Zum Inhalt wechseln


Foto

Eso 3.0 - Aufstellungsvorschriften - Kontrollbilder?

Vorher-nachher-Bilder?

  • Bitte melde dich an um zu Antworten
33 Antworten in diesem Thema

#1 Alberto

Alberto

    Mitglied

  • Member
  • PIPPIPPIPPIPPIP
  • 733 Beiträge
  • Gender:Male

Geschrieben 02 Dezember 2019 - 12:03

Hallo zusammen,

 

nach sehr klanger Zeit haben sie mich leider mal wieder kräftig erwischt.... die Bayern eben...

 

Geblitzt bei 100 mit netto 142 auf der A8 am Chiemsee...

 

Und - gleich noch ein Abfangjäger mit Motorrad... also nix mit Verjährungs-Methode.

 

Nun habe ich Akteneinsicht beantragt und auch bekommen.

Eichung ok - Ausbildung Messbeamter - ok aber...

Es gibt keine Bilder "Vorher-nachher"

 

Auf meine Einlassung gegenüber dem Gericht hin wurde der Meßbeamte aufgefordert, dazu Stellung zu nehmen. Diese liegt nun vor.

 

Er schreibt: "Diese angeführten Kontrollbilder werden nicht gemacht und sind weder in der Gebrauchsanweisung noch durch die Verkehrsrechtlichen Vorschriften des StMI gefordert.Das Gerät wurde ordnungsgemäß aufgestellt und eingemessen mit den Fotolinien. Die Fotoliniernbilder sind eine zwingende Anforderung und wurden auch gefertigt.Diese können angefordert werden."

 

So - nun werde ich sie natürlich anfordern.

 

Aber.. es kann ja eine Verschiebung des Standfußes durch Erschütterung während der Mess-Periode stattfinden (LKW z.B.) und deshalb meine ich, zu wissen, dass am Schluss nochmals ein Belegfoto gemacht werden muss.

 

Kann mir das jemand genauer sagen?

Wäre das Pflicht - käme ich aus der Sache raus... 4 Wochen FV sind lästig.....

 

Ich bitte um fachliche Hilfe.

 

Gruß

Alberto

 

 



#2 Bluey

Bluey

    Beamter

  • ModSheriff
  • PIPPIPPIPPIPPIPPIPPIPPIPPIPPIPPIPPIPPIP
  • 28.390 Beiträge
  • Gender:Male
  • Location:Das schöne NRW
  • Interests:Karate, Computer, Internet, Motorrad

Geschrieben 02 Dezember 2019 - 21:18

Beim ESO müssen solche Fotos nicht gefertigt werden. Ich arbeite regelmäßig mit dieser Anlage. Kein Lkw war bislang in der Lage, das Gerät irgendwie durch Vibrationen zu verschieben. Das Dreibeinstativ steht sehr sicher und das Gerät hat auch ein aus meiner Sicht ausreichendes Eigengewicht.

Wenn Du keine anderen "Einwände" vorzubringen hast, wirst Du mM nach mit den 4 Wochen leben müssen.

Das einzige (hier vllt relevante), was natürlich auch am Ende der Messung erledigt werden muß: Überprüfung der Sensoreinheit mit der entsprechenden Wasserwaage dahingehend, daß sich die Neigung, die zu Beginn eingestellt wurde, nicht verändert hat. Nochmals gesondert protokolliert wird das aber nicht.
  • frosch gefällt das

Gruß .......... Bluey

"Wenn über eine (dumme) Sache Gras gewachsen ist, kommt garantiert ein Kamel und frißt es herunter."
"Die beste und sicherste Tarnung ist immer noch die blanke und nackte Wahrheit. Die glaubt niemand!"

Kein 11 September, kein Terror, kein Afghanistan, kein Euro, keine Krise, 1l Diesel für umgerechnet 36 ct....

...das waren die 80er...


#3 QTreiberin

QTreiberin

    Mitglied

  • Mods
  • PIPPIPPIPPIPPIPPIPPIPPIP
  • 6.250 Beiträge
  • Gender:Female
  • Location:Nordlicht

Geschrieben 02 Dezember 2019 - 22:18

*hüstel* das Fahrverbot beträgt einen Monat, außer im Februar so lange kein Schaltjahr ist... *hüstel*



#4 zorro69

zorro69

    Mitglied

  • Member
  • PIPPIPPIPPIPPIPPIPPIP
  • 3.384 Beiträge

Geschrieben 03 Dezember 2019 - 13:19

Sei ein Sportsmann, Du hast schon oft gegen die Gerätschaften gewonnen,  und manchmal ist der Gegner eben einen Schritt schneller. So ist das im Leben, man kann nicht immer Siegen.        

Man kann aber aus den Niederlagen lernen. Und das ist wichtig.                         


Der Kluge lernt aus allem und von jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiß alles besser.

Sokrates

#5 Bluey

Bluey

    Beamter

  • ModSheriff
  • PIPPIPPIPPIPPIPPIPPIPPIPPIPPIPPIPPIPPIP
  • 28.390 Beiträge
  • Gender:Male
  • Location:Das schöne NRW
  • Interests:Karate, Computer, Internet, Motorrad

Geschrieben 03 Dezember 2019 - 19:14

*hüstel* das Fahrverbot beträgt einen Monat, außer im Februar so lange kein Schaltjahr ist... *hüstel*

Die 4 Wochen stehen ja sinnbildlich für den besagten Monat! ;)

Gruß .......... Bluey

"Wenn über eine (dumme) Sache Gras gewachsen ist, kommt garantiert ein Kamel und frißt es herunter."
"Die beste und sicherste Tarnung ist immer noch die blanke und nackte Wahrheit. Die glaubt niemand!"

Kein 11 September, kein Terror, kein Afghanistan, kein Euro, keine Krise, 1l Diesel für umgerechnet 36 ct....

...das waren die 80er...


#6 Alberto

Alberto

    Mitglied

  • Member
  • PIPPIPPIPPIPPIP
  • 733 Beiträge
  • Gender:Male

Geschrieben 04 Dezember 2019 - 09:12

Hallo zusammen,

 

das sind ja keine ermunternden Erkenntnisse...

 

Das mit der Wasserwaage (Bluey) macht ja auch wenig Sinn, wenn es nicht protokolliert werden muss.

Was wäre denn, wenn die Wasserwaage dann am Schkluss eine Abweichung anzeigen würde?

Würden dann alle gemachten Messungen annulliert werden? Wohl kaum.

 

So eine Kontrolle macht ja nur Sinn, wenn es danach bei etwaigen Abweichungen auch Konsequenzen gäbe.

Alles etwas seltsam.

 

Lieber Bluey, was steht denn genau in der Dienstanweisung zu dieser nachträglichen messung der Neigung?

 

Ich weiß ja, dass es nicht gewollt ist, dass der verfolgte Bürger wieder ein Schlupfloch finden könnte, aber.... diese hochaufgerüstete Technik, die da angewandt wird, um eine Owi zu verfolgen, ist ja iohnedies etwas übertrieben...

