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Abstand Zu Gering, Was Tun Nun?


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17 Antworten in diesem Thema

#1 everydayfun

everydayfun

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Geschrieben 11 Januar 2020 - 21:05

Guten Abend und Hallo an alle,

Ich bin auf dem Weg in den Ski Urlaub auf der A9 mit einem VKS3 Messsystem wegen zu geringem Abstand gemessen worden.

Gedrängelt habe ich definitiv nicht, ich bin halt im Verkehr mit geschwommen. Leider mit zu wenig im Abstand.

Mir wird vorgeworfen, weniger als 3/10 des halben Tachoabstand gehabt zu haben.

Konkret bedeutet das ein Monat Fahrverbot zwei Punkte und 160 .

Frage: soll ich die Sache einem Rechtsanwalt übergeben, ich habe Advocard Rechtschutz oder

Soll mein 60 Jahre alter Onkel dafür hinhalten, welcher halbseitig gelähmt ist und seit fünf Jahren kein umgebautes Auto mehr fährt und seinen Führerschein eh nicht braucht?

Kontrolliert das überhaupt einer, wer der jenige auf dem Foto ist und welcher die Tat zu gibt? Was passiert wenn das rauskommt?

Ich würde mich über Hinweise, Kommentare und Ratschläge freuen.

Schönen Abend noch. Danke und Grüße

#2 QTreiberin

QTreiberin

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Geschrieben 11 Januar 2020 - 21:38

Solltest Du jemanden anderes angeben, begehst Du neben dieser Ordnungswidrigkeit (zuwenig Abstand) zusätzlich noch eine Straftat der falschen Verdächtigung.

 

Von daher wäre interessant, was für ein Schreiben Du jetzt tatsächlich bekommen hast, wer der Halter des Fahrzeuges ist, wie das Foto aussieht etc..

 

Und ja, die Fotos werden schon auf Plausabilität geprüft, besonders wenn es nicht um „Pillepalle“ sondern um Fahrverbote etc. geht...



#3 everydayfun

everydayfun

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Geschrieben 11 Januar 2020 - 22:52

Hallo und vielen Dank für deine Antwort.

Das Foto zeigt, mich den gleichzeitigen Halter des Fahrzeugs. Die linke Gesichtshälfte ist leicht verschattet aber grundsätzlich würde man erkennen mit dem Führerschein Bild, dass ich selber gefahren bin.

Hab mal was gelesen, dass eine Videoüberwachung mit diesem System gar nicht so rechtens sein?

Zur falschen Verdächtigung müsste allerdings der jenige, der verdächtigt wurde gegen mich klagen, die Ordnungsbehörde kann aus meiner Sicht nur mitteilen, dass der angegebene mit dem Foto nicht über einstimmt und erneut Auskunft fordern.

Danke und Grüße

#4 rth

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Geschrieben 11 Januar 2020 - 23:27

@everydayfun, du hast eine interessante Rechtsauffassung, leider wird sie von den — meisten — Richtern nicht geteilt.

Wenn du einen anderen, der nicht gefahren ist, als Fahrer angibst (um dich selbst zu entlasten), ist es eine strafbare falsche Verdächtigung.

Wenn du dich selbst auf dem Foto erkennst ist der Drops gelutscht. 
 

Dauerhafte Videoüberwachung ist — nach meiner Kenntnis — nicht erlaubt. Bei Verdacht auf Verkehrsverstösse ist das manuelle Auslöser einer Aufnahme jederzeit möglich.


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#5 handysammler

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Geschrieben 12 Januar 2020 - 07:27

Hab mal was gelesen, dass eine Videoüberwachung mit diesem System gar nicht so rechtens sein?

Eine dauerhafte Aufzeichnung ist nicht erlaubt. Deswegen selektiert das System ohne Aufzeichnung vor und startet die Aufnahme erst, wenn es einen Abstandsverstoß erkennt.



