ZITAT
Ein SPD-Ortsverein benutzt die in einem Abstellraum eines Leverkusener Museums abgestellte Beuys-Badewanne zum Kühlen von Bier. Beuys klagt und das Wuppertaler Landgericht verurteilt die Stadtverwaltung zur Zahlung von 165.000 DM Schadensersatz.
Joseph Beuys wurde dadurch bekannt, daß er einer der Männer war, die ihre Badewanne nicht sauberhalten konnten. Und er hat im Gegensatz zu anderen Männern, bei denen dann eine Frau ihnen in der Hilflosigkeit unter die Arme greift, sich öffentlich zu seinem Schmutz bekannt und die Badewanne ausgestellt. Und kurzum: er hat auch eine Frau gefunden, die ihm sofort den Dreck wegmachte. Und da dies unter den Augen der Öffentlichkeit geschah, fühlte er sich gedemütigt.
Und die Story mit dem Rover erinnert mich stark an die beiden Putzfrauen, die den Dreck aus einer Badewanne von Joseph Beuys im Mönchengladbacher Abteiberg Museum gewischt hatten und damit einige 100tausend DM zerstörten...
Das verkannteste Kunstwerk Als das verkannteste Kunstwerk der bildenden Kunst ging die Badewanne des Düsseldorfer Kunstprofessors Josef Beuys in die Kunstgeschichte ein. Das Objekt, eine Emailbadewanne, die mit Heftpflaster und Mull beklebt war, wurde während der Vorbereitungsarbeiten zu einer Ausstellung im Depot von Schloß Morsbroich bei Leverkusen aufbewahrt. Im gleichen Raum lagerte auch die Bestuhlung des Kulturzentrums, die von den Frauen des SPD-Ortsvereins Leverkusen-Alkenrath für eine der 1978er Wahlveranstaltungen benötigt wurde. Die Frauen hatten nicht nur für eine prominente Rednerin gesorgt, sondern auch für Bier. Nur mit der Kühlung haperte es. In Ermangelung eines anderen Behältnisses bediente man sich der in den Augen der Frauen etwas schmuddeligen Badewanne. Das von Beuys absichtsvoll angebrachte Heftpflaster wurde abgepult, die Wanne tüchtig gescheuert, kaltes Wasser rein, fertig war die improvisierte Bierkühlanlage der patenten Frauen. Die SPDlerinnen ahnten nicht, was sie da angerichtet hatten. Das Kunstwerk war nämlich von der Versicherung mit 56 000 DM taxiert worden, und Besitzer Lutz Schirmer, ein Münchner Verleger, bestand auf der vollen Erstattung des Schadens.
könnte mir aber durchaus vorstellen, dass die badewanne nicht das einzige opfer war