 

Und - wenn man sie schon betgreibt, dann muss man eben diesen komplizierten Benutzunghs-Regeln auch nachkommen. Diesde Messung ist ohne Protokoll ja völlig sinnlos.

 

Gruß

Alberto



#7 rth

rth

    Mitglied

  • Member
  • PIPPIPPIPPIPPIPPIPPIP
  • 4.040 Beiträge
  • Gender:Male
  • Location:Ruhrgebiet

Geschrieben 04 Dezember 2019 - 11:23

...Ich weiß ja, dass es nicht gewollt ist, dass der verfolgte Bürger wieder ein Schlupfloch finden könnte, aber.... diese hochaufgerüstete Technik, die da angewandt wird, um eine Owi zu verfolgen, ist ja iohnedies etwas übertrieben...

 

Hier haben wir mal wieder das Henne - Ei Problem.

Wer fordert den immer kompliziertere, gerichtsfeste, nachprüfbare Messungen? Jeder "Depp" kann sehen, da fährt jemand deutlich schneller als erlaubt. ZB 140 statt 100. Reicht nicht für eine Anzeige. Nein, es müssen hochgenaue, regelmäßig geeichte Messgeräte angeschafft werden.(was ich im Prinzip begrüße), aber dann darf ich mich auch nicht über die hochaufgerüstete Technik beschwerden. 


Stoppt den Raserirrsinn – schützt Mücken und Fliegen!

#8 Bluey

Bluey

    Beamter

  • ModSheriff
  • PIPPIPPIPPIPPIPPIPPIPPIPPIPPIPPIPPIPPIP
  • 28.390 Beiträge
  • Gender:Male
  • Location:Das schöne NRW
  • Interests:Karate, Computer, Internet, Motorrad

Geschrieben 04 Dezember 2019 - 16:58

Das mit der Wasserwaage (Bluey) macht ja auch wenig Sinn, wenn es nicht protokolliert werden muss.

Man protokolliert das nicht explizit, sondern bestätigt mit seiner Unterschrift, gemäß den Vorgaben der Bedienungsanleitung das Gerät aufgestellt und betrieben zu haben. Und dazu zählt auch der beschriebene Gebrauch dieser Wasserwaage.

Was wäre denn, wenn die Wasserwaage dann am Schkluss eine Abweichung anzeigen würde?
Würden dann alle gemachten Messungen annulliert werden? Wohl kaum.

Nun, es könnte dazu führen, daß das Gerät mehr als sonst üblich Messungen annulliert. Es soll aber dazu führen, daß das Gerät etwas andere Werte anzeigt (was ja nicht sein soll/darf). Ich hab's bislang aber noch nicht erlebt, daß sich da was verstellt hat. Auch nicht nach mehreren Stunden ununterbrochenen messens.
 

So eine Kontrolle macht ja nur Sinn, wenn es danach bei etwaigen Abweichungen auch Konsequenzen gäbe.
Alles etwas seltsam.

Nö, seltsam eigentlich nicht. Das Gerät kann Abweichungen in der Neigung nicht selbständig feststellen. Dafür ist ja der Bediener da.
 

Lieber Bluey, was steht denn genau in der Dienstanweisung zu dieser nachträglichen messung der Neigung?

Wortwörtlich weiß ich das jetzt nicht. Müßte ich nachschauen. Es ist jedenfalls am Ende der Messung zu kontrollieren. Und eine Abweichung darf nicht erfolgt sein.
 

Ich weiß ja, dass es nicht gewollt ist, dass der verfolgte Bürger wieder ein Schlupfloch finden könnte, aber.... diese hochaufgerüstete Technik, die da angewandt wird, um eine Owi zu verfolgen, ist ja iohnedies etwas übertrieben...

Naja. Wenn man sich betrachtet, wie sehr sich der gemeine VT bisweilen aufrüstet..... Und ohne entsprechende Technik geht's ja nicht, will man in diesem Bereich für die Einhaltung von Regeln sorgen.
 

Und - wenn man sie schon betgreibt, dann muss man eben diesen komplizierten Benutzunghs-Regeln auch nachkommen. Diesde Messung ist ohne Protokoll ja völlig sinnlos.

Versteh ich jetzt gerade nicht so wirklich. Es gibt doch bei jeder Messung ein Protokoll.

Gruß .......... Bluey

"Wenn über eine (dumme) Sache Gras gewachsen ist, kommt garantiert ein Kamel und frißt es herunter."
"Die beste und sicherste Tarnung ist immer noch die blanke und nackte Wahrheit. Die glaubt niemand!"

Kein 11 September, kein Terror, kein Afghanistan, kein Euro, keine Krise, 1l Diesel für umgerechnet 36 ct....

...das waren die 80er...


#9 Alberto

Alberto

    Mitglied

  • Member
  • PIPPIPPIPPIPPIP
  • 733 Beiträge
  • Gender:Male

Geschrieben 04 Dezember 2019 - 17:24

Lieber Bluey,

 

das ist doch meine Chance...

"Eine Abweichung darf nicht erfolgt sein"

 

Super.... wenigstens das müsste dann doch bei der letzten Überprüfung wenigstens irgendwo vermerkt sein?

 

Z.B. Ankreuzen:  O  Einstellwinkel per Wasserwaage überprüft... und dann noch ankreuzen:  O keine Abweichung festgestellt

Wäre es sehr unverschämt, diese Passage aus der Dienstanweisung im Originaltext zu erbitten?

 

Denn - der Satz, dass das Gerät ansonsten etwas andere Werte anzeigen könnte... der ist ja für einen Richter durchaus interessant.

 

Ich halte fest:

Die Kontrollmessung mit der Wasserwaage ist möglicherweise, aber nicht nachweisbar, erfolgt. Bei etwaiger Verstellung des Winkels ( dann eben durch Erschütterungen oder Wind, was vielleicht selten ist, - aber eben vorkommen kann) könnte eine Messung abweichende Werte anzeigen, wobei nicht feststeht, ob nach unten oder nach oben.

 

Das bringt mich meiner Einlassung näher, wonach ich max. + 20 kmh eingeräumt habe...

 

Merke:

Wer kämpft - kann verlieren... wer nicht kämpft - hat schon verloren.

 

Vielleicht rettet mich ja genau diese etwas unvollkommene Dienstanweisung?

 

Gruß

Alberto



#10 KlausK

KlausK

    Mitglied

  • iMember
  • PIPPIPPIPPIPPIPPIP
  • 2.211 Beiträge
  • Gender:Male
  • Location:Braunschweig

Geschrieben 04 Dezember 2019 - 17:56

Naja, ob angekreuzt oder unterschrieben ist doch ziemlich egal. Die (sehr theoretische) Möglichkeit es nicht geprüft bzw. einen Abweichung übersehen zu haben ist immer gegeben.

#11 Alberto

Alberto

    Mitglied

  • Member
  • PIPPIPPIPPIPPIP
  • 733 Beiträge
  • Gender:Male

Geschrieben 04 Dezember 2019 - 20:17

Hallo KlausK,

 

ja - da ist vieles theoretisch... in der Juristerei.