#6 Sobbel

Sobbel

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Geschrieben 12 Januar 2020 - 09:21

Moin Moin

 

 

Dauerhafte Videoüberwachung ist — nach meiner Kenntnis — nicht erlaubt. 

 

 

Eine dauerhafte Aufzeichnung ist nicht erlaubt.

 

Diese Behauptungen entsprechen nicht den Tatsachen und sind auch der BVerfG Rechtsprechung nicht zu entnehmen.

 

Das BVerfG rügte die fehlende Rechtsgrundlage und untersagt "anlasslose Aufzeichnungen auf denen Fahrzeugführer und Kennzeichen erkennbar sind".

 

 

Gruß


Mal etwas von Goethe:

"Wer sich den Gesetzen nicht fügen will, muss die Gegend verlassen, in der sie gelten."
"Wenn du eine weise Antwort verlangst, musst du vernünftig fragen."
"Wenn man alle Gesetze studieren sollte, so hätte man gar keine Zeit, sie zu übertreten."
"Es gibt viele Menschen, die sich einbilden, was sie erfahren, verstünden sie auch."

#7 handysammler

handysammler

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Geschrieben 12 Januar 2020 - 09:28

Moin Moin

 

 

Dauerhafte Videoüberwachung ist — nach meiner Kenntnis — nicht erlaubt. 

 

 

Eine dauerhafte Aufzeichnung ist nicht erlaubt.

 

Diese Behauptungen entsprechen nicht den Tatsachen und sind auch der BVerfG Rechtsprechung nicht zu entnehmen.

 

Das BVerfG rügte die fehlende Rechtsgrundlage und untersagt "anlasslose Aufzeichnungen auf denen Fahrzeugführer und Kennzeichen erkennbar sind".

 

 

Gruß

 

Mimimi. Kommt unterm Strich aufs gleiche raus.



#8 Sobbel

Sobbel

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Geschrieben 12 Januar 2020 - 09:45

Moin Moin

 

 

 

Mimimi. Kommt unterm Strich aufs gleiche raus.

 

Wenn es das wäre, wären die VKS Geschichten auch jetzt noch rechtswidrig, denn es wird ein durchlaufendes Video gefertigt.

 

 

Gruß


Mal etwas von Goethe:

"Wer sich den Gesetzen nicht fügen will, muss die Gegend verlassen, in der sie gelten."
"Wenn du eine weise Antwort verlangst, musst du vernünftig fragen."
"Wenn man alle Gesetze studieren sollte, so hätte man gar keine Zeit, sie zu übertreten."
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#9 Blaulicht

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Geschrieben 12 Januar 2020 - 10:38

Es bedarf einer Rechtsgrundlage zum Video filmen oder Foto machen durch die Polizei
Beim Tatverdächtigen (Raser, Drängler) kein Problem

Problem jedoch wenn unverdächtige Fahrzeugführer gefilmt werden
Dafür gibt es nicht so die Rechtsgrundlage

Deswegen darf auf Verdacht gefilmt werden
Dauerhaft, ohne Verdacht darf nicht gefilmt werden.

#10 rth

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Geschrieben 12 Januar 2020 - 10:39

 

 

Diese Behauptungen entsprechen nicht den Tatsachen und sind auch der BVerfG Rechtsprechung nicht zu entnehmen.

Das BVerfG rügte die fehlende Rechtsgrundlage und untersagt "anlasslose Aufzeichnungen auf denen Fahrzeugführer und Kennzeichen erkennbar sind".

 

Du wirst in diesem Detail sicher Recht haben, wichtig für den TE ist nur die Polizei darf das.


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#11 Biber

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Geschrieben 12 Januar 2020 - 17:00

Wenn es das wäre, wären die VKS Geschichten auch jetzt noch rechtswidrig, denn es wird ein durchlaufendes Video gefertigt.

