der vorhergehenden Nötigung erstattet. 

    wenn ich das worst-case-Szenario durchspiele, sehe ich mich vor Gericht und verurteilt.

    leider habe ich auch noch einen Jagdschein, den ich gerne behalten will.

    p.s.: es hat geregnet. Keine Anhaftungen. Wäre aber auch die Frage, was diese hätten belegen können.

  4. Bislang hatte ich nur mit Geschwindigkeitsverstößen geringerer Größenordnung zu tun. 

    Nie ein Fahrverbot, keine Punkte in Flensburg.

    Jetzt aber ein komplett bescheuerter Sachverhalt:

    Ich fahre nach Feierabend gemütlich vom Büro nach Hause. Anbrechende Dunkelheit, nasse Fahrbahn. Die gleiche Strecke wie seit mehr als 10 Jahren.

    Ich befahre ein stark kurvige Landstraße, die einen Berg hinaufführt (Serpentinen). 

    Hier gilt aus gutem Grund Tempo 30, es sind sogar Bodenwellen eingelassen. Oft wird hier auch mobil geblitzt.

    Ich fahre also auch 30km/h.

    Hinter mir auf einmal Scheinwerfer (vielleicht 1 m entfernt). Ein Drängler, Ich bleibe bei 30km7H. Er fährt dichter auf und beleuchtet meinen Innenraum (VW Crafter: die Lichter liegen bei dem Fahrzeug höher als als beim PKW). Das zieht sich über 1km hin. Ich kann nicht beschleunigen (vor mir auch ein anderes Fahrzeug).

    Beim Ende der 30-Zone gebe ich Gas (auch nur bis zum Tempolimit. Crafter hängt mir weiter auf der Stoßstange. Ich fahre rechts ran in die Parkbucht und lasse ihn passieren.

    Ich habe den kompletten Hals und fasse den Entschluss, den Fahrer des Crafter anzuzeigen. Da ich weiß, dass Kennzeichen-Anzeigen wenig Erfolg versprechen (ich bin selbst Jurist, ein Freund ist Strafrechtsanwalt und berichtete mir dies), fahre ich dem Crafter hinterher (um beim nächsten Halt den Fahrer zu sehen. 

    Er biegt ab, hält an und steigt aus. Ich steige aus, zücke mein Handy, nehme ein Foto auf. Ich teile ihm mit, dass sein Fahrstil für mich nicht hinnehmbar ist, derart dichtes Auffahren über ein so langen Zeitraum bei regennasser Fahrbahn ist gefährlich. Er meint, dass ich keinen Zeugen habe und er gerne die Polizei rufen könne (oder mit mir gemeinsam dort hin gehen könnte). Ein Aufkleber auf dem Crafter weist ihn als Feuerwehrmann aus (war aber kein Dienstfahrzeug);wahrscheinlich kennt er die Herren in der Wache gut. 

    Ich weise darauf hin, dass ich die Anzeige schriftlich erstatten werden und setze mich in mein Fahrzeug. Ich setze zurück, da schlägt er vorne auf die Motorhaube. Ich öffne die Seitenscheibe und frage, was das nun soll. Da meint er trocken, dass ich ihn angefahren habe und er seinerseits Strafanzeige erstatten werden. Ich schließe das Fenster und sehe, dass er mich während des Wegfahrens filmt oder fotografiert.

    Wahrscheinlich hätte ich keine Strafanzeige erstattet (bringt auch für mich nur Aufwand). Da ich aber damit rechnen musste, dass er seinerseits Anzeige erstattet, habe ich nach Ankunft zu Hause direkt online Strafanzeige erstattet.

    Jetzt habe ich Bammel, was bei seiner Strafanzeige rumkommen kann, denn der Vorwurf ist kein Pappenstiel (reicht von gefährlicher Körperverletzung zu gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr). Wenn er Anzeige erstattet hat, läuft die Machinerie. 

    Ich sehe mich schon vor Gericht. Er untermauert seine Aussage/Anzeige mit einem Attest (Schürfwunden, Prellungen o.ä) und ich bin meinen Lappen los und werde teuer verurteilt. 

    Falls hier jemand irgendwelche Erfahrungen zu so einem Fall und dessen Ausgang hat, würde ich mich freuen zu hören.

    Passiert ist die Sache Donnerstag. Bis heute Samstag war keine Polizei bei mir. Ich dachte, sie würden vielleicht mein Auto anschauen wollen, wenn der Typ wirklich Anzeige mit diesem Vorwurf erstattet hat. 

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