 

Und dennoch... kleinste Zweifel... bringen den Erfolg in einem Rechtsstaat. "in dubio pro reo"

Ich erinnere an Oliver Kahn... die gleiche Polizeidienststelle, wie bei mir.. eine Baustelle mit 80 beschränkt.

olli ist mit seinem 360-er-Ferrari mit etwa 150 kmh durchgebrettert...

 

Aber - er hatte den (leider sehr teuren und selbst zu bezahlenden) Sachverständigen aus München. Herrn Professor Buck.

Dieser hat ihm "vorauseilende Lichtreflexe" als technische Möglichkeit beschert... der Führertschein war gerettet. :-)

 

Und noch eines...

 

Wusste jemand, dass die allgemeine Rechtssprechung beim "Hinterherfahren mit einem Polizeiwagen ohne geeichtem Tacho" mittlerweile statt der bekannten 20% regelmäßig 30% abzieht?

 

Das habe ich vor ca. 2 Monaten als Zuschauer in einer Gerichtsverhandlung selbst erlebt. Die Richterin hat mir auf persönliche Nachfrage später erklärt, dass dieses mit den 30 % seit einigen Jahren gang und gäbe sei.

 

Also... 100 beschränkt - mit 130 kmh an der Polizei vorbei gefahren.. die fahren, wie in diesem Fall 2 Kilometer hinterher und... bekommen: Die Einstellung des Verfahrfens!!!

 

Hammer..

Soviel zur "theoetischen Chance"

 

Gruß

Alberto.



#12 Bluey

Bluey

    Beamter

  • ModSheriff
  • PIPPIPPIPPIPPIPPIPPIPPIPPIPPIPPIPPIPPIP
  • 28.390 Beiträge
  • Gender:Male
  • Location:Das schöne NRW
  • Interests:Karate, Computer, Internet, Motorrad

Geschrieben 04 Dezember 2019 - 23:24

das ist doch meine Chance...
"Eine Abweichung darf nicht erfolgt sein"

Theoretisch ja, praktisch eher nein. Hier ist man dazu über gegangen, lapidare Einwürfe "Der Sensor hat sich verstellt, ich stelle einen entsprechenden Beweisantrag und beantrage, einen Gutachter damit zu beauftragen" abzulehnen. Statt dessen muß ein Anwalt schon sehr präzise formulieren, warum der Zweifel hat bzw. meint, daß sich da was verstellt hat. Und selbst wenn, sehr sehr oft lehnen die Richter hier solche Beweisanträge ab.

Super.... wenigstens das müsste dann doch bei der letzten Überprüfung wenigstens irgendwo vermerkt sein?

Ich habe doch schon geschrieben, daß das nicht vermerkt wird und auch nicht werden muß.
 

Z.B. Ankreuzen:  O  Einstellwinkel per Wasserwaage überprüft... und dann noch ankreuzen:  O keine Abweichung festgestellt
Wäre es sehr unverschämt, diese Passage aus der Dienstanweisung im Originaltext zu erbitten?

Es ist oder wäre überflüssig. Der Nächste käme dann an und möchte andere Dinge auf dem Protokoll vermerkt bekommen.
 

Denn - der Satz, dass das Gerät ansonsten etwas andere Werte anzeigen könnte... der ist ja für einen Richter durchaus interessant.

Dann sagt der Meßbeamte: "Ich habe am Ende der Messungen die Einstellung des Sensors nochmals überprüft." Das wird dem Richter idR so reichen.
 

Die Kontrollmessung mit der Wasserwaage ist möglicherweise, aber nicht nachweisbar, erfolgt.
Bei etwaiger Verstellung des Winkels ( dann eben durch Erschütterungen oder Wind, was vielleicht selten ist, - aber eben vorkommen kann) könnte eine Messung abweichende Werte anzeigen, wobei nicht feststeht, ob nach unten oder nach oben.

1. nachweisbar ist das nicht. Das ist richtig. Du und jeder andere kann das Gegenteil aber auch nicht beweisen. Woraus soll sich ergeben, daß das nicht erledigt wurde?
2. nein! Noch einmal: keine Erschütterung und schon gar nicht der Wind bewirken eine Verstellung des Sensors.
 

Das bringt mich meiner Einlassung näher, wonach ich max. + 20 kmh eingeräumt habe...

Du glaubst doch wohl nicht ernsthaft, daß sich ein Richter auf +20 km/h runterhandeln läßt?! Das müßte schon sehr sicher durch einen Gutachter festgestellt werden. Und der wird das nicht können ohne entsprechende (gesicherte) Anhaltspunkte, die hier aber nicht vorliegen.
 

Wer kämpft - kann verlieren... wer nicht kämpft - hat schon verloren.

Man sollte aber auch die Aussichtslosigkeit eines Kampfes erkennen und logische, vernünftige Schlüsse daraus ziehen.
 

Vielleicht rettet mich ja genau diese etwas unvollkommene Dienstanweisung?

Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

Gruß .......... Bluey

"Wenn über eine (dumme) Sache Gras gewachsen ist, kommt garantiert ein Kamel und frißt es herunter."
"Die beste und sicherste Tarnung ist immer noch die blanke und nackte Wahrheit. Die glaubt niemand!"

Kein 11 September, kein Terror, kein Afghanistan, kein Euro, keine Krise, 1l Diesel für umgerechnet 36 ct....

...das waren die 80er...


#13 Bluey

Bluey

    Beamter

  • ModSheriff
  • PIPPIPPIPPIPPIPPIPPIPPIPPIPPIPPIPPIPPIP
  • 28.390 Beiträge
  • Gender:Male
  • Location:Das schöne NRW
  • Interests:Karate, Computer, Internet, Motorrad

Geschrieben 04 Dezember 2019 - 23:27

Wusste jemand, dass die allgemeine Rechtssprechung beim "Hinterherfahren mit einem Polizeiwagen ohne geeichtem Tacho" mittlerweile statt der bekannten 20% regelmäßig 30% abzieht?

Hier bei uns sind es immer noch 20%. Man kann das also nicht verallgemeinern.

Gruß .......... Bluey

"Wenn über eine (dumme) Sache Gras gewachsen ist, kommt garantiert ein Kamel und frißt es herunter."
"Die beste und sicherste Tarnung ist immer noch die blanke und nackte Wahrheit. Die glaubt niemand!"

Kein 11 September, kein Terror, kein Afghanistan, kein Euro, keine Krise, 1l Diesel für umgerechnet 36 ct....

...das waren die 80er...


#14 Alberto

Alberto

    Mitglied

  • Member
  • PIPPIPPIPPIPPIP
  • 733 Beiträge
  • Gender:Male

Geschrieben 05 Dezember 2019 - 08:58

Lieber Bluey,

das mit den 20% hat der Polizist ( der Zeuge) in der GV auch geglaubt...

 

Auch der Polizist, der neben mir saß - wegen einer anderen Sache... der hat erstaunt mit dem Koipf geschüttelt.

 

Ich weiß längst, dass vor Gericht vieles möglich ist, was dann immer wieder etwas Frust bei den Verfolgungsbehörden, bzw. deren Beamten auslöst.