Wenn mit durchlaufendes Video ein identifzierendes Video gemeint sein sollte, wäre das wohl tatsächlich rechtswidrig.


Diskutiere nie mit einem Idioten. Erst zieht er Dich auf sein Niveau herunter und dann schlägt er Dich mit Erfahrung. (G.B. Shaw)

 

When I'm good, I'm good. When I'm bad, I'm better.


#12 QTreiberin

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Geschrieben 12 Januar 2020 - 19:18

Zur falschen Verdächtigung müsste allerdings der jenige, der verdächtigt wurde gegen mich klagen

Nö...



#13 Tiefkühlpizza

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Geschrieben 12 Januar 2020 - 21:49

Der Onkel, Schwippschwager, das Haustier kann sich ja grundsätzlich selber eintragen...

Statt 5 Beiträgen was passiert wenn... , sollte man das mal erwähnen.

Ob es funktioniert bei halbwegs ordentlichen Photo...

Gruß
Pizza

Ideen für die Signatur ~ Zucker im Bier


#14 rth

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Geschrieben 12 Januar 2020 - 23:11

Hallo Pizza, das Verfahren gegen die TE ist bereits eingestellt. 


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#15 QTreiberin

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Geschrieben 13 Januar 2020 - 06:53

:think: :think: :think:
 
Kann es sein, dass Du irgendwas mit diesem Thread http://www.radarforu...standsverstoss/   verwechselst?



#16 rth

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Geschrieben 13 Januar 2020 - 10:11

:think: :think: :think:
 
Kann es sein, dass Du irgendwas mit diesem Thread http://www.radarforu...standsverstoss/   verwechselst?

@QTreiberin, danke für den Hinweis. Du hast Recht, falscher Bezug.


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#17 zorro69

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Geschrieben 13 Januar 2020 - 15:15

Frage: soll ich die Sache einem Rechtsanwalt übergeben, ich habe Advocard Rechtschutz

 

  .. Das kannst Du machen, er wird Dir Deine Erfolgsaussichten möglicherweise schönreden, weil er ja immer verdient, egal wie es für Dich ausgeht.

 

Soll mein 60 Jahre alter Onkel dafür hinhalten, welcher halbseitig gelähmt ist und seit fünf Jahren kein umgebautes Auto mehr fährt und seinen Führerschein eh nicht braucht?

 

   Wenn Du den Onkel einträgst, wäre es ne Straftat, wenn der Onkel sich selber einträgt ist es das nicht, das ist erlaubt, er darf sich straffrei irren. Allerdings käme dabei evtl heraus

  dass der Onkel überhaupt nicht mehr fahrtüchtig ist, und welche Folgen das für den Onkel hat, möchte ich mir nicht ausdenken.

 

Kontrolliert das überhaupt einer, wer der jenige auf dem Foto ist und welcher die Tat zu gibt? Was passiert wenn das rauskommt?

 

  Wenn es um Fahrverbot geht, werden die Fotos schon genauer angeschaut, man will ja schliesslich den richtigen erwischen.

 

 Conclusio:  Keine der Möglichkeiten ist wirklich zielführend.


Der Kluge lernt aus allem und von jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiß alles besser.

Sokrates

#18 rth

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Geschrieben 13 Januar 2020 - 23:20

.... Wenn Du den Onkel einträgst, wäre es ne Straftat, wenn der Onkel sich selber einträgt ist es das nicht, das ist erlaubt, er darf sich straffrei irren. Allerdings käme dabei evtl heraus

  dass der Onkel überhaupt nicht mehr fahrtüchtig ist, und welche Folgen das für den Onkel hat, möchte ich mir nicht ausdenken

@zorro69, der Onkel ist laut Aussage des TE nicht mehr fahrtüchtig. Ein „Irrtum“ ist ausgeschlossen. 
lch bin nicht sicher, ob eine solche „Selbstbeschuldigung“ für den TE straffrei bliebe — wenn es auffällt!


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