In diesem konkreten Fall war es sogar so, dass in einer BAB-Baustelle der Beschuldiugte mit gesicherten 155 kmh bei erlaubten 100 kmh von der Polizei 2 km verfolgt wurde. Die Polizisten sagten aus, dass sie auf dem Tacho diese 155 kmh ( der Beifahrer) stets im Auge hatten, wobei sich der Verfolgte sogar noch leicht entfernte..

 

Die Richterin: 155 - 30% = -46,5 kmh = 8,5 kmh zu viel = € 20,00. Owi.

 

Das war ihr Angebot an den Anwalt, was dieser dankend und grinsend annahm...

 

Wenn ich mehr Zeit hätte - da wäre viel zu lernen - in den Owi-Verhandlungen....

 

Denn - nur das, was ein Gericht entscheidet, zählt.

 

Gruß

Alberto



#15 zorro69

zorro69

    Mitglied

  • Member
  • PIPPIPPIPPIPPIPPIPPIP
  • 3.384 Beiträge

Geschrieben 05 Dezember 2019 - 13:17

@Alberto: Hattest Du nicht mal geschrieben, dass Dein genutztes Fahrzeug auf eine andere Person zugelassen ist, und ein auf Dich zugelassenes Fahrzeug einen anderen regelmässigen Fahrer hat?

 

Ist das auch  im aktuellen Fall so?


Der Kluge lernt aus allem und von jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiß alles besser.

Sokrates

#16 Alberto

Alberto

    Mitglied

  • Member
  • PIPPIPPIPPIPPIP
  • 733 Beiträge
  • Gender:Male

Geschrieben 05 Dezember 2019 - 14:10

Hallo Zorro,

 

das ist nur für 1 Fahrzeug so... dieser ist aber auch mich zugelassen..

Spielt auch keine Rolle, weil mich ja ein Motorrad-Polizist angehalten hat.

Also.. eindeutige Fahrer-Identifikation erfolgreich :-)

 

Gruß

Alberto



#17 Bluey

Bluey

    Beamter

  • ModSheriff
  • PIPPIPPIPPIPPIPPIPPIPPIPPIPPIPPIPPIPPIP
  • 28.390 Beiträge
  • Gender:Male
  • Location:Das schöne NRW
  • Interests:Karate, Computer, Internet, Motorrad

Geschrieben 05 Dezember 2019 - 17:08

Ich weiß längst, dass vor Gericht vieles möglich ist, was dann immer wieder etwas Frust bei den Verfolgungsbehörden, bzw. deren Beamten auslöst.
In diesem konkreten Fall war es sogar so, dass in einer BAB-Baustelle der Beschuldiugte mit gesicherten 155 kmh bei erlaubten 100 kmh von der Polizei 2 km verfolgt wurde. Die Polizisten sagten aus, dass sie auf dem Tacho diese 155 kmh ( der Beifahrer) stets im Auge hatten, wobei sich der Verfolgte sogar noch leicht entfernte..

Naja, alles ist sicherlich nicht möglich. Aber Du weißt ja, daß man Urteile von AGs nicht verallgemeinern kann. Warum, wieso, weshalb hier 30% abgezogen wurden, hast Du leider nicht erläutert. Ich kann Dir nur sagen, daß das am hiesigen Gericht anders berechnet wird (eigene Erfahrungen).

Bei mir lösen solche Urteile ganz sicher keinen Frust aus. Lediglich ggf. ein Kopfschütteln und Unverständnis. Ansonsten interessiert es mich  herzlich wenig, da ich denke, trotzdem alles richtig gemacht zu haben. Wenn ein Richter dann meint, so rechnen und urteilen zu müssen.... bitte schön.
 

Denn - nur das, was ein Gericht entscheidet, zählt.

Korrekt. Allerdings muß ich auch immer wieder schmunzeln, wenn Anwälte mit AG-Urteilen (so wie dem obigen zB) argumentieren und erwarten, daß dieses oder jenes AG diesem Urteil folgen müsse bzw. wird. Umso erstaunter sind sie dann, wenn eine negative Reaktion erfolgt.
 


Gruß .......... Bluey

"Wenn über eine (dumme) Sache Gras gewachsen ist, kommt garantiert ein Kamel und frißt es herunter."
"Die beste und sicherste Tarnung ist immer noch die blanke und nackte Wahrheit. Die glaubt niemand!"

Kein 11 September, kein Terror, kein Afghanistan, kein Euro, keine Krise, 1l Diesel für umgerechnet 36 ct....

...das waren die 80er...


#18 Alberto

Alberto

    Mitglied

  • Member
  • PIPPIPPIPPIPPIP
  • 733 Beiträge
  • Gender:Male

Geschrieben 05 Dezember 2019 - 17:49

Hallo Bluey,

 

 

ich kann Dir auch nicht sagen, warum hier 30% abgezogen wurden.

ich habe extra nach der Verhandlung die junge Richterin danach gefragt. das interessierte auch den anderen Polizeibeamten.

Sie sagte, dass schon seit vielen Monaten wohl die abgesprochene Rechtssprechung bei "Hinterherfahren ohne geeichtem Tacho" neuerdings von 30% Abzug ausgeht.

 

Ob das nun eine "jus bavariae" ist, kann ich nicht sagen... jedenfalls kann man in München wohl damit rechnen.. :-)

 

Und - lieber Bluey... wennDu nochmals nach dem Originaltext zu der Wasserwaage suchen könntest... das wäre wirklich toll. Ich muss dem Gericht bis zum 16.12. antworten - und.. ich werde kämpfen..

 

 

Ich berichte auch, wie es gelaufen ist..

Grüße aus Bayern

 

Alberto



#19 Tiefkühlpizza

Tiefkühlpizza

    Mitglied

  • Member
  • PIPPIPPIPPIPPIPPIP
  • 1.175 Beiträge
  • Location:Steinofen

Geschrieben 05 Dezember 2019 - 20:15

"Woraus soll sich ergeben, daß das nicht erledigt wurde?" Daraus, dass man es nicht nachweisen kann, dass es erledigt wurde...

Es ist schon ein Alleinstellungsmerkmal, eine Messung zu machen und zu behaupten: Beweise mir den Fehler, sonst ist meine Messung gültig.

Da wo ich arbeite, muss ich die Gültigkeit der Messung beweisen. Wenn ich es einfach behaupte, werde ich ausgelacht. Ist auch anderswo so. Aber Ausnahmen...

Pizza

Ideen für die Signatur ~ Zucker im Bier


#20 Bluey

Bluey

    Beamter

  • ModSheriff
  • PIPPIPPIPPIPPIPPIPPIPPIPPIPPIPPIPPIPPIP
  • 28.390 Beiträge
  • Gender:Male
  • Location:Das schöne NRW
  • Interests:Karate, Computer, Internet, Motorrad

Geschrieben 05 Dezember 2019 - 23:33

Natürlich kann man es nachweisen. Auf dem Meßprotokoll befindet sich ein entsprechender Passus, wonach man die Anlage gemäß der Bedienungsanleitung aufgebaut und betrieben hat. Und die Einhaltung dessen dokumentiert und bestätigt man mit seiner Unterschrift.


Gruß .......... Bluey

"Wenn über eine (dumme) Sache Gras gewachsen ist, kommt garantiert ein Kamel und frißt es herunter."
"Die beste und sicherste Tarnung ist immer noch die blanke und nackte Wahrheit. Die glaubt niemand!"

Kein 11 September, kein Terror, kein Afghanistan, kein Euro, keine Krise, 1l Diesel für umgerechnet 36 ct....

...das waren die 80er...


#21 Alberto

Alberto

    Mitglied

  • Member
  • PIPPIPPIPPIPPIP
  • 733 Beiträge
  • Gender:Male

Geschrieben 06 Dezember 2019 - 09:42

Da gebe ich PIZZA ein bisschen recht.

Es wird meine einzige Chance sein, dem Gericht die "Unstimmigkeit" in der Anweisung darzulegen.

1. Warum muss mit der Wasserwaage - nach einer Messungs-Phase - nochmals die Position nachgemessen werden?

2. Warum - wenn es schon so sein soll - wird es dann nicht dokumentiert?

3. Welche Maßnahmen würden ergriffen werden, wenn diese Nachmessung Abweichungen ergäbe?

 

Logik: Ich muss nichts nachmessen, was sich nicht verstellen kann! Aber - dann wäre eine Anweisung zur Nachmessung auch überflüssig.

 

Gruß

Alberto



#22 Tiefkühlpizza

Tiefkühlpizza

    Mitglied

  • Member
  • PIPPIPPIPPIPPIPPIP
  • 1.175 Beiträge
  • Location:Steinofen

Geschrieben 06 Dezember 2019 - 12:18

"Nachweisen" bedeutet hier einfach seinen Willi auf das Protokoll zu setzen.

Niemand kann nachvollziehen, dass die Wasserwaage davor und danach richtige und gleiche Werte hatte. Kein Bild, keine digitale Speicherung (Das gibt es) oder Ähnliches.

Bei der Geschwindigkeitsmessung wird ja auch ein Photo gemacht und nicht nur nachgefragt ob man zu schnell war...

Naja, viel Theorie - Es ist wie es ist - Katz und Maus wird es immer geben.

Ideen für die Signatur ~ Zucker im Bier


#23 Bluey

Bluey

    Beamter

  • ModSheriff
  • PIPPIPPIPPIPPIPPIPPIPPIPPIPPIPPIPPIPPIP
  • 28.390 Beiträge
  • Gender:Male
  • Location:Das schöne NRW
  • Interests:Karate, Computer, Internet, Motorrad

Geschrieben 06 Dezember 2019 - 21:13

1. Warum muss mit der Wasserwaage - nach einer Messungs-Phase - nochmals die Position nachgemessen werden?

2. Warum - wenn es schon so sein soll - wird es dann nicht dokumentiert?

3. Welche Maßnahmen würden ergriffen werden, wenn diese Nachmessung Abweichungen ergäbe?

 

Logik: Ich muss nichts nachmessen, was sich nicht verstellen kann! Aber - dann wäre eine Anweisung zur Nachmessung auch überflüssig.

1. hatte ich schon geschrieben: um auszuschließen, daß sich die Sensoreinheit verstellt hat.

2. hatte ich auch schon geschrieben: das wird mit der Unterschrift unter das Protokoll dokumentiert.

3. die Meßserie wäre ungültig und würde nicht verwertet.

 

Theoretisch kann sich die Sensoreinheit verstellen, weil sie mit einem Kugelkopf in einer entsprechenden Pfanne des Stativs gelagert wird. Sollte die Feststellschraube nicht genügend angezogen sein, KÖNNTE sich die Einheit verstellen. Um das tatsächlich auszuschließen wird nachgemessen.

 

Du kannst gern versuchen, über diesen Weg Zweifel zu streuen. Ich glaube aber kaum, daß Du damit Erfolg haben wirst.


Gruß .......... Bluey

"Wenn über eine (dumme) Sache Gras gewachsen ist, kommt garantiert ein Kamel und frißt es herunter."
"Die beste und sicherste Tarnung ist immer noch die blanke und nackte Wahrheit. Die glaubt niemand!"

Kein 11 September, kein Terror, kein Afghanistan, kein Euro, keine Krise, 1l Diesel für umgerechnet 36 ct....

...das waren die 80er...


#24 Alberto

Alberto

    Mitglied

  • Member
  • PIPPIPPIPPIPPIP
  • 733 Beiträge
  • Gender:Male

Geschrieben 07 Dezember 2019 - 09:28

Danke Bluey,

 

daraus kann ich was machen.. :-)

 

Ich berichte wieder....

 

Gruß

Alberto



#25 reinholdein

reinholdein

    Anfänger

  • Member
  • PIP
  • 9 Beiträge

Geschrieben 11 Dezember 2019 - 22:13

Hallo Alberto,

die Chiemsee-Gegend ist für den Es3.0 kritisches Terrain,

genau dort gab es schon Fehlmessungen die sich damals auch die Gutachter nicht so recht erklären konnten.

Wie war denn das Wetter zum Zeitpunkt der Messung?

Sonnenschein, ca um die Mittagszeit?

Du bist RIchtung Salzburg gefahren?

Welches Auto?

Bist du wirklich die gemessene Geschwindigkeit (ungefähr) gefahren oder doch deutlich langsamer?

 

Die Autobahn läuft entlang des Chiemsee so ziemlich lang in West-Ost Richtung. Um die Mittagszeit kommt die Sonne genau quer zur Fahrbahn. (Kannst ggf. in sonnenverlauf.de nachprüfen, nette Seite dafür)

Der Sensor in Fahrtrichtung Ost wäre dann südlich der Fahrbahn, die Sonne vom Fahrzeug reflektiert direkt in den Sensor hinein.

Hat dein Auto an den Fahrzeugflanken langer schräge Falze UND ist der Sensor ein wneig (aber laut  Handbuch noch zulässig) schräg in Rollachse (nur ca. 1-3° reicht, ist ein Splitsteinchen, 5mm beim übernehmen der Fahrbahnneigeung mit der Wasserwaage)

 

DANN kann durch die Blendung ein Messfehler von bis zu 50% passieren.

Aber Achtung: Reale Geschwindigkeit muss so niedrig sein dass die erste korrekte Messung an der Fahrzeugfront nicht auslöst, also vermutlich bei dir <110 km/h

Beim Foto ist ein mögliches Indiz wenn die Fahrzeugfront sich nicht auf Höhe der Fotolinie befindet, muss aber nicht sein.

Die Fotolinie muss markiert werden, die Position des Fahrzeugs zur Linie also nachprüfbar sein.

Gibt es hier Abweichung, dann sollte ein Gutachter die Rohdaten anschauen.

Wenn du soweit kommst, lass dir die Rohdaten (*.eso Datei) geben und mir zukommen, ich suche Datensätze wo solche Fehler zutreffen können.

Selbst war ich im Jahr 2013 Opfer einer solchen Situation und mir wurde damals der Zugang zu den Daten verweigert um meine Unschuld zu beweisen, das bei 30 Jahren ohne Punkte.

Solltest du allerdings wirklich so schnell gefahren sein, dann steh dazu, heisst halt 5 Jahre lang den Punktestand im Auge behalten.

Allerdings bin ich an jeder Art von Rohdaten interessiert, will mir als Feierabendprojekt ein unabhängiges Analyseprogramm bauen, gerade damit man OHNE Gutachter schon mal die Wahrscheinlichkeit von Messfehlern prüfen kann.

 

Es ginge so einfach: 2 Fotos kurz hintereinander mit jeweils exakter Zeit und jeder kann aus Zeit und Fahrzeugbewegung die Geschwindigkeit nachrechnen und so die Korrektheit prüfen ohne Gutachter einzuschalten.

 

Wichtig speziell für Bayern:

Anders als in anderen Bundesländern wird der Zugang zu den Rohdaten vom Bayerischen Polizeiverwaltungsamt selbst bei Anfrage Anwalt verweigert, Es muss erst ein Richter die Weitergabe anordnen. Ist eine Anordnung des Bayerischen Innenministeriums aus dem Jahr 2005 die immer noch gilt. Stammt wohl noch aus der CSU Mia san Mia Mentalität.

Das bitte unbedingt beim Kontakt mit dem Gericht ansprechen: Bei Freigabe ohne vorher das Gericht zu bemühen hätten die Richter deutlich weniger Arbeit, auch gibt es eben genau die von mir geschilderte Situation wo man allein aus den Rohdaten heraus einen Messfehler nachweisen kann, Verweigerung des Zugangs gerade beim Standardisierten Messverfahren eine Verletzung des fairen Verfahrens.

 

Nochmal kurz: Sonne quer zur Fahrbahn, im Rücken des ES3.0 --> Potentielle Messfehler durch reflektierte Sonne.

 

 


  • m3_ gefällt das

#26 Bluey

Bluey

    Beamter

  • ModSheriff
  • PIPPIPPIPPIPPIPPIPPIPPIPPIPPIPPIPPIPPIP
  • 28.390 Beiträge
  • Gender:Male
  • Location:Das schöne NRW
  • Interests:Karate, Computer, Internet, Motorrad

Geschrieben 11 Dezember 2019 - 22:40

Oje......

Gruß .......... Bluey

"Wenn über eine (dumme) Sache Gras gewachsen ist, kommt garantiert ein Kamel und frißt es herunter."
"Die beste und sicherste Tarnung ist immer noch die blanke und nackte Wahrheit. Die glaubt niemand!"

Kein 11 September, kein Terror, kein Afghanistan, kein Euro, keine Krise, 1l Diesel für umgerechnet 36 ct....

...das waren die 80er...


#27 rth

rth

    Mitglied

  • Member
  • PIPPIPPIPPIPPIPPIPPIP
  • 4.040 Beiträge
  • Gender:Male
  • Location:Ruhrgebiet

Geschrieben 11 Dezember 2019 - 22:54

Oje......

Wieso? Schwerkranke wenden sich nach erfolgloser Schulmedizin, „Aus Therapiert“ lautet das deprimierende Stichwort , auch gerne an Gesundbeter o.ä. 
Auch die wollen leben und benötigen „Werbung“.


Stoppt den Raserirrsinn – schützt Mücken und Fliegen!

#28 Alberto

Alberto

    Mitglied

  • Member
  • PIPPIPPIPPIPPIP
  • 733 Beiträge
  • Gender:Male

Geschrieben Gestern, 08:57

Das ist gar nicht mal so dumm, was reinholdein da schreibt.

In der Tat - es war um 9:28 Uhr in Richtung Osten - und zwar genau am Beginn dieser nach links drehenden Kurve der neuen Hochwasserbrücke (die ist etwa 10 Jahr dort) - genau nach der Ausfahrt Bernau. Die Sonne stand tief.

Die stellen in Bayern grundsätzlich ihr Fallen auf, wenn man gegen die Sonne fährt, - damit man sie nicht so leicht sieht - wegen Eigenblendung.

Und - ja - diese frisch aufgeschüttete Brückenrampe ist ein künstliches Gebilde, welches durchaus in Schwingungen kommen kann, wenn ein LKW vorbei fährt.

 

Mein Wagen ist eine alte rundliche S-Klasse, die allerdings tatsächlich ein paar Sicken vorne und seitlich hat.

Ich werde aber aus dieser Einlassung nur die Tatsache benutzen, dass ich offensichtlich keine vollständige Akteneinsicht bekommen kann ( lex bavariae) und deshalb das Gericht bitten, doch diese im Vorwege - als einzig autorisierte Behörde - einzuholen.

 

Das mit den "vorauseilenden Lichtreflexen" hat ja schon mal Olli Kahn mit seinem Ferrari geholfen - auch am Chiemsee.

 

Ich muss allerdings sagen, dass ich bestimmt schneller, als 100 war... also so 120 - 130.

Nur - 149?  Eigentlich nicht....

Das heißt nämlich, dass sie mir nach Abzug der Toleranz von 5 kmh eben 144 kmh vorwerfen.

So - das heißt aber auch, dass mein Tacho mindestens 155 kmh angezeigt haben müsste, was einfach nicht richtig sein kann.

 

Auf den Fotos sind keine Messlinien zu sehen. Aber, da an dieser Stelle eben kein Grünstreifen existiert, sondern die Gegenspur nur durch eine etwa 70 cm hohe Mauer abgetrennt ist, sieht man, wie genau zum Zeitpunkt der Messung ein Sprinter in die Gegenrichtung fährt. Genau in diesem Moment begegnen sich die beiden Fahrzeuge. Beide fahren auf der linken Spour - also sehr dicht aneinander vorbei - max. Abstand 2 m. Im Moment des Fotos sitzen beide Fahrer exakt auf der gleichen Linie.

Vielleicht hat der hohe Sprinter ja ebenfalls die von mir reflektierte Sonne reflektiert?

Jedenfalls kam mein Foto von rechts unten und mein rechter Kotflügel erstrahlt sehr hell - aber vom Sonnenlicht.

 

Ich muss ja bis 16.12. reagieren... nun weiß ich schon einiges, was mir sehr geholfen hat.

 

Vielen Dank an alle..

ich berichte wieder...

 

Alberto



#29 rth

rth

    Mitglied

  • Member
  • PIPPIPPIPPIPPIPPIPPIP
  • 4.040 Beiträge
  • Gender:Male
  • Location:Ruhrgebiet

Geschrieben Gestern, 11:50

@Alberto, du hast aber auch bedacht, dass erst die Messung erfolgt, Sekundenbruchteile später wird fotografiert.


Stoppt den Raserirrsinn – schützt Mücken und Fliegen!

#30 reinholdein

reinholdein

    Anfänger

  • Member
  • PIP
  • 9 Beiträge

Geschrieben Gestern, 12:07

Hallo Alberto,

hier nochmal Ergänzungen zum besseren Verständnis:

Der Sensor misst laufend die Helligkeitverläufe (auch wenn da grad kein Auto ist), wenn er jetzt ein plausibles Signal ermittelt (durch Vergleich der drei Hauptsensoren, 2*25cm Abstand), dann wird er sofort das auslösen starten, sofern die gemessene Geschwindigkeit grösser als die Auslöseschwelle. Diese wird je nach Messendem mehr oder weniger über dem Limit gesetzt.

Bei 100km/h auf der Autobahn, nehme ich mal (willkürlich) an eine Schwelle von 116km/h.

Bist du laut Tacho 120 gefahren (also das übliche +20, gibt noch keine Punkte), hast du real vielleicht 115 km/h 

Diese 115km/h misst das Gerät zu Beginn auf den ersten 50cm deines Autos und löst NICHT aus, da unterhalb der Schwelle. 

Weiter hinten kommt es durch die reflektierte Sonne zu Überstrahlung und wegen der schrägen Flanken zu der Fehlmessung die dann vermeintliche 149km/h (also +30%) ergibt.

Jetzt löst der Sensor aus, rechnet die Zeit für die 3 Meter von Messlinie zu Fotolinie aus, du bewegst dich aber real nicht 3m sondern nur 2,2m. Auf dem Foto ist das Fahrzeug aber trotzdem bereits über der Fotolinie drüber. Bei gutem Wetter müsste man aber erwarten dass die Messung IMMER bereits an der Fahrzeugfront erfolgt.

Das stand doch anfangs auch so in der Bedienungsanleitung: 'Die Fahrzeugfront befindet sich auf der Fotolinie, mit wenigen cm Schwankungsbreite'. Nachdem sich in der Praxis aber zeigte dass doch häufiger Fahrzeuge die Linie schon passiert hatten, wurde die Anleitung dahingehend entschärft, dass auch überschreiten der Fotolinie zulässt ist.

Jetzt soll mir aber mal jemand erklären wieso bei GUTEM Wetter das Fahrzeug an der Front, also noch VOR den Rädern, nicht richtig gemsessen wurde, dann aber weiter hinten schon.

Bei schlechtem Wetter und mit Scheinwerfern an mag es noch gelten aber eben gerade NICHT bei gutem Wetter.

Die Dokumentation der Position des Fahrzeugs zur Fotolinie ist immer noch gefordert, man muss die Linie, Kegel oder ähnliches erkennen können um die Fahrzeugposition zu bestimmen. An häufig benutzten Messstellen sehe ich hier feste Markierungen.

Das entgegenkommende Fahrzeug dürfte wegen dem Mittelteiller im Regelfall keine Rolle spielen. Der ES 3.0 hat bei 8 Meter Entfernung einen  vertikalen Messbereich von 20cm, bei 16m dann 40cm. Üblicherweise erfolgt hier Ausrichtung auf die Scheinwerfer. Leider besteht keine Verpflichtung diese vertikale Ausrichtung zu dokumentieren. Störung durch Fahrzeug in Gegenrichtung, falls existent, ist dann nur in den Rohdaten zu erkennen.

 

Und zum 'Oje' : Ich wiederhole nur dass ich hier einen systematischen Fehler im Prinzip der optischen Messung sehe, dessen Anerkennung von Seiten Gerichte verweigert wird. Er schlägt eben nur in seltenen Fällen zu, kann da aber eben heftige Fehlmessungen bringen.  Ich will hier gerade nicht für Umsatz bei Anwälten und Gutachtern sorgen, bin aber nicht bereit hier als Raser dargestellt zu werden der seinen Fehler nicht einsieht. Ich habe damals klar gesagt, wenn ich aus den Rohdaten heraus den Messfehler nicht beweisen kann, bleibe ich ruhig und akzeptiere die Bestrafung. Da mir aber damals der Zugang zu diesen Daten verweigert wurde, sehe ich mich weiterhin als unschludig verurteilter und werde nötigenfalls solange bis es das Gerät nicht mehr gibt darauf hinweisen.

Zum Thema Rohdaten für mich: Ich bin ernsthaft entschlossen hier eine frei nutzbare Sw zu schreiben die eine Datenanalyse OHNE Anwalt, OHNE Gutachter erlaubt  um so allen Zweiflern selbst die Möglichkeit zu geben die Korrektheit der Messung zu testen. Nur ohne solche Daten geht das eben nicht.

 

Alberto: das Datum der Messung ist noch wichtig, Die Sonne ändert ihre Position nach Jahreszeit. Um 9:28 jedenfalls wäre sie jetzt im Dezember quer zur Fahrbahn bei der Brücke über die Bahn (nach Ausfahrt Bernau).

Es ist doch schon vorher passiert, September? und nicht an der Ausfahrt Bernau sondern erst Ausfahrt Felden (oder Bernau Ost, keine Ahnung wie sie heisst). Denn Im September ist dort die Sonne quer zur Fahrbahn um 9:28

 

denn andersrum: Die Kotflügel werden nach vorne schmäler. Die Sonne kommt schräg von vorne und wird von den Kotflügeln in die Sensoren gespiegelt. Die Messung ist hier nicht möglich, die Ergebnisse sind nicht plausibel genug. Später dann an der Beifahrertür ist der Winkel anders, die Sonne wird nicht mehr ins Gerät reflektiert. Die Messung erfolgt mit der normalen Umgebungshelligkeit und misst korrekt --> Dann bist du tatsächlich 144km/h gefahren.

Sieht man in den Rohdaten.....

 



#31 Alberto

Alberto

    Mitglied

  • Member
  • PIPPIPPIPPIPPIP
  • 733 Beiträge
  • Gender:Male

Geschrieben Gestern, 13:01

Hallo reinholdein,

 

es war im Juli... wenn Du die Örtlichkeit kennst....

Den Bernauer Berg hinunter ist ja schon 100 kmh. in Richtung Salzburg.

Dann kommt die Ausfahrt Bernau.. dann verengen sich die Fahrspuren auf 2 Spuren ohne Haltestreifen rechts (über den neuen Hochwasser-Wall) Und - es kommt eine Links-Krümmung.

In genau dieser Krümmung gibt es rechts eine Leitplanke und dahinter eine geteerte Fläche - von hinten her wohl anfahrbar.

Da stehen dann diese 4 roten Lichter knapp über der Leitplanke - teilweise auch darunter...

 

Man fährt also eine Linkskurve - rechts fährt auch ein Auto - das verdeckt schon mal die Sicht - und dann ist man an diesem Auto vorbei und sieht - viel zu spät - die Maschinerie....

 

ich habe es nicht mal blitzen gesehen, weil auch noch die Sonne kräftig blendete.. ich musste mit Sonnenblende und Sonnenbrille fahren (sieht man auch auf dem Foto). An der nächste Ausfahrt standen zwei grüne Motorräder, wovon sich eines sofort in Bewegung setzte... das war kein gutes Gefühl... dann kommt ein Parkplatz mit Toilette.. da hat mich der freundliche Rocker dann rausgholt.

 

Natürlich habe ich nichts zugegeben....

 

Jetzt will ich es mal wissen...

Kann sein, ich verliere...

 

Gruß und vielen vielen Dank für diese Mühe.

 

Alberto



#32 Bluey

Bluey

    Beamter

  • ModSheriff
  • PIPPIPPIPPIPPIPPIPPIPPIPPIPPIPPIPPIPPIP
  • 28.390 Beiträge
  • Gender:Male
  • Location:Das schöne NRW
  • Interests:Karate, Computer, Internet, Motorrad

Geschrieben Gestern, 19:43

Ich habe schon oft bei Sonnenschein gemessen. Die einzigen Probleme hatte ich dann, wenn die Sonne gegenüber des Sensors stand und direkt in die Sensoren schien. Dann nämlich hatte ich eine sehr hohe Zahl an Annulierungen. Stand die Sonne im Winkel zur Meßanlage, war das überhaupt kein Problem.

 

Aber: Versuch macht klug. Und da der obige "Sachverständige" der felsenfesten Überzeugung ist, daß in seinem Fall falsch gemessen wurde, was ich allerdings bezweifle, ..... probieren.

 

Irgendwie erinnert mich das an einen Fall vor langer Zeit, wo jemand behauptete, daß beim Lasern durch eine Windschutzscheibe durch den Winkel der Scheibe die Laserimpulse verändert oder abgelenkt würden, wodurch falsche Meßwerte entstünden. Nunja, wie zu erwarten blieb es bei dieser Behauptung. Nachgewiesen wurde das jedenfalls nie.


Gruß .......... Bluey

"Wenn über eine (dumme) Sache Gras gewachsen ist, kommt garantiert ein Kamel und frißt es herunter."
"Die beste und sicherste Tarnung ist immer noch die blanke und nackte Wahrheit. Die glaubt niemand!"

Kein 11 September, kein Terror, kein Afghanistan, kein Euro, keine Krise, 1l Diesel für umgerechnet 36 ct....

...das waren die 80er...


#33 m3_

m3_

    Mitglied

  • iMember
  • PIPPIPPIPPIPPIPPIPPIPPIPPIPPIP
  • 12.212 Beiträge
  • Location:Autobahn

Geschrieben Gestern, 23:43

@alberto: Hier ein Beispiel, wie ein Gutachter es auch beim leidlichen Problem "der gerichtsbekannte Meßbeamte" hat durch seinen pauschalen Servus und Kreuz ins Kästchen seine vermeintlich immer "fehlerlose" Tätigkeit ohne Beweisaufzeichnung bestätigt, sehen kann:

Weiterhin wird bestätigt, dass die vor Ort festgestellte Fahrbahnlängsneigung auf den Sensorkopf übertragen und bei Messende nochmals überprüft wurde. Insoweit ist sachverständigerseits nicht von einer unbeabsichtigten Verstellung des Sensorkopfes durch äußere Einflüsse auszugehen.

Aus: https://docplayer.or...llungnahme.html

 

Ebenso hieraus:

Aus sachverständiger Sicht reichen die vom Hersteller geforderten Angaben im Messprotokoll hinsichtlich der Positionierung und Ausrichtung des Sensorkopfes zur Verifizierung einer konkreten Messung nicht aus.

 

Ebenso hier zum Thema "unbeabsichtige Verstellung durch äußere Einflüsse":

Weiterhin wird bestätigt, dass die vor Ort festgestellte Fahrbahnlängsneigung auf den Sensorkopf übertragen und bei Messende nochmals überprüft wurde. Insoweit ist sachverständigerseits nicht von einer unbeabsichtigten Verstellung des Sensorkopfes durch äußere Einflüsse auszugehen.

 

Aus: https://www.blitzerg..._Muster_Web.pdf

 

Achja, und durch ein kleine Anfrage Mai 2019 vom guten Franz B. hat die Polizei-Bayern die Hose über die Anzahl der schon etwas in die Jahre gekommen eso ES 3.0 runterlassen müssen: https://www.bayern.l.../18_0002812.pdf

 

@bluey: Wird bei deinen Lustreisen "Multiplikatoren-Training" in Tettnang sich nicht über Tipps&Tricks ausgetauscht? Kennst Du net so eine Bastellösung "Sonnendächle":

Angehängte Datei  eso30SensorSonnendachfertig.jpg   167,95K   0 Mal heruntergeladen

:nolimit:


"Regeln setzen ein, wo die Intelligenz aufhört"

"Die Autobahn ist schließlich nicht für eine Geschwindigkeit von nur 80 oder 100 km/h gemacht", Landesverkehrsminister Otto Ebnet.

"§2, schonmal gehört?" Autobahnpolizistin Patrizia Kaiser zu einem Linksschleicher

#34 Alberto

Alberto

    Mitglied

  • Member
  • PIPPIPPIPPIPPIP
  • 733 Beiträge
  • Gender:Male

Geschrieben Heute, 10:53

Hallo Leute,

 

es ist vollbracht.. ich habe meine Einlassung formuliert und abgeschickt.

 

Euch allen vielen Dank für die tollen Unterlagen und Ausführungen.

 

Im Prinzip habe ich nun glerich 3 Angriffs-Punkte, wovon doch wenigstens einer einen weiteren Tolersanz-Abzug erreichen sollte.

 

1. Die Fotolinie ist nicht auf meinen Bildern zu sehen. Sie darf von der Fahrzeugfront nur max. + - 0,3 m = 30 cm - abweichen. mal sehen, weklche Fotos die noch hervorkramen können...

 

2. "Vorauseilende Lichtreflexe durch extreme Sonneneinstrahlung" (wie damals beim Olli Kahn). Ja - mein Foto ähnelt sehr den Beispielen aus den diversen Gutachten. Mein Fahrzeug hat einen riesengroßen Scheinwerfer vorne. Dieser - und auch der rechte kotflügel - sind sehr grell erleuchtet. Es war im Juli um 9:28 Uhr - Fahrtrichtung nach Osten - also voll gegen die Sonne. Auch hieraus kann sich ein Toleranzabzug ergeben..

 

3. Die vorgeschriebene Messung der Sensor-Position (sitzt auf einem einzigen Kugelkopf), die zwar am Ende der Phase stattfinden, aber nicht dokumentiert werden muss.. Was für ein Unsinn!  Hätte sich da durch Ersschütterung der Kugelkopf verstellt - es gäbe keine Konsequenz.

Auch hier... es kann leider nicht ausgeschlossen werden, dass sich der Kopf ein bisschen verstellt haben könnte, weil nichts beweisbar dokumentiert wurde. Auch das ist einen Toleranzabzug wert.

 

Toll wäre, wenn alle drei Möglichkeiten greifen... jedes Mal 20 % Abzug - und ich bin nur noch so langsam gefahren, dass ich gar nicht auf der Autobahn hätte fahren dürfen :-) -

 

Na ja... jedenfalls werde ich es Euch wissen lassen, was nun passiert...

 

Liebe Grüße und Frohe Weihnachten an alle

 

Alberto